Über 86 Millionen «Nutztiere» wurden 2025 in der Schweiz geschlachtet. Das sind jeden Monat 7,2 Millionen Tiere, 236'621 pro Tag, 9'859 pro Stunde, 164 in der Minute und 2,7 in jeder Sekunde! Doch selbst diese Menge reicht nicht aus, um den Fleischhunger in der Schweiz zu stillen. Zusätzlich muss noch mehr Fleisch vom Ausland importiert werden.
Schlachtungen 20251
| Tierart | Anzahl geschlachteter Tiere | Inlandanteil am Verbrauch |
| Rinder | 411'024 | 77,4 % |
| Kälber | 173'129 | 95,9 % |
| Schweine | 2'365'996 | 92,2 % |
| Schafe | 218'574 | 37,9 % |
| Ziegen | 40'573 | 81,3 % |
| Pferde | 1'144 | 8,4 % |
| Geflügel | 82'885'844 | 61,9 % |
| Kaninchen | 223'309 | 39,7 % |
| Wild | 106'205 | 40,9 % |
| Total | 86'425'798 | 77,3 % |
Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fleisch lag 2025 in der Schweiz bei 51,1 kg (ohne Fische und Krustentiere), resp. 59,5 kg inkl. Fische und Krustentiere. Dabei sind die Anteile, die nicht gegessen werden (Food-Waste etc.) mit eingeschlossen, denn auch dafür sterben unzählige Tiere. Auch die Tiere, die schon im Stall oder auf dem Weg zum Schlachthof sterben, werden hier nicht erfasst.
Die Anzahl der für den Fleischkonsum getöteter Tiere hängt vor allem vom Geflügel und den Schweinen ab. In diesen beiden Kategorien nahm die Anzahl Tiere weiter zu: Bei Geflügel ein Plus von 84446 und bei den Schweinen 6280. In allen anderen Tierkategorien nahm die Anzahl geschlachteter Tiere ab. Da bei den Schweinen und Geflügel der Inlandanteil auch abnahm und hier nur die in der Schweiz geschlachteten Tiere gezählt werden, nahm das Töten für den Fleischkonsum sogar noch mehr zu, als aus der Statistik hervorgeht.
Insgesamt wurden 2025 in der Schweiz 40636 Tiere mehr geschlachtet als im Jahr 2024.
Entwicklung
Obwohl der pro Kopf Fleischkonsum in den letzten 20 Jahren von rund 53 kg leicht abgenommen hat, ist die Anzahl dafür getöteter Tiere stark angestiegen. Dies hat zum einen mit der Verlagerung von Rind auf Hühnerfleisch zu tun und zum anderen mit der gestiegenen Wohnbevölkerung. Dies führte zu einer Zunahme von Millionen zusätzlicher getöteter Tiere in den letzten Jahren.
Zu beachten ist, dass die Zahlen von diversen Faktoren abhängen: Sie erfassen nur die Fleischproduktion in Inland. Alle Tiere die für das importierte Fleisch sterben mussten, sind nicht enthalten. Ausserdem fehlen auch alle Fische und Krustentiere, da diese in der Statistik nur als Tonnen erfasst werden.

Mängel in Schweizer Schlachtbetrieben
Die Anzahl Schlachtbetriebe nimmt in der Schweiz laufend ab und konzentrieren sich immer mehr auf wenige Grossbetriebe. In der Schweiz gibt es heute nur noch rund 100 Schlachtbetriebe für Rinder, Schweine, Schafe, Ziegen und Geflügel. Der K-Tipp deckte Anfang 2021 auf, dass viele Schlachthöfe Vorschriften zum Tierschutz missachten. Nun erlauben grosse Betriebe wie Micarna (Migros) und Bell (Coop) erstmals unangemeldete Kontrollen. Denn eine Überprüfung von 67 Schlachtbetrieben im Jahr 2019 durch das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit zeigt: «Knapp die Hälfte der grossen und die Mehrheit der kleinen Schlachtbetriebe wiesen beim Betäuben und Entbluten der Tiere Defizite auf: Die verantwortlichen Personen prüften oft nicht, ob sie erfolgreich betäubt hatten und ob die Entblutung schnell genug erfolgt war.»2
Doch auch, wenn alles gesetzeskonform abläuft, ist dies für die Tiere schlimm. Z.B. werden die Schweine noch immer mehrheitlich in Gaskammern vergast. Sie sterben dabei einen qualvollen Erstickungstod.
- Der Fleischmarkt im Überblick – Schlachtzahlen von Proviande. Zuletzt aufgerufen am 9.6.2026.
- K-Tipp: Schlachthöfe versprechen Besserung, 2.6.2022.

