Drupal blog posts https://www.swissveg.ch/it it Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen? https://www.swissveg.ch/de/Pflanzenmilch-Swissmilk-Kampagne <span>Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen?</span> <span><span lang="" about="/it/user/3032" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Nurdin</span></span> <span>15. Luglio 2026 - 14:53</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Sport ist zurzeit in aller Munde – es ist Fussball-WM und die Schweizer Nati hat es bis ins Viertelfinale geschafft. Klar ist: Um konstant auf hohem Niveau Leistung zu erbringen, ist eine gute Ernährung für Spitzensportler unverzichtbar. Doch welchen Beitrag leistet hierzu eigentlich die Auswahl der richtigen Milch? Und stimmt es wirklich, wie eine neue Kampagne von Swissmilk suggeriert, dass Kuhmilch die beste Option ist für starke Knochen?</p><p>Das Plakat von Swissmilk, welches seit Beginn der WM etappenweise an verschiedenen Werbeflächen zu sehen ist, zeigt drei Fussballer von den Oberschenkeln abwärts. Sie tragen rote Hosen, rote Stulpen und verschiedenfarbige Fussballschuhe. Ihre Schienbeine sind voller Narben und unter ihren Schuhen liegt Dreck. Dazu der Schriftzug: «Stolze Partnerin von Schweizer Knochen» und das Swissmilk-Logo. Hier soll eindeutig suggeriert werden: Milch ist gut für starke Knochen! Doch entspricht das tatsächlich der Wahrheit? Oder wird hier ein veralteter Mythos bedient?</p><h4>Die relevanten Nährstoffe: Protein und Kalzium</h4><p>Um für die eigenen Bedürfnisse die am besten passende Milch zu finden, lohnt &nbsp;es sich, die Werte auf der Rückseite der Packung zu beachten. Dann sieht man schnell, dass <strong>Kuhmilch bei den Makronährstoffen weniger gut</strong> dasteht, als man meinen könnte. Besonders Fett und Zucker enthält Kuhmilch deutlich mehr, als Pflanzenmilch. Und auch beim Protein ist Kuhmilch nicht etwa alleiniger Spitzenreiter, sondern nur an zweiter Stelle hinter Sojamilch – das haben wir <a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">in diesem Artikel</a> bereits detailliert aufgeschlüsselt. Wer also versucht Kalorien zu reduzieren und dabei etwas mehr Protein zu sich zu nehmen, ist mit Sojamilch am besten bedient. Und wem es nicht so wichtig ist, seinen Protein-Intake zu maximieren, kann guten Gewissens zu Hafer- oder einer anderen Pflanzenmilch greifen.</p><p>Bei den in Kuh- und Pflanzenmilch enthaltenen Mikronährstoffen spielt vor allem <strong>Kalzium</strong> eine wichtige Rolle, da es eng mit Knochengesundheit in Verbindung steht. Es bestimmt (nebst anderen wichtigen Funktionen) die Härte der Knochen, aber nur in Verbindung mit den organischen, elastischen Bindegewebsfasern, in welche das Kalzium eingelagert wird. Wenn im höheren Alter diese organische Knochenstruktur aus hormonell und konstitutionell bedingten Gründen vermindert aufgebaut wird, kann eine Osteoporose entstehen; die Knochensubstanz wird poröser und neigt zu Brüchen. Häufig kommt es dann zu Frakturen des Hüftknochens. Doch wie gelingt es am besten, dies vorzubeugen?</p><h4>Ist Kuhmilch eine gute Kalziumquelle?</h4><p>«Kuhmilch enthält Kalzium. Und gesunde Knochen benötigen Kalzium. Also sollte, wer starke Knochen haben will, unbedingt viel Kuhmilch trinken.» – Ungefähr so lautet der Gedankengang, den die Kampagne der Lobby-Organisation Swissmilk in uns auslösen möchte. Das stimmt so aber nicht, sondern ist stattdessen ein <strong>weitverbreiteter und längst widerlegter Mythos</strong>. Schauen wir einmal genauer hin.</p><p>Die wichtigsten Fakten: Kuhmilch enthält etwa 120 Milligramm Kalzium pro 100 Milliliter. Bei Pflanzenmilchprodukten variiert der Kalziumgehalt von Natur aus, weshalb diese oft zusätzlich angereichert werden, um ebenfalls auf 120 Milligramm zu kommen. In dieser Hinsicht sind Kuh- und die meiste Pflanzenmilch also gleichwertig. Der tägliche Bedarf einer erwachsenen Person liegt bei c.a. 1'000 mg Kalzium pro Tag und Schweizerinnen und Schweizer trinken im Durchschnitt ein Glas Milch pro Tag.</p><p>Wer nun meint, seinen Bedarf mit Kuhmilch zu decken, müsste demnach über vier Gläser (à 200 ml) Kuhmilch pro Tag konsumieren. Damit würde auch viel ungesundes tierisches Fett (30g) und Milchzucker (40g) mit aufgenommen. Diese Zahlen können überraschen, denn vielen ist nicht bewusst, dass Kuhmilch sogar mehr Kalorien enthält als Cola. Aber so viel Kuhmilch zu trinken ist zum Glück auch gar nicht nötig, denn <strong>viel bessere Kalziumquellen finden sich bei pflanzlichen Lebensmitteln:</strong> Sesamsamen zum Beispiel kommen auf stolze 783 Milligramm Kalzium pro 100 Gramm und auch Nüsse, Hülsenfrüchte und andere Gemüse enthalten über 200 Milligram Kalzium. Eine Liste mit hervorragenden pflanzlichen Kalziumquellen haben wir <a href="/kalzium">in einem separaten Artikel</a> zusammengestellt. Und weitere Infos zu anderen wichtigen Nährstoffen gibt es in unserer Broschüre <a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/pages/page/9" target="_blank" title="Vegan für die Gesundheit - Nährstoffe">Vegan für die Gesundheit</a>.</p><p>Es stimmt also nicht, dass Kuhmilch ein unentbehrlicher Kalziumlieferant ist. Ganz im Gegenteil: <strong>Für den täglichen Kalziumbedarf kann Kuhmilch problemlos weggelassen werden</strong>, solange genug pflanzliche Lebensmittel, die zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowieso bereits dazugehören, gegessen werden.</p><h4>Führt Kalzium zu starken Knochen?</h4><p>Tatsache ist: Die Knochenmasse wird vor allem in den jüngeren Lebensjahren aufgebaut. Dann ist eine ausreichende Kalziumzufuhr besonders wichtig. Etwa ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse aufgrund hormoneller und konstitutioneller Veränderungen zunehmend ab. Beispielsweise das Hormon Östrogen hat bekanntlich eine knochenschützende Wirkung, weshalb Frauen ab den Wechseljahren besonders oft von Osteoporose betroffen sind.</p><p>Wer nun aber denkt – wie es die Swissmilk-Plakate suggerieren – er könne &nbsp;seine Knochen im Erwachsenenalter mit dem Konsum von mehr Kuhmilch stärken, liegt schon wieder falsch. Denn auch das ist schon lange wissenschaftlich widerlegt: Im Jahr 2015 kam das wissenschaftliche Journal «The BMJ» beispielsweise in einer grossen systematischen Review von über 40 ernährungsmedizinischen Studien zum Schluss, dass <strong>kein Zusammenhang zwischen Aufnahme von Kalzium über Nahrungsmittel und Knochenbruchrisiko</strong> besteht. Zudem gebe es auch <strong>keine Belege, dass eine Erhöhung der Kalziumaufnahme Knochenbrüche vorbeugen kann</strong>.<sup>1</sup> Eine Metastudie der Universität Zürich mit über 190'000 Teilnehmerinnen kam 2011 ebenfalls zum gleichen Ergebnis: Egal, wie viel Kuhmilch die Probanden tranken, es gab keinen übergeordneten Zusammenhang mit der Anzahl von Hüftfrakturen.<sup>2 </sup>Und eine weitere Review länderspezifischer Daten zum Konsum von Milchprodukten und der Häufigkeit von Hüftfrakturen kam 2020 sogar zu folgendem, paradox anmutenden Resultat: <strong>In den Ländern mit dem höchsten Milch- und Kalziumkonsum gibt es tatsächlich am meisten Hüftfrakturen</strong><sup>3</sup> – ein paradox klingendes Resultat, das aber von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt wurde.<sup>4</sup></p><p>Es ist also bestimmt nicht falsch, ausreichend Kalzium zu sich zu nehmen, aber deswegen auf Kuhmilch zu setzen, wäre eindeutig am Tor vorbeigeschossen!</p><h4>Sport, gesunde Ernährung und Vitamin D</h4><p>Apropos Fussball: Ein nebst der Ernährung ebenfalls sehr wichtiger Faktor für die Knochengesundheit ist Sport und Bewegung. Laut Forschern des «National Centre for Sport and Exercise Medicine» lässt sich die Knochenstärke von Osteoporosepatienten durch gezieltes Kraft- und Belastungstraining sowie durch Übungen, welche die Körperhaltung verbessern, maximieren.<sup>5</sup> Es ist naheliegend, dass die selbe Herangehensweise auch vorbeugend wirksam sein dürfte, ganz nach dem Motto: <strong>Knochen, die regelmässig belastet werden, behalten ihre Stärke.</strong> Dies ist der eine Punkt, den das Plakat von Swissmilk korrekt wiedergibt: Sport (etwa Fussball) führt zu starken (Schweizer) Knochen. Nur die Kuhmilch, die hat damit überhaupt nichts zu tun.</p><p>Übrigens gibt es <strong>eine Vielzahl sehr erfolgreicher Sportler und Athleten, welche sich bewusst pflanzenbasiert ernähren</strong>. Wer kennt beispielsweise nicht den Fussballstar Lionel Messi? Dieser stellte 2014 auf eine «plant forward»-Diät um, das heisst, er reduzierte tierische Nahrung auf ein Minimum, um seine Entzündungswerte und die Regenerationsdauer nach dem Training zu verbessern. Oder die Formel 1-Legende Lewis Hamilton, der seit 2017 vegan lebt! Dann gibt es noch die Profi-Tennisspieler Novak Đoković (Welt-Nummer-1) und Venus Williams (Olympiasiegerin) oder den «stärksten Mann Deutschlands», <span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Patrik Baboumian, welche sich ebenfalls pflanzenbasiert bzw. vegan ernähren.</span></p><p><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Man könnte hier tatsächlich noch viele weitere Namen aufzählen. (Eine &nbsp;ausführliche</span><a href="/promis"><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> Sammlung vegan lebender Prominenter</span></a><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> gibt es auf unserer Webseite.) Auf jeden Fall ist e</span>ines sicher: <strong>Gesunde Knochen und ein aktives, sportliches Leben sind mit pflanzenbasierter bzw. veganer Ernährung durchaus möglich.</strong> Kuhmilch ist hierzu weder notwendig, noch sinnvoll.</p><p>Zum Schluss muss noch erwähnt werden, dass es einen weiteren Mikronährstoff gibt, der für die Knochengesundheit sehr wichtig ist, nämlich Vitamin D. Dieses unterstützt die Kalziumaufnahme und die Mineralisation der Knochen. Leider weisen in der Schweiz über ein Drittel der Erwachsenen und 40-50% der Kinder eine Vitamin-D-Insuffizienz auf.<sup>6</sup> Deswegen lohnt es sich, seinen Vitamin-D-Status abzuklären und eine Supplementierung von Vitamin D in Betracht zu ziehen, ganz egal, wie man sich ernährt.</p><h4>Fazit</h4><p>Swissmilk reduziert mit ihrem Plakat komplexe Sachverhalte auf ein einzelnes Produkt. Das Thema (Pflanzen-)Milch, Kalzium und Knochengesundheit ist aber komplexer, als man denkt. Und Kuhmilch führt eben gerade nicht zu gesünderen Knochen – zumindest fehlt für eine solche Behauptung jede Evidenz.</p><p>Natürlich dürfen Werbekampagnen auch vereinfachen. Sie sollten dabei aber nicht Gesundheitsversprechen vermitteln, welche durch die wissenschaftliche Evidenz nicht gedeckt sind. Darum: Gelbe Karte für Swissmilk!</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p><strong>Quellen</strong></p><p>1: Bolland et al (2015): «Calcium intake and risk of fracture: systematic review» In: The BMJ;351:h4580. <a href="https://doi.org/10.1136/bmj.h4580" target="_blank">doi.org/10.1136/bmj.h4580</a></p><p>2: Bischoff-Ferrari et al: «Milk intake and risk of hip fracture in men and women: A meta-analysis of prospective cohort studies» In: Journal of &nbsp;Bone and Mineral Research, 14. Oktober 2010. <a href="https://doi.org/10.1002/jbmr.279" target="_blank">doi.org/10.1002/jbmr.279</a></p><p>3: Willett &amp; Ludwig (2020): «Milk and Health» In: The New England Journal of Medicine 2020;382:644-54. <a href="https://doi.org/10.1056/NEJMra1903547" target="_blank">doi.org/10.1056/NEJMra1903547.</a> Die Autoren weisen darauf hin, dass dass für die Erklärung dieses Zusammenhangs weitere Faktoren, wie etwa Vitamin-D-Status und Ethnizität, eine Rolle spielen könnten, betonen aber, dass ein niedriger Konsum von Milchprodukten offensichtlich kompatibel sei mit einer niedrigen Hüftfrakturrate.</p><p>4: «<span style="-webkit-text-stroke-width:0px;background-color:rgb(255, 255, 255);color:rgb(0, 0, 0);display:inline !important;float:none;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:11px;font-style:normal;font-variant-caps:normal;font-variant-ligatures:normal;font-weight:400;letter-spacing:normal;orphans:2;text-align:start;text-decoration-color:initial;text-decoration-style:initial;text-decoration-thickness:initial;text-indent:0px;text-transform:none;white-space:normal;widows:2;word-spacing:0px;">The paradox (that hip fracture rates are higher in developed countries where calcium intake is higher than in developing countries where calcium intake is lower) clearly calls for an explanation. To date, the accumulated data indicate that the adverse effect of protein, in particular animal (but not vegetable) protein, might outweigh the positive effect of calcium intake on calcium balance.»</span> <a href="https://web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html" target="_blank">(web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html</a>)</p><p>5: Brooke-Wavell et al (2022): «Strong, steady and straight: UK consensus statement on physical activity and exercise for osteoporosis» In: British Journal of Sports Medicine 2022;56:837-846, <a href="https://doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634" target="_blank">doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634</a></p><p>6: <a href="https://www.edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf" target="_blank">edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf</a></p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/milch">Alles über Milch</a></li><li><a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">Kuhmilch oder Pflanzendrinks: Was ist die bessere Wahl?</a></li><li><a href="/kalzium">Mehr Infos zu Kalzium</a></li><li><a href="/promis">Vegan lebende Prominente</a></li><li><a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/" target="_blank" title="Broschüre: Vegan für die Gesundheit">Broschüre: Vegan für die Gesundheit</a></li></ul></div> Wed, 15 Jul 2026 12:53:34 +0000 Nurdin 4212 at https://www.swissveg.ch Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen? https://www.swissveg.ch/de/Pflanzenmilch-Swissmilk-Kampagne <span>Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen?</span> <span><span lang="" about="/it/user/3032" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Nurdin</span></span> <span>15. Luglio 2026 - 14:53</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Sport ist zurzeit in aller Munde – es ist Fussball-WM und die Schweizer Nati hat es bis ins Viertelfinale geschafft. Klar ist: Um konstant auf hohem Niveau Leistung zu erbringen, ist eine gute Ernährung für Spitzensportler unverzichtbar. Doch welchen Beitrag leistet hierzu eigentlich die Auswahl der richtigen Milch? Und stimmt es wirklich, wie eine neue Kampagne von Swissmilk suggeriert, dass Kuhmilch die beste Option ist für starke Knochen?</p><p>Das Plakat von Swissmilk, welches seit Beginn der WM etappenweise an verschiedenen Werbeflächen zu sehen ist, zeigt drei Fussballer von den Oberschenkeln abwärts. Sie tragen rote Hosen, rote Stulpen und verschiedenfarbige Fussballschuhe. Ihre Schienbeine sind voller Narben und unter ihren Schuhen liegt Dreck. Dazu der Schriftzug: «Stolze Partnerin von Schweizer Knochen» und das Swissmilk-Logo. Hier soll eindeutig suggeriert werden: Milch ist gut für starke Knochen! Doch entspricht das tatsächlich der Wahrheit? Oder wird hier ein veralteter Mythos bedient?</p><h4>Die relevanten Nährstoffe: Protein und Kalzium</h4><p>Um für die eigenen Bedürfnisse die am besten passende Milch zu finden, lohnt &nbsp;es sich, die Werte auf der Rückseite der Packung zu beachten. Dann sieht man schnell, dass <strong>Kuhmilch bei den Makronährstoffen weniger gut</strong> dasteht, als man meinen könnte. Besonders Fett und Zucker enthält Kuhmilch deutlich mehr, als Pflanzenmilch. Und auch beim Protein ist Kuhmilch nicht etwa alleiniger Spitzenreiter, sondern nur an zweiter Stelle hinter Sojamilch – das haben wir <a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">in diesem Artikel</a> bereits detailliert aufgeschlüsselt. Wer also versucht Kalorien zu reduzieren und dabei etwas mehr Protein zu sich zu nehmen, ist mit Sojamilch am besten bedient. Und wem es nicht so wichtig ist, seinen Protein-Intake zu maximieren, kann guten Gewissens zu Hafer- oder einer anderen Pflanzenmilch greifen.</p><p>Bei den in Kuh- und Pflanzenmilch enthaltenen Mikronährstoffen spielt vor allem <strong>Kalzium</strong> eine wichtige Rolle, da es eng mit Knochengesundheit in Verbindung steht. Es bestimmt (nebst anderen wichtigen Funktionen) die Härte der Knochen, aber nur in Verbindung mit den organischen, elastischen Bindegewebsfasern, in welche das Kalzium eingelagert wird. Wenn im höheren Alter diese organische Knochenstruktur aus hormonell und konstitutionell bedingten Gründen vermindert aufgebaut wird, kann eine Osteoporose entstehen; die Knochensubstanz wird poröser und neigt zu Brüchen. Häufig kommt es dann zu Frakturen des Hüftknochens. Doch wie gelingt es am besten, dies vorzubeugen?</p><h4>Ist Kuhmilch eine gute Kalziumquelle?</h4><p>«Kuhmilch enthält Kalzium. Und gesunde Knochen benötigen Kalzium. Also sollte, wer starke Knochen haben will, unbedingt viel Kuhmilch trinken.» – Ungefähr so lautet der Gedankengang, den die Kampagne der Lobby-Organisation Swissmilk in uns auslösen möchte. Das stimmt so aber nicht, sondern ist stattdessen ein <strong>weitverbreiteter und längst widerlegter Mythos</strong>. Schauen wir einmal genauer hin.</p><p>Die wichtigsten Fakten: Kuhmilch enthält etwa 120 Milligramm Kalzium pro 100 Milliliter. Bei Pflanzenmilchprodukten variiert der Kalziumgehalt von Natur aus, weshalb diese oft zusätzlich angereichert werden, um ebenfalls auf 120 Milligramm zu kommen. In dieser Hinsicht sind Kuh- und die meiste Pflanzenmilch also gleichwertig. Der tägliche Bedarf einer erwachsenen Person liegt bei c.a. 1'000 mg Kalzium pro Tag und Schweizerinnen und Schweizer trinken im Durchschnitt ein Glas Milch pro Tag.</p><p>Wer nun meint, seinen Bedarf mit Kuhmilch zu decken, müsste demnach über vier Gläser (à 200 ml) Kuhmilch pro Tag konsumieren. Damit würde auch viel ungesundes tierisches Fett (30g) und Milchzucker (40g) mit aufgenommen. Diese Zahlen können überraschen, denn vielen ist nicht bewusst, dass Kuhmilch sogar mehr Kalorien enthält als Cola. Aber so viel Kuhmilch zu trinken ist zum Glück auch gar nicht nötig, denn <strong>viel bessere Kalziumquellen finden sich bei pflanzlichen Lebensmitteln:</strong> Sesamsamen zum Beispiel kommen auf stolze 783 Milligramm Kalzium pro 100 Gramm und auch Nüsse, Hülsenfrüchte und andere Gemüse enthalten über 200 Milligram Kalzium. Eine Liste mit hervorragenden pflanzlichen Kalziumquellen haben wir <a href="/kalzium">in einem separaten Artikel</a> zusammengestellt. Und weitere Infos zu anderen wichtigen Nährstoffen gibt es in unserer Broschüre <a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/pages/page/9" target="_blank" title="Vegan für die Gesundheit - Nährstoffe">Vegan für die Gesundheit</a>.</p><p>Es stimmt also nicht, dass Kuhmilch ein unentbehrlicher Kalziumlieferant ist. Ganz im Gegenteil: <strong>Für den täglichen Kalziumbedarf kann Kuhmilch problemlos weggelassen werden</strong>, solange genug pflanzliche Lebensmittel, die zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowieso bereits dazugehören, gegessen werden.</p><h4>Führt Kalzium zu starken Knochen?</h4><p>Tatsache ist: Die Knochenmasse wird vor allem in den jüngeren Lebensjahren aufgebaut. Dann ist eine ausreichende Kalziumzufuhr besonders wichtig. Etwa ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse aufgrund hormoneller und konstitutioneller Veränderungen zunehmend ab. Beispielsweise das Hormon Östrogen hat bekanntlich eine knochenschützende Wirkung, weshalb Frauen ab den Wechseljahren besonders oft von Osteoporose betroffen sind.</p><p>Wer nun aber denkt – wie es die Swissmilk-Plakate suggerieren – er könne &nbsp;seine Knochen im Erwachsenenalter mit dem Konsum von mehr Kuhmilch stärken, liegt schon wieder falsch. Denn auch das ist schon lange wissenschaftlich widerlegt: Im Jahr 2015 kam das wissenschaftliche Journal «The BMJ» beispielsweise in einer grossen systematischen Review von über 40 ernährungsmedizinischen Studien zum Schluss, dass <strong>kein Zusammenhang zwischen Aufnahme von Kalzium über Nahrungsmittel und Knochenbruchrisiko</strong> besteht. Zudem gebe es auch <strong>keine Belege, dass eine Erhöhung der Kalziumaufnahme Knochenbrüche vorbeugen kann</strong>.<sup>1</sup> Eine Metastudie der Universität Zürich mit über 190'000 Teilnehmerinnen kam 2011 ebenfalls zum gleichen Ergebnis: Egal, wie viel Kuhmilch die Probanden tranken, es gab keinen übergeordneten Zusammenhang mit der Anzahl von Hüftfrakturen.<sup>2 </sup>Und eine weitere Review länderspezifischer Daten zum Konsum von Milchprodukten und der Häufigkeit von Hüftfrakturen kam 2020 sogar zu folgendem, paradox anmutenden Resultat: <strong>In den Ländern mit dem höchsten Milch- und Kalziumkonsum gibt es tatsächlich am meisten Hüftfrakturen</strong><sup>3</sup> – ein paradox klingendes Resultat, das aber von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt wurde.<sup>4</sup></p><p>Es ist also bestimmt nicht falsch, ausreichend Kalzium zu sich zu nehmen, aber deswegen auf Kuhmilch zu setzen, wäre eindeutig am Tor vorbeigeschossen!</p><h4>Sport, gesunde Ernährung und Vitamin D</h4><p>Apropos Fussball: Ein nebst der Ernährung ebenfalls sehr wichtiger Faktor für die Knochengesundheit ist Sport und Bewegung. Laut Forschern des «National Centre for Sport and Exercise Medicine» lässt sich die Knochenstärke von Osteoporosepatienten durch gezieltes Kraft- und Belastungstraining sowie durch Übungen, welche die Körperhaltung verbessern, maximieren.<sup>5</sup> Es ist naheliegend, dass die selbe Herangehensweise auch vorbeugend wirksam sein dürfte, ganz nach dem Motto: <strong>Knochen, die regelmässig belastet werden, behalten ihre Stärke.</strong> Dies ist der eine Punkt, den das Plakat von Swissmilk korrekt wiedergibt: Sport (etwa Fussball) führt zu starken (Schweizer) Knochen. Nur die Kuhmilch, die hat damit überhaupt nichts zu tun.</p><p>Übrigens gibt es <strong>eine Vielzahl sehr erfolgreicher Sportler und Athleten, welche sich bewusst pflanzenbasiert ernähren</strong>. Wer kennt beispielsweise nicht den Fussballstar Lionel Messi? Dieser stellte 2014 auf eine «plant forward»-Diät um, das heisst, er reduzierte tierische Nahrung auf ein Minimum, um seine Entzündungswerte und die Regenerationsdauer nach dem Training zu verbessern. Oder die Formel 1-Legende Lewis Hamilton, der seit 2017 vegan lebt! Dann gibt es noch die Profi-Tennisspieler Novak Đoković (Welt-Nummer-1) und Venus Williams (Olympiasiegerin) oder den «stärksten Mann Deutschlands», <span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Patrik Baboumian, welche sich ebenfalls pflanzenbasiert bzw. vegan ernähren.</span></p><p><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Man könnte hier tatsächlich noch viele weitere Namen aufzählen. (Eine &nbsp;ausführliche</span><a href="/promis"><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> Sammlung vegan lebender Prominenter</span></a><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> gibt es auf unserer Webseite.) Auf jeden Fall ist e</span>ines sicher: <strong>Gesunde Knochen und ein aktives, sportliches Leben sind mit pflanzenbasierter bzw. veganer Ernährung durchaus möglich.</strong> Kuhmilch ist hierzu weder notwendig, noch sinnvoll.</p><p>Zum Schluss muss noch erwähnt werden, dass es einen weiteren Mikronährstoff gibt, der für die Knochengesundheit sehr wichtig ist, nämlich Vitamin D. Dieses unterstützt die Kalziumaufnahme und die Mineralisation der Knochen. Leider weisen in der Schweiz über ein Drittel der Erwachsenen und 40-50% der Kinder eine Vitamin-D-Insuffizienz auf.<sup>6</sup> Deswegen lohnt es sich, seinen Vitamin-D-Status abzuklären und eine Supplementierung von Vitamin D in Betracht zu ziehen, ganz egal, wie man sich ernährt.</p><h4>Fazit</h4><p>Swissmilk reduziert mit ihrem Plakat komplexe Sachverhalte auf ein einzelnes Produkt. Das Thema (Pflanzen-)Milch, Kalzium und Knochengesundheit ist aber komplexer, als man denkt. Und Kuhmilch führt eben gerade nicht zu gesünderen Knochen – zumindest fehlt für eine solche Behauptung jede Evidenz.</p><p>Natürlich dürfen Werbekampagnen auch vereinfachen. Sie sollten dabei aber nicht Gesundheitsversprechen vermitteln, welche durch die wissenschaftliche Evidenz nicht gedeckt sind. Darum: Gelbe Karte für Swissmilk!</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p><strong>Quellen</strong></p><p>1: Bolland et al (2015): «Calcium intake and risk of fracture: systematic review» In: The BMJ;351:h4580. <a href="https://doi.org/10.1136/bmj.h4580" target="_blank">doi.org/10.1136/bmj.h4580</a></p><p>2: Bischoff-Ferrari et al: «Milk intake and risk of hip fracture in men and women: A meta-analysis of prospective cohort studies» In: Journal of &nbsp;Bone and Mineral Research, 14. Oktober 2010. <a href="https://doi.org/10.1002/jbmr.279" target="_blank">doi.org/10.1002/jbmr.279</a></p><p>3: Willett &amp; Ludwig (2020): «Milk and Health» In: The New England Journal of Medicine 2020;382:644-54. <a href="https://doi.org/10.1056/NEJMra1903547" target="_blank">doi.org/10.1056/NEJMra1903547.</a> Die Autoren weisen darauf hin, dass dass für die Erklärung dieses Zusammenhangs weitere Faktoren, wie etwa Vitamin-D-Status und Ethnizität, eine Rolle spielen könnten, betonen aber, dass ein niedriger Konsum von Milchprodukten offensichtlich kompatibel sei mit einer niedrigen Hüftfrakturrate.</p><p>4: «<span style="-webkit-text-stroke-width:0px;background-color:rgb(255, 255, 255);color:rgb(0, 0, 0);display:inline !important;float:none;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:11px;font-style:normal;font-variant-caps:normal;font-variant-ligatures:normal;font-weight:400;letter-spacing:normal;orphans:2;text-align:start;text-decoration-color:initial;text-decoration-style:initial;text-decoration-thickness:initial;text-indent:0px;text-transform:none;white-space:normal;widows:2;word-spacing:0px;">The paradox (that hip fracture rates are higher in developed countries where calcium intake is higher than in developing countries where calcium intake is lower) clearly calls for an explanation. To date, the accumulated data indicate that the adverse effect of protein, in particular animal (but not vegetable) protein, might outweigh the positive effect of calcium intake on calcium balance.»</span> <a href="https://web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html" target="_blank">(web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html</a>)</p><p>5: Brooke-Wavell et al (2022): «Strong, steady and straight: UK consensus statement on physical activity and exercise for osteoporosis» In: British Journal of Sports Medicine 2022;56:837-846, <a href="https://doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634" target="_blank">doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634</a></p><p>6: <a href="https://www.edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf" target="_blank">edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf</a></p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/milch">Alles über Milch</a></li><li><a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">Kuhmilch oder Pflanzendrinks: Was ist die bessere Wahl?</a></li><li><a href="/kalzium">Mehr Infos zu Kalzium</a></li><li><a href="/promis">Vegan lebende Prominente</a></li><li><a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/" target="_blank" title="Broschüre: Vegan für die Gesundheit">Broschüre: Vegan für die Gesundheit</a></li></ul></div> Wed, 15 Jul 2026 12:53:34 +0000 Nurdin 4212 at https://www.swissveg.ch Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte https://www.swissveg.ch/de/umfrage_deklaration_26 <span>Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte</span> <span><span lang="" about="/it/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Luglio 2026 - 7:27</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Wie sollen vegane Produkte deklariert werden, damit sie am besten verkauft werden?<br>Um dies herauszufinden hat Swissveg eine repräsentative Umfrage bei YouGov in Auftrag gegeben.</p><p>Die Resultate sind klar: Bei allen angesprochenen Kundengruppen (Veganer, Vegetarier und Flexitarier) wird eine Deklaration mit dem offiziellen <a href="/v-label_allgemein">V-Label</a> gewünscht. Alle anderen Deklarationsarten (oder gar keine Vegan-Deklaration) werden deutlich weniger gewünscht.<br>Nur bei den Omnivoren war die Antwort «weiss nicht» am häufigsten, da diese sich offenbar nicht für die Vegandeklaration interessieren bzw. es ihnen egal ist.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"></a><p>&nbsp;</p><h2>Plant-Based statt vegan?</h2><p>Immer wieder wird darüber diskutiert, ob man besser «plant-based» statt vegan auf ein Produkt schreiben soll. Abgesehen davon, dass diese Begriffe keine Synonyme sind, zeigt die Umfrage deutlich: Plant-based kommt zwar bei den Flexitariern und Omnivoren besser an, als das Wort vegan. Aber deutlich attraktiver ist ein veganes Label. Selbst gar keine Deklaration wird eher begrüsst als die Deklaration «plant-based».</p><p>Ausserdem wird klar, dass der reine Begriff «vegan» ganz anders wahrgenommen wird als ein Qualitäts-Label. Auch wenn der Begriff «vegan» ebenfalls im V-Label enthalten ist, geniesst das V-Label dennoch mit Abstand die grösste Akzeptanz bei Konsumenten.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp" alt="Deklarationsvorlieben in der Zielgruppe"></a><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/label-umfrage_2026">V-Label-Umfrage 2026</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 05:27:13 +0000 Renato 4214 at https://www.swissveg.ch Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus. https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2026 <span>Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus.</span> <span><span lang="" about="/it/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Luglio 2026 - 9:11</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Schon in der Umfrage von 2024 war das V-Label mit grossem Abstand das bekannteste Label für die Deklaration von veganen Produkten. Die neue Umfrage vom Juni 2026 zeigt nun: Das V-Label konnte seine Führungsposition weiter ausbauen.</p><h2>Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung kennt das V-Label</h2><p>69 % der Schweizer Gesamtbevölkerung kennen das V-Label. Dies sind rund 1,5 % mehr als noch 2024. Unter Veganern und Vegetariern kennen weit über 90 % das V-Label. Und sogar bei den Flexitariern ist es noch bei 76 % bekannt.</p><a href="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp" alt="Zunahme der Bekanntheit des V-Labels von 2024 auf 2026" /></a><p>Zum Vergleich: Die Veganblume der englischen Vegan Society hat an Bekanntheit weiter eingebüsst: Von 26 % auf nur noch 19 %. Fast 80 % der Schweizer Bevölkerung kennen die Veganblume nicht.</p><p>Auch langfristig gesehen, wird das V-Label immer bekannter: in unserer ersten Umfrage dazu, 2017, kannten es erst 47 % der Gesamtbevölkerung. Heute (2026) sind es bereits 69 %.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp" alt="Bekanntheit des V-Labels ist von 2017 bis 2026 stetig gestiegen." class="align-center" /></a><h2>Einstellung zum V-Label</h2><p>Das V-Label ist nicht nur bekannt, sondern geniesst auch einen positiven Ruf. Über 91 % empfinden das V-Label als positiv oder neutral. Nur 5 % empfinden es als negativ. Hingegen stehen dem Label fast 60 % positiv gegenüber.</p><p>Und das Vertrauen ins V-Label hat ebenfalls von 81 % auf 83 % weiter zugenommen.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp" alt="Das Vertrauen in das V-Label ist sehr gross." /></a><h2>Bei welchen Menschen ist das V-Label am bekanntesten?</h2><p>Neben den Veganern, Vegetariern und Flexitariern, gibt es weitere Gruppen, die das V-Label überdurchschnittlich gut kennen.<br />Fast 90 % der Personen in Ausbildung kennen das V-Label. Und besonders bekannt ist es auch bei Jungen Menschen: 87 % der 15 bis 29-Jährigen kennen es.<br />Besonders hohes Vertrauen geniesst das V-Label auch bei einkommensstarken Personen und bei solchen mit einer höheren Bildung.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/umfrage_deklaration_26">Umfrage 2026: Die beliebteste Deklaration für vegane Produkten</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 07:11:37 +0000 Renato 4213 at https://www.swissveg.ch Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus. https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2026 <span>Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus.</span> <span><span lang="" about="/it/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Luglio 2026 - 9:11</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Schon in der Umfrage von 2024 war das V-Label mit grossem Abstand das bekannteste Label für die Deklaration von veganen Produkten. Die neue Umfrage vom Juni 2026 zeigt nun: Das V-Label konnte seine Führungsposition weiter ausbauen.</p><h2>Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung kennt das V-Label</h2><p>69 % der Schweizer Gesamtbevölkerung kennen das V-Label. Dies sind rund 1,5 % mehr als noch 2024. Unter Veganern und Vegetariern kennen weit über 90 % das V-Label. Und sogar bei den Flexitariern ist es noch bei 76 % bekannt.</p><a href="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp" alt="Zunahme der Bekanntheit des V-Labels von 2024 auf 2026" /></a><p>Zum Vergleich: Die Veganblume der englischen Vegan Society hat an Bekanntheit weiter eingebüsst: Von 26 % auf nur noch 19 %. Fast 80 % der Schweizer Bevölkerung kennen die Veganblume nicht.</p><p>Auch langfristig gesehen, wird das V-Label immer bekannter: in unserer ersten Umfrage dazu, 2017, kannten es erst 47 % der Gesamtbevölkerung. Heute (2026) sind es bereits 69 %.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp" alt="Bekanntheit des V-Labels ist von 2017 bis 2026 stetig gestiegen." class="align-center" /></a><h2>Einstellung zum V-Label</h2><p>Das V-Label ist nicht nur bekannt, sondern geniesst auch einen positiven Ruf. Über 91 % empfinden das V-Label als positiv oder neutral. Nur 5 % empfinden es als negativ. Hingegen stehen dem Label fast 60 % positiv gegenüber.</p><p>Und das Vertrauen ins V-Label hat ebenfalls von 81 % auf 83 % weiter zugenommen.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp" alt="Das Vertrauen in das V-Label ist sehr gross." /></a><h2>Bei welchen Menschen ist das V-Label am bekanntesten?</h2><p>Neben den Veganern, Vegetariern und Flexitariern, gibt es weitere Gruppen, die das V-Label überdurchschnittlich gut kennen.<br />Fast 90 % der Personen in Ausbildung kennen das V-Label. Und besonders bekannt ist es auch bei Jungen Menschen: 87 % der 15 bis 29-Jährigen kennen es.<br />Besonders hohes Vertrauen geniesst das V-Label auch bei einkommensstarken Personen und bei solchen mit einer höheren Bildung.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/umfrage_deklaration_26">Umfrage 2026: Die beliebteste Deklaration für vegane Produkten</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 07:11:37 +0000 Renato 4213 at https://www.swissveg.ch Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus. https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2026 <span>Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus.</span> <span><span lang="" about="/it/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Luglio 2026 - 9:11</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Schon in der Umfrage von 2024 war das V-Label mit grossem Abstand das bekannteste Label für die Deklaration von veganen Produkten. Die neue Umfrage vom Juni 2026 zeigt nun: Das V-Label konnte seine Führungsposition weiter ausbauen.</p><h2>Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung kennt das V-Label</h2><p>69 % der Schweizer Gesamtbevölkerung kennen das V-Label. Dies sind rund 1,5 % mehr als noch 2024. Unter Veganern und Vegetariern kennen weit über 90 % das V-Label. Und sogar bei den Flexitariern ist es noch bei 76 % bekannt.</p><a href="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp" alt="Zunahme der Bekanntheit des V-Labels von 2024 auf 2026" /></a><p>Zum Vergleich: Die Veganblume der englischen Vegan Society hat an Bekanntheit weiter eingebüsst: Von 26 % auf nur noch 19 %. Fast 80 % der Schweizer Bevölkerung kennen die Veganblume nicht.</p><p>Auch langfristig gesehen, wird das V-Label immer bekannter: in unserer ersten Umfrage dazu, 2017, kannten es erst 47 % der Gesamtbevölkerung. Heute (2026) sind es bereits 69 %.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp" alt="Bekanntheit des V-Labels ist von 2017 bis 2026 stetig gestiegen." class="align-center" /></a><h2>Einstellung zum V-Label</h2><p>Das V-Label ist nicht nur bekannt, sondern geniesst auch einen positiven Ruf. Über 91 % empfinden das V-Label als positiv oder neutral. Nur 5 % empfinden es als negativ. Hingegen stehen dem Label fast 60 % positiv gegenüber.</p><p>Und das Vertrauen ins V-Label hat ebenfalls von 81 % auf 83 % weiter zugenommen.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp" alt="Das Vertrauen in das V-Label ist sehr gross." /></a><h2>Bei welchen Menschen ist das V-Label am bekanntesten?</h2><p>Neben den Veganern, Vegetariern und Flexitariern, gibt es weitere Gruppen, die das V-Label überdurchschnittlich gut kennen.<br />Fast 90 % der Personen in Ausbildung kennen das V-Label. Und besonders bekannt ist es auch bei Jungen Menschen: 87 % der 15 bis 29-Jährigen kennen es.<br />Besonders hohes Vertrauen geniesst das V-Label auch bei einkommensstarken Personen und bei solchen mit einer höheren Bildung.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/umfrage_deklaration_26">Umfrage 2026: Die beliebteste Deklaration für vegane Produkten</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 07:11:37 +0000 Renato 4213 at https://www.swissveg.ch Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte https://www.swissveg.ch/de/umfrage_deklaration_26 <span>Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte</span> <span><span lang="" about="/it/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Luglio 2026 - 7:27</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Wie sollen vegane Produkte deklariert werden, damit sie am besten verkauft werden?<br>Um dies herauszufinden hat Swissveg eine repräsentative Umfrage bei YouGov in Auftrag gegeben.</p><p>Die Resultate sind klar: Bei allen angesprochenen Kundengruppen (Veganer, Vegetarier und Flexitarier) wird eine Deklaration mit dem offiziellen <a href="/v-label_allgemein">V-Label</a> gewünscht. Alle anderen Deklarationsarten (oder gar keine Vegan-Deklaration) werden deutlich weniger gewünscht.<br>Nur bei den Omnivoren war die Antwort «weiss nicht» am häufigsten, da diese sich offenbar nicht für die Vegandeklaration interessieren bzw. es ihnen egal ist.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"></a><p>&nbsp;</p><h2>Plant-Based statt vegan?</h2><p>Immer wieder wird darüber diskutiert, ob man besser «plant-based» statt vegan auf ein Produkt schreiben soll. Abgesehen davon, dass diese Begriffe keine Synonyme sind, zeigt die Umfrage deutlich: Plant-based kommt zwar bei den Flexitariern und Omnivoren besser an, als das Wort vegan. Aber deutlich attraktiver ist ein veganes Label. Selbst gar keine Deklaration wird eher begrüsst als die Deklaration «plant-based».</p><p>Ausserdem wird klar, dass der reine Begriff «vegan» ganz anders wahrgenommen wird als ein Qualitäts-Label. Auch wenn der Begriff «vegan» ebenfalls im V-Label enthalten ist, geniesst das V-Label dennoch mit Abstand die grösste Akzeptanz bei Konsumenten.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp" alt="Deklarationsvorlieben in der Zielgruppe"></a><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/label-umfrage_2026">V-Label-Umfrage 2026</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 05:27:13 +0000 Renato 4214 at https://www.swissveg.ch Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte https://www.swissveg.ch/de/umfrage_deklaration_26 <span>Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte</span> <span><span lang="" about="/it/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Luglio 2026 - 7:27</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Wie sollen vegane Produkte deklariert werden, damit sie am besten verkauft werden?<br>Um dies herauszufinden hat Swissveg eine repräsentative Umfrage bei YouGov in Auftrag gegeben.</p><p>Die Resultate sind klar: Bei allen angesprochenen Kundengruppen (Veganer, Vegetarier und Flexitarier) wird eine Deklaration mit dem offiziellen <a href="/v-label_allgemein">V-Label</a> gewünscht. Alle anderen Deklarationsarten (oder gar keine Vegan-Deklaration) werden deutlich weniger gewünscht.<br>Nur bei den Omnivoren war die Antwort «weiss nicht» am häufigsten, da diese sich offenbar nicht für die Vegandeklaration interessieren bzw. es ihnen egal ist.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"></a><p>&nbsp;</p><h2>Plant-Based statt vegan?</h2><p>Immer wieder wird darüber diskutiert, ob man besser «plant-based» statt vegan auf ein Produkt schreiben soll. Abgesehen davon, dass diese Begriffe keine Synonyme sind, zeigt die Umfrage deutlich: Plant-based kommt zwar bei den Flexitariern und Omnivoren besser an, als das Wort vegan. Aber deutlich attraktiver ist ein veganes Label. Selbst gar keine Deklaration wird eher begrüsst als die Deklaration «plant-based».</p><p>Ausserdem wird klar, dass der reine Begriff «vegan» ganz anders wahrgenommen wird als ein Qualitäts-Label. Auch wenn der Begriff «vegan» ebenfalls im V-Label enthalten ist, geniesst das V-Label dennoch mit Abstand die grösste Akzeptanz bei Konsumenten.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp" alt="Deklarationsvorlieben in der Zielgruppe"></a><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/label-umfrage_2026">V-Label-Umfrage 2026</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 05:27:13 +0000 Renato 4214 at https://www.swissveg.ch Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2026 https://www.swissveg.ch/de/preisvergleich-fleischalternativen-2026 <span>Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2026</span> <span><span lang="" about="/it/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>19. Giugno 2026 - 10:19</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Seit der letztjährigen Swissveg-Auswertung 2025 hat sich der Markt für pflanzliche Fleischalternativen weiterentwickelt und die Diskussion um faire Preise für pflanzliche und tierische Produkte hat zusätzlich an Dynamik gewonnen. In den vergangenen Jahren haben sich die Regale der Detailhändler spürbar mit veganen Produkten gefüllt. Gleichzeitig schwankt der Anteil vegetarisch und vegan lebender Menschen leicht, was zeigt, dass Preisfragen und Kaufgewohnheiten weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund untersucht Swissveg regelmässig, wie sich die Preise von Fleisch und pflanzlichen Alternativen in der Schweiz entwickeln. Der aktuelle Report knüpft an die letztjährige Auswertung an und beleuchtet, wie sich Angebot, Nachfrage und Preisstruktur seit 2025 verändert haben.</p><h4>Rückblick Preisvergleich 2025 und Markttrend</h4><p>Die letztjährige Analyse zeigte, dass pflanzliche Fleischalternativen in der Schweiz je nach Produktkategorie noch immer teurer sind als die entsprechenden tierischen Produkte.<strong> Günstige Eigenmarken wie M-Budget oder Prix Garantie</strong> konnten diesen Preisaufschlag teilweise abfedern und sorgten in einzelnen Kategorien sogar für Preisparität oder leicht tiefere Preise. Insgesamt betonten die befragten Detailhändler, dass in den kommenden Jahren weitere Preissenkungen sowie eine Ausweitung des pflanzlichen Sortiments zu erwarten seien. Im Warenkorbvergleich kamen insbesondere Discounter gut weg, die mit tiefen Preisen bei pflanzlichen Produkten nahe an die Kosten für Fleisch herankamen. Ein besonderes Augenmerk lag bereits damals auf <strong>Aldi Suisse</strong>, wo ab 2026 ein gemeinsam mit Swissveg entwickeltes rein veganes Basissortiment dauerhaft erhältlich sein soll.</p><p> </p><h4>MACH-Umfrage 2025</h4><p>Gemäss der aktuellen <a href="https://wemf.ch/de/medienstudien/intramediastudien/mach-consumer/" target="_blank">MACH-Umfrage</a> ernähren sich 2025 rund 5,0 Prozent der Bevölkerung vegetarisch oder vegan, nach einem Höchststand von 5,3 Prozent im Vorjahr. Dieser leichte Rückgang deutet darauf hin, dass sich der starke Aufwärtstrend der letzten Jahre vorerst stabilisiert hat. Gleichzeitig greifen immer mehr Menschen unabhängig von ihrer grundsätzlichen Ernährungsweise zu pflanzlichen Alternativen. Bereits 55 Prozent der Gesamtbevölkerung konsumieren Fleischalternativen und 38,5 Prozent nutzen Milchalternativen. Diese Zahlen zeigen, dass <strong>vegane Produkte in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind</strong> und längst nicht mehr nur für eine klar definierte vegane oder vegetarische Zielgruppe relevant sind. Wie sich diese breite, flexitarisch geprägte Nachfrage weiterentwickelt, wird entscheidend dafür sein, wohin sich die Preise künftig bewegen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob und wie der Detailhandel im Jahr 2026 bereits auf diese veränderte Nachfrage reagiert hat.</p><p> </p><h4>Detailhändler unter der Lupe</h4><p>Für den Preisvergleich 2026 wurden wie im Vorjahr die Sortimente von Fleisch und pflanzlichen Fleischalternativen bei <strong>Coop</strong>, <strong>Migros</strong>, <strong>Aldi Suisse</strong> und <strong>Lidl Schweiz</strong> untersucht. Dabei wurden pro Kategorie jeweils die günstigsten und teuersten Produkte erfasst, um die Preisunterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Varianten möglichst vergleichbar abzubilden.</p><p> </p><figure role="group" class="align-center"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="35e61176-64ab-488e-9356-87fadc35e92c" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp" width="80%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp">Abbildung 1: Darstellung der durchschnittlichen Verkaufspreise von tierischen Fleischwaren und veganen Alternativen (CHF/100 g) bei Coop, Migros, Aldi Suisse und Lidl Schweiz im Jahr 2026, aufgeschlüsselt nach Produktkategorien Aufschnitt, Bratwurst, Burger, Fischstäbchen, Geschnetzeltes, Hackfleisch und paniertes Schnitzel.</a></figcaption></figure><p> </p><p>Die erfassten Preise für 2026 zeigen, dass pflanzliche Alternativen je nach Händler und Produktkategorie weiterhin unterschiedlich stark über oder unter den Preisen der tierischen Vertreter liegen. Bei Lidl Schweiz und Aldi Suisse bewegen sich die Preisunterschiede meist in einem moderaten Bereich, einzelne vegane Produkte wie Hackfleisch sind dort bereits um ein Vielfaches günstiger als das tierische Pendant. In der Migros fällt insbesondere der vegane Aufschnitt deutlich teurer aus als die tierische Variante, während bei Coop mehrere vegane Produkte wie Aufschnitt oder paniertes Schnitzel Aufschläge von teils über einem Franken pro 100 Gramm aufweisen. Insgesamt wird damit klar, dass die Wahl der Verkaufsstelle einen erheblichen Einfluss darauf hat, ob sich pflanzliche Alternativen für Konsumentinnen und Konsumenten preislich lohnen.</p><p> </p><figure role="group"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="5b0c0473-7111-4ff4-84f0-5d00a808fd32" height="2946" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp" width="80.24%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp">Abbildung 2: Darstellung der durchschnittlichen Verkaufspreise veganer Fleischalternativen (CHF/100 g) bei Coop, Migros, Aldi Suisse und Lidl Schweiz in den Jahren 2025 und 2026, aufgeschlüsselt nach Produktkategorien Aufschnitt, Bratwurst, Burger, Fischstäbchen, Geschnetzeltes, Hackfleisch und paniertes Schnitzel.</a></figcaption></figure><p> </p><p>Die Auswertung der Produktpreise zeigt, dass sich das generelle Preisniveau sowohl bei veganen Fleischalternativen als auch bei Fleischwaren tierischen Ursprungs zwischen 2025 und 2026 nur moderat verändert hat. Insgesamt sind eher feine Anpassungen in einzelnen Kategorien erkennbar als grundlegende Verschiebungen. Bei den veganen Produkten bleiben viele Artikel über alle Händler hinweg preislich stabil, einzelne Kategorien werden jedoch spürbar günstiger oder teurer. Auffällig ist insbesondere Aldi Suisse, wo veganes Geschnetzeltes von rund 2,45 auf etwa 1,28 Franken pro 100 Gramm fällt, das Hackfleisch von circa 1,70 auf 1,25 Franken sinkt und panierte Schnitzel von 1,43 auf 1,28 Franken günstiger werden. Auch bei Migros und Coop kommt es zu punktuellen Preissenkungen etwa bei Bratwürsten, Aufschnitt oder Hackfleisch, während andere Kategorien je nach Händler leicht steigen oder sinken. Lidl Schweiz zeigt insgesamt stabile bis steigende Preise: Während Aufschnitt und Burger auf Vorjahresniveau bleiben, verteuern sich insbesondere Bratwürste (von 1,59 auf 2,11 Franken pro 100 Gramm) deutlich, und auch Hackfleisch sowie panierte Schnitzel werden etwas teurer.</p><p> </p><p>Die detaillierte Auswertung der Preisunterschiede nach Kategorien zeigt zusätzlich, dass<strong> veganes Hackfleisch </strong>und<strong> vegane unpanierte Burger</strong> <strong>in allen vier Detailhändlern deutlich günstiger sind als die entsprechenden Fleischprodukte</strong>. Die absolut günstigsten veganen Angebote jeder Kategorie finden sich jeweils bei Aldi Suisse oder Lidl Schweiz, was ihre Rolle als preisliche Anlaufstelle für pflanzliche Produkte unterstreicht. Die stärksten Aufschläge für vegane Varianten treten bei den Fischstäbchen im Coop und beim Aufschnitt in der Migros auf, wo die pflanzlichen Produkte jeweils mehr als doppelt so teuer sind wie die tierischen. Auffällig ist zudem, dass ausgerechnet die veganen Fischstäbchen in der Migros im direkten Vergleich klar günstiger sind als die Variante aus Fisch.</p><p> </p><figure role="group"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="1ca9c82e-e835-4b2b-a2aa-f3c35616ca2f" height="1260" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp" width="80.24%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp">Abbildung 3: Preise in CHF/100 g veganer Alternativen im Verhältnis zu tierischen Produkten in Schweizer Supermärkten.</a></figcaption></figure><p>Ergänzend zur Betrachtung einzelner Produkte zeigt der Blick auf die durchschnittliche Preisentwicklung über alle Kategorien, dass die <strong>Preise veganer Fleischalternativen insgesamt stärker gesenkt</strong> wurden als jene der Fleischprodukte. Coop und Migros reduzieren die Preise ihrer veganen Artikel im Schnitt um rund 3 beziehungsweise 2 Prozent, bei Aldi Suisse liegt das Minus sogar bei gut 12 Prozent, während Lidl Schweiz seine veganen Produkte um etwa 4 Prozent verteuert. Bei den Fleischwaren fallen die Anpassungen deutlich kleiner aus: Coop erhöht die Preise im Mittel um rund 1,5 Prozent, Migros um etwa 0,3 Prozent, während Aldi Suisse seine Fleischprodukte im Schnitt um knapp 1,6 Prozent und Lidl Schweiz um rund 0,6 Prozent senkt.</p><figure role="group" class="align-center"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstigste_Produkte_nach_Kategorie.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="39e6ecbe-1012-43f8-9c3f-b7ce3d66f542" height="1949" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstigste_Produkte_nach_Kategorie.webp" width="46.42%" /></a> <figcaption><a>Abbildung 4: Günstigste vegane Alternativen sind bei Aldi Suisse und Lidl Schweiz zu finden.</a></figcaption></figure><p> </p><h4>Stellungnahme der Detailhändler</h4><p>Die analysierten Detailhändler wurden um eine kurze Stellungnahme zu den präsentierten Resultaten und ihrer Preisstrategie bei pflanzlichen Fleischalternativen gebeten. Die folgenden Rückmeldungen fassen die wichtigsten Punkte zusammen.</p><p><strong>Coop</strong> verweist darauf, dass pflanzliche Fleischalternativen aufgrund anderer Produktionsprozesse, höherer Entwicklungs- und Herstellungskosten sowie kleinerer Produktionsmengen nur bedingt mit Fleischprodukten vergleichbar sind. Diese Faktoren beeinflussten die Preise, während Fleischprodukten teils stark schwankende Marktmechanismen zugrunde liegen. Coop betont das Ziel, faire und marktgerechte Preise anzubieten, weist auf den Einfluss der Einkaufspreise bei Markenprodukten hin und hält fest, dass einzelne pflanzliche Alternativen preislich mit Fleisch mithalten oder sogar günstiger sein können.</p><p><strong>Migros</strong> hält fest, dass sich die Preise je nach Kategorie unterschiedlich entwickeln und verweist darauf, dass pflanzliche Alternativen und Fleischprodukte teils unterschiedliche Rohstoffe, Herstellungsverfahren und Beschaffungswege haben. Ziel sei es, den Kundinnen und Kunden sowohl bei Fleischprodukten als auch bei pflanzlichen Alternativen – inklusive der Eigenmarke V‑Love – ein attraktives und breit abgestütztes Angebot zu bieten, wobei die Preise produktbezogen und auf Basis der jeweiligen Kosten- und Nachfragesituation festgelegt werden. Pflanzliche Produkte bleiben laut Migros ein wichtiger Teil des Sortiments, das laufend weiterentwickelt wird, damit die Kundschaft in verschiedenen Preislagen eine gute Auswahl findet; zu möglichen künftigen Preisanpassungen äussere man sich jedoch nicht im Voraus.</p><p><strong>Aldi Suisse</strong> hebt hervor, dass das Unternehmen als Discounter auf gute Qualität zu möglichst tiefen Preisen setzt. Ermöglicht werde dies durch effiziente Prozesse, ein fokussiertes Sortiment und die Weitergabe von Kostenvorteilen an die Kundschaft. Ein direkter Vergleich mit Fleisch sei nur bedingt sinnvoll, insgesamt sieht Aldi jedoch keinen generellen Mehrpreis bei veganen Fleischalternativen und verweist auf ein bewusst ausgewähltes, laufend ausgebautes Sortiment, das durch Aktionen zusätzlich gefördert wird.</p><p><strong>Lidl Schweiz</strong> versteht pflanzliche Proteinquellen als wichtigen Baustein einer bewussten Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet. Gemäss eigener «Protein-Split»-Auswertung liegt der pflanzliche Anteil im Sortiment derzeit bei 18 Prozent und soll bis 2030 auf 20 Prozent steigen, bei Molkereiprodukten ist eine Verdoppelung von 5 auf 10 Prozent pflanzliche Alternativen geplant. Bei der Preisgestaltung betont Lidl die unterschiedlichen Rohstoffmärkte von Fleisch und pflanzlichen Alternativen und stellt Qualität, Textur und Geschmack in den Vordergrund, statt einen aggressiven Preiskampf mit Fleischprodukten zu führen.</p><p> </p><h4>Diskussion &amp; Fazit</h4><p>Der Vergleich der Jahre 2025 und 2026 zeigt, dass der Schweizer Detailhandel sein veganes Angebot zwar ausbaut, dies aber insgesamt in moderatem Tempo tut. Der Preisvergleich 2026 macht sichtbar, dass pflanzliche Alternativen in der Schweiz noch oft teurer sind als Fleisch, <strong>bei gewissen Produkten jedoch je nach Detailhändler deutlich näher an die tierischen Preise heranrücken oder bereits darunter liegen</strong>. Coop und Migros betonen in ihren Stellungnahmen Kostenstrukturen, Produktionsprozesse und den Anspruch auf faire, marktgerechte Preise, während die Zahlen zeigen, dass sie ihre veganen Artikel im Schnitt leicht verbilligen und Fleischprodukte nur geringfügig anpassen. Aldi hebt seine Discount-Strategie und Kostenvorteile hervor und setzt angekündigte Preissenkungen bei veganen Artikeln sichtbar um, während Lidl Schweiz das pflanzliche Sortiment strategisch ausbaut, preislich aber vorsichtiger agiert und stärker auf Qualitätsargumente verweist. Vor dem Hintergrund einer eher stabilen Zahl vegan und vegetarisch lebender Personen und leicht rückläufiger Verkäufe von Fleischalternativen justieren die Detailhändler ihre Sortimente und Preise gezielt, setzen aber<strong> noch keinen breit abgestützten Wachstumsschub</strong> hin zu durchgehend günstigeren pflanzlichen Alternativen in Gang. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet dies, dass sich der<strong> Griff zu pflanzlichen Optionen finanziell immer häufiger lohnt</strong>, insbesondere wenn<strong> Preise bewusst verglichen und günstige Eigenmarken sowie Discounter genutzt werden</strong>.</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Methodik</h3><p>Die Datenerhebung erfolgte überwiegend online in Kalenderwoche 16 (2026). Einzelne Produkte wurden ergänzend direkt im Geschäft erfasst, wenn sie online nicht verfügbar waren. Für den Preisvergleich wurde jeweils das günstigste und das teuerste Produkt pro Kategorie berücksichtigt – sowohl für tierische als auch für pflanzliche Varianten. Aus diesen beiden Werten wurde ein Mittelwert gebildet. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, wurde versucht, dieselben Produkte zu berücksichtigen. Da einige Artikel nicht mehr im Sortiment waren, wurden in solchen Fällen möglichst ähnliche Alternativen gewählt.</p></div><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Limitationen</h3><p>Der Swissveg-Vergleich stellt eine Momentaufnahme dar. Saisonale Preisschwankungen wurden nicht berücksichtigt. Die Datenerhebung erfolgte online bei Coop und Migros sowie vor Ort bei Aldi Suisse und Lidl Schweiz. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Produkte (etwa aufgrund weniger auffälliger Platzierung) übersehen wurden. Zudem bestehen teilweise Abweichungen zwischen den berücksichtigten Produkten im Vergleich zum Vorjahr.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><p style="margin-bottom:0cm;"><a href="https://www.swissveg.ch/de/preisvergleich-2025" target="_blank">Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2025</a></p></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/swissveg-analyse-statistiken-2025" target="_blank">Swissveg-Analyse 2025: Wie steht es um die Anzahl Veganer und Vegetarier?</a></li></ul></div> Fri, 19 Jun 2026 08:19:39 +0000 Joelle 4210 at https://www.swissveg.ch Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2026 https://www.swissveg.ch/de/preisvergleich-fleischalternativen-2026 <span>Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2026</span> <span><span lang="" about="/it/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>19. Giugno 2026 - 10:19</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Seit der letztjährigen Swissveg-Auswertung 2025 hat sich der Markt für pflanzliche Fleischalternativen weiterentwickelt und die Diskussion um faire Preise für pflanzliche und tierische Produkte hat zusätzlich an Dynamik gewonnen. In den vergangenen Jahren haben sich die Regale der Detailhändler spürbar mit veganen Produkten gefüllt. Gleichzeitig schwankt der Anteil vegetarisch und vegan lebender Menschen leicht, was zeigt, dass Preisfragen und Kaufgewohnheiten weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund untersucht Swissveg regelmässig, wie sich die Preise von Fleisch und pflanzlichen Alternativen in der Schweiz entwickeln. Der aktuelle Report knüpft an die letztjährige Auswertung an und beleuchtet, wie sich Angebot, Nachfrage und Preisstruktur seit 2025 verändert haben.</p><h4>Rückblick Preisvergleich 2025 und Markttrend</h4><p>Die letztjährige Analyse zeigte, dass pflanzliche Fleischalternativen in der Schweiz je nach Produktkategorie noch immer teurer sind als die entsprechenden tierischen Produkte.<strong> Günstige Eigenmarken wie M-Budget oder Prix Garantie</strong> konnten diesen Preisaufschlag teilweise abfedern und sorgten in einzelnen Kategorien sogar für Preisparität oder leicht tiefere Preise. Insgesamt betonten die befragten Detailhändler, dass in den kommenden Jahren weitere Preissenkungen sowie eine Ausweitung des pflanzlichen Sortiments zu erwarten seien. Im Warenkorbvergleich kamen insbesondere Discounter gut weg, die mit tiefen Preisen bei pflanzlichen Produkten nahe an die Kosten für Fleisch herankamen. Ein besonderes Augenmerk lag bereits damals auf <strong>Aldi Suisse</strong>, wo ab 2026 ein gemeinsam mit Swissveg entwickeltes rein veganes Basissortiment dauerhaft erhältlich sein soll.</p><p> </p><h4>MACH-Umfrage 2025</h4><p>Gemäss der aktuellen <a href="https://wemf.ch/de/medienstudien/intramediastudien/mach-consumer/" target="_blank">MACH-Umfrage</a> ernähren sich 2025 rund 5,0 Prozent der Bevölkerung vegetarisch oder vegan, nach einem Höchststand von 5,3 Prozent im Vorjahr. Dieser leichte Rückgang deutet darauf hin, dass sich der starke Aufwärtstrend der letzten Jahre vorerst stabilisiert hat. Gleichzeitig greifen immer mehr Menschen unabhängig von ihrer grundsätzlichen Ernährungsweise zu pflanzlichen Alternativen. Bereits 55 Prozent der Gesamtbevölkerung konsumieren Fleischalternativen und 38,5 Prozent nutzen Milchalternativen. Diese Zahlen zeigen, dass <strong>vegane Produkte in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind</strong> und längst nicht mehr nur für eine klar definierte vegane oder vegetarische Zielgruppe relevant sind. Wie sich diese breite, flexitarisch geprägte Nachfrage weiterentwickelt, wird entscheidend dafür sein, wohin sich die Preise künftig bewegen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob und wie der Detailhandel im Jahr 2026 bereits auf diese veränderte Nachfrage reagiert hat.</p><p> </p><h4>Detailhändler unter der Lupe</h4><p>Für den Preisvergleich 2026 wurden wie im Vorjahr die Sortimente von Fleisch und pflanzlichen Fleischalternativen bei <strong>Coop</strong>, <strong>Migros</strong>, <strong>Aldi Suisse</strong> und <strong>Lidl Schweiz</strong> untersucht. Dabei wurden pro Kategorie jeweils die günstigsten und teuersten Produkte erfasst, um die Preisunterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Varianten möglichst vergleichbar abzubilden.</p><p> </p><figure role="group" class="align-center"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="35e61176-64ab-488e-9356-87fadc35e92c" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp" width="80%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp">Abbildung 1: Darstellung der durchschnittlichen Verkaufspreise von tierischen Fleischwaren und veganen Alternativen (CHF/100 g) bei Coop, Migros, Aldi Suisse und Lidl Schweiz im Jahr 2026, aufgeschlüsselt nach Produktkategorien Aufschnitt, Bratwurst, Burger, Fischstäbchen, Geschnetzeltes, Hackfleisch und paniertes Schnitzel.</a></figcaption></figure><p> </p><p>Die erfassten Preise für 2026 zeigen, dass pflanzliche Alternativen je nach Händler und Produktkategorie weiterhin unterschiedlich stark über oder unter den Preisen der tierischen Vertreter liegen. Bei Lidl Schweiz und Aldi Suisse bewegen sich die Preisunterschiede meist in einem moderaten Bereich, einzelne vegane Produkte wie Hackfleisch sind dort bereits um ein Vielfaches günstiger als das tierische Pendant. In der Migros fällt insbesondere der vegane Aufschnitt deutlich teurer aus als die tierische Variante, während bei Coop mehrere vegane Produkte wie Aufschnitt oder paniertes Schnitzel Aufschläge von teils über einem Franken pro 100 Gramm aufweisen. Insgesamt wird damit klar, dass die Wahl der Verkaufsstelle einen erheblichen Einfluss darauf hat, ob sich pflanzliche Alternativen für Konsumentinnen und Konsumenten preislich lohnen.</p><p> </p><figure role="group"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="5b0c0473-7111-4ff4-84f0-5d00a808fd32" height="2946" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp" width="80.24%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp">Abbildung 2: Darstellung der durchschnittlichen Verkaufspreise veganer Fleischalternativen (CHF/100 g) bei Coop, Migros, Aldi Suisse und Lidl Schweiz in den Jahren 2025 und 2026, aufgeschlüsselt nach Produktkategorien Aufschnitt, Bratwurst, Burger, Fischstäbchen, Geschnetzeltes, Hackfleisch und paniertes Schnitzel.</a></figcaption></figure><p> </p><p>Die Auswertung der Produktpreise zeigt, dass sich das generelle Preisniveau sowohl bei veganen Fleischalternativen als auch bei Fleischwaren tierischen Ursprungs zwischen 2025 und 2026 nur moderat verändert hat. Insgesamt sind eher feine Anpassungen in einzelnen Kategorien erkennbar als grundlegende Verschiebungen. Bei den veganen Produkten bleiben viele Artikel über alle Händler hinweg preislich stabil, einzelne Kategorien werden jedoch spürbar günstiger oder teurer. Auffällig ist insbesondere Aldi Suisse, wo veganes Geschnetzeltes von rund 2,45 auf etwa 1,28 Franken pro 100 Gramm fällt, das Hackfleisch von circa 1,70 auf 1,25 Franken sinkt und panierte Schnitzel von 1,43 auf 1,28 Franken günstiger werden. Auch bei Migros und Coop kommt es zu punktuellen Preissenkungen etwa bei Bratwürsten, Aufschnitt oder Hackfleisch, während andere Kategorien je nach Händler leicht steigen oder sinken. Lidl Schweiz zeigt insgesamt stabile bis steigende Preise: Während Aufschnitt und Burger auf Vorjahresniveau bleiben, verteuern sich insbesondere Bratwürste (von 1,59 auf 2,11 Franken pro 100 Gramm) deutlich, und auch Hackfleisch sowie panierte Schnitzel werden etwas teurer.</p><p> </p><p>Die detaillierte Auswertung der Preisunterschiede nach Kategorien zeigt zusätzlich, dass<strong> veganes Hackfleisch </strong>und<strong> vegane unpanierte Burger</strong> <strong>in allen vier Detailhändlern deutlich günstiger sind als die entsprechenden Fleischprodukte</strong>. Die absolut günstigsten veganen Angebote jeder Kategorie finden sich jeweils bei Aldi Suisse oder Lidl Schweiz, was ihre Rolle als preisliche Anlaufstelle für pflanzliche Produkte unterstreicht. Die stärksten Aufschläge für vegane Varianten treten bei den Fischstäbchen im Coop und beim Aufschnitt in der Migros auf, wo die pflanzlichen Produkte jeweils mehr als doppelt so teuer sind wie die tierischen. Auffällig ist zudem, dass ausgerechnet die veganen Fischstäbchen in der Migros im direkten Vergleich klar günstiger sind als die Variante aus Fisch.</p><p> </p><figure role="group"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="1ca9c82e-e835-4b2b-a2aa-f3c35616ca2f" height="1260" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp" width="80.24%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp">Abbildung 3: Preise in CHF/100 g veganer Alternativen im Verhältnis zu tierischen Produkten in Schweizer Supermärkten.</a></figcaption></figure><p>Ergänzend zur Betrachtung einzelner Produkte zeigt der Blick auf die durchschnittliche Preisentwicklung über alle Kategorien, dass die <strong>Preise veganer Fleischalternativen insgesamt stärker gesenkt</strong> wurden als jene der Fleischprodukte. Coop und Migros reduzieren die Preise ihrer veganen Artikel im Schnitt um rund 3 beziehungsweise 2 Prozent, bei Aldi Suisse liegt das Minus sogar bei gut 12 Prozent, während Lidl Schweiz seine veganen Produkte um etwa 4 Prozent verteuert. Bei den Fleischwaren fallen die Anpassungen deutlich kleiner aus: Coop erhöht die Preise im Mittel um rund 1,5 Prozent, Migros um etwa 0,3 Prozent, während Aldi Suisse seine Fleischprodukte im Schnitt um knapp 1,6 Prozent und Lidl Schweiz um rund 0,6 Prozent senkt.</p><figure role="group" class="align-center"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstigste_Produkte_nach_Kategorie.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="39e6ecbe-1012-43f8-9c3f-b7ce3d66f542" height="1949" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstigste_Produkte_nach_Kategorie.webp" width="46.42%" /></a> <figcaption><a>Abbildung 4: Günstigste vegane Alternativen sind bei Aldi Suisse und Lidl Schweiz zu finden.</a></figcaption></figure><p> </p><h4>Stellungnahme der Detailhändler</h4><p>Die analysierten Detailhändler wurden um eine kurze Stellungnahme zu den präsentierten Resultaten und ihrer Preisstrategie bei pflanzlichen Fleischalternativen gebeten. Die folgenden Rückmeldungen fassen die wichtigsten Punkte zusammen.</p><p><strong>Coop</strong> verweist darauf, dass pflanzliche Fleischalternativen aufgrund anderer Produktionsprozesse, höherer Entwicklungs- und Herstellungskosten sowie kleinerer Produktionsmengen nur bedingt mit Fleischprodukten vergleichbar sind. Diese Faktoren beeinflussten die Preise, während Fleischprodukten teils stark schwankende Marktmechanismen zugrunde liegen. Coop betont das Ziel, faire und marktgerechte Preise anzubieten, weist auf den Einfluss der Einkaufspreise bei Markenprodukten hin und hält fest, dass einzelne pflanzliche Alternativen preislich mit Fleisch mithalten oder sogar günstiger sein können.</p><p><strong>Migros</strong> hält fest, dass sich die Preise je nach Kategorie unterschiedlich entwickeln und verweist darauf, dass pflanzliche Alternativen und Fleischprodukte teils unterschiedliche Rohstoffe, Herstellungsverfahren und Beschaffungswege haben. Ziel sei es, den Kundinnen und Kunden sowohl bei Fleischprodukten als auch bei pflanzlichen Alternativen – inklusive der Eigenmarke V‑Love – ein attraktives und breit abgestütztes Angebot zu bieten, wobei die Preise produktbezogen und auf Basis der jeweiligen Kosten- und Nachfragesituation festgelegt werden. Pflanzliche Produkte bleiben laut Migros ein wichtiger Teil des Sortiments, das laufend weiterentwickelt wird, damit die Kundschaft in verschiedenen Preislagen eine gute Auswahl findet; zu möglichen künftigen Preisanpassungen äussere man sich jedoch nicht im Voraus.</p><p><strong>Aldi Suisse</strong> hebt hervor, dass das Unternehmen als Discounter auf gute Qualität zu möglichst tiefen Preisen setzt. Ermöglicht werde dies durch effiziente Prozesse, ein fokussiertes Sortiment und die Weitergabe von Kostenvorteilen an die Kundschaft. Ein direkter Vergleich mit Fleisch sei nur bedingt sinnvoll, insgesamt sieht Aldi jedoch keinen generellen Mehrpreis bei veganen Fleischalternativen und verweist auf ein bewusst ausgewähltes, laufend ausgebautes Sortiment, das durch Aktionen zusätzlich gefördert wird.</p><p><strong>Lidl Schweiz</strong> versteht pflanzliche Proteinquellen als wichtigen Baustein einer bewussten Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet. Gemäss eigener «Protein-Split»-Auswertung liegt der pflanzliche Anteil im Sortiment derzeit bei 18 Prozent und soll bis 2030 auf 20 Prozent steigen, bei Molkereiprodukten ist eine Verdoppelung von 5 auf 10 Prozent pflanzliche Alternativen geplant. Bei der Preisgestaltung betont Lidl die unterschiedlichen Rohstoffmärkte von Fleisch und pflanzlichen Alternativen und stellt Qualität, Textur und Geschmack in den Vordergrund, statt einen aggressiven Preiskampf mit Fleischprodukten zu führen.</p><p> </p><h4>Diskussion &amp; Fazit</h4><p>Der Vergleich der Jahre 2025 und 2026 zeigt, dass der Schweizer Detailhandel sein veganes Angebot zwar ausbaut, dies aber insgesamt in moderatem Tempo tut. Der Preisvergleich 2026 macht sichtbar, dass pflanzliche Alternativen in der Schweiz noch oft teurer sind als Fleisch, <strong>bei gewissen Produkten jedoch je nach Detailhändler deutlich näher an die tierischen Preise heranrücken oder bereits darunter liegen</strong>. Coop und Migros betonen in ihren Stellungnahmen Kostenstrukturen, Produktionsprozesse und den Anspruch auf faire, marktgerechte Preise, während die Zahlen zeigen, dass sie ihre veganen Artikel im Schnitt leicht verbilligen und Fleischprodukte nur geringfügig anpassen. Aldi hebt seine Discount-Strategie und Kostenvorteile hervor und setzt angekündigte Preissenkungen bei veganen Artikeln sichtbar um, während Lidl Schweiz das pflanzliche Sortiment strategisch ausbaut, preislich aber vorsichtiger agiert und stärker auf Qualitätsargumente verweist. Vor dem Hintergrund einer eher stabilen Zahl vegan und vegetarisch lebender Personen und leicht rückläufiger Verkäufe von Fleischalternativen justieren die Detailhändler ihre Sortimente und Preise gezielt, setzen aber<strong> noch keinen breit abgestützten Wachstumsschub</strong> hin zu durchgehend günstigeren pflanzlichen Alternativen in Gang. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet dies, dass sich der<strong> Griff zu pflanzlichen Optionen finanziell immer häufiger lohnt</strong>, insbesondere wenn<strong> Preise bewusst verglichen und günstige Eigenmarken sowie Discounter genutzt werden</strong>.</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Methodik</h3><p>Die Datenerhebung erfolgte überwiegend online in Kalenderwoche 16 (2026). Einzelne Produkte wurden ergänzend direkt im Geschäft erfasst, wenn sie online nicht verfügbar waren. Für den Preisvergleich wurde jeweils das günstigste und das teuerste Produkt pro Kategorie berücksichtigt – sowohl für tierische als auch für pflanzliche Varianten. Aus diesen beiden Werten wurde ein Mittelwert gebildet. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, wurde versucht, dieselben Produkte zu berücksichtigen. Da einige Artikel nicht mehr im Sortiment waren, wurden in solchen Fällen möglichst ähnliche Alternativen gewählt.</p></div><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Limitationen</h3><p>Der Swissveg-Vergleich stellt eine Momentaufnahme dar. Saisonale Preisschwankungen wurden nicht berücksichtigt. Die Datenerhebung erfolgte online bei Coop und Migros sowie vor Ort bei Aldi Suisse und Lidl Schweiz. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Produkte (etwa aufgrund weniger auffälliger Platzierung) übersehen wurden. Zudem bestehen teilweise Abweichungen zwischen den berücksichtigten Produkten im Vergleich zum Vorjahr.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><p style="margin-bottom:0cm;"><a href="https://www.swissveg.ch/de/preisvergleich-2025" target="_blank">Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2025</a></p></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/swissveg-analyse-statistiken-2025" target="_blank">Swissveg-Analyse 2025: Wie steht es um die Anzahl Veganer und Vegetarier?</a></li></ul></div> Fri, 19 Jun 2026 08:19:39 +0000 Joelle 4210 at https://www.swissveg.ch