Die Wintersession der Räte findet vom 2.-20. März 2026 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.
25.3231 Motion: «Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl»
(Dienstag, 10.3.26, zwischen 8 und 13 Uhr) Die RAUS-Verordnung («Regelmässiger Auslauf im Freien RAUS») soll abgeschwächt werden. Der vorgeschriebene Auslauf auf eine Weide oder einen Aussenlauf soll durch einen sogenannten Innen-Auslauf kompensiert werden. Dabei ist ein Teil des Stalls unter freiem Himmel.
Der Bundesrat lehnt diese Motion ab. Der Ständerat hat sie angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.
Dieselbe Motion wurde auch im Nationalrat eingereicht: 25.3228.
24.089 Volksinitiative: «Ja zum Importverbot für Stopfleber (Stopfleber-
Initiative)».
(Mittwoch, 18.3.2026) Und: Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative
25.3212 Postulat: Wissenschaftliche Alternativen zur Lebensmittelpyramide
Vordergründig geht es hier zwar nur um eine andere Darstellung der Ernährungsempfehlungen. Indirekt möchte der Motionär aber auch das Fleisch wieder vermehrt ins Zentrum der Empfehlungen rücken.
24.3030 Postulat: Tierspezifische Brandschutzvorschriften für Ställe
Immer wieder sterben Tiere bei Bränden von Ställen. Deshalb soll es bessere Brandschutzvorschriften geben. Der Bundesrat argumentiert, dass es die Aufgabe der Kantone sei entsprechende Vorschriften zu erlassen und lehnt deshalb das Postulat ab.
24.3177 Motion: Jagdbanngebiete erhalten und vor übermässigem Schaden schützen
Die Motion möchte, dass es für Hobbyjäger einfacher wird wild in Jagdbanngebieten zu erschiessen, wenn es "notwendig" ist.
25.4464 Motion: Einführung einer Gesetzesgrundlage für den regulierten Abschuss von Wölfen bei Überschreitung eines vordefinierten Schwellenwerts
Der Bundesrat soll beauftragt werden, die gesetzlichen Grundlagen zu verabschieden, die den Abschuss von einzelnen Wölfen oder Rudeln erlauben, sobald die Wolfspopulation eine vordefinierte Anzahl Tiere erreicht.
25.4486 Interpellation: Gibt es eine Nahrungskonkurrenz bei bestäubenden Insekten?
Die einseitige Förderung der Honigbiene (als Nutztier) kann Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Die £Interpellation fordert eine genaue Analyse was für Auswirkungen der Bestand an Honigbienen auf die Wildbienen und andere bestäubende Insekten hat.
22.3809 Motion: Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen für Fleisch von mehrtägigen Tiertransporten aus dem Ausland
Mehrtägige Tiertransporte sind für die Tiere sehr belastend. In der kleinräumigen Schweiz kommen solche Lebendtiertransporte über mehrere Tage nicht vor. Beim Import von Fleisch kann dieses jedoch von Tieren stammen die einen mehrtägigen Transport erleiden mussten. Deshalb verlangt die Motion hier eine Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen einzuführen.
25.067 Initiative: «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)». Volksinitiative
Nachdem alle Fraktionen im Nationalrat am 17.12.2025 die Initiative und einen möglichen Gegenvorschlag abgelehnt hat, debattiert am 17.3.26 der Ständerat darüber.
25.4424 Interpellation: Raclette bleibt Raclette!
Agroscope hat letztes Jahr gezeigt, dass man auch aus pflanzlichen Nebenprodukten (in dem Fall Sonnenblumenpresskuchen ) eine Raclette-Alternative herstellen kann. Dies passt nicht allen Politikern. Deshalb diese Interpellation.
23.302 Standesinitiative: Den Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Schweizer Zucker erhalten
Der Kanton Bern und Thurgau sorgen sich um die Selbstversorgung mit Zucker. Im jetzigen Parlament hat diese Initiative leider grössere Chancen als die generelle Selbstversorgung mit Lebensmitteln und gesundem Trinkwasser (siehe Ernährungsinitiative). Ob dies daran liegt, dass man aus 3 kg Zuckerrüben 1 kg Zucker und 2 kg Futter herstellen kann?

