Joelle's blog https://www.swissveg.ch/en en Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2026 https://www.swissveg.ch/de/preisvergleich-fleischalternativen-2026 <span>Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2026</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Fri, 06/19/2026 - 10:19</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Seit der letztjährigen Swissveg-Auswertung 2025 hat sich der Markt für pflanzliche Fleischalternativen weiterentwickelt und die Diskussion um faire Preise für pflanzliche und tierische Produkte hat zusätzlich an Dynamik gewonnen. In den vergangenen Jahren haben sich die Regale der Detailhändler spürbar mit veganen Produkten gefüllt. Gleichzeitig schwankt der Anteil vegetarisch und vegan lebender Menschen leicht, was zeigt, dass Preisfragen und Kaufgewohnheiten weiterhin eine zentrale Rolle spielen. Vor diesem Hintergrund untersucht Swissveg regelmässig, wie sich die Preise von Fleisch und pflanzlichen Alternativen in der Schweiz entwickeln. Der aktuelle Report knüpft an die letztjährige Auswertung an und beleuchtet, wie sich Angebot, Nachfrage und Preisstruktur seit 2025 verändert haben.</p><h4>Rückblick Preisvergleich 2025 und Markttrend</h4><p>Die letztjährige Analyse zeigte, dass pflanzliche Fleischalternativen in der Schweiz je nach Produktkategorie noch immer teurer sind als die entsprechenden tierischen Produkte.<strong> Günstige Eigenmarken wie M-Budget oder Prix Garantie</strong> konnten diesen Preisaufschlag teilweise abfedern und sorgten in einzelnen Kategorien sogar für Preisparität oder leicht tiefere Preise. Insgesamt betonten die befragten Detailhändler, dass in den kommenden Jahren weitere Preissenkungen sowie eine Ausweitung des pflanzlichen Sortiments zu erwarten seien. Im Warenkorbvergleich kamen insbesondere Discounter gut weg, die mit tiefen Preisen bei pflanzlichen Produkten nahe an die Kosten für Fleisch herankamen. Ein besonderes Augenmerk lag bereits damals auf <strong>Aldi Suisse</strong>, wo ab 2026 ein gemeinsam mit Swissveg entwickeltes rein veganes Basissortiment dauerhaft erhältlich sein soll.</p><p> </p><h4>MACH-Umfrage 2025</h4><p>Gemäss der aktuellen <a href="https://wemf.ch/de/medienstudien/intramediastudien/mach-consumer/" target="_blank">MACH-Umfrage</a> ernähren sich 2025 rund 5,0 Prozent der Bevölkerung vegetarisch oder vegan, nach einem Höchststand von 5,3 Prozent im Vorjahr. Dieser leichte Rückgang deutet darauf hin, dass sich der starke Aufwärtstrend der letzten Jahre vorerst stabilisiert hat. Gleichzeitig greifen immer mehr Menschen unabhängig von ihrer grundsätzlichen Ernährungsweise zu pflanzlichen Alternativen. Bereits 55 Prozent der Gesamtbevölkerung konsumieren Fleischalternativen und 38,5 Prozent nutzen Milchalternativen. Diese Zahlen zeigen, dass <strong>vegane Produkte in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind</strong> und längst nicht mehr nur für eine klar definierte vegane oder vegetarische Zielgruppe relevant sind. Wie sich diese breite, flexitarisch geprägte Nachfrage weiterentwickelt, wird entscheidend dafür sein, wohin sich die Preise künftig bewegen. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob und wie der Detailhandel im Jahr 2026 bereits auf diese veränderte Nachfrage reagiert hat.</p><p> </p><h4>Detailhändler unter der Lupe</h4><p>Für den Preisvergleich 2026 wurden wie im Vorjahr die Sortimente von Fleisch und pflanzlichen Fleischalternativen bei <strong>Coop</strong>, <strong>Migros</strong>, <strong>Aldi Suisse</strong> und <strong>Lidl Schweiz</strong> untersucht. Dabei wurden pro Kategorie jeweils die günstigsten und teuersten Produkte erfasst, um die Preisunterschiede zwischen tierischen und pflanzlichen Varianten möglichst vergleichbar abzubilden.</p><p> </p><figure role="group" class="align-center"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="35e61176-64ab-488e-9356-87fadc35e92c" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp" width="80%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleisch_Alternativen_2026.webp">Abbildung 1: Darstellung der durchschnittlichen Verkaufspreise von tierischen Fleischwaren und veganen Alternativen (CHF/100 g) bei Coop, Migros, Aldi Suisse und Lidl Schweiz im Jahr 2026, aufgeschlüsselt nach Produktkategorien Aufschnitt, Bratwurst, Burger, Fischstäbchen, Geschnetzeltes, Hackfleisch und paniertes Schnitzel.</a></figcaption></figure><p> </p><p>Die erfassten Preise für 2026 zeigen, dass pflanzliche Alternativen je nach Händler und Produktkategorie weiterhin unterschiedlich stark über oder unter den Preisen der tierischen Vertreter liegen. Bei Lidl Schweiz und Aldi Suisse bewegen sich die Preisunterschiede meist in einem moderaten Bereich, einzelne vegane Produkte wie Hackfleisch sind dort bereits um ein Vielfaches günstiger als das tierische Pendant. In der Migros fällt insbesondere der vegane Aufschnitt deutlich teurer aus als die tierische Variante, während bei Coop mehrere vegane Produkte wie Aufschnitt oder paniertes Schnitzel Aufschläge von teils über einem Franken pro 100 Gramm aufweisen. Insgesamt wird damit klar, dass die Wahl der Verkaufsstelle einen erheblichen Einfluss darauf hat, ob sich pflanzliche Alternativen für Konsumentinnen und Konsumenten preislich lohnen.</p><p> </p><figure role="group"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="5b0c0473-7111-4ff4-84f0-5d00a808fd32" height="2946" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp" width="80.24%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Preisvergleich_Retailer_Fleischalternativen_2026_2025.webp">Abbildung 2: Darstellung der durchschnittlichen Verkaufspreise veganer Fleischalternativen (CHF/100 g) bei Coop, Migros, Aldi Suisse und Lidl Schweiz in den Jahren 2025 und 2026, aufgeschlüsselt nach Produktkategorien Aufschnitt, Bratwurst, Burger, Fischstäbchen, Geschnetzeltes, Hackfleisch und paniertes Schnitzel.</a></figcaption></figure><p> </p><p>Die Auswertung der Produktpreise zeigt, dass sich das generelle Preisniveau sowohl bei veganen Fleischalternativen als auch bei Fleischwaren tierischen Ursprungs zwischen 2025 und 2026 nur moderat verändert hat. Insgesamt sind eher feine Anpassungen in einzelnen Kategorien erkennbar als grundlegende Verschiebungen. Bei den veganen Produkten bleiben viele Artikel über alle Händler hinweg preislich stabil, einzelne Kategorien werden jedoch spürbar günstiger oder teurer. Auffällig ist insbesondere Aldi Suisse, wo veganes Geschnetzeltes von rund 2,45 auf etwa 1,28 Franken pro 100 Gramm fällt, das Hackfleisch von circa 1,70 auf 1,25 Franken sinkt und panierte Schnitzel von 1,43 auf 1,28 Franken günstiger werden. Auch bei Migros und Coop kommt es zu punktuellen Preissenkungen etwa bei Bratwürsten, Aufschnitt oder Hackfleisch, während andere Kategorien je nach Händler leicht steigen oder sinken. Lidl Schweiz zeigt insgesamt stabile bis steigende Preise: Während Aufschnitt und Burger auf Vorjahresniveau bleiben, verteuern sich insbesondere Bratwürste (von 1,59 auf 2,11 Franken pro 100 Gramm) deutlich, und auch Hackfleisch sowie panierte Schnitzel werden etwas teurer.</p><p> </p><p>Die detaillierte Auswertung der Preisunterschiede nach Kategorien zeigt zusätzlich, dass<strong> veganes Hackfleisch </strong>und<strong> vegane unpanierte Burger</strong> <strong>in allen vier Detailhändlern deutlich günstiger sind als die entsprechenden Fleischprodukte</strong>. Die absolut günstigsten veganen Angebote jeder Kategorie finden sich jeweils bei Aldi Suisse oder Lidl Schweiz, was ihre Rolle als preisliche Anlaufstelle für pflanzliche Produkte unterstreicht. Die stärksten Aufschläge für vegane Varianten treten bei den Fischstäbchen im Coop und beim Aufschnitt in der Migros auf, wo die pflanzlichen Produkte jeweils mehr als doppelt so teuer sind wie die tierischen. Auffällig ist zudem, dass ausgerechnet die veganen Fischstäbchen in der Migros im direkten Vergleich klar günstiger sind als die Variante aus Fisch.</p><p> </p><figure role="group"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="1ca9c82e-e835-4b2b-a2aa-f3c35616ca2f" height="1260" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp" width="80.24%" /></a> <figcaption><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstiger.webp">Abbildung 3: Preise in CHF/100 g veganer Alternativen im Verhältnis zu tierischen Produkten in Schweizer Supermärkten.</a></figcaption></figure><p>Ergänzend zur Betrachtung einzelner Produkte zeigt der Blick auf die durchschnittliche Preisentwicklung über alle Kategorien, dass die <strong>Preise veganer Fleischalternativen insgesamt stärker gesenkt</strong> wurden als jene der Fleischprodukte. Coop und Migros reduzieren die Preise ihrer veganen Artikel im Schnitt um rund 3 beziehungsweise 2 Prozent, bei Aldi Suisse liegt das Minus sogar bei gut 12 Prozent, während Lidl Schweiz seine veganen Produkte um etwa 4 Prozent verteuert. Bei den Fleischwaren fallen die Anpassungen deutlich kleiner aus: Coop erhöht die Preise im Mittel um rund 1,5 Prozent, Migros um etwa 0,3 Prozent, während Aldi Suisse seine Fleischprodukte im Schnitt um knapp 1,6 Prozent und Lidl Schweiz um rund 0,6 Prozent senkt.</p><figure role="group" class="align-center"><a href="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstigste_Produkte_nach_Kategorie.webp"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="39e6ecbe-1012-43f8-9c3f-b7ce3d66f542" height="1949" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-06/Preisvergleich_Fleischaltern_Alternativen_Guenstigste_Produkte_nach_Kategorie.webp" width="46.42%" /></a> <figcaption><a>Abbildung 4: Günstigste vegane Alternativen sind bei Aldi Suisse und Lidl Schweiz zu finden.</a></figcaption></figure><p> </p><h4>Stellungnahme der Detailhändler</h4><p>Die analysierten Detailhändler wurden um eine kurze Stellungnahme zu den präsentierten Resultaten und ihrer Preisstrategie bei pflanzlichen Fleischalternativen gebeten. Die folgenden Rückmeldungen fassen die wichtigsten Punkte zusammen.</p><p><strong>Coop</strong> verweist darauf, dass pflanzliche Fleischalternativen aufgrund anderer Produktionsprozesse, höherer Entwicklungs- und Herstellungskosten sowie kleinerer Produktionsmengen nur bedingt mit Fleischprodukten vergleichbar sind. Diese Faktoren beeinflussten die Preise, während Fleischprodukten teils stark schwankende Marktmechanismen zugrunde liegen. Coop betont das Ziel, faire und marktgerechte Preise anzubieten, weist auf den Einfluss der Einkaufspreise bei Markenprodukten hin und hält fest, dass einzelne pflanzliche Alternativen preislich mit Fleisch mithalten oder sogar günstiger sein können.</p><p><strong>Migros</strong> hält fest, dass sich die Preise je nach Kategorie unterschiedlich entwickeln und verweist darauf, dass pflanzliche Alternativen und Fleischprodukte teils unterschiedliche Rohstoffe, Herstellungsverfahren und Beschaffungswege haben. Ziel sei es, den Kundinnen und Kunden sowohl bei Fleischprodukten als auch bei pflanzlichen Alternativen – inklusive der Eigenmarke V‑Love – ein attraktives und breit abgestütztes Angebot zu bieten, wobei die Preise produktbezogen und auf Basis der jeweiligen Kosten- und Nachfragesituation festgelegt werden. Pflanzliche Produkte bleiben laut Migros ein wichtiger Teil des Sortiments, das laufend weiterentwickelt wird, damit die Kundschaft in verschiedenen Preislagen eine gute Auswahl findet; zu möglichen künftigen Preisanpassungen äussere man sich jedoch nicht im Voraus.</p><p><strong>Aldi Suisse</strong> hebt hervor, dass das Unternehmen als Discounter auf gute Qualität zu möglichst tiefen Preisen setzt. Ermöglicht werde dies durch effiziente Prozesse, ein fokussiertes Sortiment und die Weitergabe von Kostenvorteilen an die Kundschaft. Ein direkter Vergleich mit Fleisch sei nur bedingt sinnvoll, insgesamt sieht Aldi jedoch keinen generellen Mehrpreis bei veganen Fleischalternativen und verweist auf ein bewusst ausgewähltes, laufend ausgebautes Sortiment, das durch Aktionen zusätzlich gefördert wird.</p><p><strong>Lidl Schweiz</strong> versteht pflanzliche Proteinquellen als wichtigen Baustein einer bewussten Ernährung im Sinne der Planetary Health Diet. Gemäss eigener «Protein-Split»-Auswertung liegt der pflanzliche Anteil im Sortiment derzeit bei 18 Prozent und soll bis 2030 auf 20 Prozent steigen, bei Molkereiprodukten ist eine Verdoppelung von 5 auf 10 Prozent pflanzliche Alternativen geplant. Bei der Preisgestaltung betont Lidl die unterschiedlichen Rohstoffmärkte von Fleisch und pflanzlichen Alternativen und stellt Qualität, Textur und Geschmack in den Vordergrund, statt einen aggressiven Preiskampf mit Fleischprodukten zu führen.</p><p> </p><h4>Diskussion &amp; Fazit</h4><p>Der Vergleich der Jahre 2025 und 2026 zeigt, dass der Schweizer Detailhandel sein veganes Angebot zwar ausbaut, dies aber insgesamt in moderatem Tempo tut. Der Preisvergleich 2026 macht sichtbar, dass pflanzliche Alternativen in der Schweiz noch oft teurer sind als Fleisch, <strong>bei gewissen Produkten jedoch je nach Detailhändler deutlich näher an die tierischen Preise heranrücken oder bereits darunter liegen</strong>. Coop und Migros betonen in ihren Stellungnahmen Kostenstrukturen, Produktionsprozesse und den Anspruch auf faire, marktgerechte Preise, während die Zahlen zeigen, dass sie ihre veganen Artikel im Schnitt leicht verbilligen und Fleischprodukte nur geringfügig anpassen. Aldi hebt seine Discount-Strategie und Kostenvorteile hervor und setzt angekündigte Preissenkungen bei veganen Artikeln sichtbar um, während Lidl Schweiz das pflanzliche Sortiment strategisch ausbaut, preislich aber vorsichtiger agiert und stärker auf Qualitätsargumente verweist. Vor dem Hintergrund einer eher stabilen Zahl vegan und vegetarisch lebender Personen und leicht rückläufiger Verkäufe von Fleischalternativen justieren die Detailhändler ihre Sortimente und Preise gezielt, setzen aber<strong> noch keinen breit abgestützten Wachstumsschub</strong> hin zu durchgehend günstigeren pflanzlichen Alternativen in Gang. Für Konsumentinnen und Konsumenten bedeutet dies, dass sich der<strong> Griff zu pflanzlichen Optionen finanziell immer häufiger lohnt</strong>, insbesondere wenn<strong> Preise bewusst verglichen und günstige Eigenmarken sowie Discounter genutzt werden</strong>.</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Methodik</h3><p>Die Datenerhebung erfolgte überwiegend online in Kalenderwoche 16 (2026). Einzelne Produkte wurden ergänzend direkt im Geschäft erfasst, wenn sie online nicht verfügbar waren. Für den Preisvergleich wurde jeweils das günstigste und das teuerste Produkt pro Kategorie berücksichtigt – sowohl für tierische als auch für pflanzliche Varianten. Aus diesen beiden Werten wurde ein Mittelwert gebildet. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, wurde versucht, dieselben Produkte zu berücksichtigen. Da einige Artikel nicht mehr im Sortiment waren, wurden in solchen Fällen möglichst ähnliche Alternativen gewählt.</p></div><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Limitationen</h3><p>Der Swissveg-Vergleich stellt eine Momentaufnahme dar. Saisonale Preisschwankungen wurden nicht berücksichtigt. Die Datenerhebung erfolgte online bei Coop und Migros sowie vor Ort bei Aldi Suisse und Lidl Schweiz. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Produkte (etwa aufgrund weniger auffälliger Platzierung) übersehen wurden. Zudem bestehen teilweise Abweichungen zwischen den berücksichtigten Produkten im Vergleich zum Vorjahr.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><p style="margin-bottom:0cm;"><a href="https://www.swissveg.ch/de/preisvergleich-2025" target="_blank">Pflanzlich vs. Tierisch: Der Swissveg-Preisvergleich 2025</a></p></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/swissveg-analyse-statistiken-2025" target="_blank">Swissveg-Analyse 2025: Wie steht es um die Anzahl Veganer und Vegetarier?</a></li></ul></div> Fri, 19 Jun 2026 08:19:39 +0000 Joelle 4210 at https://www.swissveg.ch Das Paradox des Feuers https://www.swissveg.ch/de/faszination-feuer <span>The paradox of fire</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Wed, 05/27/2026 - 10:13</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Fire has fascinated us for thousands of years. A flickering campfire, the soft crackling of wood, the dancing flames – all of this feels calming, almost hypnotic. Objectively, though, fire is a danger, and yet we feel safe in its presence, protected and often unusually relaxed. This apparent paradox is no coincidence. It is deeply rooted in our evolutionary history.</p><h4>How it all began with fire</h4><p>For our ancestors, fire was much more than a source of warmth. It extended the day, offered protection from predators, made food easier to digest, and enabled survival in colder regions. At the same time, it became a social centre. People gathered around the fire to share food, stories, and experiences. Over countless generations, these evenings in the firelight shaped how we live together, how we tell stories, and how we build trust. Traces of this still influence our behaviour and our feelings today.</p><p>&nbsp;</p><h4>When research looks into the flame</h4><p>Today we know that this combination of sensory impressions and togetherness has a measurable effect on the body. It helps us wind down, lowers blood pressure, and promotes relaxation, especially when we do not only see the fire but also hear it. In one study, researchers showed volunteers different videos. Participants watched, for example, a fire without sound, a version with the typical crackling and flame noises, and neutral scenes without fire. Blood pressure was measured before and after each clip. The strongest effect came from the scene in which the flames were visible and the fire could be heard at the same time. This vivid mix of light, movement, and sound lowered blood pressure the most and helped people noticeably relax.<sup>1</sup></p><p>Other work highlights above all the social aspect of the fire. Field studies among hunter-gatherer communities show that conversations by the fire differ from those held during the day. There is less talk about daily organisation and more about stories, shared memories, and topics that hold a group together. Recent research reviews also suggest that these evenings by the fire likely shaped our storytelling culture. Around the fire, people shared not only meals but also experiences and ideas. It was a training ground for language, empathy, and a sense of community, whose echoes we still feel today when we sit together by the fire.<sup>2</sup></p><p>&nbsp;</p><h4>Why we still love sitting by the fire</h4><p>Even though we no longer fear sabre-toothed tigers or sit in the dark without electricity, this ancient program inside us still runs. When we stand with friends by the fire, watch the flames, and listen to the crackling, our brain responds in a similar way as it once did: danger kept at bay, group present, food within reach, everything is fine. The campfire or grill becomes a modern successor to the Stone Age hearth, a familiar ritual that briefly takes us out of everyday life.</p><p>Perhaps it is precisely this special state that makes conversations by the fire so unique. People speak more slowly, listen more, and can share comfortable silences without it feeling awkward. The dancing flames give our gaze a calm anchor while the mind takes a breath. Fire creates a small space of closeness and connection. In this space, the question arises of what we want to preserve in this ritual and what can change over time.</p><p>&nbsp;</p><h4>A ritual in transition</h4><p>For many people, grilling is part of these moments, firmly linked to summer evenings and long conversations. At the same time, more and more people are starting to question what actually ends up on the grill. Shared meals by the fire stand for closeness, exchange, and connection, and these values are difficult to reconcile with the suffering behind animal products from industrial slaughterhouses.</p><p>The ritual itself does not have to change. It is more about what we bring to it. <a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign">Vegetables, plant-based alternatives, and creative grilling ideas</a> can deliver just as much roasted flavour, variety, and enjoyment on the plate, while what matters most remains the same: sitting together, the crackling, the smell. What shifts is the decision behind it. Perhaps this is the next step in the evolution of an ancient instinct: not only to survive together, but to enjoy together consciously and to include other living beings in that consideration. The fire remains the same, but we can choose anew what we make of it.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Lynn CD, 2014. Hearth and Campfire Influences on Arterial Blood Pressure: Defraying the Costs of the Social Brain through Fireside Relaxation - Christopher Dana Lynn, 2014. Evolutionary Psychology. Abgerufen am 16.04.2026, <a href="https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/147470491401200509">https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/147470491401200509</a></li><li>Wiessner PW, 2014. Embers of society: Firelight talk among the Ju/’hoansi Bushmen. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 111 (39), 14027–14035. <a href="https://doi.org/10.1073/pnas.1404212111">https://doi.org/10.1073/pnas.1404212111</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign">Our barbecue campaign</a></li></ul></div> Fri, 29 May 2026 09:28:33 +0000 Joelle 4194 at https://www.swissveg.ch Was steckt hinter dem Duft von Grilliertem? https://www.swissveg.ch/de/maillard-grill <span>What’s behind the smell of grilled food?</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Fri, 05/29/2026 - 09:48</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">A cold drink in hand, the sun on your face, and the familiar smell of food on the grill in the air mark the beginning of summer for many people. Today, grilling is about far more than simply preparing food. It represents shared experiences, social gatherings, and the enjoyment of eating together. But what exactly happens when heat meets food? Where do the aroma, flavor, and appetizing browning we associate with grilling come from?</p><h4>Why grilled food tastes so good</h4><p>The characteristic flavor of grilled food is largely created by the Maillard reaction. This process was first described in 1912 by the French chemist Louis Camille Maillard. It occurs when amino acids, the building blocks of proteins, react with sugars as food is heated.¹ This produces hundreds of flavor compounds that are responsible for the golden-brown color and the distinctive roasted aromas. At the same time, texture and mouthfeel change, creating the savory, grilled sensation we recognize. Importantly, this reaction is not limited to meat. It takes place wherever the right components are present, including in plant-based foods. Whether baking bread, roasting nuts, or searing vegetables, the Maillard reaction is behind many of the flavors we find especially appealing.</p><p> </p><h4>Roasted flavors can be plant-based</h4><p>Grilling shows just how versatile plant-based ingredients can be. Vegetables, tofu, and plant-based alternatives all provide excellent conditions for developing rich roasted flavors without any animal products. The grill quickly becomes a colorful mix of different shapes, textures, and ingredients. Our recipes and grilling videos with <a href="https://www.linkedin.com/in/thomas-gl%C3%A4ssing-b822391a6/" target="_blank">Thomas Glässing</a> on <a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign" target="_blank">our campaign page</a> and social media channels show just how varied this can be in practice.</p><figure role="group"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="20b72476-79e0-4f45-b981-8a3b7fd30595" height="1891" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Grillrezepte_Thurgauer_Most_Bratwurst_im_Weggen.webp" width="58.79%" /><figcaption>Figure 1: Thurgau cider bratwurst in a roll. A regionally inspired, all-plant-based barbecue treat by Thomas Glässing for our 2026 barbecue campaign.</figcaption></figure><p>With a few simple tips, plant-based ingredients can really stand out on the grill. Vegetables such as zucchini, eggplant, or mushrooms contain a lot of water, which can slow down browning at first. Lightly salting them beforehand, letting them sit briefly, and then patting them dry helps a flavorful crust form more quickly. Thin slices or skewers work best over direct heat, while larger items like corn on the cob or whole peppers cook more evenly over indirect heat and stay juicy inside.</p><p>Marinades also play an important role in flavor. Combinations of oil, acid, and spices enhance taste and support browning. Ingredients such as soy sauce, miso paste, or tomato paste work especially well because they naturally contain sugars and amino acids that promote roasted flavors. Herbs, smoked salt, or a bit of garlic can further refine the taste. Firm tofu absorbs marinades particularly well if it is lightly pressed beforehand. Plant-based foods also have an advantage: they generally produce fewer heterocyclic aromatic amines, compounds associated with an increased cancer risk, than meat cooked at high temperatures.<sup>2</sup></p><h4><br />Enjoyment with awareness</h4><p>Grilling is not just about taste. It is also about bringing people together. Many associate it with shared evenings, conversations, and enjoying different dishes. Plant-based ingredients offer plenty of possibilities. They combine well, bring a variety of textures to the plate, and make it easy to create a diverse grill menu. In this way, the grill becomes a place where variety and shared experiences come together, and where enjoyment can go hand in hand with a respectful approach to all living beings. Rich roasted flavors are not a privilege of meat. They arise from heat, the right ingredients, and a bit of patience.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>El Hosry L, Elias V, Chamoun V, Halawi M, Cayot P, Nehme A, Bou-Maroun E, 2025. Maillard Reaction: Mechanism, Influencing Parameters, Advantages, Disadvantages, and Food Industrial Applications: A Review. Foods, 14 (11), 1881. <a href="https://doi.org/10.3390/foods14111881">https://doi.org/10.3390/foods14111881</a></li><li>Nadeem HR, Akhtar S, Ismail T, Sestili P, Lorenzo JM, Ranjha MMAN, Jooste L, Hano C, Aadil RM, 2021. Heterocyclic Aromatic Amines in Meat: Formation, Isolation, Risk Assessment, and Inhibitory Effect of Plant Extracts. Foods, 10 (7), 1466. <a href="https://doi.org/10.3390/foods10071466">https://doi.org/10.3390/foods10071466</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign" target="_blank">Our barbecue campaign</a></li></ul></div> Wed, 27 May 2026 10:54:29 +0000 Joelle 4195 at https://www.swissveg.ch Was steckt hinter dem Duft von Grilliertem? https://www.swissveg.ch/de/maillard-grill <span>What’s behind the smell of grilled food?</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Fri, 05/29/2026 - 09:48</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">A cold drink in hand, the sun on your face, and the familiar smell of food on the grill in the air mark the beginning of summer for many people. Today, grilling is about far more than simply preparing food. It represents shared experiences, social gatherings, and the enjoyment of eating together. But what exactly happens when heat meets food? Where do the aroma, flavor, and appetizing browning we associate with grilling come from?</p><h4>Why grilled food tastes so good</h4><p>The characteristic flavor of grilled food is largely created by the Maillard reaction. This process was first described in 1912 by the French chemist Louis Camille Maillard. It occurs when amino acids, the building blocks of proteins, react with sugars as food is heated.¹ This produces hundreds of flavor compounds that are responsible for the golden-brown color and the distinctive roasted aromas. At the same time, texture and mouthfeel change, creating the savory, grilled sensation we recognize. Importantly, this reaction is not limited to meat. It takes place wherever the right components are present, including in plant-based foods. Whether baking bread, roasting nuts, or searing vegetables, the Maillard reaction is behind many of the flavors we find especially appealing.</p><p> </p><h4>Roasted flavors can be plant-based</h4><p>Grilling shows just how versatile plant-based ingredients can be. Vegetables, tofu, and plant-based alternatives all provide excellent conditions for developing rich roasted flavors without any animal products. The grill quickly becomes a colorful mix of different shapes, textures, and ingredients. Our recipes and grilling videos with <a href="https://www.linkedin.com/in/thomas-gl%C3%A4ssing-b822391a6/" target="_blank">Thomas Glässing</a> on <a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign" target="_blank">our campaign page</a> and social media channels show just how varied this can be in practice.</p><figure role="group"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="20b72476-79e0-4f45-b981-8a3b7fd30595" height="1891" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-05/Grillrezepte_Thurgauer_Most_Bratwurst_im_Weggen.webp" width="58.79%" /><figcaption>Figure 1: Thurgau cider bratwurst in a roll. A regionally inspired, all-plant-based barbecue treat by Thomas Glässing for our 2026 barbecue campaign.</figcaption></figure><p>With a few simple tips, plant-based ingredients can really stand out on the grill. Vegetables such as zucchini, eggplant, or mushrooms contain a lot of water, which can slow down browning at first. Lightly salting them beforehand, letting them sit briefly, and then patting them dry helps a flavorful crust form more quickly. Thin slices or skewers work best over direct heat, while larger items like corn on the cob or whole peppers cook more evenly over indirect heat and stay juicy inside.</p><p>Marinades also play an important role in flavor. Combinations of oil, acid, and spices enhance taste and support browning. Ingredients such as soy sauce, miso paste, or tomato paste work especially well because they naturally contain sugars and amino acids that promote roasted flavors. Herbs, smoked salt, or a bit of garlic can further refine the taste. Firm tofu absorbs marinades particularly well if it is lightly pressed beforehand. Plant-based foods also have an advantage: they generally produce fewer heterocyclic aromatic amines, compounds associated with an increased cancer risk, than meat cooked at high temperatures.<sup>2</sup></p><h4><br />Enjoyment with awareness</h4><p>Grilling is not just about taste. It is also about bringing people together. Many associate it with shared evenings, conversations, and enjoying different dishes. Plant-based ingredients offer plenty of possibilities. They combine well, bring a variety of textures to the plate, and make it easy to create a diverse grill menu. In this way, the grill becomes a place where variety and shared experiences come together, and where enjoyment can go hand in hand with a respectful approach to all living beings. Rich roasted flavors are not a privilege of meat. They arise from heat, the right ingredients, and a bit of patience.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>El Hosry L, Elias V, Chamoun V, Halawi M, Cayot P, Nehme A, Bou-Maroun E, 2025. Maillard Reaction: Mechanism, Influencing Parameters, Advantages, Disadvantages, and Food Industrial Applications: A Review. Foods, 14 (11), 1881. <a href="https://doi.org/10.3390/foods14111881">https://doi.org/10.3390/foods14111881</a></li><li>Nadeem HR, Akhtar S, Ismail T, Sestili P, Lorenzo JM, Ranjha MMAN, Jooste L, Hano C, Aadil RM, 2021. Heterocyclic Aromatic Amines in Meat: Formation, Isolation, Risk Assessment, and Inhibitory Effect of Plant Extracts. Foods, 10 (7), 1466. <a href="https://doi.org/10.3390/foods10071466">https://doi.org/10.3390/foods10071466</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign" target="_blank">Our barbecue campaign</a></li></ul></div> Wed, 27 May 2026 10:54:29 +0000 Joelle 4195 at https://www.swissveg.ch Das Paradox des Feuers https://www.swissveg.ch/de/faszination-feuer <span>The paradox of fire</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Wed, 05/27/2026 - 10:13</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Fire has fascinated us for thousands of years. A flickering campfire, the soft crackling of wood, the dancing flames – all of this feels calming, almost hypnotic. Objectively, though, fire is a danger, and yet we feel safe in its presence, protected and often unusually relaxed. This apparent paradox is no coincidence. It is deeply rooted in our evolutionary history.</p><h4>How it all began with fire</h4><p>For our ancestors, fire was much more than a source of warmth. It extended the day, offered protection from predators, made food easier to digest, and enabled survival in colder regions. At the same time, it became a social centre. People gathered around the fire to share food, stories, and experiences. Over countless generations, these evenings in the firelight shaped how we live together, how we tell stories, and how we build trust. Traces of this still influence our behaviour and our feelings today.</p><p>&nbsp;</p><h4>When research looks into the flame</h4><p>Today we know that this combination of sensory impressions and togetherness has a measurable effect on the body. It helps us wind down, lowers blood pressure, and promotes relaxation, especially when we do not only see the fire but also hear it. In one study, researchers showed volunteers different videos. Participants watched, for example, a fire without sound, a version with the typical crackling and flame noises, and neutral scenes without fire. Blood pressure was measured before and after each clip. The strongest effect came from the scene in which the flames were visible and the fire could be heard at the same time. This vivid mix of light, movement, and sound lowered blood pressure the most and helped people noticeably relax.<sup>1</sup></p><p>Other work highlights above all the social aspect of the fire. Field studies among hunter-gatherer communities show that conversations by the fire differ from those held during the day. There is less talk about daily organisation and more about stories, shared memories, and topics that hold a group together. Recent research reviews also suggest that these evenings by the fire likely shaped our storytelling culture. Around the fire, people shared not only meals but also experiences and ideas. It was a training ground for language, empathy, and a sense of community, whose echoes we still feel today when we sit together by the fire.<sup>2</sup></p><p>&nbsp;</p><h4>Why we still love sitting by the fire</h4><p>Even though we no longer fear sabre-toothed tigers or sit in the dark without electricity, this ancient program inside us still runs. When we stand with friends by the fire, watch the flames, and listen to the crackling, our brain responds in a similar way as it once did: danger kept at bay, group present, food within reach, everything is fine. The campfire or grill becomes a modern successor to the Stone Age hearth, a familiar ritual that briefly takes us out of everyday life.</p><p>Perhaps it is precisely this special state that makes conversations by the fire so unique. People speak more slowly, listen more, and can share comfortable silences without it feeling awkward. The dancing flames give our gaze a calm anchor while the mind takes a breath. Fire creates a small space of closeness and connection. In this space, the question arises of what we want to preserve in this ritual and what can change over time.</p><p>&nbsp;</p><h4>A ritual in transition</h4><p>For many people, grilling is part of these moments, firmly linked to summer evenings and long conversations. At the same time, more and more people are starting to question what actually ends up on the grill. Shared meals by the fire stand for closeness, exchange, and connection, and these values are difficult to reconcile with the suffering behind animal products from industrial slaughterhouses.</p><p>The ritual itself does not have to change. It is more about what we bring to it. <a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign">Vegetables, plant-based alternatives, and creative grilling ideas</a> can deliver just as much roasted flavour, variety, and enjoyment on the plate, while what matters most remains the same: sitting together, the crackling, the smell. What shifts is the decision behind it. Perhaps this is the next step in the evolution of an ancient instinct: not only to survive together, but to enjoy together consciously and to include other living beings in that consideration. The fire remains the same, but we can choose anew what we make of it.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Lynn CD, 2014. Hearth and Campfire Influences on Arterial Blood Pressure: Defraying the Costs of the Social Brain through Fireside Relaxation - Christopher Dana Lynn, 2014. Evolutionary Psychology. Abgerufen am 16.04.2026, <a href="https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/147470491401200509">https://journals.sagepub.com/doi/full/10.1177/147470491401200509</a></li><li>Wiessner PW, 2014. Embers of society: Firelight talk among the Ju/’hoansi Bushmen. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 111 (39), 14027–14035. <a href="https://doi.org/10.1073/pnas.1404212111">https://doi.org/10.1073/pnas.1404212111</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign">Our barbecue campaign</a></li></ul></div> Fri, 29 May 2026 09:28:33 +0000 Joelle 4194 at https://www.swissveg.ch Der Grill: Die letzte Bastion klassischer Männlichkeit? https://www.swissveg.ch/de/maennlichkeit-grill <span>The grill: the last bastion of traditional masculinity?</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Tue, 05/26/2026 - 10:28</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Men at the grill, women taking care of the side dishes: it is a scene that plays out thousands of times every summer in Switzerland. Although gender equality is well established in many areas of life, the division of roles at the grill remains remarkably traditional. The man is in charge of the meat, the woman looks after the sides. Is the grill the last bastion of traditional masculinity?&nbsp;</p><p>Men do in fact eat more meat than women. But why is that the case? Researchers have examined how gender equality affects meat consumption.<sup>1</sup> The results are remarkable: in countries with a high degree of gender equality, men ate significantly more meat than women. The researchers explained this by suggesting that women in such countries are more able to consciously choose meat-free options. But this explanation does not go far enough. Men in more equal societies would also have the option of choosing plant-based alternatives. So why do they still do this far too rarely? Several studies indicate that being male and being more affluent are the factors most strongly correlated with high meat consumption. Interestingly, there are three large countries (China, India, and Indonesia) where there are no gender-specific differences in meat consumption.</p><p>&nbsp;</p><h4>So why do men eat more meat than women in the first place?</h4><p>One possible explanation lies less in biological differences and more in social and cultural influences. Meat consumption has long been linked to ideas of strength, performance, and status, traits that are traditionally associated more with masculinity. Several studies show that men are more likely to align their eating habits with these kinds of social expectations. Meat is not just perceived as food but also as a symbol. Plant-based eating, on the other hand, is often associated with concepts such as health, lightness, or sustainability. These are all qualities that are culturally less strongly connected with classic images of masculinity.</p><p>However, these attributions are not given by nature but shaped by society. Nevertheless, they often influence our everyday decisions unconsciously, including when we are grilling. This is precisely why it is worthwhile to rethink the image of “manly grilling.” What is considered self-evident today is often the result of habit and cultural conditioning and cannot be explained by “male biology.”</p><p>&nbsp;</p><h4>Rethink traditions</h4><p>Anyone who ventures into <a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign">plant-based grilling</a> quickly notices that completely new possibilities open up. Using a wide variety of plant-based ingredients such as celeriac, beetroot, or mushrooms, it is possible to prepare hearty dishes with bold flavors that are just as filling and enjoyable as classic meat dishes. And the best part is that much-loved traditions do not have to be abolished, only reimagined. Instead of a rump steak, a juicy vegan burger can go on the grill, or, for vegetable lovers, a beet steak. It is a small swap with a big impact for animals, people, and the environment, which at the same time opens up new worlds of flavor.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Hopwood, C. J., Zizer, J. N., Nissen, A. T., Dillard, C., Thompkins, A. M., Graça, J., Waldhorn, D. R. &amp; Bleidorn, W. (2024). Paradoxical gender effects in meat consumption across cultures. Scientific Reports, 14(1), 13033. <a href="https://doi.org/10.1038/s41598-024-62511-3">https://doi.org/10.1038/s41598-024-62511-3</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/barbecue-campaign">Real men grill plants: our barbecue campaign</a></li></ul></div> Mon, 01 Jun 2026 07:42:49 +0000 Sarah 4197 at https://www.swissveg.ch Vegan und 100 werden – ein Widerspruch? https://www.swissveg.ch/de/altersstudie <span>Vegan und 100 werden – ein Widerspruch?</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Tue, 04/28/2026 - 16:22</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Aktuelle Schlagzeilen klingen, als müssten wir uns irgendwann entscheiden: entweder vegan leben oder gesund alt werden. Doch stimmt das wirklich – oder wird hier aus einzelnen Studien mehr gemacht, als sie tatsächlich aussagen? Wer genauer hinschaut, merkt schnell: Hinter der Diskussion steckt weit mehr als die Frage, ob Fleisch auf den Teller gehört. Es geht um Missverständnisse, alte Vorurteile und darum, was der Körper im Alter wirklich braucht.</p><p>In den vergangenen Wochen ist ein Thema in den Medien verstärkt aufgegriffen worden: Wie realistisch ist es, 100 Jahre alt zu werden – und welche Rolle spielt dabei die Ernährung? Viele Berichte schlagen dabei eine klare Richtung ein: Sie vermitteln den Eindruck, vegan zu leben sei im hohen Alter eher ein Hindernis als ein Vorteil und wir müssen auf tierische Produkte setzen, um wirklich alt zu werden.</p><p>Diese Darstellung stützt sich auf eine Studie mit über 5200 chinesischen Erwachsenen ab 80 Jahren, die über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren in einer Langzeitkohorte beobachtet wurden, also in einer Gruppe von Personen mit gemeinsamen Merkmalen, die über viele Jahre hinweg wiederholt untersucht wird. Analysiert wurde, ob vegan oder vegetarisch lebende Personen seltener 100 Jahre alt werden als Omnivore. Das Ergebnis: Vegetarisch und vegan lebende Teilnehmende hatten (insbesondere in der veganen Gruppe) eine tiefere Wahrscheinlichkeit, das Alter von 100 Jahren zu erreichen. Diese Aussage wurde von manchen Medien so aufbereitet, als zeige die Studie, dass vegane Ernährung generell schlecht für ein langes Leben im Alter sei. Manche Artikel gingen sogar so weit zu schreiben, Menschen sollten im Alter ihre ideologischen Ernährungsvorstellungen zurückstellen.</p><p>Damit wird suggeriert, dass vegan sein und gesund alt werden im Widerspruch ständen. Doch die Studie selbst ist weitaus komplexer und bietet vor allem Anlass zur kritischen Reflexion, nicht zu einer pauschalen Abrechnung mit veganer Ernährung im Alter.</p><p class="text-align-justify" style="orphans:2;widows:2;">&nbsp;</p><h4 class="text-align-justify western" style="line-height:108%;margin-bottom:0.28cm;margin-top:0cm;orphans:2;widows:2;">Die Studie unter der Lupe</h4><p>Die Studie von Li et al. (2026)<sup>1</sup> zeigt zwar einen Zusammenhang zwischen vegetarischer oder veganer Ernährung und einer geringeren Chance, 100 Jahre alt zu werden, sie hat jedoch entscheidende methodische Schwächen, die in der medialen Berichterstattung kaum erwähnt werden:</p><ol><li><p style="orphans:2;widows:2;">Die Studie basiert auf sogenannten retrospektiven Ernährungsangaben: Die über 80-jährigen Teilnehmenden wurden gebeten, rückblickend über ihre Essgewohnheiten zu berichten – eine Methode, die naturgemäss begrenzte Genauigkeit hat.&nbsp;</p></li><li><p style="orphans:2;widows:2;">Die Studie macht keine Aussagen darüber, wie strikt die vegetarische oder vegane Ernährung tatsächlich gelebt wurde.&nbsp;</p></li><li><p style="orphans:2;widows:2;">Der negative Effekt – also die geringere Wahrscheinlichkeit, ein Alter von 100 Jahren zu erreichen – zeigte sich vor allem bei untergewichtigen Personen. Das deutet darauf hin, dass eine Unterversorgung mit Energie und Proteinen oder bestehende Vorerkrankungen die eigentliche Ursache sein könnten, nicht die Ernährungsweise per se.</p></li></ol><p style="orphans:2;widows:2;">Hinzu kommt: Die Studie betrachtet ausschliesslich sehr alte Menschen in China, eine Population mit einem bekanntlich hohen Anteil an Untergewicht und einem hohen Vorkommen chronischer Erkrankungen. Eine gut geplante vegane Ernährung wurde nicht als eigene Gruppe untersucht. Auch die Qualität der Ernährung, bspw. durch eine ungünstige Lebensmittelzusammenstellung, wurde nicht erfasst. Bemerkenswert ist ausserdem: Fisch-, Eier- und Milchkonsumenten erreichten das hohe Alter genauso häufig wie Fleischesser. Es geht also nicht um Fleisch an sich, sondern um eine ausreichende Versorgung mit Proteinen und Nährstoffen.</p><p class="text-align-justify" style="orphans:2;widows:2;">&nbsp;</p><h4 class="text-align-justify western" style="margin-bottom:0.28cm;margin-top:0cm;">Warum Ernährung im Alter noch wichtiger wird</h4><p>Mit den Jahren verändert sich der Körper: Der Grundumsatz sinkt, der Appetit wird geringer und gleichzeitig verliert der Körper nach und nach Muskelmasse. Die Knochen werden anfälliger, die Verdauung arbeitet langsamer und das Risiko für Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen steigt. Hinzu kommt, dass der Körper bestimmte Nährstoffe im Alter nicht mehr so effizient aufnimmt wie früher: Der Bedarf an Protein, Calcium, Vitamin D und Vitamin B<sub>12</sub> bleibt hoch oder steigt sogar, während das Hunger- und Durstgefühl abnimmt. Umso wichtiger ist eine Ernährung, die auch in kleineren Portionen möglichst viele Nährstoffe liefert.<sup>2</sup></p><p>Besonders Proteine spielen dabei eine zentrale Rolle. Sie helfen, Muskelmasse zu erhalten, die Beweglichkeit zu sichern und im Alltag länger fit zu bleiben. Mit zunehmendem Alter reagiert der Körper weniger sensibel auf Protein, wodurch Muskelzellen gewissermassen schwerhörig gegenüber Aufbausignalen werden. Aufgrund dessen profitieren ältere Menschen häufig von einer etwas höheren Proteinzufuhr, die möglichst gleichmässig über den Tag verteilt wird.</p><p>Genau an diesem Punkt setzt ein weit verbreitetes Vorurteil an: Wer im Alter ausreichend Protein und Nährstoffe aufnehmen will, brauche zwingend Fleisch, Milch und Eier. Diese Überzeugung ist tief verwurzelt, und die aktuelle Medienberichterstattung rund um Studien zur Lebenserwartung verstärkt sie zusätzlich. Doch sie greift zu kurz. Entscheidend ist nicht die Herkunft der Nährstoffe, sondern ihre ausreichende Zufuhr und Qualität. Dass beides auch mit einer gut geplanten veganen Ernährung möglich ist, zeigt die aktuelle Forschungslage deutlich.</p><p class="text-align-justify" style="line-height:108%;margin-bottom:0.28cm;">&nbsp; <div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"></p><h3>Sind pflanzliche Proteine wirklich «unvollständig»?</h3><p>Ein Vorurteil hält sich hartnäckig: Pflanzliche Proteine seien minderwertig oder „unvollständig“. Tatsächlich stimmt das so nicht.</p><p>Zwar haben viele einzelne pflanzliche Lebensmittel nicht exakt dieselbe Zusammensetzung an Aminosäuren wie tierische Produkte. Doch in der Praxis spielt das kaum eine Rolle. Wer abwechslungsreich isst, kombiniert automatisch unterschiedliche Proteinquellen, und genau dadurch entsteht ein vollständiges Aminosäureprofil. Ein klassisches Beispiel ist die Kombination aus Hülsenfrüchten und Getreide, etwa Linsen mit Vollkornbrot oder Bohnen mit Reis. Auch Nüsse und Samen ergänzen pflanzliche Proteine hervorragend. Einige Lebensmittel liefern sogar bereits allein alle essenziellen Aminosäuren, darunter Soja, Quinoa und Amaranth.</p><p>Auch die Verwertbarkeit pflanzlicher Proteine wird häufig unterschätzt. Soja erreicht eine sehr hohe biologische Wertigkeit, fermentierte Produkte wie Tempeh sind besonders gut verdaulich. Der sogenannte PDCAAS-Wert (ein Mass für die Proteinqualität) erreicht bei Soja bereits die höchste Bewertung mit 1,0; fermentierte Produkte wie Tempeh liegen nahe an dem Bereich. Einfache Zubereitungsmethoden wie Einweichen, Keimen oder schonendes Garen verbessern die Bioverfügbarkeit zusätzlich und machen die Proteine leichter zugänglich. Zwar verlangsamen Ballaststoffe die Aufnahme von Protein leicht, langfristig fördern sie jedoch eine gesunde Darmflora und diese unterstützt wiederum die Verwertung der Proteine.<sup>3</sup></p></div><p class="text-align-justify" style="line-height:108%;margin-bottom:0.28cm;">&nbsp;</p><h4 class="text-align-justify western" style="margin-bottom:0.28cm;margin-top:0cm;">Was die Forschung zeigt</h4><p>Eine gut geplante vegane Ernährung ist nicht nur in jungen Jahren empfehlenswert, sondern kann gerade im höheren Alter besonders vorteilhaft sein. Wer sich pflanzlich ernährt, versorgt seinen Körper mit einer Vielzahl an Ballaststoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Gleichzeitig profitieren viele ältere Menschen von einer Ernährung, die leicht, nährstoffreich und gut verträglich ist.</p><p>Dass diese Ernährungsweise im Alter nicht nur möglich, sondern auch messbar sinnvoll ist, zeigen aktuelle Studien: Bereits nach 48 Stunden pflanzlicher Ernährung verbesserten sich bei Menschen über 65 Jahren die Insulinempfindlichkeit, die Blutzuckerwerte und die Triglyceride, während Entzündungsmarker, die mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung stehen, deutlich zurückgingen.<sup>4</sup></p><p>Auch langfristige Gesundheitsdaten sprechen für eine pflanzliche Ernährung: Frauen mit einem hohen Anteil pflanzlicher Proteine zeigten in Studien seltener chronische Erkrankungen wie Krebs, Typ-2-Diabetes oder Herzinfarkt, waren körperlich fitter und berichteten häufiger von geistiger Klarheit. Im Gegensatz dazu kann ein hoher Konsum tierischer Proteine Wachstumsfaktoren wie IGF-1 erhöhen, die mit einem höheren Krebsrisiko in Verbindung gebracht werden. Pflanzliche Proteine sind daher nicht nur hochwertig, sondern auch gesundheitsfördernd.<sup>5</sup></p><p>Besonders eindrücklich zeigt dies eine Zwillingsstudie, in der sich nach acht Wochen veganer Ernährung die biologischen Alterungsmarker verbesserten, die den tatsächlichen Zustand der Zell- und Organalterung widerspiegeln. Die Forschenden beobachteten Veränderungen der DNA-Methylierung, die auf eine Verjüngung biologischer Prozesse hindeuten, unabhängig davon, ob die Teilnehmenden weniger Kalorien zu sich nahmen.<sup>6</sup></p><p>Auch grosse Langzeitdaten aus China bestätigen dieses Bild: Eine hochwertige pflanzliche Ernährung steht in Verbindung mit gesünderem Altern und einem geringeren Risiko für chronische Erkrankungen.<sup>7 </sup>Diese Studienresultate unterstützen damit genau das, was sich viele Menschen für das Älterwerden wünschen: Mehr Energie, mehr Beweglichkeit und möglichst lange selbstständig bleiben.</p><p class="text-align-justify">&nbsp;</p><h4 class="text-align-justify western" style="margin-bottom:0.28cm;margin-top:0cm;">Fazit: Vegan essen, aktiv bleiben</h4><p>Vegan und gesund alt werden schliessen sich nicht aus. Entscheidend ist nicht, ob tierische Produkte auf dem Teller liegen, sondern ob der Körper ausreichend Energie, Protein und Nährstoffe erhält. Wer auf Vielfalt und eine gute Planung achtet, kann sich auch im hohen Alter mit einer veganen Ernährung rundum gut versorgen und damit beste Voraussetzungen schaffen, möglichst lange fit, selbstständig und aktiv zu bleiben.</p><p>Dass manche Schlagzeilen daraus trotzdem ein Entweder-Oder machen, sagt am Ende wohl mehr über die Lust an zugespitzten Geschichten aus als über die tatsächliche Studienlage.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Li Y, Wang K, Lv Y, Jigeer G, Huang Y, Shen X, Shi X, Gao X, 2026. Vegetarian diet and likelihood of becoming centenarians in Chinese adults aged 80 y or older: a nested case-control study. The American Journal of Clinical Nutrition, 123 (2), 101136. <a href="https://doi.org/10.1016/j.ajcnut.2025.101136">https://doi.org/10.1016/j.ajcnut.2025.101136</a></li><li>Campbell WW, Deutz NEP, Volpi E, Apovian CM, 2023. Nutritional Interventions: Dietary Protein Needs and Influences on Skeletal Muscle of Older Adults. The Journals of Gerontology: Series A, 78 (Supplement_1), 67–72. <a href="https://doi.org/10.1093/gerona/glad038">https://doi.org/10.1093/gerona/glad038</a></li><li>Berrazaga I, Micard V, Gueugneau M, Walrand S, 2019. The Role of the Anabolic Properties of Plant- versus Animal-Based Protein Sources in Supporting Muscle Mass Maintenance: A Critical Review. Nutrients, 11 (8), 1825. <a href="https://doi.org/10.3390/nu11081825">https://doi.org/10.3390/nu11081825</a></li><li>Döschner L, Schulze K, Göger L, Bosy-Westphal A, Krüger N, Franz K, Müller-Werdan U, Herpich C, Norman K, 2024. Effects of a Short-Term Vegan Challenge in Older Adults on Metabolic and Inflammatory Parameters-A Randomized Controlled Crossover Study. Molecular Nutrition &amp; Food Research, 68 (4), e2300623. <a href="https://doi.org/10.1002/mnfr.202300623">https://doi.org/10.1002/mnfr.202300623</a></li><li>Ardisson Korat AV, Shea MK, Jacques PF, Sebastiani P, Wang M, Eliassen AH, Willett WC, Sun Q, 2024. Dietary protein intake in midlife in relation to healthy aging - results from the prospective Nurses’ Health Study cohort. The American Journal of Clinical Nutrition, 119 (2), 271–282. <a href="https://doi.org/10.1016/j.ajcnut.2023.11.010">https://doi.org/10.1016/j.ajcnut.2023.11.010</a></li><li>Dwaraka VB, Aronica L, Carreras-Gallo N, Robinson JL, Hennings T, Carter MM, Corley MJ, Lin A, Turner L, Smith R, et al., 2024. Unveiling the epigenetic impact of vegan vs. omnivorous diets on aging: insights from the Twins Nutrition Study (TwiNS). BMC Medicine, 22 (1), 301. <a href="https://doi.org/10.1186/s12916-024-03513-w">https://doi.org/10.1186/s12916-024-03513-w</a></li><li>Jigeer G, Wang K, Lv Y, Tucker KL, Shen X, Chen F, Sun L, Shi X, Li Y, Gao X, 2025. Vegetarian diet and healthy aging among Chinese older adults: a prospective study. npj Aging, 11 (1), 25. <a href="https://doi.org/10.1038/s41514-025-00213-4">https://doi.org/10.1038/s41514-025-00213-4</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/pflanzliche-ernaehrung-senkt-krankheitsrisiko" target="_blank">Pflanzliche Ernährung senkt Krankheitsrisiko</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/vegane-proteine?language=de" target="_blank">Vegane Proteine in der Ernährung</a></li></ul></div> Tue, 28 Apr 2026 14:22:37 +0000 Joelle 4191 at https://www.swissveg.ch Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche: Wie viel hat sich wirklich verändert? https://www.swissveg.ch/de/stand-tierversuche <span>Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche: Wie viel hat sich wirklich verändert?</span> <span><span lang="" about="/en/user/3031" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Joelle</span></span> <span>Fri, 04/24/2026 - 13:32</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Am 24. April ist der Internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche. Ein wichtiger Anlass, um nicht nur auf das Leid der Tiere zu schauen, sondern auch auf die Frage: Wo steht die Schweiz heute und wohin bewegt sie sich? In den letzten fünf Jahren gab es zwar politische Debatten, neue Verordnungen und mehr Aufmerksamkeit für alternative Methoden. Doch der grundlegende Systemwechsel lässt weiterhin auf sich warten.</p><h4>Rückblick auf die letzten Jahre</h4><p><strong>2021</strong> war geprägt von einer intensiven öffentlichen Debatte rund um die Volksinitiative für ein Verbot von Tierversuchen. In diesem Jahr wurden in der Schweiz 574’673 Tiere in Versuchen eingesetzt; europaweit litten rund 9,5 Millionen Tiere in Laboren der EU und Norwegens.<sup>1</sup> Das Thema war damit plötzlich nicht mehr nur eine Randfrage der Forschungspolitik, sondern mitten in der Gesellschaft angekommen. Die grosse Hoffnung auf eine Wende erfüllte sich damals aber nicht.</p><p><strong>2022</strong> brachte mit der Abstimmung über die Tierversuchsverbots-Initiative eine klare Entscheidung: Die Vorlage wurde deutlich abgelehnt, während gleichzeitig 585’991 Tiere in der Schweiz in Versuchen verwendet wurden – rund 2 Prozent mehr als im Vorjahr.<sup>1</sup> Für viele Tierschutzorganisationen war das ein Rückschlag, für Universitäten und Pharmaunternehmen dagegen ein Signal, dass die bestehenden Rahmenbedingungen für Tierversuche politisch bestätigt wurden. Die zentrale Frage blieb jedoch: Wenn heute bereits zahlreiche tierfreie Methoden existieren, warum werden sie nicht konsequenter gefördert und eingesetzt?</p><p><strong>2023</strong> zeigte: Von einem Rückgang kann keine Rede sein. Die Zahl der eingesetzten Tiere stieg in der Schweiz auf 595’305, etwa 1,6 % mehr als 2022 und mehr als die Hälfte dieser Tiere war Versuchssituationen mit Belastung (Schweregrade 1–3) ausgesetzt. Auch in Europa blieb der Wandel langsam.<sup>1</sup> Zwar wird immer wieder von Alternativen gesprochen, doch in der Praxis dominieren weiterhin klassische Tierversuche. Besonders kritisch bleibt, dass schwere Belastungen nicht verschwinden, sondern in manchen Bereichen sogar zunehmen, etwa in der Krebsforschung sowie bei Experimenten zu neurologischen und psychischen Erkrankungen.</p><figure role="group" class="align-center"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="157d9cf9-16ab-4e7c-a2a1-07a4b267710a" height="1749" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-04/Grafiken_Versuchstiere_gez%C3%BCchtet.jpg" width="52.82%" /><figcaption>Abbildung 1: Anzahl total gezüchteter Versuchstiere die eingesetzt (türkis) und euthanasiert (rot) wurden von 2021 bis 2024 in der Schweiz. Die Zahlen wurden den Tierversuchsstatistiken des BLV entnommen.</figcaption></figure><p> </p><p><strong>2024</strong> brachte erneut viel politische Bewegung, aber wenig Entlastung für die Tiere. Neue Verordnungen wurden vorbereitet, Initiativen weitergeführt, und der Ruf nach tierfreien Methoden wurde lauter. Dass in der Schweiz 2024 insgesamt 522’636 Tiere eingesetzt wurden – rund 12 Prozent weniger als im Vorjahr – ändert wenig daran, dass die Zahl der stark belastenden Versuche im Schweregrad 3 von 26’390 im Jahr 2023 auf 27’380 Tiere anstieg.<sup>1</sup></p><p><strong>2025</strong> markiert einen spannenden, aber widersprüchlichen Moment. Seit Februar gelten in der Schweiz neue Vorschriften im Tierversuchsrecht, die unter anderem die Zucht und Haltung belasteter Linien stärker begrenzen. Gleichzeitig zeigen die bisherigen Zahlen bis 2024, dass Tierversuche weiterhin fest im System verankert sind und insbesondere stark belastende Versuche nicht einfach verschwinden. Genau hier liegt das eigentliche Problem: Mehr Regulierung bedeutet noch keinen Ausstieg. Erst mit der Tierversuchsstatistik 2025, die das BLV voraussichtlich im Herbst dieses Jahres veröffentlichen wird, wird sich zeigen, ob die neuen Regeln tatsächlich zu weniger Tierleid führen oder ob sie vor allem zu mehr Formalien geführt haben.</p><p> </p><figure role="group" class="align-center"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="818faf06-03a1-4231-9cc5-44767c6b4d0d" height="1467" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-04/Grafiken_Versuchstiere_Schweregrad.jpg" width="52.74%" /><figcaption>Abbildung 2: Anzahl Versuchstiere genutzt für Versuche mit Schweregrad 3 (starke Schmerzen, anhaltendes Leid, schwere Angst oder erhebliche Beeinträchtigung des Wohlbefindens) von 2021 bis 2024 in der Schweiz. Die Zahlen wurden den Tierversuchsstatistiken des BLV entnommen.</figcaption></figure><p> </p><h4>Hier steht die Schweiz heute</h4><p>Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein genauer Blick darauf, wie das System heute konkret ausgestaltet ist. Die aktuellen Entwicklungen im Schweizer Tierversuchsrecht basieren auf einer Revision der Tierschutzverordnung und der Tierversuchsverordnung, mit der der Bundesrat unter anderem mehr Transparenz über Zucht, Nutzung und Tötung von Versuchstieren schaffen will. In der Schweiz dürfen Tierversuche grundsätzlich nur unter strengen Voraussetzungen durchgeführt werden: Sie sind bewilligungspflichtig, die Forschenden müssen nachweisen, dass keine geeigneten Alternativmethoden zur Verfügung stehen (3R-Prinzip: Replace, Reduce, Refine), und sie müssen in einer Güterabwägung belegen, dass der erwartete Erkenntnisgewinn die Belastung der Tiere rechtfertigt. Zusätzlich gelten Vorgaben zur Herkunft und Haltung der Tiere, zur personellen Qualifikation und zur Infrastruktur der Versuchstierhaltungen.</p><p>Mit der Revision, die seit 2025 schrittweise in Kraft tritt, wurden diese Anforderungen weiter verschärft: Es dürfen nur noch so viele Tiere gezüchtet werden, wie für bewilligte Versuche benötigt werden, belastete Linien brauchen eine entsprechende Bewilligung, und Versuchstierhaltungen müssen eine fachkundige Tierärztin oder einen fachkundigen Tierarzt benennen. Ab 2027 sind die Institute zudem verpflichtet, neben den eingesetzten Tieren auch jene zu melden, die nicht verwendet, abgegeben oder getötet wurden. Auf dem Papier gehört die Schweiz damit zu den Ländern mit einer besonders umfassenden Tierschutzgesetzgebung und detaillierten Statistiken im Bereich Tierversuche.</p><p>Aus Sicht der Stiftung Tier im Recht (TIR), die wir für diesen Artikel um eine Einschätzung gebeten haben, zeigt sich in der Praxis jedoch eine andere Seite. Stellvertretende Geschäftsleiterin Vanessa Gerritsen betont, dass zwar die Gesamtzahl der verwendeten Tiere tendenziell eher rückläufig sei, gleichzeitig aber «auffallend und alarmierend […] vor allem der Anstieg der mittel- und schwerbelastenden Tierversuche (Schweregrade 2 und 3)» sei. Nach Einschätzung von Tier im Recht ist das vermeintlich strenge Bewilligungsverfahren «in vielerlei Hinsicht eine Farce», da die gesetzlich vorgeschriebene Güterabwägung in der Praxis sehr häufig nicht rechtskonform vorgenommen werde. Dadurch würden die höheren formellen Anforderungen der Schweiz in ihrer Wirkung teilweise ausgehebelt, sodass das Land aus Tierschutzsicht nicht besser dastehe als viele andere Staaten.</p><p>Kritisch sieht Tier im Recht auch Transparenz und strategische Ausrichtung. Zwar kann die Schweiz sehr detaillierte Zahlen zu Tierversuchen ausweisen, etwa zu Schweregraden und zu nicht im Versuch verwendeten Tieren. Gleichzeitig hinke sie den EU-Mitgliedstaaten bei der Transparenz über einzelne Projekte hinterher, weil – anders als in der EU vorgesehen – keine nicht‑technischen Projektzusammenfassungen veröffentlicht würden. Die Schweizer Lösung mit der Publikation von Projekttitel, Tierart und Schweregrad, aber ohne inhaltliche Erläuterungen, beurteilt Tier im Recht als «höchst ungenügend, intransparent, benutzerunfreundlich» und als einseitige Begünstigung der Interessen von Forschung und Wirtschaft. Während andere Länder wie Grossbritannien oder die Niederlande klare Ausstiegspläne oder zumindest Strategien zur konsequenten Reduktion von Tierversuchen formuliert hätten, setze die Schweiz aus Sicht von Tier im Recht stark auf das 3R-Prinzip, verzichte aber auf ein ebenso klares politisches Bekenntnis zur Abkehr von Tierversuchen.</p><p> </p><h4>Wofür werden Tierversuche durchgeführt?<br /> </h4><figure role="group" class="align-center"><img alt="" data-entity-type="file" data-entity-uuid="dd62e9cd-cabf-42bc-b1c9-0c0c979dc5da" height="1619" src="/sites/swissveg.ch/files/2026-04/Grafiken_Versuchstiere_Versuchsziel.jpg" width="52.48%" /><figcaption>Abbildung 3: Versuchsziele von 2021 bis 2024 in der Schweiz. Die Zahlen wurden den Tierversuchsstatistiken des BLV entnommen.</figcaption></figure><p>Die meisten Tierversuche werden derzeit in der Grundlagenforschung durchgeführt, etwa beim Prüfen wissenschaftlicher Hypothesen, beim Gewinnen von Zellen oder Organen sowie bei der Vermehrung artfremder Organismen. Danach folgen Entdeckung, Entwicklung und Qualitätskontrolle, insbesondere bei der Erprobung neuer Therapien und Wirkstoffe. Einen deutlich geringeren Anteil nehmen Krankheitsdiagnostik, Aus‑ und Weiterbildung sowie der Schutz von Tier, Mensch und Umwelt ein, etwa bei toxikologischen Tests oder Unbedenklichkeitsprüfungen. Unter der Kategorie «Anderer Zusammenhang» werden schliesslich verschiedene Sonderuntersuchungen erfasst, beispielsweise Fütterungsversuche oder Hygienekontrollen in Versuchstierhaltungen.<sup>1</sup></p><p> </p><h4>Was daran kritisch bleibt und was Hoffnung macht</h4><p>Im Kern zeigt sich: Das Leid der Tiere wird besser dokumentiert und verwaltet, aber kaum grundlegend reduziert. Tierversuche werden oft als unvermeidbar dargestellt, obwohl sich die wissenschaftlichen Möglichkeiten stark weiterentwickelt haben. Organ-on-Chip-Systeme (Mikrochip-Plattformen, auf denen menschliche Zellen so angeordnet werden, dass Funktionen eines Organs nachgeahmt werden), komplexe Zellkulturen, computergestützte Modelle und andere tierfreie Verfahren werden zwar immer wieder genannt, kommen aber noch viel zu selten flächendeckend zum Einsatz. Eine kürzlich veröffentlichte Studie zeigt eindrücklich, wie gering die Übertragbarkeit tierischer Versuchsergebnisse auf den Menschen ist: Trotz einer Übereinstimmung der Gene von rund 85 Prozent zwischen Maus und Mensch liegt die funktionelle Deckung auf Genomebene unter 50 Prozent, sodass selbst kleine Unterschiede, etwa im Herz-Kreislauf-System, der Haut, dem Verdauungstrakt oder dem Immunsystem, grosse Folgen für die Vorhersagbarkeit haben. Diese biologischen Unterschiede tragen dazu bei, dass ein grosser Teil der Medikamente in der klinischen Prüfung scheitert; Schätzungen gehen davon aus, dass rund 90 bis 92 Prozent der Wirkstoffkandidaten in klinischen Studien nicht zugelassen werden, unter anderem, weil Wirksamkeit und Sicherheit aus Tierversuchen nur begrenzt vorhersagbar sind. Hinzu kommen methodische Schwächen wie unvollständige Dokumentation, fehlende Verblindung und mangelhafte statistische Auswertungen, die die Reproduzierbarkeit weiter verringern. Viele Forschende berichten zudem von einer Verzerrung der Studienlage zugunsten tierexperimenteller Verfahren, da Gutachter häufig Tierversuchsdaten verlangen, selbst wenn moderne, humane Alternativen (New Approach Methodologies, NAMs) bereits aussagekräftige Ergebnisse liefern. Diese NAMs bieten nicht nur eine höhere Reproduzierbarkeit und wissenschaftliche Genauigkeit, sondern auch das Potenzial, menschliche Krankheitsprozesse gezielter und skalierbarer zu modellieren.<sup>2,3</sup></p><p> </p><h4>Bestehende Strukturen werden gefestigt statt hinterfragt</h4><p>Dazu kommt ein zweiter Punkt: Viel politischer Wille fliesst in Verbesserungen innerhalb des bestehenden Systems, statt in den systematischen Aufbau von Alternativen. Bessere Haltungsbedingungen, mildere Belastungen oder strengere Kontrollen sind zwar wichtige Schritte, aber keine Lösung für die Tiere selbst. Wer Tierversuche grundsätzlich infrage stellt – aus ethischen, wissenschaftlichen oder gesundheitlichen Gründen – muss genau hier ansetzen.</p><p> </p><h4>Breite Diskussion hat begonnen</h4><p>Trotz allem gibt es auch gute Gründe für Optimismus: Die Debatte ist breiter geworden, NGOs, Forschende und Teile der Politik sprechen heute deutlich häufiger über tierfreie Methoden als noch vor einigen Jahren. Die Öffentlichkeit schaut genauer hin, und immer mehr Menschen verstehen, dass wissenschaftlicher Fortschritt nicht auf dem Leid anderer Lebewesen beruhen muss. Gerade für Menschen, denen Tierwohl, Nachhaltigkeit und verantwortungsvolle Forschung wichtig sind, ist das ein zentraler Punkt: Tierversuche sind kein isoliertes Spezialthema, sondern Teil einer grösseren ethischen Frage. Welche Rolle sollen Tiere in unserer Gesellschaft spielen? Wie ernst meinen wir es mit Mitgefühl, Vorsorgeprinzip und moderner, humanbasierter Wissenschaft? Die Antwort wird nicht allein in Parlamenten oder Labors entschieden, sondern auch in der öffentlichen Diskussion und ganz konkret im Alltag – etwa dann, wenn wir uns im Laden bewusst für tierversuchsfreie und vegan zertifizierte Produkte entscheiden, die beispielsweise mit dem V-Label gekennzeichnet sind.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV), 2026. Tierversuche. Abgerufen am 10.04.2026, <a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierversuche.html">https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierversuche.html</a></li><li>Bailey LH Jarrod, 2025. Breaking down the barriers to animal-free research - Lauren Hope, Jarrod Bailey, 2025. Sage Journals. Abgerufen am 16.04.2026, <a href="https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/02611929251349465?icid=int.sj-abstract.similar-articles.1">https://journals.sagepub.com/doi/10.1177/02611929251349465?icid=int.sj-abstract.similar-articles.1</a></li><li>Knight A, 2007. Systematic reviews of animal experiments demonstrate poor human clinical and toxicological utility. Alternatives to laboratory animals: ATLA, 35 (6), 641–659. Abgerufen am 16.04.2026, <a href="https://doi.org/10.1177/026119290703500610">https://doi.org/10.1177/026119290703500610</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.blv.admin.ch/blv/de/home/tiere/tierversuche.html" target="_blank">BLV – Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen</a></li><li><a href="https://www.din.de/de/service-fuer-anwender/normungsportale/gesundheit/aktuelles/organs-on-chip-880826" target="_blank">Organ-on-Chip-Systeme</a></li><li><a href="https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/wissen/tierversuchsfrei/alternativen" target="_blank">Alternativen zu Tierversuchen – Ärzte gegen Tierversuche</a></li><li><a href="https://nat-datenbank.de/" target="_blank">Non Animal Technologies (NAT) Datenbank&nbsp;</a></li><li><a href="https://www.tierimrecht.org/de/bibliothek/" target="_blank">Online-Datenbank der Stiftung Tier im Recht</a></li></ul><p>Frühere Blogbeiträge zu Tierversuchen:</p><ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ausstieg-tierversuche-schweiz" target="_blank">Wie gelingt der Ausstieg aus den Tierversuchen?</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/kosmetik" target="_blank">Was steckt in Kosmetik drin?</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/Tierversuchsverbots-Initiative" target="_blank">Stellungnahme der Swissveg zur Volksinitiative: «Ja zum Verbot für Tier- und Menschenversuchsverbot»</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/herbstsession-2025" target="_blank">Herbstsession 2025</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Fri, 24 Apr 2026 11:32:57 +0000 Joelle 4193 at https://www.swissveg.ch