Renato's blog https://www.swissveg.ch/en?language=en en Ernährungsinitiative: Die Gegenargumente https://www.swissveg.ch/de/initiative-Ernaehrungssicherheit-gegenargumente?language=en <span>Ernährungsinitiative: Die Gegenargumente</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Fri, 08/14/2026 - 07:40</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Am 27. September 2026 stimmt die Schweizer Bevölkerung über die «<a href="https://www.initiative-fuer-eine-sichere-ernaehrung.ch" target="_blank">Initiative für eine sichere Ernährung</a>» ab. Keine der grösseren Parteien unterstützt die Initiative. Das Parlament und der Bundesrat lehnen sie einstimmig ab. Swissveg unterstützt die Initiative dennoch. Darum ist es interessant sich anzusehen, welche Gegenargumente vorgebracht werden.</p><p>Die Initiative setzt zur Stärkung der Ernährungssicherheit auf drei Hauptpunkte:</p><ul><li>Inländische Produktion nachhaltig stärken</li><li>Eine Selbstversorgung von 70% anstreben, dafür pflanzliche Lebensmittel fördern</li><li>Bodenfruchtbarkeit, Biodiversität und sauberes Trinkwasser sicherstellen</li></ul><p class="zitat">«In der Schweiz vergisst man, dass wir bei einem Problem an den Grenzen <a href="https://www.youtube.com/live/6iQU-ebAIQY?si=NTxpZYUnoSf1gApd&amp;t=776" target="_blank">jeden zweiten Tag nichts zu essen</a> haben, weil wir importieren.» Bundesrat Guy Parmelin</p><p>Die Gegner der Initiative versuchen der Stimmbevölkerung einzureden, dass sie mit Annahme der Initiative keine tierischen Produkte mehr essen dürften. Der <a href="https://www.instagram.com/bauernverband_zuerich/" target="_blank">Zürcher Bauernverband</a> hat für diese Botschaft bereits über 50 Videos auf Instagram gepostet. Sie kämpfen dabei vor allem um ihre Privilegien als Fleisch- und Milchproduzenten, die derzeit Hauptnutzniesser der Landwirtschaftspolitik des Bundes sind. Deshalb haben sich bei den Gegnern vor allem die verschiedensten Vertreter der <a href="https://www.ernaehrungsinitiative-nein.ch/ueber-uns/allianz.html" target="_blank">Fleischbranche</a> zusammen getan, damit sie weiterhin von den Milliarden des Bundes profitieren können. Da es um enorm viel Geld geht, ist ihnen jedes Mittel recht. Die Wahrheit bleibt dabei auf der Strecke. Deshalb hier eine Einordnung der Aussagen der Fleischlobbyisten:</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>«Vegan-Zwang»-Initiative</h3><p>Die Gegner der <a href="https://www.initiative-fuer-eine-sichere-ernaehrung.ch/" target="_blank">Initiative</a><span class="fussnotenlink">1</span> versuchen sie als Ernährungsvorschrift zu diffamieren. Sie haben sogar einen «<a href="https://www.ernaehrungsinitiative-nein.ch/unterstuetzung/tag-des-letzten-cervelats.html" target="_blank">Tag des letzten Cervelats</a>» lanciert, um Angst vor den Folgen der Initiative zu verbreiten. Dabei kommen im Initiativtext keinerlei Verbote vor. Auch mit Annahme der Initiative dürfen alle weiter das essen, was sie möchten. Was sich aber ändern würde: Der Bund würde nicht mehr 6 Millionen Franken Steuergelder in Fleischwerbung investieren. Die Landwirtschaftssubventionen würden nicht mehr sehr einseitig die Tierhaltung fördern. Die Bevölkerung würde nicht mehr zum Fleischkonsum gedrängt. Falls man diese Verlagerung als «Vegan-Zwang» ansieht, wäre die heutige Situation ein «Fleisch-Zwang».</p><p><strong>Der heutige «Fleisch-Zwang» durch den Bund:</strong></p><ul><li>Finanzierung von Fleischwerbung (rund 6 Millionen)</li><li>Finanzierung der <a href="https://www.ktipp.ch/artikel/artikeldetail/milchkuehe-millionen-von-steuerfranken-fuer-die-zucht-von-turbokuehen" target="_blank">Rinderzuchtverbände</a> (24 Millionen)</li><li>Agrarsubventionen für den Tierhaltungsbereich (78 % der 3,6 Milliarden)</li><li>Intensives Dauergrünland (Weideflächen): 600 Franken pro Hektare (mehrere hundert Millionen pro Jahr als «<a href="https://www.agrarbericht.ch/de/politik/direktzahlungen/versorgungssicherheitsbeitraege" target="_blank">Versorgungssicherheitsbeiträge</a>»)</li><li>In der Kochausbildung, werden alle gezwungen Fleisch zuzubereiten</li></ul><p> </p><p>Da heute gemäss Bund in der Schweiz rund <a href="https://www.blv.admin.ch/de/menuch-ergebnisse" target="_blank">dreimal mehr Fleisch konsumiert</a> wird, als gesund wäre, ist eine Verlagerung von der Fleischwerbung hin zur Bewerbung pflanzlicher Lebensmittel überfällig. Dadurch könnte mit der Umstellung der Landwirtschaft auch indirekt auf die Nachfrage Einfluss genommen werden. Doch selbst, wenn das Ernährungsverhalten sich kurzfristig nicht stark ändern würde, liesse sich zumindest der Import von pflanzlichen Lebensmitteln und den Futtermitteln stark verringern.</p><p>Gemessen an der <a href="https://link.springer.com/article/10.1186/s44263-026-00306-6" target="_blank">Planetary Health Diet</a> wird in der Schweiz 8,5 Mal soviel Fleisch konsumiert, wie empfohlen. Und 3,5 Mal soviel Milchprodukte, als gut wären. Hingegen wird rund zwanzig Mal weniger Gemüse konsumiert, als gut für die Gesundheit und den Planeten wäre. Auch unter diesem Gesichtspunkt wäre es gut, wenn der Bund seine finanzielle Bevorzugung der Produktion tierischer Nahrungsmittel beendet. Es braucht definitiv keine vom Bund bezahlte Fleischwerbung.</p><p class="zitat">Heute fördern 78% der 3,6 Milliarden Agrarsubventionen die Tierproduktion.<span class="fussnotenlink">2</span> </p><h3>«60 bis 70 % der landwirtschaftlichen Fläche ist Grasland und kann nur für Fleisch- und Milchproduktion genutzt werden»</h3><p>Die Prozentzahl stammt vom Schweizer Bauernverband und wurde vom Bundesamt für Statistik ungeprüft übernommen. Wenn auf einer Fläche eine Kuh steht, gilt die Fläche als «<a href="/grasland-schweiz">Grasland</a>», völlig unabhängig von der Bodenqualität. An vielen Orten, wo heute Kühe weiden, könnte auch Ackerbau betrieben werden. Und an den Orten, wo dies nicht möglich ist, könnte auch mit der Initiative eine standortangepasste Lebensmittelproduktion betrieben werden. Daran ändert die Initiative nichts. Sie würde aber verändern, dass heute auf mehr als der Hälfte der fruchtbaren Ackerflächen Tierfutter produziert wird. Wegen dieser enormen Verschwendung müssen zurzeit noch rund zwei Drittel der in der Schweiz konsumierten pflanzlichen Lebensmittel importiert werden.<span class="fussnotenlink">3</span> <br />Im Jahr 2024 wurden 29,2 Millionen Tonnen Futtermittel an die Schweizer Nutztiere verfüttert (neuere Zahlen sind noch nicht verfügbar). 22,5 Millionen Tonnen davon sind Gras, Heu etc. – also nicht sehr energiereiche Futtermittel. Insgesamt wurden 2024 rund 1,45 Millionen Tonnen Futter (hauptsächlich Kraftfutter) aus dem Ausland importiert, Tendenz steigend: Innert 20 Jahren hat sich der Import praktisch verdoppelt. <strong>Ohne diese energiereichen Importfuttermittel könnte nur halb so viel Fleisch in der Schweiz erzeugt werden.</strong><span class="fussnotenlink"><strong>4</strong> </span><br />Das Graslandargument gilt nur für einen sehr kleinen Teil der tierischen Produkte, die in der Schweiz produziert werden (und dieser Teil wird durch die Initiative nicht beeinträchtigt). Weder Schweine noch Hühner leben vom Grasland. Diese beiden Tierarten machen aber bereits rund <a href="/grasland-schweiz">drei Viertel</a> des Schweizer Fleischkonsums aus.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Futtermittelimporte.webp" alt="Jährliche Futttermittelimporte steigen" /><p class="zitat">Auf 60% unserer Ackerflächen werden Futtermittel angebaut statt pflanzliche Lebensmittel für uns Menschen.</p><h3>«Der Boden muss zur Fruchtbarkeit auch ab und zu als Weide genutzt werden»</h3><p>Die Düngung mit Fäkalien (Mist und Gülle) ist in der Schweiz weit verbreitet. Dies liegt vor allem daran, dass es in der Schweiz einen <a href="https://www.nzz.ch/gesellschaft/schweizer-bauern-spritzen-zu-viel-guelle-auf-ihre-felder-ld.1790031" target="_blank">Überschuss an Fäkalien</a> gibt. Leider gehen sogar viele «Experten» davon aus, dass für die Bodenfruchtbarkeit nur zwei Varianten bestehen: Düngung mit Fäkalien oder mit Kunstdünger. Der dritte Weg ist allerdings für den Boden wesentlich besser: Bio-vegane Landwirtschaft. Diese arbeitet mit der Natur und kann so die Bodenfruchtbarkeit langfristig verbessern. Im Gegensatz zu den Fäkalien werden dabei keine Schädlinge angezogen. Und E-Coli-Bakterien oder Salmonellen werden ebenso wenig auf die Felder ausgebracht, wie Antibiotikarückstände aus der Behandlung der sogenannten "Nutztiere". <br />Dass es auch auf Ackerflächen eine Fruchtfolge mit Kunstwiesen braucht, ist nicht ganz korrekt. Um die bio-vegane Landwirtschaft zu fördern, gibt es seit 2025 das <a href="/V-Label-Vegan-Agriculture">V-Label für vegane Landwirtschaft</a>. Auf der Homepage der <a href="https://www.biocyclic-vegan.org" target="_blank">Biocyclic Vegan Agriculture</a> gibt es weitere Informationen zu dieser nachhaltigen Landwirtschaftsart ganz ohne Fäkalien und Weideflächen.<br />Dabei integriert man durchaus auch Leguminosen wie z.B. Kleegras oder Luzerne in die Fruchtfolge. Die Pflanzen können dann aber auch als Biomasse, Mulch oder Kompost verwendet werden. Daraus Tierfutter herzustellen ist nicht notwendig.<br />Wenn man sich die Argumente der Gegner der Initiative ansieht, ist es gut, dass die Initiative auch Investitionen in Ausbildung und Beratung der Landwirte beinhaltet, damit diese lernen, wie man mit weniger Fäkalien und ohne Wiesen auf Ackerflächen nachhaltige Landwirtschaft betreiben kann. </p><h3>«Pflanzenproduktion ist zu unsicher: Ein Unwetter kann schnell alles zerstören.»</h3><p>Ende August gab es ein Unwetter mit Hagel. Dieser verursachte grosse Zerstörungen in landwirtschaftlichen Kulturen und wurde von den Gegnern der Initiative genutzt, um die pflanzliche Lebensmittelproduktion als unsicher darzustellen. Dabei gehen jedoch mehrere Tatsachen vergessen: <br />Viele der landwirtschaftlichen Kulturen dienen der Futtermittelproduktion. Auch diese werden durch Unwetter geschädigt und sind genauso gefährdet. Die Produktion von Gemüse und Obst braucht jedoch wesentlich weniger Fläche. Deshalb kann sie einfacher gegen Unwetter geschützt werden (z.B. mit Hagelschutznetzen oder Gewächshäusern). Dies ist bei den riesigen Futtermittelfeldern kaum möglich. Kleinere Gemüsefelder kann man auch eher bewässern. Die Dürre von diesem Jahr hat deshalb eher negative Auswirkungen auf die Futtermittelproduktion gehabt. Durch die Dürre musste sogar <a href="https://www.schweizerbauer.ch/artikel/markt-preise/marktmeldungen/nun-kommt-futter-aus-kanada" target="_blank">Heu aus Kanada</a> importiert werden. Zudem musste der Bundesrat <a href="https://www.admin.ch/de/newnsb/aVb4HHWIhUB0" target="_blank">Futter aus dem Pflichtlager freigeben</a>, da Niedrigwasser im Rhein den Futterimport reduzierte und die Trockenheit im Inland das Futterangebot zusätzlich verminderte. Schlechtes Wetter ist für die Tierhaltung in mehrfacher Hinsicht problematischer.</p><h3>«Die Schweizer Landwirtschaft produziert, was die Konsumenten nachfragen. Der Bund soll da keine Vorschriften machen.»</h3><p>Da die Schweizer Landwirte kaum noch von ihren Produkten leben können, steuert der Bund über die Subventionen, was wirtschaftlich sinnvoll produziert werden kann. Der defizitärste Bereich ist die Produktion tierischer Nahrungsmittel. Am meisten Subventionen werden für die Fleisch-, Milch-, und Zuckerproduktion ausbezahlt. Wobei die Zuckerindustrie aus den Zuckerrüben etwa gleichviel <a href="https://www.zucker.ch/futtermittel" target="_blank">Futtermittel</a> herstellt, wie Zucker und somit auch einen Teil der Tierwirtschaft darstellt.<br />Die Schweizer Landwirte produzieren also nicht was der Markt verlangt, sondern was der Bund subventioniert. Dies gilt insbesondere für den konventionellen Tierhaltungsbereich. <br />Doch auch auf den Nachfragebereich der Konsumenten nimmt der Bund heute grossen Einfluss: Er subventioniert jedes Jahr die Fleischwerbung mit rund 6 Millionen Franken. Und durch die Subventionen im Produktionsbereich ermöglicht er Fleisch zu Dumpingpreisen im Laden. Würden diese beiden Punkte wegfallen, dürfte der Fleischkonsum stark sinken, da dann pflanzliche Produkte konkurrenzfähiger sind und rund die Hälfte der Plakate mit Fleischwerbung wegfallen.<br />Heute müssen <a href="https://www.sbv-usp.ch/de/services/agristat-statistik-der-schweizer-landwirtschaft/grafiken#prettyPhoto[gal18204]-7" target="_blank">zwei Drittel der pflanzlichen Lebensmittel importiert</a> werden. In diesem Bereich könnte der Selbstversorgungsgrad stark erhöht werden, wenn die Ackerflächen wieder für die Lebensmittelproduktion freigegeben würden.<br />Was, wenn die Fleischnachfrage weniger (schnell) sinkt, als die Fleischproduktion? Heute wird die defizitäre Fleischproduktion künstlich mit Steuergeldern am Leben erhalten. Wenn diese staatliche Förderung zumindest zum Teil zu pflanzlichen Produkten verlagert wird, können viele Landwirte vermehrt pflanzliche Lebensmittel anbauen und somit auf ihren Äckern <a href="/land" target="_blank">mehr Lebensmittel</a> produzieren. Eine mögliche Produktionslücke im Fleischbereich kann durch vorübergehende Importe ausgeglichen werden. Die Importe würden sich also von pflanzlichen zu tierischen Produkten verlagern. Mengenmässig dürften sie aber auf jeden Fall deutlich geringer als heute ausfallen.<br />Die Gegner der Initiative warnen vor Importen, welche unsere Umweltstandards nicht einhalten. Gleichzeitig lehnen sie aber auch den Teil der Initiative ab, der für mehr Biodiversität, Bodenfruchtbarkeit und sauberes Trinkwasser im Inland sorgt.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/landverbrauch.jpg" alt="Landverbrauch pro kg Nahrungsmittel" class="align-center" /><h3>«Der Bund soll nicht vorschreiben, was wir essen dürfen»</h3><p>Die Initiative enthält keinerlei Vorschriften zur Ernährungsweise. Sie würde aber die heute einseitig auf Fleisch- und Milchkonsum ausgerichtete Subventionspolitik des Bundes beenden. Die einseitige Subventionierung der Fleischwerbung mit jährlich rund 6 Millionen Franken würde aufhören.</p><p>Derzeit erhalten alleine die Rinderzuchtverbände, welche die Leistung der krankheitsanfälligen Hochleistungsrinder noch weiter steigern, 24 Millionen Franken Steuergelder pro Jahr. Für die Pflanzenzucht gibt der Staat nur rund 7 Millionen jährlich aus. Damit werden die Schweizer Rinder noch mehr von (importiertem) Kraftfutter abhängig. Auch diese <a href="https://www.ktipp.ch/artikel/artikeldetail/milchkuehe-millionen-von-steuerfranken-fuer-die-zucht-von-turbokuehen" target="_blank">einseitige Bevorzugung tierischer Produkte</a> würde die Initiative korrigieren.</p><p>Selbst die angestrebten 70 % Selbstversorgungsgrad liessen sich ohne drastische Ernährungsveränderungen seitens der Bevölkerung erreichen, wie mehrere Berechnungen belegen.<span class="fussnotenlink">5</span> Würden auf den fruchtbaren Ackerflächen weniger Futtermittel und mehr pflanzliche Lebensmittel angebaut, ginge der Import von pflanzlichen Lebensmittel stark zurück, während der Import von Fleisch nicht so stark ansteigen würde. Dies liegt daran, dass von derselben Ackerfläche viel mehr Nahrungskalorien erzeugt werden können, wenn man direkt für die menschliche Ernährung produziert (Verkürzung der Nahrungskette). Das importierte Fleisch würde den Import von Futtermitteln stark reduzieren, da für ein Kilogramm Fleisch ein Vielfaches an Futtermitteln benötigt werden.</p><p>Aus Saldo 13/2026 vom 26.8.2026:</p><a href="https://www.saldo.ch/artikel/artikeldetail/schweizer-bauern-setzen-zu-sehr-auf-tierhaltung"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/saldo_tierhaltung.webp" alt="salso-Artikel Screenshot" /></a><p> </p><p>Infosperber, 26.7.2026: </p><a href="https://www.infosperber.ch/wirtschaft/landwirtschaft/der-konsum-von-fleisch-muesste-stark-reduziert-werden-falsch/"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/infosperber_fleischkonsum_initiative.webp" alt="Screenshot des Artikels im Infosperber" /></a><p> </p><p>Natürlich kann man den Selbstversorgungsgrad noch deutlich mehr steigern und die Importe reduzieren, wenn der Konsum tierischer Produkte spürbar gesenkt wird, aber für die 70 % ist es nicht zwingend nötig, wenn alle anderen Massnahmen umgesetzt werden. Langfristig würde der Fleischkonsum durch die Massnahmen jedoch sinken – ganz ohne jeden Zwang, durch weniger Fleischwerbung, Aufklärung über die Notwendigkeit einer vermehrt pflanzlichen Ernährung und weniger einseitige (finanzieller) Bevorzugung der Fleischproduktion. Der leicht erhöhte Fleischimport wäre also nur kurzfristig in der Übergangsphase notwendig – falls überhaupt. Langfristig könnte sich der Fleischimport sogar auf tieferem Niveau einpendeln, als heute.</p><h3>«Die Initiative führt zu mehr Fleischimporten»</h3><p>Wie oben aufgezeigt, kann die Initiative umgesetzt werden, ohne dass sich das Konsumverhalten in der Schweiz ändert: Durch vermehrten Anbau von pflanzlichen Lebensmitteln statt Futtermitteln auf den fruchtbaren Äckern wird der Import von pflanzlichen Lebensmitteln stark reduziert. Derzeit müssen <a href="https://www.sbv-usp.ch/de/services/agristat-statistik-der-schweizer-landwirtschaft/grafiken#prettyPhoto[gal18204]-7" target="_blank">zwei Drittel</a> unserer pflanzlichen Nahrungsmittel (Gemüse, Früchte, Getreide, Hülsenfrüchte...) importiert werden.<br />Theoretisch stimmt es, dass dies auch dazu führen würde, dass bei gleichbleibendem Fleischkonsum der Import von Fleisch leicht erhöht werden muss, da die Initiative keinerlei Ernährungsvorschriften für die Bevölkerung enthält. Allerdings bewirkt die Initiative eine freiwillige Reduktion des heutigen Fleischkonsums, indem der Bund keine Steuergelder mehr für Fleischwerbung ausgibt. Diese Gelder können durch die Initiative zur Bewerbung von gesunden pflanzlichen Lebensmitteln hin verlagert werden. <br />Zudem würde die Förderung des Bundes von pflanzlichen Lebensmitteln die <a href="/preisvergleich-fleischalternativen-2026">Preisdifferenz</a> zwischen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln zugunsten gesunder, pflanzlicher Lebensmittel verändern.<br />Diese beiden Massnahmen (Werbung und Preis)  würden den Fleischkonsum zugunsten pflanzlicher Lebensmittel reduzieren, ohne dass irgend jemand zu etwas gezwungen wird. Langfristig kann es also durchaus sein, dass der Fleischimport gegenüber heute durch die Initiative sinken wird.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/DerFeineUnterschied.webp" alt="Schweizer Hülsenfrüchte - Der feine Unterschied." width="42.93%" class="align-center" /><h3>«Selbstversorgungsgrad steigern ist gut, aber nicht so»</h3><p>Der mit Abstand grösste Hebel zur Steigerung des Selbstversorgungsgrades ist die Verkürzung der Nahrungskette. Keine andere Massnahme kann so viele Kalorien einsparen, wie diese einfache Umstellung. Dadurch kann man auf derselben Fläche ein Vielfaches an Nahrungskalorien produzieren. Wenn man diese wichtigste Massnahme ablehnt, lehnt man auch die Erhöhung des Selbstversorgungsgrades ab und hält die Schweiz weiterhin von Importen abhängig. Es erstaunt, dass gerade diejenigen Kreise, welche Abhängigkeiten vom Ausland ablehnen, bei der Ernährung alles dafür tun, dass diese Abhängigkeit aufrechterhalten bleibt.<br />Dass die Ernährung der grösste Hebel für einen besseren Selbstversorgungsgrad ist, wissen auch die Gegner der Initiative. Sie behaupten sogar, dass <a href="https://www.baizer.ch/aktuell?artID=10061&amp;lvl=2" target="_blank">70 % Selbstversorgungsgrad nur mit rein pflanzlicher Ernährung erreicht werden kann</a>. Die naheliegendste Lösung für das Problem der Auslandabhängigkeit wird damit zugegeben, doch die Ablehnung der pflanzlicheren Ernährung ist so stark, dass sie im Krisenfall lieber hungern, als der Initiative eine Chance zu geben.</p><p>Der Bund hat schon jetzt einen Verfassungsauftrag zur sicheren Versorgung der Bevölkerung (<a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de#art_104" target="_blank">Bundesverfassungsartikel 104</a>). Mit einem Selbstversorgungsgrad von weniger als 50 % kommt er diesem Auftrag aber nicht nach. Die Initiative würde diesem Auftrag Nachdruck verleihen indem mit ihrer Annahme ein Netto-Selbstversorgungsgrad von 70 % zumindest angestrebt würde.</p><p>Den Politikern ist durchaus klar, dass die heutige starke Abhängigkeit von Importen eine Gefahr für Krisenzeiten darstellt. Doch statt das Problem an der Wurzel zu entschärfen, <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/bireweich-oder-bitternoetig-der-bund-ruft-die-bevoelkerung-auf-einen-notvorrat-anzulegen" target="_blank">empfehlen sie der Bevölkerung einen Notvorrat</a> anzulegen und lehnen die Ernährungsinitiative als Teil der Lösung ab.</p><h3>«Die Initiative richtet sich gegen die Bauern»</h3><p>Heute leben die Schweizer Bauern, welche Milch oder Fleisch produzieren, grossteils von <a href="https://www.iwp.swiss/publikationen/landwirtschaftssubventionen-ein-entscheid-gegen-den-markt" target="_blank">Staatsgeldern</a>. Sie haben dennoch ein geringes Einkommen und die Überproduktion drückt weiter auf die Preise. Die <a href="/traumatisierte-tierhalter">Suizidrate ist unter Landwirten</a> sehr hoch. Es muss sich – auch für die Bauern – etwas ändern. Die Initiative bietet hier eine echte Hilfe. Sie fördert die Landwirtschaft durch Unterstützung in der Umstellung auf eine nachhaltigere Produktion. Derzeit müssen z.B. Hersteller von Fleischalternativen wie <a href="https://thegreenmountain.ch/" target="_blank">The Green Mountain</a> und <a href="https://eatplanted.com/" target="_blank">Planted</a> ihr Erbsenprotein vollständig aus dem Ausland importieren, da in der Schweiz das Land für Fleisch- und Milchproduktion verwendet wird. Die Initiative würde die Schweizer Landwirtschaft bei der Neuausrichtung mit Forschung, Beratung und Ausbildung unterstützen.<br />Die Bestände an Milchkühen und Schweinen nehmen seit Jahren ab. Eine Veränderung kommt deshalb auf jeden Fall auf die Schweizer Landwirtschaft zu. Ohne die Initiative gibt es hierfür jedoch keinerlei Unterstützung vom Bund, der dann weiterhin auf Fleisch- und Milchproduktion fokussiert bleibt, obwohl sich der Markt in eine andere Richtung bewegt.<br />Die Initiative bietet deshalb eine grosse Chance für alle in der Landwirtschaft Tätigen, sich auf die neuen Marktverhältnisse anzupassen.</p><h3>«70 % Selbstversorgung in nur 10 Jahren ist unmöglich»</h3><p>Es stimmt, dass die Initiative das 70-Prozent-Ziel anstrebt und dafür den zeitlichen Rahmen von 10 Jahren vorgibt. Ein bestimmtes Ziel innerhalb einer bestimmten Zeit anzustreben ist aber nicht das Gleiche, wie es zwingend bis dann erreicht haben zu müssen. Die Initiative versucht lediglich, eine klare Richtung mit einem zwar ambitionierten, aber durchaus erreichbaren Ziel vorzugeben. Das Parlament weiss, dass es bei der Umsetzung von Initiativen einen Spielraum hat. Diesen hat es z.B. auch bei der <a href="https://www.srf.ch/news/begrenzungsinitiative/begrenzungsinitiative-es-begann-mit-dem-ja-zur-masseneinwanderungsinitiative" target="_blank">Masseneinwanderungsinitiative</a> und bei der Ausschaffungsinitiative genutzt. Wobei mit der Ernährungsinitiative, die <a href="https://mailchi.mp/initiative-sichere-ernaehrung/medienmitteilung-juli-2026-aufsichtsbeschwerde" target="_blank">Initianten selbst klar vorgeben</a>, dass die 70 % zwar angestrebt werden sollen, es aber nicht innerhalb 10 Jahren um jeden Preis umgesetzt werden muss. Da das heutige Parlament dafür verantwortlich ist, dass die Fleischindustrie massiv gegenüber dem Pflanzenanbau bevorzugt wird, ist ein gewisser Druck von der Initiative notwendig, damit überhaupt eine Veränderung angestossen werden kann.</p><p>In den vergangenen 20 Jahren hat der Selbstversorgungsgrad von 57 % auf 42 % abgenommen. Die Politik ist offenbar unfähig oder nicht gewillt, diesen Trend zu ändern. Deshalb braucht es diese Volksinitiative. Die Lebensmittel-Abhängigkeit vom Ausland darf nicht immer mehr zunehmen. </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Entwicklung-Selbstversorgungsgrad_2005-2024_DE.webp" alt="Selbstversorgungsgrad ist innert 10 Jahren von 57% auf 42% gesunken." width="38.21%" class="align-center" /><p>Gemäss einer <a href="https://www.agrarforschungschweiz.ch/2025/12/wege-zu-einer-markanten-erhoehung-des-selbstversorgungsgrades-bei-weniger-umweltbelastung/" target="_blank">Studie von 2025 der ETH Zürich mit dem FiBL</a> wäre sogar ein Selbstversorgungsgrad von über 100 % zu erreichen, wenn man die nötigen Massnahmen konsequent umsetzt. Dazu gehören vor allem: Vermeidung von Food-Waste und die Nutzung der Ackerflächen für die Lebensmittelproduktion statt Futtermittelherstellung (Feed-no-Food-Strategie). Gleichzeitig würde die Umweltbelastung durch die Nahrungsmittelproduktion stark gesenkt. </p><p>Im Parlament haben die Gegner der Initiative vorgebracht, dass man zuletzt einen Selbstversorgungsgrad von über 70 % im Zweiten Weltkrieg hatten und man eine solche «Anbauschlacht» wie damals nicht nochmals wolle. Dabei scheinen sie zu vergessen, dass sich die Landwirtschaft in den letzten 100 Jahren weiterentwickelt hat. Die Bauern pflügen die Äcker nicht mehr mit Ochsen und die heutigen Nutzpflanzen sind deutlich ertragreicher. Deshalb ist ein Vergleich mit der Landwirtschaft vor rund 100 Jahren nicht sinnvoll. Wie die oben zitierte ETH-Studie aufzeigt, ist mit den heutigen Mitteln ein Selbstversorgungsgrad von weit über 70 % problemlos möglich, nur ist dies offensichtlich von den Politikern nicht gewollt.</p></div><h3>Fazit</h3><p>Die heutige einseitige Bevorzugung der Fleisch- und Milchproduktion auf Kosten der Umwelt und Gesundheit würde durch die Initiative beendet werden. Der Bund würde die Fleischwerbung nicht mehr finanziell unterstützen. Im Gegensatz zu heute würde statt der Fleischproduktion vermehrt die pflanzliche Lebensmittelproduktion gefördert. Landwirte, die von der defizitären Tierproduktion auf die Produktion pflanzlicher Lebensmittel umsteigen wollen, würden durch die Initiative vom Bund Unterstützung erhalten. <br />Weder Landwirte noch Konsumenten würden jedoch zu irgend etwas gezwungen. </p><p>In der heutigen unsicheren Zeit reicht es nicht einen <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/bireweich-oder-bitternoetig-der-bund-ruft-die-bevoelkerung-auf-einen-notvorrat-anzulegen" target="_blank">Notvorrat</a> anzulegen, wie es der Bund empfiehlt. Man muss auch etwas zur Ernährungssicherheit im Inland tun. Diese Initiative bietet die Gelegenheit dazu.</p><p>Im Parlament hat im <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=71146" target="_blank">Nationalrat</a> und im <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=71128" target="_blank">Ständerat</a> keine einzige Person für die Initiative gestimmt. Auch der <a href="https://www.admin.ch/de/nsb?id=103125" target="_blank">Bundesrat</a> lehnt die Initiative ab. Die SP, Grüne und GLP wollten in einem <a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2025/20251217154127212194158159026_bsd120.aspx" target="_blank">Gegenvorschlag</a> die Förderung der pflanzlichen Ernährung ganz herausstreichen, kamen damit aber nicht durch. Wenn es um die Förderung einer pflanzlicheren Ernährung geht, kann man von keiner Seite mit politischer Unterstützung rechnen. Diese Initiative ermöglicht es aber der Bevölkerung den einseitigen Weg der Fleischförderung zu beenden und einen nachhaltigeren Weg einzuschlagen.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li><a href="https://drive.google.com/file/d/1Zv7whlEy0UOCpu1_Fgv9cs8Jipe6Nle0/view" target="_blank">Initiativtext</a></li><li>Stellungnahme des Bundesrates, dass 78 % der Landwirtschaftssubventionen der Tierhaltung zufliessen: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243793" target="_blank">Interpellation: Absatzförderung im Einklang mit einer standortangepassten, nachhaltigen Produktion</a></li><li>Agristat: <a href="https://www.sbv-usp.ch/de/services/agristat-statistik-der-schweizer-landwirtschaft/grafiken#prettyPhoto[gal18204]-7 " target="_blank">Selbstversorgungsgrad nach Nahrungsmittel</a></li><li>Greenpeace Schweiz: «<a href="https://www.greenpeace.ch/de/publikation/63781/der-futtermittel-schwindel/" target="_blank">Der Futtermittel-Schwindel</a>», 2.2.2021</li><li>Saldo: <a href="https://www.saldo.ch/artikel/artikeldetail/schweizer-bauern-setzen-zu-sehr-auf-tierhaltung" target="_blank">Schweizer Bauern setzen zu sehr auf Tierhaltung</a>, 26.8.2026; Infosperber: <a href="https://www.infosperber.ch/wirtschaft/landwirtschaft/der-konsum-von-fleisch-muesste-stark-reduziert-werden-falsch/" target="_blank">Der Konsum von Fleisch müsste «stark reduziert» werden: falsch!</a>, 26.7.2026; Infosperber: <a href="https://www.infosperber.ch/wirtschaft/landwirtschaft/ernaehrungsinitiative-niemand-muss-weniger-fleisch-essen/" target="_blank">Ernährungsinitiative: Niemand muss weniger Fleisch essen!</a>, 28.8.2026</li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/unterstuetzung-ernaehrungssicherheit">Swissveg unterstützt die kommende Initiative für mehr Ernährungssicherheit</a>, 26.2.2023</li><li><a href="https://doi.org/10.34776/afs16-212" target="_blank">Wege zu einer markanten Erhöhung des Selbstversorgungsgrades bei weniger Umweltbelastung.</a> Agrarforschung Schweiz, 16, 212–224. <a href="https://doi.org/10.34776/afs16-212">https://doi.org/10.34776/afs16-212</a></li><li><a href="https://biozyklisch-vegan.org/faq/" target="_blank">Bio-vegane Landwirtschaft</a></li><li>Transfarmation: <a href="https://www.transfarmation.ch" target="_blank">Beratung für Landwirtschafts­betriebe für eine zukunfts­fähige Land­wirtschaft</a> (noch nicht staatlich gefördert)</li><li>Homepage der Initiative: <a href="https://www.initiative-fuer-eine-sichere-ernaehrung.ch/" target="_blank">Initiative für eine sichere Ernährung</a></li><li>Das <a href="/V-Label-Vegan-Agriculture">V-Label für (bio-)vegane Landwirtschaft</a>.</li><li>Infosperber: <a href="https://www.infosperber.ch/wirtschaft/landwirtschaft/ernaehrungsinitiative-bundesrat-verheddert-sich-in-widersprueche/" target="_blank">Ernährungsinitiative: Bundesrat verheddert sich in Widersprüche</a>, 23.7.2026</li><li>Infosperber: <a href="https://www.infosperber.ch/wirtschaft/landwirtschaft/der-konsum-von-fleisch-muesste-stark-reduziert-werden-falsch/" target="_blank">Der Konsum von Fleisch müsste «stark reduziert» werden: falsch!</a>, 26.7.2026.<br>&nbsp;</li></ul></div> Fri, 14 Aug 2026 05:40:43 +0000 Renato 4230 at https://www.swissveg.ch Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus. https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2026?language=en <span>2026 survey shows: V-Label is extending its lead as the best-known vegan label.</span> <span><span lang="" about="/en/user/2986" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Lubo</span></span> <span>Mon, 07/13/2026 - 09:09</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Back in the 2024 survey, the V-Label was already by far the best-known label for the labelling of vegan products. The new survey from June 2026 now shows that the V-Label has further consolidated its leading position.</p><h2>More than two-thirds of the population are familiar with the V-Label</h2><p>69% of the total Swiss population are familiar with the V-Label. This is around 1.5% more than in 2024. Well over 90% of vegans and vegetarians are familiar with the V-Label. And even amongst flexitarians, 76% are familiar with it.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/V-Label%20_Umfrage_Bekanntheit-2_2026_ENG.webp" data-entity-uuid="097d9a75-611e-4971-8c6b-a7a653c9a5b0" data-entity-type="file" alt="" width="1890" height="1536" /><p>By way of comparison: the Vegan Society’s ‘Vegan Flower’ logo has continued to lose ground in terms of recognition, falling from 26% to just 19%. Almost 80% of the Swiss population are unfamiliar with the Vegan Flower.</p><p>Long term, too, the V-Label is becoming increasingly well known: in our first survey on the subject, in 2017, only 47% of the general public were aware of it. Today (2026), that figure has risen to 69%.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2_ENG.webp" data-entity-uuid="26deb07d-f6dd-4aaa-bf72-28a3c3e8cdaf" data-entity-type="file" alt="" width="1890" height="1536" /><h2>Perception of the V-Label</h2><p>The V-Label is not only well known but also enjoys a positive reputation. Over 91% perceive the V-Label as positive or neutral. Only 5% perceive it as negative. In contrast, almost 60% have a positive view of the label.</p><p>And trust in the V-Label has also continued to rise, from 81% to 83%.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen_EN.webp" alt="And trust in the V-Label has also continued to rise, from 81% to 83%." /><h2>Which people know the V-Label best?</h2><p>As well as vegans, vegetarians and flexitarians, there are other groups who are more familiar with the V-Label than average.<br />Almost 90% of people in education are familiar with the V-Label. It is also particularly well known amongst young people: 87% of 15 to 29-year-olds are familiar with it.<br />The V-Label also enjoys a particularly high level of trust amongst people on higher incomes and those with a higher level of education.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>The representative survey was carried out by YouGov on behalf of Swissveg between 15 and 24 June 2026. The survey involved 1,020 people aged between 15 and 79 who live in Switzerland.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/umfrage_deklaration_26">Survey 2026: The most popular way to label vegan products</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/label-survey_2024">V-Label-Survey 2024</a></li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 07:11:37 +0000 Renato 4213 at https://www.swissveg.ch Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte https://www.swissveg.ch/de/umfrage_deklaration_26?language=en <span>The most popular way to label vegan products</span> <span><span lang="" about="/en/user/2986" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Lubo</span></span> <span>Mon, 07/13/2026 - 08:53</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">How should vegan products be labelled to maximise sales?<br />To find this out, Swissveg commissioned a representative survey from YouGov.</p><p>The results are clear: across all the relevant customer groups (vegans, vegetarians and flexitarians), there is a preference for the official V-Label. All other types of labelling (or no vegan labelling at all) are significantly less preferred.<br />Only amongst omnivores was ‘I don’t know’ the most common response, as they are apparently not interested in vegan labelling or simply do not care.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/V-Label%20_Umfrage_Produkt-kaufen_2026_ENG.webp" data-entity-uuid="323c681f-8991-4e56-bcbf-0dff535f6189" data-entity-type="file" alt="" width="2363" height="1536" /><p> </p><h2>Plant-based instead of vegan?</h2><p>There is a recurring debate about whether it is better to label a product as ‘plant-based’ rather than ‘vegan’. Apart from the fact that these terms are not synonyms, the survey clearly shows that, whilst ‘plant-based’ is better received by flexitarians and omnivores than the word ‘vegan’, a ‘vegan’ label is significantly more appealing. Even no labelling at all is generally preferred to the label ‘plant-based’.</p><p>It is also clear that the term ‘vegan’ on its own is perceived quite differently from a certification label. Even though the term ‘vegan’ is also included in the V-Label, the V-Label still enjoys by far the greatest acceptance amongst consumers.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe_ENG.webp" data-entity-uuid="192da01c-359a-45db-b635-0e2e01e38249" data-entity-type="file" alt="" width="2363" height="1536" /><p> </p><p> </p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>The representative survey was carried out by YouGov on behalf of Swissveg between 15 and 24 June 2026. The survey involved 1,020 people aged between 15 and 79 who live in Switzerland.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/label-umfrage_2026">V-Label-Survey 2026</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/en/label-survey_2024">V-Label-Survey 2024</a></li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 05:27:13 +0000 Renato 4214 at https://www.swissveg.ch Sommersession 2026 https://www.swissveg.ch/de/sommersession-2026?language=en <span>Sommersession 2026</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566?language=en" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Fri, 05/29/2026 - 09:58</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Die Sommersession der Räte findet vom 1. bis 19. Juni 2026 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.<br />Viele Geschäfte mussten in dieser Session leider auf später verschoben werden.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244695" target="_blank">24.4695 Postulat</a>: Alternativen zu Tierversuchen. Forschungsstandort Schweiz stärken!</h2><p>Es soll überprüft werden welche Alternativen zu Tierversuchen im Ausland bereits angewendet werden und diese möglichst auch in der Schweiz einsetzen. Zum aktuellen Stand der Tierversuche haben wir hier eine <a href="https://www.swissveg.ch/de/stand-tierversuche" target="_blank">Zusammenstellung</a> veröffentlicht. Der Bundesrat setzt nach wie vor fast ausschliesslich auf das 3R-Prinzip (Replace, Reduce, Refine). Dieses hört sich zwar schön an, hat in den vergangenen Jahrzehnten jedoch viel weniger bewirkt, als man erhofft hatte. Der Bundesrat ist der Meinung, dass die aktuell laufenden Programme genügen und lehnt dieses Postulat ab.</p><p><em>Ein Entscheid darüber wurde verschoben.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20244697" target="_blank">24.4697 Motion</a>: Nationales Forschungsprogramm für Organs-on-a-Chip</h2><p>Es soll ein nationales Forschungsprogramm für die Organ-on-Chip-Technologie lanciert werden. Damit könnten Tierversuche durch eine reproduzierbare, wissenschaftlichere Methode ersetzt werden. Der Bundesrat meint dazu, dass es bereits heute Forschungen in diesem Bereich gebe, die vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mitfinanziert werden. Es brauche keine extra Plattform für dieses Thema.</p><p><em>Ein Entscheid darüber wurde verschoben.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253277" target="_blank">25.3277 Motion</a>: Kürzung der Tierwohlbeiträge aufheben</h2><p>Vom Bund erhält man Subventionen, wenn man beim Programm "besonders tierfreundliche Stallhaltungssysteme" (BTS) mit macht. Diese Beiträge wurden 2024 gekürzt. Diese Kürzung soll diese Motion rückgängig machen. Zum Beispiel soll pro Rind jährlich wieder 90 CHF ausbezahlt werden, statt 75 CHF.</p><p><em>Ein Entscheid darüber wurde verschoben.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253371" target="_blank">25.3371 Motion</a>: Milchproduzenten sollen Interessenvertretungen der Schweizer Milchproduzenten nicht mehr unterstützen müssen</h2><p>Heute sind alle Milchproduzenten verpflichtet Beiträge an ihre Interessensvertreter (z.B. Schweizer Milchproduzenten [SMP]) zu bezahlen. Die SMP erhält somit garantierte zusätzliche Einnahmen für ihre Milchwerbung. Diese Motion will diese gesetzliche Verpflichtung aufheben.</p><p><em>Ein Entscheid darüber wurde verschoben.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253377" target="_blank">25.3377 Motion</a>: Weniger Antibiotikaeinsatz durch muttergebundene Kälberaufzucht</h2><p>Der Bund soll die muttergebundene Kälberaufzucht finanziell unterstützen, da damit die Kälbergesundheit gefördert und damit auch der Antibiotikaeinsatz reduziert werden könnte. Heute hat die übliche Kälberaufzucht ein gravierendes Problem, da sie kaum ohne Antibiotikagaben möglich ist.</p><p><em>Ein Entscheid darüber wurde verschoben.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20263515" target="_blank">26.3515 Motion</a>: Nachhaltigen Schutz der Kulturen im Zuckerrübenanbau sicherstellen</h2><p>Der Zuckerrübenanbau hat in der Schweiz eine Sonderstellung: Neben den tierischen Produkten wie Milch und Fleisch, sind die Subventionen für den Zucker am höchsten. Dies hat unter anderem damit zu tun, dass von diesen Subventionen mehrere Lobbys profitieren: Aus 3 kg Zuckerrüben wird nur ein Kilogramm Zucker, aber 2 kg Futtermittel hergestellt. Deshalb wäre eine Verlagerung der Zuckerproduktion ins Ausland auch für die Schweizer Tierhalter von Nachteil. Diese Motion möchte nun neben den üblichen Anbausubventionen und den Subventionen für die «Schweizerische Fachstelle für Zuckerrübenanbau» zusätzlich Subventionen für die Forschung zu besseren Pflanzensorten, da der Zuckerrübenanbau umwelttechnisch problematisch ist.</p><p><em>8.6.2026: Der Nationalrat hat die Motion angenommen. Nun geht es in den Ständerat.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253231" target="_blank">25.3231 Motion</a>: Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl</h2><p>In dieser Session geht die Diskussion um diesen Vorstoss weiter: Es geht darum die Vorschriften beim RAUS-Programm zu verwässern. Beim RAUS-Programm erhalten die Tierhalter zusätzliche Subventionen, wenn Sie ihre Tiere regelmässigen Auslauf ins Freie gewähren.</p><p><em>2.6.2026: Nach dem Nationalrat hat nun leider auch der Ständerart dieser Abschwächung der RAUS-Verordnung zugestimmt.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250402" target="_blank">25.402 Parlamentarische Initiative</a>: Indirekter Gegenentwurf zur Feuerwerks-Initiative</h2><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240080" target="_blank">24.080 Geschäft des Bundesrates</a>: «Für eine Einschränkung von Feuerwerk». Volksinitiative</h2><p>In dieser Session wird über die <a href="https://www.feuerwerksinitiative.ch" target="_blank">Feuerwerksinitiative</a> und den indirekten Gegenvorschlag diskutiert. Die Initiative möchte, dass kein lärmendes Feuerwerk an Privatpersonen verkauft werden darf. Für Anlässe von überregionaler Bedeutung, kann eine Ausnahmebewilligung erteilt werden. Der Gegenvorschlag möchte hingegen nur, dass darauf geachtet werden soll, dass Menschen und Tiere nicht <u>übermässig</u> gefährdet werden und dass sie mit der Umwelt verträglich sind.</p><p><em>19.6.2026: Die Initiative wird abgelehnt. Auch der Gegenvorschlag wurde in der Schlussabstimmung abgelehnt.</em></p><p> </p><h2><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Stopfleberinitiative.webp" alt="Logo der Stopfleber-Initiative" width="14.51%" class="align-left" /><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240089" target="_blank">24.089 Geschäft des Bundesrates</a>: «Ja zum Importverbot für Stopfleber (Stopfleber-Initiative)». Volksinitiative</h2><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250404" target="_blank">25.404 Parlamentarische Initiative</a>: Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative</h2><p>Der Gegenvorschlag zur <a href="https://stopfleber-initiative.ch" target="_blank">Stopfleber-Initiative</a> möchte es vorerst bei einer Deklarationspflicht belassen und erst aktiv werden, wenn die importierte Menge nach fünf Jahren seit Inkrafttreten der Deklarationspflicht nicht merklich reduziert hat.</p><p><em>8.6.2026: Der Ständerat hat die Frist zur Bearbeitung um ein Jahr verlängert. Er hat also nicht entschieden, ob er die Initiative unterstützen will.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20233941" target="_blank">23.3941 Motion</a>: Kultiviertes Fleisch. Innovation fördern statt überregulieren!</h2><p>Die Motion soll die Zulassungsprozesse und Bewilligungsverfahren für kultiviertes Fleisch und Lebensmittel, die mittels Präzisionsfermentation produziert wurden, vereinfachen und beschleunigen. Im Nationalrat wurde diese Motion bereits im Mai 2025 angenommen. Nun muss noch der Ständerat darüber entscheiden.</p><p><em>8.6.2026: Nachdem der Nationalrat die Motion am 7.5.2025 angenommen hatte, hat sie nun der Ständerat abgelehnt. Damit wird sie leider doch nicht umgesetzt.</em></p><p> </p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/sessionen?language=de">Sessionen</a></li><li><a href="/fruehlingssession-2026">Frühlingssession 2026</a></li><li><a href="/wintersession-2025">Wintersession 2025</a></li><li><a href="/sommersession-2025">Sommersession 2025</a></li><li>Aktuelles zur Session: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/aktuelle-session" target="_blank">parlament.ch</a></li></ul></div> Fri, 29 May 2026 07:58:43 +0000 Renato 4202 at https://www.swissveg.ch Frühlingssession 2026 https://www.swissveg.ch/de/fruehlingssession-2026?language=en <span>Frühlingssession 2026</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566?language=en" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Tue, 03/03/2026 - 14:26</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Die Frühlingssession der Räte findet vom 2. bis 20. März 2026 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253231" target="_blank">25.3231 Motion:</a> «Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl»</h2><p>(Dienstag, 10.3.26, zwischen 8 und 13 Uhr) Die <a href="https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2013/765/de#art_75" target="_blank">RAUS-Verordnung</a> («Regelmässiger Auslauf im Freien RAUS») soll abgeschwächt werden. Der vorgeschriebene Auslauf auf eine Weide oder einen Aussenlauf soll durch einen sogenannten Innen-Auslauf kompensiert werden. Dabei ist ein Teil des Stalls unter freiem Himmel.<br />Der Bundesrat lehnt diese Motion ab. Der Ständerat hat sie angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br />Dieselbe Motion wurde auch im Nationalrat eingereicht: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253228" target="_blank">25.3228</a>.</p><p><em>10.3.2026: Die Motion wurde vom Nationalrat (mit Änderungen) angenommen.</em></p><p><a href="https://stopfleber-initiative.ch" target="_blank"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Stopfleberinitiative.webp" alt="Logo Stopfleber-Initiative" width="21.7%" class="align-right" /></a></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240089" target="_blank">24.089 Volksinitiative:</a> «Ja zum Importverbot für Stopfleber (<a href="https://stopfleber-initiative.ch" target="_blank">Stopfleber-Initiative</a>)». </h2><p>Und: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250404" target="_blank">Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative</a> .</p><p><em>Der Nationalrat hat einen weniger weit gehenden Gegenvorschlag angenommen und die Initiative abgelehnt.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253212" target="_blank">25.3212 Postulat:</a> Wissenschaftliche Alternativen zur Lebensmittelpyramide</h2><p>Vordergründig geht es hier zwar nur um eine andere Darstellung der Ernährungsempfehlungen. Indirekt möchte der Motionär aber auch das Fleisch wieder vermehrt ins Zentrum der Empfehlungen rücken.</p><p><em>12.3.2026: Der Nationalrat hat das Postulat angenommen.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253421" target="_blank">25.3421 Motion: </a>PFAS-Grenzwerte unter Berücksichtigung der Auswirkungen, insbesondere für die Landwirtschaft oder die Wasserversorger, sachgerecht festlegen und Massnahmen zur Unterstützung der Landwirtschaft einleiten</h2><p>Mit dieser Motion soll es erlaubt sein Fleisch (und andere tierische Produkte), dass zu stark mit PFAS belastet ist mit unbelastetem Fleisch zu vermischen, um die Grenzwerte zu erreichen. Damit soll erreicht werden, dass man auch sehr stark belastete tierische Produkte in den Verkauf bringen kann.</p><p><em>5.3.2026: Die Motion wurde im Ständerat angenommen nachdem sie auch im Nationalrat am 9.9.2025 angenommen wurde.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243030" target="_blank">24.3030 Postulat: </a>Tierspezifische Brandschutzvorschriften für Ställe</h2><p>Immer wieder sterben Tiere bei Bränden von Ställen. Deshalb soll es bessere Brandschutzvorschriften geben. Der Bundesrat argumentiert, dass es die Aufgabe der Kantone sei entsprechende Vorschriften zu erlassen und lehnt deshalb das Postulat ab.</p><p><em>18.3.26: Das Postulat wurde zurückgezogen.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243177" target="_blank">24.3177 Motion:</a> Jagdbanngebiete erhalten und vor übermässigem Schaden schützen</h2><p>Die Motion möchte, dass es für Hobbyjäger einfacher wird Wild in Jagdbanngebieten zu erschiessen, wenn es «notwendig» ist.</p><p><em>19.3.26: Die Motion wurde zurückgezogen.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254464" target="_blank">25.4464 Motion:</a> Einführung einer Gesetzesgrundlage für den regulierten Abschuss von Wölfen bei Überschreitung eines vordefinierten Schwellenwerts</h2><p>Der Bundesrat soll beauftragt werden, die gesetzlichen Grundlagen zu verabschieden, die den Abschuss von einzelnen Wölfen oder Rudeln erlauben, sobald die Wolfspopulation eine vordefinierte Anzahl Tiere erreicht. </p><p><em>19.3.26: Der Ständerat hat die Motion angenommen.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254486" target="_blank">25.4486 Interpellation:</a> Gibt es eine Nahrungskonkurrenz bei bestäubenden Insekten?</h2><p>Die einseitige Förderung der <a href="/honig">Honigbiene (als Nutztier)</a> kann Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Die Interpellation fordert eine genaue Analyse was für Auswirkungen der Bestand an Honigbienen auf die Wildbienen und andere bestäubende Insekten hat.</p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20223809" target="_blank">22.3809 Motion:</a> Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen für Fleisch von mehrtägigen Tiertransporten aus dem Ausland</h2><p>Mehrtägige Tiertransporte sind für die Tiere sehr belastend. In der kleinräumigen Schweiz kommen solche Lebendtiertransporte über mehrere Tage nicht vor. Beim Import von Fleisch kann dieses jedoch von Tieren stammen die einen mehrtägigen Transport erleiden mussten. Deshalb verlangt die Motion hier eine Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen einzuführen.</p><p><em>5.3.2026: Die Motion wurde </em><a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2026/20260305121800347194158159026_bsd102.aspx" target="_blank"><em>angenommen</em></a><em>.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250067" target="_blank">25.067 Initiative:</a> «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (<a href="https://initiative-fuer-eine-sichere-ernaehrung.ch" target="_blank">Ernährungsinitiative</a>)». Volksinitiative</h2><p><a href="https://initiative-fuer-eine-sichere-ernaehrung.ch" target="_blank"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Ernaehrungsinitiative.png" alt="Logo Ernährungsinitiative" /></a>Nachdem alle Fraktionen im <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/abstimmungen/abstimmungs-datenbank-nr?BusinessNumber=25.067" target="_blank">Nationalrat</a> am 17.12.2025 die Initiative und einen möglichen Gegenvorschlag abgelehnt hat, debattiert am 17.3.26 der Ständerat darüber. <br /><br /><em>In der </em><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/amtliches-bulletin/amtliches-bulletin-die-verhandlungen?SubjectId=71128" target="_blank"><em>Schlussabstimmung</em></a><em> des Nationalrates und des Ständerates am 20.3.26 lehnten ALLE Nationalräte und Ständeräte die Initiative ab.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254424" target="_blank">25.4424 Interpellation:</a> Raclette bleibt Raclette!</h2><p>Agroscope hat letztes Jahr gezeigt, dass man auch aus pflanzlichen Nebenprodukten (in dem Fall Sonnenblumenpresskuchen ) eine <a href="https://www.agroscope.admin.ch/agroscope/de/home/aktuell/newsroom/2025/11-10_raclette_vegan.html" target="_blank">Raclette-Alternative</a> herstellen kann. Dies passt nicht allen Politikern. Deshalb diese Interpellation.</p><p><em>17.2.2026: Nach der Antwort des Bundesrates wurde im Ständerat keine Diskussion darüber verlangt.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20230302" target="_blank">23.302 Standesinitiative:</a> Den Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Schweizer Zucker erhalten</h2><p>Der Kanton <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20230302" target="_blank">Bern</a> und <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20220322" target="_blank">Thurgau</a> sorgen sich um die Selbstversorgung mit Zucker. Im jetzigen Parlament hat diese Initiative leider grössere Chancen als die generelle Selbstversorgung mit Lebensmitteln und gesundem Trinkwasser (siehe Ernährungsinitiative). Ob dies daran liegt, dass man aus 3 kg Zuckerrüben 1 kg Zucker und 2 kg Futter herstellen kann?</p><p><em>17.3.26: Der Ständerat hat diese Initiative abgeschrieben. Nun befasst sich als nächstes der Nationalrat damit.</em></p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/sessionen?language=de">Sessionen</a></li><li><a href="/sommersession-2026">Sommersession 2026</a></li><li><a href="/wintersession-2025">Wintersession 2025</a></li><li><a href="/sommersession-2025">Sommersession 2025</a></li><li><a href="/de/sondersession-mai-2025">Sondersession Mai 2025</a></li><li><a href="/fruehlingssession-2025">Frühlingssession 2025</a></li><li>Aktuelles zur Session: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/aktuelle-session" target="_blank">parlament.ch</a></li></ul></div> Tue, 03 Mar 2026 13:26:08 +0000 Renato 4188 at https://www.swissveg.ch Wintersession 2025 https://www.swissveg.ch/de/wintersession-2025?language=en <span>Wintersession 2025</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566?language=en" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Tue, 12/02/2025 - 09:04</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Die Wintersession der Räte findet vom 1.-19. Dezember 2025 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253231" target="_blank">25.3231 Motion:</a> «Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl»</h2><p>Die RAUS-Verordnung («Regelmässiger Auslauf im Freien RAUS») soll abgeschwächt werden. Der vorgeschriebene Auslauf auf eine Weide oder einen Aussenlauf soll durch einen sogenannten Innen-Auslauf kompensiert werden. Dabei ist ein Teil des Stalls unter freiem Himmel.<br />Der Bundesrat lehnt diese Motion ab. Der Ständerat hat sie angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br />Dieselbe Motion wurde auch im Nationalrat eingereicht: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253228" target="_blank">25.3228</a>.<br /><em>Auf Frühlingssession verschoben.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253715" target="_blank">25.3715 Motion:</a> «Abschüsse von Wölfen in Jagdbanngebiete ermöglichen»</h2><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Wildtiere/wolf.webp" alt="Wolf" width="20.08%" class="align-right" />Der Bundesrat wird beauftragt, einen Entwurf zu einem Erlass der Bundesversammlung vorzulegen, der das Jagdgesetz so ändert, dass Wölfe, für die eine ordentliche Abschussbewilligung vorliegt, auch in Jagdbanngebieten geschossen werden dürfen, wenn es für den Schutz der Lebensräume, für die Erhaltung der Artenvielfalt, zur Hege oder zur Verhütung von übermässigen Wildschäden notwendig ist. Der Ständerat hat diese Motion am 25.9.25 angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br /><em>Die Jagdbanngebiete sind der letzte Rückzugsort für die Wildtiere. Würden die Jäger auch dort noch Tiere erschiessen, bedeutet dies ein zusätzlicher Stress für alle dort vorhandenen Wildtiere.</em></p><p><em>3.12.25: Der Nationalrat hat diese Motion leider angenommen. Nun geht es an den Bundesrat.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253549" target="_blank">25.3549 Motion:</a> «Im Rudel lebender Problemwolf. Handeln muss möglich sein!»</h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Jagdgesetzgebung so zu ändern, dass folgende Punkte abgedeckt sind:<br />1. Es muss möglich sein, den Abschuss von Problemwölfen, die erheblichen Schaden an Nutztieren anrichten oder Menschen gefährden (Art. 9b Abs. 1 Jagdverordnung, JSV), zu bewilligen, auch wenn diese Wölfe zu einem Rudel gehören oder sich im Streifgebiet eines Rudels aufhalten.<br />2. Reaktive Regulierung (Art. 4c Abs. 1 JSV): Schäden sind auf dem ganzen Gebiet zu berücksichtigen, und zwar auch vorausschauend und nicht erst post factum. Der Ständerat hat diese Motion am 25.9.25 angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br /><em>Diese Motion würde jeden Wolfabschuss rechtfertigen, da «vorausschauend» alles behauptet aber nichts überprüft werden kann. Schon heute ist es möglich </em><a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-wolfsbilanz-so-viele-woelfe-wurden-praeventiv-geschossen" target="_blank"><em>präventiv Wölfe zu erschiessen</em></a><em>. Der Schutz der Nutztiere durch </em><a href="https://www.gruppe-wolf.ch/Herdenschutz.htm" target="_blank"><em>Herdenschutzhunde und andere Massnahmen </em></a><em>hat sich bewährt. Es wäre sinnvoller dies weiter auszubauen.</em></p><p><em>3.12.25: Der Nationalrat hat diese Motion leider angenommen.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250067" target="_blank">25.067 Geschäft des Bundesrates:</a> «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)». Volksinitiative</h2><p><em>17.12.2025: Der Nationalrat hat sich gegen die Initiative ausgesprochen und auch einen möglichen Gegenvorschlag abgelehnt. Von Links bis rechts wurde eine vermehrt pflanzlichere Ernährung abgelehnt. </em><a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2025/20251217161554051194158159026_bsd124.aspx" target="_blank"><em>Keine einzige Fraktion befürwortete die Initiative.</em></a></p><p><em>Nach der Session hat auch die </em><a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-wak-s-2026-01-23.aspx?lang=1031" target="_blank"><em>Kommission des Ständerates die Initiative abgelehnt</em></a><em>.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240080" target="_blank">24.080 Geschäft des Bundesrates:</a> «Für eine Einschränkung von Feuerwerk»</h2><p>Der Nationalrat diskutiert über diese Initiative.</p><p><em>11.12.26: Der Nationalrat hat den indirekten Gegenentwurf mit Anpassungen angenommen.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250059">25.059 Geschäft des Bundesrates:</a> «Ja zum Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte (Pelzinitiative)». Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag (Änderung des Tierschutzgesetzes)</h2><p><em>8.12.25: Der Ständerat hat die Diskussion darüber auf die lange Bank geschoben indem er eine Fristverlängerung verlangt hat.</em></p><p> </p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/sessionen?language=de">Sessionen</a></li><li><a href="/fruehlingssession-2026">Frühlingssession 2026</a></li><li><a href="/sommersession-2025">Sommersession 2025</a></li><li><a href="/de/sondersession-mai-2025">Sondersession Mai 2025</a></li><li>Aktuelles zur Session: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/aktuelle-session" target="_blank">parlament.ch</a></li></ul></div> Tue, 02 Dec 2025 08:04:30 +0000 Renato 4182 at https://www.swissveg.ch Swissveg-Analyse 2025: Wie steht es um die Anzahl Veganer und Vegetarier? https://www.swissveg.ch/de/swissveg-analyse-statistiken-2025?language=en <span>Swissveg-Analyse 2025: Wie steht es um die Anzahl Veganer und Vegetarier?</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566?language=en" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Thu, 11/13/2025 - 13:14</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Nach der stetig steigenden Anzahl Vegetarier und Veganer in den letzten Jahren und dem Höhepunkt von letztem Jahr (5,3 %), ist die Anzahl dieses Jahr leicht auf 5,0 % gesunken. Somit isst jede zwanzigste Person in der Schweiz kein Fleisch. Dies liegt 35 % höher als noch vor 5 Jahren. Die Veganer haben hingegen vor allem in der Romandie stark zugelegt (von 0,1 % auf 0,4 %). Die Zahl der «Flexitarier» hat weiter leicht zugenommen. Fast ein Viertel der Bevölkerung (23,9 %) hat somit bewusst ihren Fleischkonsum reduziert.</p><p>Gemäss der <a href="https://wemf.ch/de/medienstudien/intramediastudien/mach-consumer/" target="_blank">MACH-Umfrage</a> bei 30378 Personen im Alter ab 14 Jahren ist die Anzahl der Personen, die kein Fleisch konsumieren (Vegetarier + Veganer) mit 6,3 % (2024: 6,4 %) in der Deutschschweiz fast konstant geblieben. Im Detail und in den anderen Regionen gibt es aber Veränderungen:</p><h3>Regionale Unterschiede: Deutschschweiz hat Führung ausgebaut</h3><p>Bei den vegetarisch lebenden Personen ist der Abstand der Deutschschweiz zur Romandie und zum Tessin grösser geworden. Obwohl sich bereits 5,7 % (5,5 %) in der Deutschschweiz vegetarisch ernähren, sind es in der Romandie nur 1,5 % (2,3 %) und im Tessin nur 1,6 % (1,8 %).&nbsp;&nbsp;<br>In Klammern jeweils die <a href="/swissveg-report-statistiken-2024">Vorjahreszahlen</a>.</p><p>Etwas anders sieht es bei den Veganern aus: Hier haben die Romandie und das Tessin aufgeholt:&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>Deutschschweiz: 0,6 %; Romandie: 0,4 %; Tessin: 0,3 %. Sowohl in der Romandie als auch im Tessin waren es letztes Jahr erst 0,1 %.</p><p>&nbsp;</p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/MACH_2025_vegetarisch_nach_RegionDE.webp" alt="In der Deutschschweiz hat es am meisten Vegetarier." width="55.36%"></p><h3>&nbsp;</h3><h3>Altersverteilung: Junge führend</h3><p>Auch weiterhin ist die vegetarische und vegane Ernährung vor allem bei Jungen beliebt. Von den sich vegetarisch ernährenden Personen sind 58&nbsp;% im Alter zwischen 14 und 34 Jahre. 28 % im Alter zwischen 35 und 54 Jahre und 14 % über 55 Jahre.&nbsp;&nbsp;&nbsp;<br>Bei den sich vegan Ernährenden sind sogar 71 % unter 35 Jahre alt.</p><p>Obwohl es hier einen leichten Rückgang gegenüber 2024 gab, ist es der zweithöchste je gemessene Wert.</p><p>&nbsp;</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/MACH_2025_Vegetarisch_14-34_DE.webp" alt="Vegetarisch und vegan lebende Menschen zwischen 14 und 34 Jahre." width="52.8%"><p>Erwähnenswert ist, dass diese Altersverteilung bei den Flexitariern gerade umgekehrt ist: Je älter eine Person, desto eher ernährt sie sich flexitarisch. Während bei den über 55-Jährigen 28 % angeben, bewusst ihren Fleischkonsum reduziert zu haben, tun dies bei den 14 bis 34-Jährigen nur 20 %.</p><p>&nbsp;</p><h3>Geschlechterverteilung: Frauen lieben Vegi</h3><p>Obwohl weiterhin Zweidrittel der Vegetarier Frauen sind, hat die Anzahl der weiblichen Vegetarier deutlicher abgenommen als die Anzahl der männlichen Vegetarier. Bei den Männern blieb der Anteil der Vegetarier fast konstant: 3,3 % gegenüber 3,4 % im Jahr 2024. Bei den Frauen waren es 6,7 % gegenüber 7,2 % im Vorjahr. Dafür hat der Anteil der Flexitarier unter den Frauen um 0,7 % zugenommen.</p><p>&nbsp;</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/MACH_2025__vegetarisch-nach-Geschlecht_DE.webp" alt="Anzahl Vegetarier nach Geschlecht." width="64.19%"><h3>&nbsp;</h3><h3>Bildungsniveau: Veganer bauen Vorsprung aus</h3><p>Hier hat sich der Unterschied gegenüber dem Vorjahr insbesondere bei den Veganern akzentuiert: Während in der Gesamtbevölkerung der Anteil der Hochschulabsolventen bei 39,7 % liegt, liegt dieser bei den Veganern bei 63,9 % (bei Vegetariern ist er bei 54,9 %). Während der Anteil bei den Vegetariern kaum zugenommen hat, ist er bei den Veganern gegenüber dem Vorjahr um fast 10 % gestiegen.</p><p>&nbsp;</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/MACH_2025_hoehere_Ausbildung_DE_1.webp" alt="Höhere Ausbildung nach Ernährungsweise." width="58.98%"><p>&nbsp;</p><h3>Konsum von Alternativprodukten: Bei allen beliebt</h3><p>Alternativen zu Kuhmilch- und Schlachtprodukten werden bei allen immer beliebter.</p><p>Bereits 55 % (51,5 %) der Gesamtbevölkerung konsumiert Fleischalternativen. Und über ein Drittel, 38,5 %, konsumiert auch Milchalternativen. Gegenüber dem Vorjahr ist die stärkste Zunahme des Konsums an Fleischalternativen bei Veganern zu verzeichnen: Von 84,5 % auf 96,2 %. Aber auch der Konsum der Milchalternativen ist bei Veganern bemerkenswert stark angestiegen: Von 84,6 % auf 94,1 %.</p><p>&nbsp;</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/MACH_2025_Alternativprodukten_Gesamtbevoelkerung_DE.webp" alt="Konsum Alternativprodukte in der Gesamtbevölkerung: Fleischalternaitven, Milchalternativen, Joghurt- und Quarkalternativen und Käsealternativen." width="69.06%"><p>&nbsp;</p><p>Gemäss «<a href="https://www.euromonitor.com/plant-based-dairy-in-switzerland/report" target="_blank">Plant Based Cheese Report</a>» des Euromonitor Survey von 2025 ist der Umsatz von Käsealternativen in der Schweiz in den letzten Jahren stetig und stark angestiegen:</p><p>&nbsp;</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/MACH_2025_Umsatz_veganer_Kaese_DE.webp" alt="Umsatzzahlen von veganem Käse in der Schweiz" width="72.98%"><p>&nbsp;</p><h3>Land der Köche?</h3><p>In der Schweiz kochen 69,2&nbsp;% täglich oder zumindest mehrmals wöchentlich. Unter den Veganern sind es sogar 81,2&nbsp;% und unter den Vegetariern 77,6&nbsp;%. Der höhere Anteil mag daran liegen, dass Auswärts essen – vor allem auf dem Land – nicht immer einfach ist, wenn man ein schmackhaftes Vegi-Menü möchte. Immerhin bezeichnen sich 65&nbsp;% der Veganer als Feinschmecker. In der Gesamtbevölkerung sind dies nur 57&nbsp;%. Ein Glas Wein gehört jedoch bei den meisten Veganern und Vegetariern nicht zu einem guten Essen. Wobei dies auch sonst nur noch von weniger als der Hälfte der Bevölkerung so gesehen wird.</p><p>Vegetarier und Veganer achten beim Lebensmitteleinkauf auch viel häufiger auf bio und fair-trade. Während weniger als die Hälfte der Bevölkerung angibt auf bio zu achten, sind es bei den Vegetariern und Veganern weit über 80&nbsp;%. Auf fairen Handel achten immerhin rund 62&nbsp;% der Bevölkerung, doch rund 90&nbsp;% der Veganer und 83&nbsp;% der Vegetarier.</p><p>&nbsp;</p><p class="text-align-center">Die wichtigsten Daten aus dieser Analyse haben wir auch in diesem Interview behandelt:<br><iframe width="560" height="315" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/ZyvzSibADq8?si=Dbouu2--wCQcoX2R" title="YouTube video player" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen=""></iframe></p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/swissveg-report-statistiken-2024">Swissveg-Report 2024: Statistiken zu Vegetariern/Veganern in der Schweiz</a></li><li><a href="/warum-veg-umfrage-2017">Warum lebt jemand vegetarisch/vegan (Umfrage von 2017)</a></li></ul></div> Thu, 13 Nov 2025 12:14:20 +0000 Renato 4175 at https://www.swissveg.ch Swissveg präsentiert zum Weltvegantag das neue «V-Label Vegan Agriculture» https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture?language=en <span>V-Label and Swissveg Present the New “V-Label Vegan Agriculture” for World Vegan Day</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Fri, 10/31/2025 - 08:20</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Two Strong Partners for the Future of Vegan Agriculture: For this year’s World Vegan Day, <a href="https://www.v-label.com" target="_blank">V-Label</a>, together with <a href="https://www.biozyklisch-vegan.org" target="_blank">Biocyclic Vegan International</a> and its label organization Biocyclic Vegan Label Ltd. (BVL), is launching a new chapter in the history of sustainable agriculture: the “V-Label Vegan Agriculture”.<br />This new label version marks an important step toward a fully vegan value chain. It brings together Biocyclic Vegan International’s expertise in biocyclic vegan agriculture with the global reputation and decades of experience of the V-Label in product certification.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/V-Label_Vegan_Agriculture_Color.png" alt="V-Label vegan Agriculture" width="38.16%" class="align-center" /><h2>A Milestone for a Young Movement</h2><p>Vegan agriculture is growing, but it remains a pioneering movement. Switzerland, in particular, has a long tradition in this field: as early as the 1920s, Mina Hofstetter converted her farm near Lake Greifensee to a vegan organic operation, laying the foundation for a movement that is now regaining significance. With this new label version, vegan agriculture gains the visibility and credibility it deserves.¹<img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/WEB__EN_Biocyclic_Vegan_Agriculture_green_mint-background_%20.png" alt="Biocyclic Vegan Agriculture Label" width="19.63%" class="align-right" /></p><p>Axel Anders, co-founder of <a href="https://www.biocyclic-vegan.org" target="_blank">Biocyclic Vegan International</a>, emphasizes:<br /><em>“We are very pleased to join forces with V-Label, as we share the same commitment to a truly sustainable, plant-based, and regenerative food system. Extending the V-Label beyond product ingredients to agricultural production is a logical step towards consistently vegan value chains. This partnership combines our expertise in biocyclic vegan agriculture with V-Label’s international recognition and will make vegan farming more visible, transparent and trustworthy for consumers worldwide.”</em></p><h2>From Seed to Shelf</h2><p>While the V-Label has been ensuring transparency and trust among consumers for around 30 years, Biocyclic Vegan International brings in-depth knowledge of vegan agriculture with its globally applicable Biocyclic Vegan Guidelines, an established control and certification system, and the Biocyclic Vegan Quality Seal. Together, the two organizations are bridging the gap between agriculture and the market, giving farms that operate without livestock and animal-based inputs a strong voice.<br />Positive feedback is already coming from the first licensed farms:</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Solawi_Halde_2k.jpg" alt="Übergabe des V-Labels an Solawi Halde" class="align-center" /><p> </p><p>Christian Mächler, founder of <a href="https://www.solawi-halde.ch" target="_blank">Solawi Halde</a> in Altendorf, Switzerland, says:</p><p class="zitat">“As a vegan organic vegetable producer, we know that responsibility starts with the soil. The new V-Label for vegan agriculture helps us communicate our principles clearly and continue pursuing a consistently sustainable path together.”</p><p>Bruno Graf, managing director of <a href="https://www.fermeduchateau.ch" target="_blank">Ferme du Château</a> in Payerne, Switzerland, adds:</p><p class="zitat">“The cooperation between Biocyclic Vegan International and the V-Label is an important step toward the empowerment of vegan agriculture. We are proud and delighted that our efforts are now being recognized by a large and growing community. The V-Label’s visibility will undoubtedly help promote vegan agriculture in Switzerland, Europe, and internationally.”</p><p>Jakob Mannherz, Director of <a href="https://www.moosfeld.de" target="_blank">Moosfeld Gemüse GmbH</a> in Singen, Germany, continues:</p><p class="zitat">“By labeling unprocessed agricultural products with the V-Label, attention is drawn to the issue of using animal-based inputs in primary production. Biocyclic Vegan, for me, is the new gold standard in organic vegetable farming. The V-Label underscores that.”</p><p>Those who wish to try the biocyclic vegan products of these pioneers can find them on the companies’ websites.</p><h2><br />A Signal for World Vegan Day</h2><p>The introduction of this new label comes at a time when the importance of sustainable and animal-free agriculture is increasing, even if we are still far from a frozen pizza made entirely from ingredients grown under certified vegan agriculture. Still, global developments show how urgently agriculture needs to rethink its practices. Recently, the World Health Organization (WHO) warned of rising resistance to common antibiotics, a problem closely linked to intensive animal farming and the excessive use of antibiotics in agriculture.² Through the fertilization of vegetables and salads with manure from animal farming, such antibiotic-resistant bacteria can also enter plant-based food.</p><p>Renato Pichler, founder of the V-Label, explains:<br /><em>“Now is the right time to make vegan agriculture more visible. With its deep agricultural expertise, Biocyclic Vegan International is the ideal partner for us. The ‘V-Label Vegan Agriculture’ combines innovation with responsibility and demonstrates that a future-oriented agriculture without animal exploitation is possible.”</em></p><h2>About the V-Label and Swissveg</h2><p>Swissveg is the largest interest group representing vegetarians and vegans in Switzerland and founder of the V-Label. With over 70,000 licensed products worldwide, the label has stood for transparency and trust in the plant-based sector for three decades.<br />The new V-Label Vegan Agriculture extends this approach to the agricultural level, supporting the development of consistently vegan and sustainable food production.</p><p> </p><p>Press photos available at: <a href="https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14" target="_blank">Drive</a><br /><a href="https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14">kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14</a></p><p>Press Contact:<br />Lubomir Yotov, lubomir.yotov(@)v-label.com, +41 71 477 33 78, Head of V-Label Switzerland</p><p> </p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Moser, P. (2024). Mina Hofstetter: Eine ökofeministische Pionierin des biologischen Landbaus. München: Oekom Verlag.</li><li>World Health Organization. (2025, October 13). <a href="https://www.who.int/news/item/13-10-2025-who-warns-of-widespread-resistance-to-common-antibiotics-worldwide" target="_blank">WHO warns of widespread resistance to common antibiotics worldwide.&nbsp;</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <p>&nbsp;Interview with the <a href="/werner_hofstetter">son of Mina Hofstetter</a> (in German).</p></div> Fri, 31 Oct 2025 23:02:23 +0000 Renato 4177 at https://www.swissveg.ch Swissveg präsentiert zum Weltvegantag das neue «V-Label Vegan Agriculture» https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture?language=en <span>V-Label and Swissveg Present the New “V-Label Vegan Agriculture” for World Vegan Day</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Fri, 10/31/2025 - 08:20</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Two Strong Partners for the Future of Vegan Agriculture: For this year’s World Vegan Day, <a href="https://www.v-label.com" target="_blank">V-Label</a>, together with <a href="https://www.biozyklisch-vegan.org" target="_blank">Biocyclic Vegan International</a> and its label organization Biocyclic Vegan Label Ltd. (BVL), is launching a new chapter in the history of sustainable agriculture: the “V-Label Vegan Agriculture”.<br />This new label version marks an important step toward a fully vegan value chain. It brings together Biocyclic Vegan International’s expertise in biocyclic vegan agriculture with the global reputation and decades of experience of the V-Label in product certification.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/V-Label_Vegan_Agriculture_Color.png" alt="V-Label vegan Agriculture" width="38.16%" class="align-center" /><h2>A Milestone for a Young Movement</h2><p>Vegan agriculture is growing, but it remains a pioneering movement. Switzerland, in particular, has a long tradition in this field: as early as the 1920s, Mina Hofstetter converted her farm near Lake Greifensee to a vegan organic operation, laying the foundation for a movement that is now regaining significance. With this new label version, vegan agriculture gains the visibility and credibility it deserves.¹<img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/WEB__EN_Biocyclic_Vegan_Agriculture_green_mint-background_%20.png" alt="Biocyclic Vegan Agriculture Label" width="19.63%" class="align-right" /></p><p>Axel Anders, co-founder of <a href="https://www.biocyclic-vegan.org" target="_blank">Biocyclic Vegan International</a>, emphasizes:<br /><em>“We are very pleased to join forces with V-Label, as we share the same commitment to a truly sustainable, plant-based, and regenerative food system. Extending the V-Label beyond product ingredients to agricultural production is a logical step towards consistently vegan value chains. This partnership combines our expertise in biocyclic vegan agriculture with V-Label’s international recognition and will make vegan farming more visible, transparent and trustworthy for consumers worldwide.”</em></p><h2>From Seed to Shelf</h2><p>While the V-Label has been ensuring transparency and trust among consumers for around 30 years, Biocyclic Vegan International brings in-depth knowledge of vegan agriculture with its globally applicable Biocyclic Vegan Guidelines, an established control and certification system, and the Biocyclic Vegan Quality Seal. Together, the two organizations are bridging the gap between agriculture and the market, giving farms that operate without livestock and animal-based inputs a strong voice.<br />Positive feedback is already coming from the first licensed farms:</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Solawi_Halde_2k.jpg" alt="Übergabe des V-Labels an Solawi Halde" class="align-center" /><p> </p><p>Christian Mächler, founder of <a href="https://www.solawi-halde.ch" target="_blank">Solawi Halde</a> in Altendorf, Switzerland, says:</p><p class="zitat">“As a vegan organic vegetable producer, we know that responsibility starts with the soil. The new V-Label for vegan agriculture helps us communicate our principles clearly and continue pursuing a consistently sustainable path together.”</p><p>Bruno Graf, managing director of <a href="https://www.fermeduchateau.ch" target="_blank">Ferme du Château</a> in Payerne, Switzerland, adds:</p><p class="zitat">“The cooperation between Biocyclic Vegan International and the V-Label is an important step toward the empowerment of vegan agriculture. We are proud and delighted that our efforts are now being recognized by a large and growing community. The V-Label’s visibility will undoubtedly help promote vegan agriculture in Switzerland, Europe, and internationally.”</p><p>Jakob Mannherz, Director of <a href="https://www.moosfeld.de" target="_blank">Moosfeld Gemüse GmbH</a> in Singen, Germany, continues:</p><p class="zitat">“By labeling unprocessed agricultural products with the V-Label, attention is drawn to the issue of using animal-based inputs in primary production. Biocyclic Vegan, for me, is the new gold standard in organic vegetable farming. The V-Label underscores that.”</p><p>Those who wish to try the biocyclic vegan products of these pioneers can find them on the companies’ websites.</p><h2><br />A Signal for World Vegan Day</h2><p>The introduction of this new label comes at a time when the importance of sustainable and animal-free agriculture is increasing, even if we are still far from a frozen pizza made entirely from ingredients grown under certified vegan agriculture. Still, global developments show how urgently agriculture needs to rethink its practices. Recently, the World Health Organization (WHO) warned of rising resistance to common antibiotics, a problem closely linked to intensive animal farming and the excessive use of antibiotics in agriculture.² Through the fertilization of vegetables and salads with manure from animal farming, such antibiotic-resistant bacteria can also enter plant-based food.</p><p>Renato Pichler, founder of the V-Label, explains:<br /><em>“Now is the right time to make vegan agriculture more visible. With its deep agricultural expertise, Biocyclic Vegan International is the ideal partner for us. The ‘V-Label Vegan Agriculture’ combines innovation with responsibility and demonstrates that a future-oriented agriculture without animal exploitation is possible.”</em></p><h2>About the V-Label and Swissveg</h2><p>Swissveg is the largest interest group representing vegetarians and vegans in Switzerland and founder of the V-Label. With over 70,000 licensed products worldwide, the label has stood for transparency and trust in the plant-based sector for three decades.<br />The new V-Label Vegan Agriculture extends this approach to the agricultural level, supporting the development of consistently vegan and sustainable food production.</p><p> </p><p>Press photos available at: <a href="https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14" target="_blank">Drive</a><br /><a href="https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14">kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14</a></p><p>Press Contact:<br />Lubomir Yotov, lubomir.yotov(@)v-label.com, +41 71 477 33 78, Head of V-Label Switzerland</p><p> </p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Moser, P. (2024). Mina Hofstetter: Eine ökofeministische Pionierin des biologischen Landbaus. München: Oekom Verlag.</li><li>World Health Organization. (2025, October 13). <a href="https://www.who.int/news/item/13-10-2025-who-warns-of-widespread-resistance-to-common-antibiotics-worldwide" target="_blank">WHO warns of widespread resistance to common antibiotics worldwide.&nbsp;</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <p>&nbsp;Interview with the <a href="/werner_hofstetter">son of Mina Hofstetter</a> (in German).</p></div> Fri, 31 Oct 2025 23:02:23 +0000 Renato 4177 at https://www.swissveg.ch Swissveg präsentiert zum Weltvegantag das neue «V-Label Vegan Agriculture» https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture?language=en <span>V-Label and Swissveg Present the New “V-Label Vegan Agriculture” for World Vegan Day</span> <span><span lang="" about="/en/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>Fri, 10/31/2025 - 08:20</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Two Strong Partners for the Future of Vegan Agriculture: For this year’s World Vegan Day, <a href="https://www.v-label.com" target="_blank">V-Label</a>, together with <a href="https://www.biozyklisch-vegan.org" target="_blank">Biocyclic Vegan International</a> and its label organization Biocyclic Vegan Label Ltd. (BVL), is launching a new chapter in the history of sustainable agriculture: the “V-Label Vegan Agriculture”.<br />This new label version marks an important step toward a fully vegan value chain. It brings together Biocyclic Vegan International’s expertise in biocyclic vegan agriculture with the global reputation and decades of experience of the V-Label in product certification.</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/V-Label_Vegan_Agriculture_Color.png" alt="V-Label vegan Agriculture" width="38.16%" class="align-center" /><h2>A Milestone for a Young Movement</h2><p>Vegan agriculture is growing, but it remains a pioneering movement. Switzerland, in particular, has a long tradition in this field: as early as the 1920s, Mina Hofstetter converted her farm near Lake Greifensee to a vegan organic operation, laying the foundation for a movement that is now regaining significance. With this new label version, vegan agriculture gains the visibility and credibility it deserves.¹<img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/WEB__EN_Biocyclic_Vegan_Agriculture_green_mint-background_%20.png" alt="Biocyclic Vegan Agriculture Label" width="19.63%" class="align-right" /></p><p>Axel Anders, co-founder of <a href="https://www.biocyclic-vegan.org" target="_blank">Biocyclic Vegan International</a>, emphasizes:<br /><em>“We are very pleased to join forces with V-Label, as we share the same commitment to a truly sustainable, plant-based, and regenerative food system. Extending the V-Label beyond product ingredients to agricultural production is a logical step towards consistently vegan value chains. This partnership combines our expertise in biocyclic vegan agriculture with V-Label’s international recognition and will make vegan farming more visible, transparent and trustworthy for consumers worldwide.”</em></p><h2>From Seed to Shelf</h2><p>While the V-Label has been ensuring transparency and trust among consumers for around 30 years, Biocyclic Vegan International brings in-depth knowledge of vegan agriculture with its globally applicable Biocyclic Vegan Guidelines, an established control and certification system, and the Biocyclic Vegan Quality Seal. Together, the two organizations are bridging the gap between agriculture and the market, giving farms that operate without livestock and animal-based inputs a strong voice.<br />Positive feedback is already coming from the first licensed farms:</p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Solawi_Halde_2k.jpg" alt="Übergabe des V-Labels an Solawi Halde" class="align-center" /><p> </p><p>Christian Mächler, founder of <a href="https://www.solawi-halde.ch" target="_blank">Solawi Halde</a> in Altendorf, Switzerland, says:</p><p class="zitat">“As a vegan organic vegetable producer, we know that responsibility starts with the soil. The new V-Label for vegan agriculture helps us communicate our principles clearly and continue pursuing a consistently sustainable path together.”</p><p>Bruno Graf, managing director of <a href="https://www.fermeduchateau.ch" target="_blank">Ferme du Château</a> in Payerne, Switzerland, adds:</p><p class="zitat">“The cooperation between Biocyclic Vegan International and the V-Label is an important step toward the empowerment of vegan agriculture. We are proud and delighted that our efforts are now being recognized by a large and growing community. The V-Label’s visibility will undoubtedly help promote vegan agriculture in Switzerland, Europe, and internationally.”</p><p>Jakob Mannherz, Director of <a href="https://www.moosfeld.de" target="_blank">Moosfeld Gemüse GmbH</a> in Singen, Germany, continues:</p><p class="zitat">“By labeling unprocessed agricultural products with the V-Label, attention is drawn to the issue of using animal-based inputs in primary production. Biocyclic Vegan, for me, is the new gold standard in organic vegetable farming. The V-Label underscores that.”</p><p>Those who wish to try the biocyclic vegan products of these pioneers can find them on the companies’ websites.</p><h2><br />A Signal for World Vegan Day</h2><p>The introduction of this new label comes at a time when the importance of sustainable and animal-free agriculture is increasing, even if we are still far from a frozen pizza made entirely from ingredients grown under certified vegan agriculture. Still, global developments show how urgently agriculture needs to rethink its practices. Recently, the World Health Organization (WHO) warned of rising resistance to common antibiotics, a problem closely linked to intensive animal farming and the excessive use of antibiotics in agriculture.² Through the fertilization of vegetables and salads with manure from animal farming, such antibiotic-resistant bacteria can also enter plant-based food.</p><p>Renato Pichler, founder of the V-Label, explains:<br /><em>“Now is the right time to make vegan agriculture more visible. With its deep agricultural expertise, Biocyclic Vegan International is the ideal partner for us. The ‘V-Label Vegan Agriculture’ combines innovation with responsibility and demonstrates that a future-oriented agriculture without animal exploitation is possible.”</em></p><h2>About the V-Label and Swissveg</h2><p>Swissveg is the largest interest group representing vegetarians and vegans in Switzerland and founder of the V-Label. With over 70,000 licensed products worldwide, the label has stood for transparency and trust in the plant-based sector for three decades.<br />The new V-Label Vegan Agriculture extends this approach to the agricultural level, supporting the development of consistently vegan and sustainable food production.</p><p> </p><p>Press photos available at: <a href="https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14" target="_blank">Drive</a><br /><a href="https://kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14">kdrive.infomaniak.com/app/share/1732977/a2b5adf9-6e67-49db-953d-04771a079c14</a></p><p>Press Contact:<br />Lubomir Yotov, lubomir.yotov(@)v-label.com, +41 71 477 33 78, Head of V-Label Switzerland</p><p> </p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Moser, P. (2024). Mina Hofstetter: Eine ökofeministische Pionierin des biologischen Landbaus. München: Oekom Verlag.</li><li>World Health Organization. (2025, October 13). <a href="https://www.who.int/news/item/13-10-2025-who-warns-of-widespread-resistance-to-common-antibiotics-worldwide" target="_blank">WHO warns of widespread resistance to common antibiotics worldwide.&nbsp;</a></li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <p>&nbsp;Interview with the <a href="/werner_hofstetter">son of Mina Hofstetter</a> (in German).</p></div> Fri, 31 Oct 2025 23:02:23 +0000 Renato 4177 at https://www.swissveg.ch