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Die Klimakrise ist in aller Munde. Doch was tun wir morgen anders? Vom 31. Oktober bis 13. November 2021 hat in Glasgow, Schottland, der Weltklimagipfel COP26 stattgefunden.

Während der Weltklimakonferenz wurden wichtige Themen, wie die Erreichung des 1.5-Grad-Ziels und Abkommen für Emissionsverminderungen, behandelt. Die TAPP Coalition (True Animal Protein Price Coalition), bei welcher Swissveg Mitglied ist, forderte die neun Staaten mit dem weltweit höchsten Fleischkonsum dazu auf, eine Umweltsteuer auf Fleisch zu unterzeichnen. TAPPC setzt sich für faire Preise tierischer Lebensmittel ein mit dem Ziel, deren Konsum zu senken. Bis jetzt wurde die Forderung der TAPPC nicht erfüllt. Allerdings soll der Ausstoss von Methan laut der Einigung auf dem Weltklimagipfel bis 2030 drastisch sinken. Da Wiederkäuer grosse Mengen an Methan produzieren, müssen die Tierbestände reduziert werden. Dafür müssten die EU-Staaten die Landwirtschaft grundlegend umstellen – und die VerbraucherInnen ihre Ernährung. 

Wir erwarten von grossen Konzernen, Ländern oder der Politik, dass sie zuerst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten müssen. Dabei vergessen wir oftmals, dass wir selbst einen viel zu grossen ökologischen Fussabdruck aufweisen. Klar ist es wichtig, dass die grossen Entscheidungsträger dieser Erde ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft beitragen und Richtlinien sowie Übereinkommen einhalten. Jedoch können wir nicht von anderen Dinge erwarten, die wir selbst nicht einhalten. Gemeinsam und Schritt für Schritt in eine nachhaltigere Zukunft lautet das Credo.

Bei der Ernährung können wir als Einzelperson viel bewirken, da sie einen massiven Einfluss auf unseren ökologischen Fussabdruck hat. Die Ernährung macht im Schnitt rund einen Viertel vom gesamten CO2e-Fussabdruck aus. Eine rein pflanzliche Ernährung hilft dem Klima enorm; bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung reduziert sich der ökologische Fussabdruck der Ernährung um 35 bis 40 Prozent. Von allen Lebensmitteln, die in der Schweiz konsumiert werden, belasten Fleisch und Milchprodukte die Umwelt am stärksten: Deren Herstellung verursacht die Hälfte aller ernährungsbedingten Umweltbelastungen.

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