Biovegan mit Zertifikat

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Biozyklisch-Vegane Richtlinien: Logo

Endlich ist es soweit: Die «Biozyklischen-Veganen Richtlinien» sind fertig ausgearbeitet und wurden von der internationalen Bioorganisation IFOAM offiziell anerkannt.

Zur Zeit gibt es ca. 100 zertifizierte kleinbäuerliche Bio-Familienbetrieben, die nach diesen Richtlinien wirtschaften – hauptsächlich in Griechenland und Zypern. Die Hauptkriterien der Richtlinien sind:
    • Verbot von Dung und anderen Hilfsstoffen tierischer Herkunft.
    • Pflanzenschutz beginnt beim Humusaufbau durch Kompost bzw. Humuserde. 
Dies bedeutet, dass in dieser Landwirtschaft ganz ohne tierische Fäkalien gearbeitet wird. In der konventionellen Biolandwirtschaft sind Fäkalien ein zentrales Element. Viele Schweizer Bauern denken sogar noch heute, dass eine nachhaltige Bewirtschaftung des Bodens ohne tierische Fäkalien unmöglich sei, da genau dies in den Landwirtschaftsschulen gelehrt wird.
Weshalb sollte man auch eine Alternative in Betracht ziehen? In der Schweiz leben so viele «Nutztiere», dass es an Fäkalien nicht mangelt. Im Gegenteil: Vielerorts sind sie in ihren Mengen sogar ein ökologisches Problem.
Deshalb wird es sicher noch etwas dauern, bis diese nachhaltige Landwirtschaftsweise sich in der Schweiz verbreiten wird.
Für die Konsumenten wären biovegane Propdukte jedoch ein grosser Vorteil: Sie wären von Medikamenten aus der Tiermast nicht betroffen. Auch antibiotikaresistente Keime könnten sich nicht auf diesen pflanzlichen Produkten verbreiten, da diese über die Fäkaliendüngung auf pflanzliche Produkte übertragen werden können. Ausserdem bewirkt der hohe Nitratgehalt der tierischen Düngung oft, dass die Pflanzen stärker wachsen lassen, sie also mehr Wasser aufnehmen und dadurch an Geschmack und Haltbarkeit verlieren.

Die Zertifizierungsstelle bio.inspecta wäre bereit für die Zertifizierung. Sie hat bis 2016 auch schon die Zertifizierungen in Griechenland und Zypern vorgenommen (nun wird die Zertifizierung vor Ort getätigt).
Interessierte Schweizer Landwirte können sich direkt bei bio.inspecta für die Zertifizierung melden. Da die Nachfrage von Schweizer Bauern derzeit (2018) noch zu gering ist, hat bio.inpecta beschlossen mit der Zertifizierung in der Schweiz noch zuzuwarten.

Weitere Infos:

Weitere Artikel zum neuen Zertifikat:

Beispielbetriebe für bioveganen Landbau (noch ohne Zertifikat):