Direkt zum Inhalt

Welche ökologischen Auswirkungen hat der Fleischkonsum?

Welche ökologischen Auswirkungen hat der Fleischkonsum?

Auszüge aus der Broschüre: Vegan für die Umwelt. Broschüre bestellen bzw. pdf runterladen.

Themen

Fleischkonsum 
Land
Berge
Wasser
Soja
Treibhausgase
Schadstoffe
Nahrung
Antibiotika
Meere
Subventionen
Was tun
   

Weltweite Fleischproduktion steigt an

Obwohl der Fleischkonsum in den Industrienationen seit Jahren abnimmt, steigt der globale Konsum weiter an. Zurzeit produzieren wir etwa doppelt so viel Fleisch wie noch vor 30 Jahren; rund 340 Millionen Tonnen wurden 2021 weltweit produziert1. Damit hat sich die Fleischproduktion seit 1961 verfünffacht2. Und damit nicht genug: Es wird davon ausgegangen, dass sich die Zahl bis 2050 auf bis zu 570 Millionen Tonnen erhöht3.

In der Schweiz ist der Fleischkonsum seit Jahren relativ konstant. Im Jahr 2021 betrug der durchschnittliche Schweizer Pro-Kopf-Verbrauch rund 51 Kilogramm Fleisch (exklusive Fische)4. Damit liegt die Schweiz zwar unter dem Durchschnitt anderer Industrieländer, doch immer noch weit über einer vom WWF als umweltverträglich eingeschätzter Menge. Diese beträgt pro Jahr lediglich etwas 15 Kilogramm pro Person - weniger als ein Drittel des Status quo5

 

Landverbrauch

In der Schweiz werden rund 60% der verfügbaren Ackerfläche für den Anbau von Tierfutter wie Mais, Weizen und Soja verwendet.6

Hinzu kommen mehr als 165 000 Hektar ausländische Ackerflächen, von denen Futter importiert wird, sowie die Fläche, auf der die Tiere tatsächlich leben.7 Dieser unverhältnismässig grosse Platzbedarf zeigt eindeutig, dass der Schweizer Konsum von Fleisch, Milch und Eier die Ressourcen des Landes weit übersteigt. Auf der gleichen Fläche, die für die Produktion eines Kilogramms Rindfleisch benötigt wird, könnten etwa 400 Kilo Tomaten, 370 Kilo Kartoffeln oder 116 Kilo Reis angepflanzt werden.8 Auch die Schweiz fördert diese Entwicklung, denn Brasilien ist hier nach wie vor der wichtigste Importeur von Soja als Tierfutter.⁹ Wissenschaftler gehen davon aus, dass bald ein Punkt erreicht ist, an dem sich der Regenwald nicht mehr erholen kann und sich zu einer Savanne entwickeln wird. Die Folgen für Umwelt und Klima wären vernichtend, denn Regenwälder wie der Amazonas beherbergen nicht nur eine unglaubliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten, sondern federn den Klimawandel durch die Aufnahme grosser Mengen CO2 bedeutend ab.10

 

Landflächenverbrauch pro Kilogramm Nahrungsmitel

Bergregionen

 

Auch die Schweizer Bergregionen leiden unter der intensiven Tierhaltung. Zurzeit wird etwas mehr als ein Drittel der Fläche der Schweiz landwirtschaftlich genutzt – in erster Linie für den Anbau von Tierfutter. Um der steigenden Nachfrage nachzukommen, wird die genutzte Fläche jedoch stetig ausgeweitet. Bergregionen werden in der Folge zunehmend intensiv genutzt. Das strapaziert die ökologisch wertvollen, artenreichen Gebiete: Düngung, Bewässerung und mancherorts sogar der Einsatz von Pestiziden stellen grosse Belastungen für das Ökosystem dar.11

 

Wasserverbrauch

Zwei Drittel aller Menschen weltweit kämpfen jährlich mit Wasserknappheit – und es werden immer mehr.12 Wenn wir an unseren Wasserverbrauch denken, fällt uns zuerst das Wasser ein, das wir trinken oder zum Duschen benutzen. Doch die rund 170 Liter, die
Schweizer täglich im Haushalt verbrauchen, machen einen verhältnismässig kleinen Teil unseres gesamten Wasserverbrauchs aus.13 Der mit Abstand grösste Anteil wird für unseren Nahrungsbedarf verbraucht und erfordert pro Person und Tag 2 000 bis 5 000 Liter Wasser.14  Tatsächlich verbraucht die Landwirtschaft rund 72 Prozent der weltweiten Wasserressourcen und ist damit der grösste Wasserschlucker.15

Die Herstellung tierischer Produkte ist grundsätzlich weit wasserintensiver als die pflanzlicher – in erster Linie aufgrund der grossen Mengen an benötigtem Tierfutter. Als Beispiel: Ein Kilogramm Rindfleisch herzustellen, erfordert im weltweiten Durchschnitt rund 15 400 Liter Wasser, die Herstellung von einem Kilogramm Kartoffeln nur 287 Liter. Der Anbau von Avocados sowie die Herstellung von Mandelmilch wird häufig für deren hohen Wasserverbrauch kritisiert und stellvertretend als umweltbelastenden Aspekt einer veganen Ernährung angesehen. Tatsächlich ist deren Herstellung relativ wasserintensiv; um ein Kilogramm Avocados zu produzieren, sind beispielsweise rund 2 000 Liter Wasser nötig. Diese Zahl wird jedoch relativiert durch den Wasserverbrauch tierischer Lebensmittel, welche beispielsweise anstelle einer Avocado gegessen werden: Pro Kilogramm benötigt die Produktion von Eiern rund 3 330 Liter, von Käse 5 000 Liter und die eines Burgerpattys die oben erwähnten 15400 Liter Wasser.16

 

Durchschnittlicher Wasserverbrauch pro Kilogramm Nahrungsmittel

 

 

Soja-Anbau

Soja steht als Lebensmittel häufig in der Kritik – insbesondere, da es mit der Zerstörung des Amazonas Regenwaldes in Zusammenhang gebracht wird. Es ist jedoch wichtig, zwischen dem als Tierfutter angebauten und dem von Menschen konsumierten Soja zu unterscheiden. Denn während Sojaprodukte wie Tofu und Sojamilch ohne Bedenken konsumiert werden können, verursacht der Anbau von Soja als Tierfutter grosse Umweltzerstörung. 

Insgesamt etwa 76 Prozent des weltweit produzierten Sojas wird als Futtermittel in der Fleisch-, Ei- und Milchproduktion verwendet.17

Produkte wie Tofu, Sojamilch oder Tempeh dagegen machen weniger als 10 Prozent der weltweiten Sojaproduktion aus.18 
Obwohl viele Vegetarier häufig Sojaprodukte essen, wird der Grossteil des produzierten Sojas über tierische Produkte, also indirekt, von Allesesser konsumiert. Zudem stammen in der Schweiz erhältliche Sojaprodukte, wie etwa Tofu und Sojamilch, aus gentechnikfreier und meist europäischer Produktion und tragen somit nicht zur Abholzung der Regenwälder bei. 

Als Tierfutter angebautes Soja hingegen belastet die Umwelt enorm. Dies einerseits auf­grund des sehr hohen Flächenbedarfs und andererseits, weil die An­baugebiete häufig besonders arten­reich und ökologisch wertvoll sind, wie beispielsweise die brasilianischen Cerrados oder der Amazonas-Regenwald. Innerhalb der letzten fünfzig Jahre hat sich die weltweite Sojaproduktion fast verzehn­facht – und zwar in erster Linie aufgrund der wachsenden Nach­frage nach tierischen Lebensmitteln. Zu diesem Zweck wurden vor allem in Südamerika riesige Waldflächen gerodet und Savannenflächen zu Ackerland umgewandelt.19 Dadurch hat sich im Amazonasgebiet der Lebensraum unzähliger Tierarten mindestens halbiert.20 Hinzu kommt, dass die Regenwälder gros­se Mengen an Kohlenstoff speichern. Dieser wird bei ihrer Abholzung freigesetzt und befeuert die Erderwärmung weiter.

 

Treibhauseffekt

Die Herstellung von tierischen Produkten verursacht in jedem Fall mehr Treibhausgasemissionen als diejenige von pflanzlichen. Der Grund dafür ist die Verlängerung der Nahrungskette über das Tier, das sich selbst von Pflanzen ernährt (siehe Kapitel Nahrungsmittelverschwendung). 

Insgesamt wird davon ausgegangen, dass die «Nutztierhaltung» für bis zu 28 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist.21 Das ist mehr als der weltweite Verkehrssektor.22 Eine vegane Ernährung verursacht im Gegensatz dazu nur rund ein Siebtel der Treibhausgase, die eine durchschnittliche omnivore Ernährung verursacht.23

 

UNSERE ERNÄHRUNG IST ALSO EINE ÄUSSERST STARKE WAFFE IM KAMPF GEGEN DEN KLIMAWANDEL.

Besonders problematisch ist die Haltung von Wiederkäuern wie Rindern und Schafen: In ihren Verdauungsapparaten entsteht das Treibhausgas Methan, das neben Kohlendioxid und Stickstoffoxiden eines der Gase ist, die die Klimaerwärmung besonders stark vorantreiben. Es wird davon ausgegangen, dass Methanemissionen rund ein Viertel der weltweiten Klimaerwärmung verursachen. Dies unter anderem deshalb, weil der wärmende Effekt von Methan deutlich schneller einsetzt als beispielsweise jener von CO2. Die mit Abstand grösste Methanquelle ist mit rund 30 Prozent der globalen Emissionen die Viehzucht – in der Schweiz ist sie sogar für rund 60 Prozent aller Methanemissionen verantwortlich.24, 25

Den weltweiten Viehbestand zu reduzieren wäre folglich die schnellste Möglichkeit, das Fortschreiten der Klimaerwärmung schlagartig zu verlangsamen.26

Treibhausgasbelastung

 

Lieber bio, regional oder pflanzlich?

Um die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima zu reduzieren, empfehlen Umweltverbände oft, auf regionale und biologische Nahrungsmittel zurückzugreifen. Doch Bio allein ist keine Lösung für das Klimaproblem. Deutsche Wissenschaftler haben in Untersuchungen festgestellt, dass es für den Ausstoss von Klimagasen weniger relevant ist, ob Verbraucher sich biologisch oder konventionell ernähren, viel wichtiger ist die Menge an Rindfleisch und Milchprodukten, die sie konsumieren. Auch eine Untersuchung des World-Watch Institutes hat ergeben, dass der Transport von Nahrungsmitteln gerade einmal 10% der gesamten Treibhausgasemissionen aus­macht.32
Entscheidend bei der nachhaltigen Nahrungsauswahl ist deshalb die Produktions­weise eines Lebensmittels und da schneiden tierische Produkte grundsätzlich schlechter ab als pflanzliche. Auf den Punkt gebracht: Regionales Fleisch verursacht immer noch mindestens dreimal mehr CO2 als Gemüse, das mit dem Schiff importiert wird.

Die Auswirkungen unserer Ernährung auf das Klima lassen sich noch besser verdeutlichen, wenn man es mit dem CO2-Ausstoss beim Autofahren vergleicht: Eine biologische Ernährung, die Fleisch, Milch und Eier beinhaltet, verursacht pro Jahr und pro Person gleichviel Treibhausgase wie eine Autofahrt von 4377 Kilometern. Bevorzugt man dagegen eine vegane Ernährung mit biologischen Produkten, kommt man gerade mal 281 Kilometer weit. Die Schlussfolgerung ist klar:

Je weniger tierische Produkte konsumiert werden, desto mehr schützt man das Klima. 

Ammoniak-Emissionen

Der dank Futtermittelimporten ermöglichte zu hohe Nutztierbestand bringt aber auch ökologische Probleme im Inland mit sich. Denn menschliche Fäkalien werden über Kläranlagen entsorgt, die tierischen Exkremente dagegen werden auf die Felder geschüttet bzw. gespritzt. Dies hat zur Folge, dass der Stickstoff (N) in Form von Ammoniak (NH3) weltweit zu rund zwei Dritteln durch die Emissionen der Tierhaltungen verursacht wird.33 Die Schweiz hat europaweit die dritthöchste Ammonia­k­emission. Mit einem Anteil von 92% ist der Landwirtschaftssektor auch hierzulande Hauptverursacher der gesamten Ammoniakemissionen. Innerhalb der Landwirtschaft trug die Tierproduktion mit 90% am stärksten zu den Emissionen bei.34

Überschüssige Ammoniakablagerungen, über die Luft in Moore, Wälder oder artenreiches Grünland verfrachtet, führen zu Artenverlusten. Nitrat- oder Phosphoreinträge be­ein­trächtigen die Wasserqualität. In der Schweiz stagnieren die Stickstoff­überschüsse (= Ammoniak, Nitrat) von 100000 Tonnen seit Jahren.35 In den USA ist die Umweltbelastung durch die Fäkalien aus den Tierfabriken 130-mal so hoch wie die Verunreinigungen durch die Men­schen.36

«Nitrate im Grundwasser gefährden Menschen, weil sie im Körper in krebserregende Nitrosamine verwandelt werden können.»43

 

Feinstaubbelastung in der Luft

Ammoniak aus tierischen Fäkalien spielt nicht nur beim sauren Regen eine verhängnisvolle Rolle. Aus Ammoniak entstehen in der Atmosphäre auch sekundäre Aerosole, welche als Feinstaub (PM10) zur Gefährdung der menschlichen Gesundheit beitragen. Der ehemalige Direktor des Schweizer Bundesamtes für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), Philippe Roche, rechnete mit jährlich 3700 Toten als Folge des Feinstaubes in der Schweiz. Die zusätzlichen Gesundheitskosten bezifferte er auf rund 4,2 Milliarden Franken pro Jahr.37 Trotz ihres grossen Beitrags zu diesem Problem wird die Tier­haltung im Kampf gegen den ­gefährlichen Feinstaub kaum je erwähnt. Wie schwer es gerade Politikern fällt, dieses Thema an­zu­spre­chen, zeigt die Reaktion des ehemaligen Schweizer Bundespräsidenten und Umwelt­ministers Moritz Leuenberger an der Pressekonferenz zum Thema Fein­staub vom 2.2.2006. Auf den Beitrag der Landwirtschaft zur Feinstaubbelastung angesprochen, antwortete er nur: «Ein heikles Thema.»

Übersäuerung des Bodens

Tierhaltung löst in ganzen Ökosystemen – Wäldern, Mooren und Heiden – einen Rückgang der Artenvielfalt aus. Ammoniak und Stickoxide (NOX) tragen wesentlich zur Übersäuerung des Bodens bei. Aus artenreichen und bunt blühenden Wiesen entstehen durch Überdüngung innerhalb weniger Jahre saftig grüne Fettwiesen, die zwar viel Heu liefern, in denen aber nur noch wenige Pflanzenarten wachsen. Denn bestimmte Arten profitieren besonders stark von dem zusätzlichen Nährstoffangebot durch den Dünger, wachsen dadurch schneller und beschatten dann Arten, die wenig oder keinen Nutzen aus der Düngung ziehen können. Ohne das lebenswichtige Sonnenlicht sterben diese ab oder können sich nicht mehr fortpflanzen. 

Sogar die Wälder, die nicht direkt gedüngt werden, enthalten durch die Verunreinigung des Grundwassers dreimal mehr Stickstoff in den Böden als noch vor 50 Jahren. Das Bundesamt für Landwirtschaft geht davon aus, dass in der Schweiz 90% aller Waldböden einen kritischen Wert an Stickstoffoxiden aufweisen.38

Zerstörung der Gewässer

Ammoniak hat jedoch nicht nur verheerende Aus­wirkungen auf den Boden und die Luft, sondern auch auf die Gewässer. Die Überdüngung bewirkt unter anderem ein unnatürlich starkes Wachstum der Algen, die dadurch dem Gewässer den Sauerstoff entziehen. Dadurch werden wichtige Lebensräume zerstört.39

Die heutigen Tierfabriken produzieren eine solche Menge an Jauche, dass dadurch das Grundwasser ernsthaft gefährdet wird. Ein Beispiel: Um das Schweinefleisch für die Schweizer Bevölkerung zu «produzieren», werden 890000 Tonnen Futter benötigt und 2,5 Mio. m3 Jauche pro­du­ziert.40 In der Schweiz müssen z.B. der Sempachersee und der Baldeggersee wegen Über­düngung mit Sauerstoff­gebläsen künstlich «beat­met» werden. In vielen Ackerbaugebieten in der Schweiz kann der Bevölkerung das Grundwasser wegen der hohen Nitratbelastung nicht mehr direkt als Trinkwasser zugemutet werden.41

Über 50% der Wasserverschmutzung in Europa sind auf die Massentierhaltung zurückzuführen. In den USA ist der Anteil der Landwirtschaft an der Wasserverschmutzung grösser als der aller Städte und Industrien zu­sam­men!42

Das industrielle Agrarmodell mit seinem hohen Einsatz an chemischen Düngemitteln, Schädlings- und Unkrautvernichtungsmitteln ist nicht nachhaltig. Jene schädlichen Stoffe zerstören die Organismen in Böden und Wasser, und damit auch die Ökosysteme und die Artenvielfalt.

«Die Stickstoffeinträge in der Schweiz liegen weitgehend um oder über den kritischen Werten für Stickstoff, wobei in der Nähe von intensiver Landwirtschaft beträchtliche Überschreitungen festgestellt wurden.»44
 

Nahrungsmittelverschwendung

Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benö­tigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Denn bei der «Umwandlung» von Getreide in Fleisch gehen durch diese künstliche Verlängerung der Nahrungskette 90% der Kalorien verloren. Hinzu kommt, dass der Körper der sogenannten Schlacht­tiere nur einen kleinen Teil des tatsächlich gewünschten Fleisches hergibt. Beim Rind beträgt der Gewichtsanteil an Fleisch (ohne Knochen) nur gerade 35%, beim Kalb 39%.16 Schlussendlich ergeben 10 kg Getreide also noch gerade mal 350 g genussfertiges Rindfleisch. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. 

Global

In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlacht­tiere 80% der Ge­treide­ernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90% als Futtermittel.17 
Rund ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird für den Fleischbedarf der Menschen an Tiere verfüttert.18

Schweiz

Bereits heute wird in der Schweiz mehr als die Hälfte der Ackerfläche für den Futter­anbau genutzt. Doch die Fleischproduktion wäre im heutigen Ausmass unmöglich, wenn nicht aus dem Ausland zusätzlich eine Million Tonnen Futter importiert würde. Das beansprucht nochmals Boden in der Grösse der einheimischen Ackerfläche (ca. 200000 ha). Würde man alleine die 280000 Tonnen Import-Soja im Inland anbauen, bräuchte man ungefähr 120000 ha Land.19 Dies entspricht etwas mehr als der Fläche des Kantons Uri. In den wenigsten Fällen wird berücksichtigt, dass dadurch zu wenig Landwirtschaftsland für den Anbau men­schlicher Nahrung übrig bleibt und aus diesem Grund jedes Jahr rund 300'000 Tonnen Getreide für die menschliche Ernährung importiert werden müssen.20 40% des importierten Kraftfutters werden an Rinder verfüttert, was besonders irritiert, weil immer wieder behauptet wird, dass die Wiederkäuer aus nicht ackerbau­tauglichem Grasland Lebensmittel generieren können.21 Aber um aus dem Rind mehr «herauszuholen», als mit der vergleichsweise energiearmen Grasfütterung möglich wäre, muss die tägliche Ration einen hohen Anteil Kraftfutter enthalten. Beachtenswert ist zudem, dass die kleine Schweiz mit einer Million Tiere einen der im Verhältnis zur Einwohnerzahl höchsten Rind­vieh­bestände Europas hat, diese Tiere gilt es zu versorgen. Zu einem grossen Teil mit Futtermitteln aus Ländern, in denen die Bevölkerung selbst unter Hunger leidet.22

Antibiotika

Bei allen aufgeführten ökologischen Auswirkungen der Fleischproduktion wurde ein Aspekt noch vernachlässigt: Durch die auf Leistung gezüchteten heutigen Nutztierrassen und die unnatürlichen Haltungsbedingungen sowie durch artfremde Fütterung wer­den immer mehr Tiere krank. In vielen Ländern ist heute der vorsorgliche Antibiotikaeinsatz bei gesunden Tieren verboten. Bei kranken Tieren ist der Einsatz von Antibiotika weiterhin erlaubt. Der heutige Umgang mit den sogenannten Nutztieren führt dazu, dass fast jedes Tier mit Antibiotika behandelt werden muss. In diesem Prozess erfüllen Antibiotika eine Doppelfunktion: Zum einen halten sie die meisten Tiere bis zur Schlachtung am Leben, zum anderen begünstigen sie ihr rasches Wachstum. Reine Wachstumsförderung über Antibiotika ist in der EU und der Schweiz seit vielen Jahren verboten, doch die eingesetzte Menge hat trotzdem nicht abgenommen.

Eine Studie von 2004 zeigt auf, dass 90 % der Schweizer Kälber mit Anti­biotika behandelt werden.45 Beat Mühlethaler, Geschäftsführer der Kälbermast­organisation Univo, gibt zu bedenken, dass es insbesondere in grossen Kälbermastbetrieben überhaupt nicht mehr anders möglich ist. Denn durch die Haltungsart von über hundert Tieren auf engem Raum ist die Ansteckungsgefahr mit verschiedensten Krankheitskeimen besonders hoch. Einzelne kranke Tiere können nicht mehr ausgemacht werden und deshalb wird prophylaktisch die ganze Herde behandelt.  

2012 wurden in der Schweiz 57 Tonnen Anti­biotika an Nutztiere verabreicht.46 Das Problem ist, dass dadurch immer mehr Bakterien resistent gegen die Behandlung der eingesetzten Antibiotika werden. Die Übertragung von Antibiotikaresistenzen vom Tier auf den Menschen zählt zu einem der grössten Gefahren in der Nutztierhaltung. 

Eine Untersuchung des Bundesamtes für Veterinärwesen (BVET) zeigt, wie hoch der Anteil der E. coli-Bakterien ist, die gegen die wichtigsten Antibiotikastämme resistent sind. Das Resultat alarmiert:
32,6% der Mastpouletherden, 7,4% der Schweine und 8,6% der Rinder waren mit solch gefährlichen E.coli-Bakterien infiziert.47 Nach einer Genfer Studie von 2012 enthalten bereits 86% der Poulets antibiotikaresistente Bakterien.48

Bei Milch­kühen ist der Antibiotikaeinsatz auch sehr häufig, da die stark beanspruchten Zitzen der Hochleistungsmilchkühe sehr empfindlich sind und sich deshalb oft entzünden (Mas­ti­tis).49 Allein für diese Euterbehandlungen werden in der Schweiz jährlich rund zwei Tonnen Antibiotika verbraucht.

Alle Medikamente und Hormone (z. B. in den USA weit verbreitet, um die Milch- und Fleischleistung zu steigern), welche den Tieren verabreicht werden, landen früher oder später über Fleisch, Milch, Eier und Fäkalien wieder in der Umwelt und auch im Mensch. Die Langzeitfolgen davon sind bis heute noch kaum absehbar.

Meeresfrüchte als Ausweg?

Von 1950 bis 2014 hat sich die Ausbeutung der Meere fast um das Zehnfache gesteigert, so wurden im Jahr 2014 mehr als 167 Mio. Tonnen Meerestiere gefangen oder gezüchtet. 

Auch in der Schweiz liegen Fisch und Meeresfrüchte im Trend: Kein anderer Lebensmittelsektor konnte in den vergangenen Jahrzehnten so kräftig zulegen. Die Menge der in der Schweiz konsumierten Fische und Meeresfrüchte stieg seit 1991 um mehr als 35%. 2014  mussten insgesamt 250000 Tonnen Meerestiere für den Schweizer Konsum sterben. Die Auswirkungen des steigenden Fischkonsums offenbaren sich jedoch nicht in der Schweiz, sondern in den Ursprungsländern und auf den Weltmeeren. In keinem anderen Lebensmittelsektor ist die Abhängigkeit vom Ausland grösser: Rund 96% der Seafood-Produkte auf dem Schweizer Markt werden importiert. Der Konsum an einheimischen Fischen ist in den letzten 20 Jahren dagegen um ein Drittel zurückgegangen.

Um diese enorme Nachfrage befriedigen zu können, wird heute mit kilometerlangen Netzen ge­fan­gen. Als Beifang sterben darin auch immer wieder Tiere, die nicht gefischt werden sollten wie Delfine, Schildkröten etc. Da der Fischbestand durch starke Überfischung zunehmend kleiner wird, ging man in den letzten Jahren zu Zuchtfarmen über. Mittlerweile wird über die Hälfte des menschlichen Verbrauchs in Aquakulturen gewonnen. Dabei entstanden dieselben ökologischen Probleme, wie oben bezüglich der anderen Tierarten bereits beschrieben. Ein Beispiel: Ein etwa vier Kilogramm schwerer Zuchtlachs muss bis zur Schlachtreife rund 400 Gramm Antibiotika fressen. Dennoch muss er zusätzlich gegen Krankheiten geimpft werden, weil er sonst die Enge und die vielen Artgenossen nicht aushalten würde. Da die Antibiotika und anderen Medikamente/Chemikalien mit dem Futter direkt ins Wasser gegeben werden, ist deren rasche Verbreitung im Ökosystem vorprogrammiert. Ausserdem breiten sich die Krankheiten der Zuchtfische auch auf ihre frei lebenden Artgenossen aus und dezimieren so den Wildbestand.

In ihrer natürlichen Umgebung er­näh­ren sich Wild­lachse von Krebsen und Garnelen, wodurch ihr Fleisch die typische hellrote Farbe erhält. Die Haltung in den Käfigen der Zucht­farmen und die Fütterung mit Fischmehl ist aber so unnatürlich, dass ihr Fleisch nicht mehr rosa erscheint (wie es die Konsumenten gewohnt sind) sondern grau, deshalb werden dem Futter meist rötliche Pigmente  zugefügt. Das Futter für die Zuchtfische stammt selbst wiederum aus dem Meer. Um ein Kilogramm Zuchtfisch zu erzeugen, werden dem Meer rund zwei Kilogramm Fische als Futter ent­nom­men.50 Ähnliches gilt auch für die anderen «Meeres­früchte» wie Krabben, Garnelen etc.

Nebst dieser Verschwendung leidet der Fischbestand auch darunter, dass ein Drittel des weltweiten Fischfangs zu Fischmehl verarbeitet wird und zwei Drittel davon in den Futtertrögen der Schlachttiere auf dem Land landen.51

In den letzten Jahren wurden in Europa immer mehr Garnelen (im Handel bezeichnet als Shrimps, Crevetten und Prawns) und Krabben konsumiert. Dies führte zu grossen Zuchtbetrieben an Meeresstränden, wo zuvor Mangrovenwälder standen. Diese haben jedoch eine wichtige ökologische Funktion: sie dämpfen Flut­wellen. Der ost- asiatische Tsunami im Jahre 2004 brachte die enorme Verwüstung auch deshalb zustande, weil dort zuvor der Grossteil der Mangrovenschutzwälder für die Zuchtbetriebe gerodet wurde. Ein Beispiel: Ursprünglich gab es auf den Philippinen über 500000 Hektar Mangrovenwälder. Heute gibt es nur noch 36000 Hektar. Der Rest (rund 93%) wurde für den Weltmarkt in Krab­benzuchtbetriebe um­ge­wan­delt.52

Durch die Überfischung der Meere werden auch die Fischereitechniken immer radikaler: Um auch noch die letzten Fische fangen zu können, wird teilweise mit Sprengladungen «ge­fischt». Diese zerstören die Korallenriffe ebenso wie die enormen Schleppnetze, welche über den Meeresgrund gezogen werden. Nebst anderen ökologischen Auswirkungen bewirkt das Fehlen der Korallenriffe auch, dass ihre verlangsamende Wirkung auf anrollende Riesenwellen wegfällt.53 Nach einer Studie von 2006 werden die globalen Fischbestände bis 2050 komplett zu­sam­menbrechen.54

90% der grossen Fische, einschliesslich Thunfisch, Hai, Kabeljau und Heilbutt sind infolge der Überfischung bereits aus unseren Meeren verschwunden.55
 

Die Kosten tragen die Steuerzahler

Wie ist es möglich, dass trotz der beschriebenen gravierenden Nachteile einer fleischorientierten Gesellschaft der Fleischkonsum weltweit weiterhin ansteigt?56 Nebst einigen psychologischen und sozialen Gründen, die meist durch die Werbung (Fleisch gibt Kraft usw.) hervorgerufen werden, ist ein Aspekt kaum zu unterschätzen: das Geld.

Auf den ersten Blick scheint dies ein Widerspruch zu sein, denn unter normalen Umständen müsste ein Wirtschaftszweig, der auf die Vernichtung von Nahrungsmitteln und Ressourcen pro­grammiert ist, längst von selbst zusammenbrechen. Die Kosten, welche die heutige Fleisch­produktion weltweit verursacht, stehen längst in keinem vernünftigen Verhältnis mehr zu ihrem angeblichen Nutzen.

Ein Grund, weshalb die Fleischindustrie immer noch existiert, ist der, dass die Einnahmen aus dem Geschäft privatisiert werden, die Kosten jedoch auf die Allgemeinheit (und somit auf alle Steuerzahler) abgewälzt werden. Nach Schätzung des renommierten Worldwatch-Instituts in Washington müsste sich der Fleischpreis verdoppeln oder verdreifachen, wenn man die vollen ökologischen Kosten einschliesslich der Verbrennung fossiler Brennstoffe, der Absenkungen des Grundwassers, der chemischen Verseuchung des Bodens und der Erzeugung von Ammoniak und Methan auch auf die Rechnung setzen würde.57 Ganz zu schwei­gen von den Folgekosten im Gesundheitswesen.

Obwohl der Grossteil der Kosten der Fleischproduktion auf die Allgemeinheit (= Steuerzahler) abgewälzt wird, reicht dies noch nicht, um die Fleischproduktion wirtschaftlich rentabel zu machen. Deshalb wird der Markt durch weitere finanzielle Inter­vent­io­nen (Subventionen) so stark verfälscht, dass es überhaupt attraktiv wird, Fleisch zu produzieren.

16% aller produzierten Güter und Dienstleistungen in den USA sind auf Subventionen zurückzuführen. In der EU sind es 32% und in der Schweiz sind  68% aller Einnahmen der Landwirtschaft auf direkte oder indirekte Subventionen zurückzuführen. Dies ist der höchste Anteil weltweit! Nur aufgrund dieser Zahlungen «lohnt» sich die Tierhaltung über­haupt.58

Auch international wird die Viehwirtschaft stark unterstützt und damit am Leben erhalten: Allein in Lateinamerika hat die Weltbank von 1963 bis 1985 1,5 Milliarden Dollar in die Viehwirtschaft hineingepumpt, zumeist in grosse Rinderfarmen.59

Was kann ich tun?

Der Konsum tierischer Produkte hat gravierende Auswirkungen. Die effektivste Methode, unserem Planeten noch eine Chance zu geben, ist es, diese Produkte möglichst zu meiden. Eine pflanzenbasierte Lebensweise hat viele Vorteile:

DAS ENDE VON TIERQUÄLEREI

Sinkt die Nachfrage, passt sich das Angebot automatisch an.

RESPEKT

Tiere zu quälen und zu töten, nur um den eigenen Gaumen zu befriedigen, lässt sich mit keiner Ethik vereinbaren.

GESUNDHEIT

Hoher Konsum tierischer Produkte ist für viele Zivilisationskrankheiten mitverantwortlich.

SCHONUNG VON RESSOURCEN

Die Verlängerung der Nahrungskette vernichtet riesige Mengen an Rohstoffen.

VERRINGERUNG DER SCHADSTOFFE

Exkremente der Schlachttiere belasten Böden, Grundwasser und Seen. Der Ausstoss von Treibhausgasen ist enorm.

WIRTSCHAFTLICHE EINSPARUNGEN

Tierwirtschaft ist unökonomisch und kann nur mit riesigen Subventions­beiträgen erhalten werden.

  1. Bundesamt für Umwelt BAFU. (o. D.). Auswirkungen der Ernährung auf die Umwelt. www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/ernaehrung-wohnen-mobilitaet/ernaehrung/ernaehrung-auswirkungen.html

  2. Food and Agriculture Organization of the United Nations FAO. (o. D.). Crops and livestock products. www.fao.org/faostat/en/#data/QCL

  3. The World Counts. (o. D.). World Consumption of Meat. www.theworldcounts.com/challenges/consumption/foods-and-beverages/world-consumption-of-meat

  4. Proviande. (2021). Der Fleischmarkt im Überblick. www.proviande.ch/de/der-fleischmarkt-in-zahlen

  5. WEMF AG für Werbemedienforschung.(2022). Nachhaltigkeitsreport. www.wemf.ch/de/reports

  6. Bundesamt für Umwelt. (o. D.). Ernährung und Umwelt: Hebel und Ansätze. www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/ernaehrung-wohnen-mobilitaet/ernaehrung/ernaehrung-massnahmen.html

  7. Baur, P. & Krayer, P. (2021). Schweizer Futtermittelimporte – Entwicklung, Hintergründe, Folgen. Forschungsprojekt im Auftrag von Greenpeace Schweiz. Wädenswil: ZHAW. doi.org/10.21256/zhaw-2400

  8. Agroscope. (2018, 19. Juli). Schweiz: Flächen ermöglichen ausreichende Kalorienzufuhr. www.agroscope.admin.ch/agroscope/de/home/aktuell/medieninformationen/medienmitteilungen.msg-id-71634.html

  9. Schweizer Bauernverband. (2021, Mai). FOKUS. «Das fressen Kuh, Schwein und Co.». www.sbv-usp.ch/fileadmin/sbvuspch/04_Medien/Publikationen/FOKUS05_Futtermittel_def_DE_web.pdf
  10. Noon, M., Goldstein, A., Ledezma, J. C., Roehrdanz, P. R., Cook-Patton, S. C., Spawn, S. A., Wright, T. M., González-Roglich, M., Hole, D. J., Rockström, J. & Turner, W. R. (2021b). Mapping the irrecoverable carbon in Earth’s ecosystems. Nature Sustainability, 5(1), 37–46. doi.org/10.1038/s41893-021-00803-6

  11. Lupi, M. (2022, 9. Februar). Gehört die Landwirtschaft in Schweizer Bergregionen bald zum alten Eisen? Eat Grow Change ZHAW. www.blog.zhaw.ch/eat-grow-change/2022/02/09/gehort-die-landwirtschaft-in-schweizer-bergregionen-bald-zum-alten-eisen
  12. Mekonnen, M. M. & Hoekstra, A. Y. (2016). Four billion people facing severe water scarcity. Science Advances 2(2). www.science.org/doi/10.1126/sciadv.1500323

  13. Buschor, J. & Leisibach, F. (o. D.) Warum jeder Schweizer täglich 4200 Liter Wasser verbraucht. Nachhaltig leben. www.nachhaltigleben.ch/wohnen/wasserverbrauch-in-der-schweiz-1301
  14. Gruere, G. & Shigemitsu, M. (2021, 22. März). Water: Key to Food Systems Sustainability. www.oecd.org/agriculture/water-food-systems-sustainability

  15. UN Water. (2021, 24. Februar). Summary Progress Update 2021: SDG 6 - water and sanitation for all. www.unwater.org/publications/summary-progress-update-2021-sdg-6-water-and-sanitation-all

  16. Lebensmittellexikon. (o. D.). Virtuelles Wasser in Lebensmitteln. www.lebensmittellexikon.de/v0001020.php
  17. WWF Deutschland. (2022, 23. August). Soja - die Nachfrage steigt. www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/produkte-aus-der-landwirtschaft/soja

  18. Ritchie, H. & Roser, M. (o. D.). Soy. www.ourworldindata.org/soy
  19. WWF Deutschland. (o. D.). Viehzucht und Sojaanbau befeuern Artensterben: Ergebnisse einer neuen WWF-Studie. www.wwf.de/themen-projekte/projektregionen/amazonien/wahlen-in-brasilien/amazonas-studie-viehzucht-und-sojaanbau-befeuern-artensterben

  20. Twine, R. (2021). Emissions from Animal Agriculture – 16.5% Is the New Minimum Figure. Sustainability, 13(11), 6276. doi.org/10.3390/su13116276
  21. Food and Agriculture Organization of the United Nations FAO. (2006). Livestock’s long shadow. www.fao.org/3/a0701e/a0701e00.htm
  22. Zamecnik, G., Schweiger, S., Lindenthal, T., Himmelfreundpointner, E. & Schlatzer, M. (2021). Klimaschutz und Ernährung – Darstellung und Reduktionsmöglichkeiten der Treibhausgasemissionen von verschiedenen Lebensmitteln und Ernährungsstilen. Studie im Auftrag von Ja! Natürlich Naturprodukte GmbH und Greenpeace in Zentral- und Osteuropa. Forschungsinstitut für biologischen Landbau FiBL. www.fibl.org/de/themen/projektdatenbank/projektitem/project/2024
  23. Sojanetzwerk, «Soy Facts»

  24. Ocko, I. B., Sun, T., Shindell, D., Oppenheimer, M., Hristov, A. N., Pacala, S. W., Mauzerall, D. L., Xu, Y. & Hamburg, S. P. (2021). Acting rapidly to deploy readily available methane mitigation measures by sector can immediately slow global warming. Environmental Research Letters, 16(5), 054042. doi.org/10.1088/1748-9326/abf9c8
  25. Bundesamt für Umwelt BAFU. (o. D.). Landwirtschaft als Luftschadstoffquelle. www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/luft/fachinformationen/luftschadstoffquellen/landwirtschaft-als-luftschadstoffquelle.html
  26. Eisen, M. B. & Brown, P. O. (2022). Rapid global phaseout of animal agriculture has the potential to stabilize greenhouse gas levels for 30 years and offset 68 percent of CO2 emissions this century. PLOS climate, 1(2), e0000010. doi.org/10.1371/journal.pclm.0000010

  27. «Einstein», SRF, «Ein Rind produziert soviel CO2 wie ein Auto», Sendung vom 3.6.2010

  28. Das folgt aus einer japanischen Studie zur Umweltbilanz von Rindern
    Bild der Wissenschaft, «Wie Steaks das Klima belasten», 19.07.2007

  29. Jeremy Rifkin: «Das Imperium der Rinder», Campus Verlag, 2001, S. 195, und «Zeitbombe Viehwirtschaft», S. 30.

  30. World Watch Institute, «Is Local Food Better?»

  31. Aus «Umwelt», 2/04, «Nährstoffe aus der Luft machen Waldböden sauer», Bundesamt für Umwelt, Wald und Landwirtschaft (BUWAL).

  32. Bundesamt für Umwelt (BAFU), «Ammoniakemissionen in der Schweiz: Neuberechnung 1990-2010, Prognose bis 2020», 19.6.2015  

  33. Greenpeace Factsheet Landwirtschaft 2012 «Stoppt den tierischen Wahnsinn: Ökologische Milchproduktion jetzt!»

  34. Worldwatch Institute, «MEAT – Now, It’s Not Personal! But like it or not, meat-eating is becoming a problem for everyone on the planet», aus dem World-Watch-Magazin Juli/August 2004

  35. «Feinstaub macht krank», BUWAL, 2005, www.buwalshop.ch

  36. Bundesamt für Umwelt (BAFU), «Stickstoffhaltige Luftschadstoffe in der Schweiz», 2005

  37. Heinrich Böll Stiftung, «Fleischatlas 2013»

  38. Berechnet von Konsum & Umwelt des WWF Schweiz im Heft 1/94.

  39. Aus «Umwelt», 2/04, «Nährstoffe aus der Luft machen Waldböden sauer», Bundesamt für Umwelt, Wald und Landwirtschaft (BUWAL).

  40. Cross, Russell H., Byers, Floyd M., u. a.: «Current Issues in Food Production A Perspective on Beef as a Component in Diets for Americans», April 1990, Seite 5.26.

  41. Heinrich Böll Stiftung, «Fleischatlas 2013» S. 25

  42. Bundesamt für Umwelt (BAFU), «Ammoniakemissionen in der Schweiz: Neuberechnung 1990-2010, Prognose bis 2020», 19.6.2015  

  43. Swissveg, Veg-Info 2004/2, Seite 4

  44. Puls, SRF, «Antibiotika bei Nutztieren– mit Risiken und Nebenwirkungen», Sendung vom 14. Oktober 2013

  45. Bundesamt für Veterinärwesen, Medienmitteilung vom 10. 9.2012: «Antibiotika in der Veterinärmedizin: weniger Verkäufe – Situation bei Resistenzen weiterhin kritisch»

  46. Rundschau, SRF «Wirkungslose Antibiotika», Sendung vom 3.10.2012

  47. Schweizerbauer, «Mastitis kostet Bauern 250 Millionen Franken pro Jahr», 14.01.2013

  48. Rosamund Naylor u.a.: «Effect of Aquaculture on Global Fish Supplies», Nature, 29. Juni 2000, Seiten 1017-1024.

  49. Worldwatch Institute, «Worldwatch Paper 171: Happier Meals: Rethinking the Global Meat Industry», Seite 25.

  50. John Robbins: «Food Revolution», Nietsch-Verlag, ISBN 3-934647-50-2, Seite 314.

  51. Swissveg, «Tsunami-Leid: Nur eine Laune der Natur?», Vegi-Info 2005/1, Seite 20

  52. WWF Global, «Unsustainable fishing»

  53. Greenpeace Deutschland, «Die Jagd auf den letzten Fisch», 7/2012

  54. Obwohl in einigen Industrieländern in letzter Zeit (aus gesundheitlichen Gründen) ein Umdenken begonnen hat, wird weltweit nicht weniger Fleisch produziert. Stattdessen werden die ständig steigenden Überschüsse der Fleischproduzenten in Entwicklungsländer zu +Spottpreisen exportiert und treiben dort den Fleischkonsum voran. Gleichzeitig werden lokale Märkte durch das Billigfleisch zerstört.

  55. Alan B Durning, Holly B Brough, Worldwatch Institute, Worldwatch Paper «Zeitbombe Viehwirtschaft», 1993, ISBN: 978-3879207039, Seite 48.

  56. Bundesamt für Statistik, «Subventionen in der Landwirtschaft».

  57. Alan B Durning, Holly B Brough, Worldwatch Institute, Worldwatch Paper «Zeitbombe Viehwirtschaft», 1993, ISBN: 978-3879207039, Seite 45.

 

Weitere Infos
Ihnen gefällt, was Sie sehen?

Jetzt unterstützen

Spenden
Mitglied werden
Jetzt den Tierschutz unterstützen