Christine's blog https://www.swissveg.ch/en en Alles über Marroni https://www.swissveg.ch/de/marroni <span>Alles über Marroni </span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Wed, 11/12/2025 - 15:34</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">«Marroni, heissi Marroni!» – der Duft von frisch gerösteten Marroni vom «Marronimaa» des Vertrauens versetzt einen direkt in Herbststimmung. Was heute als saisonale Delikatesse gilt, war bis vor nicht allzu langer Zeit ein wichtiges Hauptnahrungsmittel.</p><p>Marroni, auch Maronen, Edelkastanien, Esskastanien oder Echte Kastanien genannt, stammen ursprünglich aus Kleinasien, woher sie über den Mittelmeerraum nach Süd- und Westeuropa gelangten. Vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts waren Edelkastanien in Südeuropa und im Tessin das Hauptnahrungsmittel der armen Bevölkerung. Heute geniesst man Marroni hauptsächlich in den kalten Jahreszeiten in verschiedenen Variationen als Delikatesse – besonders beliebt sind sie als Beilage, «Heissi Marroni» oder als Vermicelles. Auch roh kann die geschälte Kastaniennuss gegessen werden. Wer Marroni selbst sammeln und zubereiten möchte, muss aber den Unterschied zu Rosskastanien kennen, die giftig sind und sich nicht für den menschlichen Verzehr eignen! Rosskastanien haben dicke Dornen, Marroni hingegen feinere Stacheln und eine abgeflachte Form. Rosskastanien sind ausserdem viel häufiger anzutreffen. Für Wildschweine und Rehe sind sie übrigens ein wahrer Genuss – und auch zum Basteln eignen sie sich super.</p><h3>Ein ökologischer Joker</h3><p>Edelkastanienbäume gedeihen im milden Klima, wo beispielsweise auch Wein angebaut wird, also in Mittelmeerländern – aber auch in der Schweiz. Nicht nur im Tessin wachsen Marroni, sondern auch im Unterwallis, am Vierwaldstättersee und am Walensee, wo sich in Murg der grösste schweizerische Bestand nördlich der Alpen befindet. Und wo es Edelkastanienbäume gibt, werden während der Haupterntezeit im Oktober auch die Marronifeste gefeiert: In Fully im Unterwallis die «Fête de la Châtaigne», die Chilbi in Murg oder die «Chestene- Chilbi Greppen» am Vierwaldstättersee. Marroni sind also fester Bestandteil der Schweizer Esskultur, was auch die Zahlen bestätigen: In der Schweiz werden 2 500 Tonnen pro Jahr verzehrt – Tendenz steigend. Es werden jährlich jedoch nur 100 Tonnen in der Schweiz geerntet, und die Anbaufläche nimmt stetig ab. Die restlichen 2 400 Tonnen stammen grösstenteils aus Italien, Portugal, Spanien und Frankreich sowie kleinere Mengen aus Chile, China und Thailand. Die Edelkastanie ist für unser Ökosystem übrigens äusserst wertvoll und robust. Sie liebt Wärme, verträgt Trockenheit und gedeiht in verschiedenen Bodentypen – und wurde daher sogar bereits als «ökologisch wertvoller Joker im Klimawandel» bezeichnet. Ihre Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten, während die Kastaniennuss Tieren wie Eichhörnchen und Siebenschläfern als Nahrung dient. Die Edelkastanie bietet zudem Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Käfern, Moosen, Pilzen und Flechten.&nbsp;</p><h3>Ein wahrer Allrounder&nbsp;</h3><p>Keine Frage: Der Geschmack von Marroni ist unverkennbar mild, nussig und süss. Die Süsse entsteht durch das Rösten, indem die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt wird. Neben ihrem Geschmack punkten Marroni auch mit einer hohen Nährstoffdichte an B-Vitaminen und Vitamin C sowie Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium. Aufgrund des hohen Gehalts an Stärke und Nahrungsfasern sind Marroni ausserdem gut für die Verdauung.&nbsp;</p><p>Genauso vielfältig wie die enthaltenen Nährstoffe ist auch der Einsatzbereich in der Küche – ob in der Schale geröstet, glasiert als Beilage auf einem veganen «Wildteller», als Vermicelles, in Kuchen und Brot oder gar roh – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Übrigens ist Marronimehl glutenfrei und damit eine hervorragende Alternative zu Weizen. Ebenfalls erfreulich: Das Marroni-Püree, welches man für Vermicelles oder in Kuchen verwenden kann, ist vegan! So lassen sich ganz einfach aus Marroni-Püree und pflanzlicher Milch vegane Vermicelles herstellen – serviert mit veganem Schlagrahm oder Meringues aus Aquafaba ein wahrer Genuss.</p><h4>Rezept: Heissi Marroni</h4><p><strong>Zutaten:</strong>&nbsp;</p><ul><li>1 kg Marroni&nbsp;</li><li>Wasser&nbsp;</li></ul><p>Marroni ca. 1 Stunde in kaltem Wasser einlegen. Anschliessend kreuzweise einschneiden, auf ein Blech legen und in die Mitte des Ofens schieben. Eine ofenfeste Tasse mit 1 dl Wasser dazustellen. Backofen auf 250 °C Umluft einstellen und Marroni ca. 25 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit mit einem Ofenhandschuh Wasser einer Tasse aufs Blech giessen und die Marroni fertig backen.</p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/weisskohl">Alles über Weisskohl</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ausgewogen">So geht eine ausgewogene vegane Ernährung&nbsp;</a></li></ul></div> Wed, 12 Nov 2025 14:34:07 +0000 Christine 4174 at https://www.swissveg.ch Alles über Marroni https://www.swissveg.ch/de/marroni <span>Alles über Marroni </span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Wed, 11/12/2025 - 15:34</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">«Marroni, heissi Marroni!» – der Duft von frisch gerösteten Marroni vom «Marronimaa» des Vertrauens versetzt einen direkt in Herbststimmung. Was heute als saisonale Delikatesse gilt, war bis vor nicht allzu langer Zeit ein wichtiges Hauptnahrungsmittel.</p><p>Marroni, auch Maronen, Edelkastanien, Esskastanien oder Echte Kastanien genannt, stammen ursprünglich aus Kleinasien, woher sie über den Mittelmeerraum nach Süd- und Westeuropa gelangten. Vom Mittelalter bis Ende des 19. Jahrhunderts waren Edelkastanien in Südeuropa und im Tessin das Hauptnahrungsmittel der armen Bevölkerung. Heute geniesst man Marroni hauptsächlich in den kalten Jahreszeiten in verschiedenen Variationen als Delikatesse – besonders beliebt sind sie als Beilage, «Heissi Marroni» oder als Vermicelles. Auch roh kann die geschälte Kastaniennuss gegessen werden. Wer Marroni selbst sammeln und zubereiten möchte, muss aber den Unterschied zu Rosskastanien kennen, die giftig sind und sich nicht für den menschlichen Verzehr eignen! Rosskastanien haben dicke Dornen, Marroni hingegen feinere Stacheln und eine abgeflachte Form. Rosskastanien sind ausserdem viel häufiger anzutreffen. Für Wildschweine und Rehe sind sie übrigens ein wahrer Genuss – und auch zum Basteln eignen sie sich super.</p><h3>Ein ökologischer Joker</h3><p>Edelkastanienbäume gedeihen im milden Klima, wo beispielsweise auch Wein angebaut wird, also in Mittelmeerländern – aber auch in der Schweiz. Nicht nur im Tessin wachsen Marroni, sondern auch im Unterwallis, am Vierwaldstättersee und am Walensee, wo sich in Murg der grösste schweizerische Bestand nördlich der Alpen befindet. Und wo es Edelkastanienbäume gibt, werden während der Haupterntezeit im Oktober auch die Marronifeste gefeiert: In Fully im Unterwallis die «Fête de la Châtaigne», die Chilbi in Murg oder die «Chestene- Chilbi Greppen» am Vierwaldstättersee. Marroni sind also fester Bestandteil der Schweizer Esskultur, was auch die Zahlen bestätigen: In der Schweiz werden 2 500 Tonnen pro Jahr verzehrt – Tendenz steigend. Es werden jährlich jedoch nur 100 Tonnen in der Schweiz geerntet, und die Anbaufläche nimmt stetig ab. Die restlichen 2 400 Tonnen stammen grösstenteils aus Italien, Portugal, Spanien und Frankreich sowie kleinere Mengen aus Chile, China und Thailand. Die Edelkastanie ist für unser Ökosystem übrigens äusserst wertvoll und robust. Sie liebt Wärme, verträgt Trockenheit und gedeiht in verschiedenen Bodentypen – und wurde daher sogar bereits als «ökologisch wertvoller Joker im Klimawandel» bezeichnet. Ihre Blüten sind eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten, während die Kastaniennuss Tieren wie Eichhörnchen und Siebenschläfern als Nahrung dient. Die Edelkastanie bietet zudem Lebensraum für eine Vielzahl von Insekten, Käfern, Moosen, Pilzen und Flechten.&nbsp;</p><h3>Ein wahrer Allrounder&nbsp;</h3><p>Keine Frage: Der Geschmack von Marroni ist unverkennbar mild, nussig und süss. Die Süsse entsteht durch das Rösten, indem die enthaltene Stärke in Zucker umgewandelt wird. Neben ihrem Geschmack punkten Marroni auch mit einer hohen Nährstoffdichte an B-Vitaminen und Vitamin C sowie Mineralstoffen wie Kalium und Magnesium. Aufgrund des hohen Gehalts an Stärke und Nahrungsfasern sind Marroni ausserdem gut für die Verdauung.&nbsp;</p><p>Genauso vielfältig wie die enthaltenen Nährstoffe ist auch der Einsatzbereich in der Küche – ob in der Schale geröstet, glasiert als Beilage auf einem veganen «Wildteller», als Vermicelles, in Kuchen und Brot oder gar roh – der Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt. Übrigens ist Marronimehl glutenfrei und damit eine hervorragende Alternative zu Weizen. Ebenfalls erfreulich: Das Marroni-Püree, welches man für Vermicelles oder in Kuchen verwenden kann, ist vegan! So lassen sich ganz einfach aus Marroni-Püree und pflanzlicher Milch vegane Vermicelles herstellen – serviert mit veganem Schlagrahm oder Meringues aus Aquafaba ein wahrer Genuss.</p><h4>Rezept: Heissi Marroni</h4><p><strong>Zutaten:</strong>&nbsp;</p><ul><li>1 kg Marroni&nbsp;</li><li>Wasser&nbsp;</li></ul><p>Marroni ca. 1 Stunde in kaltem Wasser einlegen. Anschliessend kreuzweise einschneiden, auf ein Blech legen und in die Mitte des Ofens schieben. Eine ofenfeste Tasse mit 1 dl Wasser dazustellen. Backofen auf 250 °C Umluft einstellen und Marroni ca. 25 Minuten backen. Nach der Hälfte der Backzeit mit einem Ofenhandschuh Wasser einer Tasse aufs Blech giessen und die Marroni fertig backen.</p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/weisskohl">Alles über Weisskohl</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ausgewogen">So geht eine ausgewogene vegane Ernährung&nbsp;</a></li></ul></div> Wed, 12 Nov 2025 14:34:07 +0000 Christine 4174 at https://www.swissveg.ch Alles über Seitan https://www.swissveg.ch/de/seitan <span>Alles über Seitan </span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Thu, 10/23/2025 - 10:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Seitan ist heute aus der vegetarischen und veganen Küche nicht mehr wegzudenken. Doch lange bevor das Produkt aus Weizeneiweiss zu uns kam, war es bereits fester Bestandteil der ostasiatischen Esskultur.</p><p>Seitan wurde bereits vor mehr als 1 500 Jahren in der japanisch-chinesischen Zen-Tradition von vegetarisch lebenden Mönchen hergestellt.¹ Erste schriftliche Nachweise über das Weizeneiweiss bzw. Weizengluten stammen aus dem Jahr 1 301 im alten China.² In der chinesischen Küche gibt es drei Varianten verschiedener «Fleischarten» aus Weizengluten: die gedämpfte Standard-Variante, bekannt als Seitan, eine schwammartige und eine frittierte Variante. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Seitan, der auch bei uns am bekanntesten ist.²&nbsp;</p><p>Das Wort «Seitan» ist japanisch und bedeutet so viel wie «aus Protein gemacht» bzw. «Protein des Lebens».² Der Begriff wurde 1961 von George Ohsawa (Sakurazawa Nyoichi), einem gebürtigen Japaner und Lehrer der Makrobiotik, geprägt.² Einer seiner Schüler entwickelte Seitan, inspiriert vom traditionellen japanischen «Fu», welches ebenfalls aus Weizengluten besteht.¹,² Für die Herstellung von Seitan wurde das Weizengluten in einer Brühe aus Wasser, Shoyu (Sojasauce), Kombu (einer Meeresalge) und Ingwer gekocht.²&nbsp;</p><p>Ab 1962 wurde Seitan in Japan kommerziell produziert und 1969 erstmals in die USA importiert. Die erste Publikation, in der das Wort Seitan erwähnt wird, ist ein makrobiotisches Kochbuch mit dem Titel «Cooking Good Food», das 1969 veröffentlicht wurde. Seither wächst die Beliebtheit von Seitan auch in den USA und Europa.² In Deutschland, und vermutlich auch in der Schweiz, sind Seitan-Produkte erst seit Ende der 1990er-Jahre erhältlich.¹</p><h3>Woraus besteht Seitan?&nbsp;</h3><p>Seitan besteht typischerweise aus Weizeneiweiss, also Gluten. Dabei handelt es sich um ein Eiweiss bzw. Protein, das aus den Proteinen Gliadin und Glutenin zusammengesetzt ist und hauptsächlich in Weizen, aber auch in anderem Getreide vorkommt. Gluten verleiht beispielsweise einem Brotteig Elastizität und Zusammenhalt, sodass er aufgehen kann. Bei Fleischalternativen bewirkt das Gluten eine bissfeste, fleischähnliche Konsistenz.²&nbsp;</p><h3>Schädliches Gluten?&nbsp;</h3><p>Da Seitan vor allem aus Gluten besteht, ist er nicht für Personen mit Zöliakie oder einer Glutensensitivität geeignet. Wer lediglich Weizen nicht verträgt, kann auf die Dinkelvariante zurückgreifen. Diese ist mit 21 Prozent Protein etwas proteinärmer als die Variante aus Weizen mit 25 Prozent, schmeckt aber genauso gut.³ Ansonsten ist reiner Seitan eine gering verarbeitete, vielfältig einsetzbare, proteinreiche und zugleich fettarme Fleischalternative.¹ Zwar enthält er nicht alle essenziellen Aminosäuren (Proteinbausteine) – kombiniert man Seitan aber mit verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln, insbesondere Hülsenfrüchten, werden die fehlenden Aminosäuren problemlos ergänzt.⁴&nbsp;</p><h3>Ganz einfach selbst gemacht&nbsp;</h3><p>Um Seitan selbst herzustellen, braucht man nur drei Zutaten: Mehl, Wasser und Gewürze. Das Mehl wird zuerst mit dem Wasser vermischt und geknetet, bis ein weicher und elastischer Teig entsteht. Bevor er weiter verarbeitet wird, muss der Teig eine Stunde ruhen. Anschliessend wird er in einer grossen Schüssel unter Wasser geknetet und das Wasser immer wieder ausgewechselt. Der Teig wird so lange bearbeitet, bis das Wasser relativ klar bleibt. So wird die Stärke aus dem Mehl gewaschen und das Gluten bleibt übrig. Anschliessend die Masse beliebig würzen, nochmals gut durchkneten und eine weitere Stunde bedeckt ruhen lassen. Zum Schluss wird der Seitan gegart – meistens gekocht oder gedämpft. Zum vollständigen Rezept geht es <a href="https://www.swissveg.ch/de/recipe/detail?recipe_id=2415&amp;language=de" target="_blank">hier</a>.</p><h3>Tipp</h3><p>Wenn es schnell gehen muss, kann anstatt Mehl auch Seitanpulver (reines Weizengluten) verwendet werden. Dieses mit Wasser vermischen und wie beschrieben weiterverarbeiten. Fertig zubereiteter Seitan ist auch etwa als Wurst oder Aufschnitt in gut sortierten Lebensmittelgeschäften erhältlich. Dieser muss nur noch kurz angebraten werden oder ist auch roh verzehrfertig.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>1 REWE. (o. D.). Seitan – vielseitiger Fleischersatz aus Weizeneiweiss. <a href="http://www.rewe.de/lexikon/seitan&amp;nbsp">www.rewe.de/lexikon/seitan&amp;nbsp</a>;<br>2 Shurtleff, W., Huang, H. T. &amp; Aoyagi, A. (2014). History of soybeans and soyfoods in China and Taiwan, and in Chinese cookbooks, restaurants, and Chinese work with soyfoods outside China (1024 BCE to 2014). (Soyinfo Center, Hrsg.). <a href="http://www.soyinfocenter.com/pdf/176/Chin.pdf&amp;nbsp">www.soyinfocenter.com/pdf/176/Chin.pdf&amp;nbsp</a>;<br>3 Rehberg, C. (2024, 28. April). Seitan – Eine gesunde Fleischalternative? ZENTRUM DER GESUNDHEIT. <a href="http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/">www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/</a> fleischersatz-uebersicht/seitan&nbsp;<br>4 Bernhauser, I. (2017, 5. August). Enthalten pflanzliche Proteine alle essentiellen Aminosäuren? Ecodemy. ecodemy.de/magazin/pflanzliche-proteinekombinieren- essentielle-aminosaeuren</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/weisskohl" target="_blank">Alles über Weisskohl</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/recipe/search?language=de" target="_blank">Vegane Rezepte</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ernaehrung" target="_blank">So geht eine ausgewogene vegane Ernährung</a></li></ul></div> Thu, 23 Oct 2025 08:00:00 +0000 Christine 4167 at https://www.swissveg.ch Alles über Seitan https://www.swissveg.ch/de/seitan <span>Alles über Seitan </span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Thu, 10/23/2025 - 10:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Seitan ist heute aus der vegetarischen und veganen Küche nicht mehr wegzudenken. Doch lange bevor das Produkt aus Weizeneiweiss zu uns kam, war es bereits fester Bestandteil der ostasiatischen Esskultur.</p><p>Seitan wurde bereits vor mehr als 1 500 Jahren in der japanisch-chinesischen Zen-Tradition von vegetarisch lebenden Mönchen hergestellt.¹ Erste schriftliche Nachweise über das Weizeneiweiss bzw. Weizengluten stammen aus dem Jahr 1 301 im alten China.² In der chinesischen Küche gibt es drei Varianten verschiedener «Fleischarten» aus Weizengluten: die gedämpfte Standard-Variante, bekannt als Seitan, eine schwammartige und eine frittierte Variante. In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Seitan, der auch bei uns am bekanntesten ist.²&nbsp;</p><p>Das Wort «Seitan» ist japanisch und bedeutet so viel wie «aus Protein gemacht» bzw. «Protein des Lebens».² Der Begriff wurde 1961 von George Ohsawa (Sakurazawa Nyoichi), einem gebürtigen Japaner und Lehrer der Makrobiotik, geprägt.² Einer seiner Schüler entwickelte Seitan, inspiriert vom traditionellen japanischen «Fu», welches ebenfalls aus Weizengluten besteht.¹,² Für die Herstellung von Seitan wurde das Weizengluten in einer Brühe aus Wasser, Shoyu (Sojasauce), Kombu (einer Meeresalge) und Ingwer gekocht.²&nbsp;</p><p>Ab 1962 wurde Seitan in Japan kommerziell produziert und 1969 erstmals in die USA importiert. Die erste Publikation, in der das Wort Seitan erwähnt wird, ist ein makrobiotisches Kochbuch mit dem Titel «Cooking Good Food», das 1969 veröffentlicht wurde. Seither wächst die Beliebtheit von Seitan auch in den USA und Europa.² In Deutschland, und vermutlich auch in der Schweiz, sind Seitan-Produkte erst seit Ende der 1990er-Jahre erhältlich.¹</p><h3>Woraus besteht Seitan?&nbsp;</h3><p>Seitan besteht typischerweise aus Weizeneiweiss, also Gluten. Dabei handelt es sich um ein Eiweiss bzw. Protein, das aus den Proteinen Gliadin und Glutenin zusammengesetzt ist und hauptsächlich in Weizen, aber auch in anderem Getreide vorkommt. Gluten verleiht beispielsweise einem Brotteig Elastizität und Zusammenhalt, sodass er aufgehen kann. Bei Fleischalternativen bewirkt das Gluten eine bissfeste, fleischähnliche Konsistenz.²&nbsp;</p><h3>Schädliches Gluten?&nbsp;</h3><p>Da Seitan vor allem aus Gluten besteht, ist er nicht für Personen mit Zöliakie oder einer Glutensensitivität geeignet. Wer lediglich Weizen nicht verträgt, kann auf die Dinkelvariante zurückgreifen. Diese ist mit 21 Prozent Protein etwas proteinärmer als die Variante aus Weizen mit 25 Prozent, schmeckt aber genauso gut.³ Ansonsten ist reiner Seitan eine gering verarbeitete, vielfältig einsetzbare, proteinreiche und zugleich fettarme Fleischalternative.¹ Zwar enthält er nicht alle essenziellen Aminosäuren (Proteinbausteine) – kombiniert man Seitan aber mit verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln, insbesondere Hülsenfrüchten, werden die fehlenden Aminosäuren problemlos ergänzt.⁴&nbsp;</p><h3>Ganz einfach selbst gemacht&nbsp;</h3><p>Um Seitan selbst herzustellen, braucht man nur drei Zutaten: Mehl, Wasser und Gewürze. Das Mehl wird zuerst mit dem Wasser vermischt und geknetet, bis ein weicher und elastischer Teig entsteht. Bevor er weiter verarbeitet wird, muss der Teig eine Stunde ruhen. Anschliessend wird er in einer grossen Schüssel unter Wasser geknetet und das Wasser immer wieder ausgewechselt. Der Teig wird so lange bearbeitet, bis das Wasser relativ klar bleibt. So wird die Stärke aus dem Mehl gewaschen und das Gluten bleibt übrig. Anschliessend die Masse beliebig würzen, nochmals gut durchkneten und eine weitere Stunde bedeckt ruhen lassen. Zum Schluss wird der Seitan gegart – meistens gekocht oder gedämpft. Zum vollständigen Rezept geht es <a href="https://www.swissveg.ch/de/recipe/detail?recipe_id=2415&amp;language=de" target="_blank">hier</a>.</p><h3>Tipp</h3><p>Wenn es schnell gehen muss, kann anstatt Mehl auch Seitanpulver (reines Weizengluten) verwendet werden. Dieses mit Wasser vermischen und wie beschrieben weiterverarbeiten. Fertig zubereiteter Seitan ist auch etwa als Wurst oder Aufschnitt in gut sortierten Lebensmittelgeschäften erhältlich. Dieser muss nur noch kurz angebraten werden oder ist auch roh verzehrfertig.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>1 REWE. (o. D.). Seitan – vielseitiger Fleischersatz aus Weizeneiweiss. <a href="http://www.rewe.de/lexikon/seitan&amp;nbsp">www.rewe.de/lexikon/seitan&amp;nbsp</a>;<br>2 Shurtleff, W., Huang, H. T. &amp; Aoyagi, A. (2014). History of soybeans and soyfoods in China and Taiwan, and in Chinese cookbooks, restaurants, and Chinese work with soyfoods outside China (1024 BCE to 2014). (Soyinfo Center, Hrsg.). <a href="http://www.soyinfocenter.com/pdf/176/Chin.pdf&amp;nbsp">www.soyinfocenter.com/pdf/176/Chin.pdf&amp;nbsp</a>;<br>3 Rehberg, C. (2024, 28. April). Seitan – Eine gesunde Fleischalternative? ZENTRUM DER GESUNDHEIT. <a href="http://www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/">www.zentrum-der-gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/</a> fleischersatz-uebersicht/seitan&nbsp;<br>4 Bernhauser, I. (2017, 5. August). Enthalten pflanzliche Proteine alle essentiellen Aminosäuren? Ecodemy. ecodemy.de/magazin/pflanzliche-proteinekombinieren- essentielle-aminosaeuren</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/weisskohl" target="_blank">Alles über Weisskohl</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/recipe/search?language=de" target="_blank">Vegane Rezepte</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ernaehrung" target="_blank">So geht eine ausgewogene vegane Ernährung</a></li></ul></div> Thu, 23 Oct 2025 08:00:00 +0000 Christine 4167 at https://www.swissveg.ch Schweizer Bio-Marktbericht: Tofu, Tempeh und Seitan boomen https://www.swissveg.ch/de/bio-marktbericht-2025 <span>Swiss organic market report: Tofu, tempeh and seitan are booming</span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Tue, 09/30/2025 - 17:38</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">In August 2025, the Federal Office for Agriculture (FOAG) published its ‘Market Report on Organic Products with a Focus on Animal Products and Plant-Based Alternatives’ based on data from the NielsenIQ Switzerland household and retail panel and the Biobarometer study.<span class="fussnotenlink">1</span> Total sales in the Swiss organic market remained stable in 2024. The organic share rose particularly in meat alternatives, while it declined in milk alternatives, with consumers shifting towards non-organic products.</p><h2>Overview of the Swiss organic market</h2><p>The Swiss organic market remained stable overall in 2024. Both sales and volumes grew slightly – in contrast to 2023, when growth was driven mainly by price increases. Organic products accounted for around 11.6% of total food retail sales. Organic products are particularly well represented in traditional retail (13.5% share), while specialist retailers (12.4%) and discounters (3.8%) have smaller shares. Traditional retail remains the most important channel with 88.2% of the market, followed by discounters (6.2%) and specialist retailers (5.7%).</p><h2>High organic share for plant-based meat alternatives</h2><p>The product group with the highest sales is ‘cereals and baked goods’, followed by vegetables and potatoes in second place. Dairy products, including alternatives, rank third, and meat and fish, including alternatives, rank fifth. The ‘oil and fat’ product group recorded particularly strong relative growth.</p><p>Although many consumers claim to prioritize organic quality in meat, fish, and dairy, actual purchasing behaviour shows otherwise. In contrast, alternatives to meat and fish have a particularly high organic share of 27.5%, while this figure is only 6.5% for meat and fish. </p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Development%20of%20the%20organic%20share%20of%20meat%20and%20fish%20and%20their%20plant-based%20alternatives.jpg" data-entity-uuid="f5ff8fd3-5b5f-4531-ac09-02a0a2bcc4d0" data-entity-type="file" alt="" width="720" height="399" /><p> </p><p>Tofu, tempeh, and seitan are especially popular in the organic segment and have shown clear growth over the last two years. By contrast, sales of meat substitutes and plant-based convenience products declined, while fish substitutes remain the smallest category but posted slight growth.</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Sales%20of%20organic%20meat%20and%20fish%20as%20well%20as%20their%20plant-based%20alternatives%20from%20organic%20farming.jpg" data-entity-uuid="e7e9ae8c-7c2b-4446-93de-ef5364a6b13d" data-entity-type="file" alt="" width="725" height="646" /><p> </p><p>Current market figures also point towards growing interest in meat alternatives: according to Coop’s latest Plant Based Food Report, they represent the second-largest category in the vegan market after milk alternatives. Around 57% of the Swiss population has already tried vegan alternatives, and 30% consume them regularly.<span class="fussnotenlink">2</span></p><h2>Plant-based dairy products: Non-organic particularly popular</h2><p>For dairy products and their alternatives, the difference in the organic share is only 0.9 percentage points. Dairy products have had a relatively stable organic share over the last few years, which stood at 10.6% in 2024. For plant-based alternatives, on the other hand, the trend is downward: from 13.3% in 2022 to 11.5% in 2024.</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Development%20of%20the%20organic%20share%20of%20dairy%20products%20and%20their%20plant-based%20alternatives.jpg" data-entity-uuid="0c91e9ca-671a-422e-89e8-02d2ed2107f2" data-entity-type="file" alt="" width="742" height="396" /><p> </p><p>Plant-based milk drinks remain the strongest group within organic dairy alternatives. However, sales in this segment have fallen by an average of 3.9% per year. In the non-organic segment, by contrast, sales rose by 14.5% annually. Per capita spending on plant-based milk rose from CHF 43.1 in 2022 to CHF 48.3 in 2024 – mainly driven by non-organic products. Since 2017, demand for milk substitutes in Switzerland has more than doubled, with oat milk now the best-selling plant-based milk.<span class="fussnotenlink">3</span></p><p>Within organic milk alternatives, yoghurt ranks second after milk drinks, followed by cheese and flavoured milk drinks. Quark alternatives remain the smallest category, but are showing particularly strong growth (+37.9%).</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Sales%20of%20organic%20dairy%20products%20atheir%20plant-based%20alternatives-3.jpg" data-entity-uuid="09c13390-8dc5-44f5-bb78-38641419a31b" data-entity-type="file" alt="" width="724" height="881" /><h2>More and more organic consumers</h2><p>The share of consumers with high organic consumption grew steadily from 46% in 2020 to 55% in 2024. Accordingly, the low and medium consumption groups declined. Price continues to be the main barrier to organic purchases.</p><p>The motives for buying organic have remained unchanged since 2022: the most important personal reasons are <em data-start="4951" data-end="4982">avoiding synthetic pesticides</em>, <em data-start="4984" data-end="5000">healthy eating</em>, and <em data-start="5006" data-end="5023">fewer additives</em>. Among sustainability-oriented motives, <em data-start="5064" data-end="5121">avoiding preventive antibiotic use in livestock farming</em>, <em data-start="5123" data-end="5161">species-appropriate animal husbandry</em>, and <em data-start="5167" data-end="5204">environmentally friendly production </em>remain key drivers.</p><h2>Organic consumers eat less meat – and more vegan meals</h2><p>Meat consumption has declined most sharply among consumers with high organic intake – a trend also confirmed by the Biobarometer survey. Those who rarely buy organic products eat meat more frequently than heavy organic consumers. This correlation has strengthened in recent years: in 2020, 12.3% of high organic consumers reported eating meat less than once every two weeks; by 2024, this had risen to 13.5%.</p><p> </p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Frequency%20of%20meat%20consumption%20by%20frequency%20of%20organic%20consumption-2.jpg" data-entity-uuid="683187bb-24c2-45bb-b8f7-1cdd867d960b" data-entity-type="file" alt="" width="739" height="368" /></p><p> </p><p>Overall, the share of respondents consuming meat less than once every two weeks or never rose by 0.9 percentage points between 2020 and 2024. The group eating meat only once every one to two weeks increased by 2.1 percentage points. Meanwhile, the largest group – those eating two to five meat-based meals per week – declined by 6.1 percentage points, from 61.5% to 56.4%.</p><p> </p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Consumption%20of%20meat-based%20meals.jpg" data-entity-uuid="15dc1620-60a3-4ac4-95a9-a562a4fb98c6" data-entity-type="file" alt="" width="726" height="394" /></p><p> </p><p>The consumption of vegan meals is also highest among strong organic consumers and increased between 2020 and 2024. The share eating vegan meals every one to two weeks rose from 8.4% to 12.8%, while daily vegan meal consumption climbed from 4.1% to 5.4%.</p><h2>Possible trends and purchasing preferences</h2><p>As the report shows, total sales in the Swiss organic market remained stable in 2024, with organic products accounting for around 11.5% of the market. Plant-based organic products such as quark alternatives, tofu, tempeh, and seitan recorded sales gains, while organic meat and milk alternatives lost ground. The organic share of meat alternatives rose, while that of milk alternatives declined in favour of non-organic products.</p><p>One possible reason is fortification: organic milk alternatives are rarely enriched with nutrients, whereas non-organic products are usually fortified with calcium and vitamin B<sub>12</sub>.</p><p>The share of high organic consumers is rising, while meat consumption is falling particularly in this group. The boom in minimally processed alternatives such as tofu, tempeh, and seitan suggests that ecological criteria and low processing levels may be important drivers of purchasing preferences.</p><p> </p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Bundesamt für Landwirtschaft und Forschungsinstitut für Biologischen Landbau. (2025). Bio-Konsum 2024: Stabilisierung auf<br>hohem Niveau. <a href="https://www.agrarmarktdaten.ch/blog/bio-konsum-2024-stabilisierung" target="_blank">https://www.agrarmarktdaten.ch/blog/bio-konsum-2024-stabilisierung</a></li><li>Coop. (2025). Plant Based Food Report: Studie zum veganen Genuss in der Schweiz. <a href="https://www.coop.ch/de/marken-inspiration/ernaehrung/vegetarisch-vegan/vegane-ernaehrung/report.html" target="_blank">www.coop.ch/de/marken-inspiration/ernaehrung/vegetarisch-vegan/vegane-ernaehrung/report.html</a></li><li>News Service Bund. (2022). Milchersatzprodukte immer beliebter. <a href="https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=89701" target="_blank">https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=89701</a></li></ol></div></div> Tue, 30 Sep 2025 08:54:12 +0000 Christine 4170 at https://www.swissveg.ch Schweizer Bio-Marktbericht: Tofu, Tempeh und Seitan boomen https://www.swissveg.ch/de/bio-marktbericht-2025 <span>Swiss organic market report: Tofu, tempeh and seitan are booming</span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Tue, 09/30/2025 - 17:38</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">In August 2025, the Federal Office for Agriculture (FOAG) published its ‘Market Report on Organic Products with a Focus on Animal Products and Plant-Based Alternatives’ based on data from the NielsenIQ Switzerland household and retail panel and the Biobarometer study.<span class="fussnotenlink">1</span> Total sales in the Swiss organic market remained stable in 2024. The organic share rose particularly in meat alternatives, while it declined in milk alternatives, with consumers shifting towards non-organic products.</p><h2>Overview of the Swiss organic market</h2><p>The Swiss organic market remained stable overall in 2024. Both sales and volumes grew slightly – in contrast to 2023, when growth was driven mainly by price increases. Organic products accounted for around 11.6% of total food retail sales. Organic products are particularly well represented in traditional retail (13.5% share), while specialist retailers (12.4%) and discounters (3.8%) have smaller shares. Traditional retail remains the most important channel with 88.2% of the market, followed by discounters (6.2%) and specialist retailers (5.7%).</p><h2>High organic share for plant-based meat alternatives</h2><p>The product group with the highest sales is ‘cereals and baked goods’, followed by vegetables and potatoes in second place. Dairy products, including alternatives, rank third, and meat and fish, including alternatives, rank fifth. The ‘oil and fat’ product group recorded particularly strong relative growth.</p><p>Although many consumers claim to prioritize organic quality in meat, fish, and dairy, actual purchasing behaviour shows otherwise. In contrast, alternatives to meat and fish have a particularly high organic share of 27.5%, while this figure is only 6.5% for meat and fish. </p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Development%20of%20the%20organic%20share%20of%20meat%20and%20fish%20and%20their%20plant-based%20alternatives.jpg" data-entity-uuid="f5ff8fd3-5b5f-4531-ac09-02a0a2bcc4d0" data-entity-type="file" alt="" width="720" height="399" /><p> </p><p>Tofu, tempeh, and seitan are especially popular in the organic segment and have shown clear growth over the last two years. By contrast, sales of meat substitutes and plant-based convenience products declined, while fish substitutes remain the smallest category but posted slight growth.</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Sales%20of%20organic%20meat%20and%20fish%20as%20well%20as%20their%20plant-based%20alternatives%20from%20organic%20farming.jpg" data-entity-uuid="e7e9ae8c-7c2b-4446-93de-ef5364a6b13d" data-entity-type="file" alt="" width="725" height="646" /><p> </p><p>Current market figures also point towards growing interest in meat alternatives: according to Coop’s latest Plant Based Food Report, they represent the second-largest category in the vegan market after milk alternatives. Around 57% of the Swiss population has already tried vegan alternatives, and 30% consume them regularly.<span class="fussnotenlink">2</span></p><h2>Plant-based dairy products: Non-organic particularly popular</h2><p>For dairy products and their alternatives, the difference in the organic share is only 0.9 percentage points. Dairy products have had a relatively stable organic share over the last few years, which stood at 10.6% in 2024. For plant-based alternatives, on the other hand, the trend is downward: from 13.3% in 2022 to 11.5% in 2024.</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Development%20of%20the%20organic%20share%20of%20dairy%20products%20and%20their%20plant-based%20alternatives.jpg" data-entity-uuid="0c91e9ca-671a-422e-89e8-02d2ed2107f2" data-entity-type="file" alt="" width="742" height="396" /><p> </p><p>Plant-based milk drinks remain the strongest group within organic dairy alternatives. However, sales in this segment have fallen by an average of 3.9% per year. In the non-organic segment, by contrast, sales rose by 14.5% annually. Per capita spending on plant-based milk rose from CHF 43.1 in 2022 to CHF 48.3 in 2024 – mainly driven by non-organic products. Since 2017, demand for milk substitutes in Switzerland has more than doubled, with oat milk now the best-selling plant-based milk.<span class="fussnotenlink">3</span></p><p>Within organic milk alternatives, yoghurt ranks second after milk drinks, followed by cheese and flavoured milk drinks. Quark alternatives remain the smallest category, but are showing particularly strong growth (+37.9%).</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Sales%20of%20organic%20dairy%20products%20atheir%20plant-based%20alternatives-3.jpg" data-entity-uuid="09c13390-8dc5-44f5-bb78-38641419a31b" data-entity-type="file" alt="" width="724" height="881" /><h2>More and more organic consumers</h2><p>The share of consumers with high organic consumption grew steadily from 46% in 2020 to 55% in 2024. Accordingly, the low and medium consumption groups declined. Price continues to be the main barrier to organic purchases.</p><p>The motives for buying organic have remained unchanged since 2022: the most important personal reasons are <em data-start="4951" data-end="4982">avoiding synthetic pesticides</em>, <em data-start="4984" data-end="5000">healthy eating</em>, and <em data-start="5006" data-end="5023">fewer additives</em>. Among sustainability-oriented motives, <em data-start="5064" data-end="5121">avoiding preventive antibiotic use in livestock farming</em>, <em data-start="5123" data-end="5161">species-appropriate animal husbandry</em>, and <em data-start="5167" data-end="5204">environmentally friendly production </em>remain key drivers.</p><h2>Organic consumers eat less meat – and more vegan meals</h2><p>Meat consumption has declined most sharply among consumers with high organic intake – a trend also confirmed by the Biobarometer survey. Those who rarely buy organic products eat meat more frequently than heavy organic consumers. This correlation has strengthened in recent years: in 2020, 12.3% of high organic consumers reported eating meat less than once every two weeks; by 2024, this had risen to 13.5%.</p><p> </p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Frequency%20of%20meat%20consumption%20by%20frequency%20of%20organic%20consumption-2.jpg" data-entity-uuid="683187bb-24c2-45bb-b8f7-1cdd867d960b" data-entity-type="file" alt="" width="739" height="368" /></p><p> </p><p>Overall, the share of respondents consuming meat less than once every two weeks or never rose by 0.9 percentage points between 2020 and 2024. The group eating meat only once every one to two weeks increased by 2.1 percentage points. Meanwhile, the largest group – those eating two to five meat-based meals per week – declined by 6.1 percentage points, from 61.5% to 56.4%.</p><p> </p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Consumption%20of%20meat-based%20meals.jpg" data-entity-uuid="15dc1620-60a3-4ac4-95a9-a562a4fb98c6" data-entity-type="file" alt="" width="726" height="394" /></p><p> </p><p>The consumption of vegan meals is also highest among strong organic consumers and increased between 2020 and 2024. The share eating vegan meals every one to two weeks rose from 8.4% to 12.8%, while daily vegan meal consumption climbed from 4.1% to 5.4%.</p><h2>Possible trends and purchasing preferences</h2><p>As the report shows, total sales in the Swiss organic market remained stable in 2024, with organic products accounting for around 11.5% of the market. Plant-based organic products such as quark alternatives, tofu, tempeh, and seitan recorded sales gains, while organic meat and milk alternatives lost ground. The organic share of meat alternatives rose, while that of milk alternatives declined in favour of non-organic products.</p><p>One possible reason is fortification: organic milk alternatives are rarely enriched with nutrients, whereas non-organic products are usually fortified with calcium and vitamin B<sub>12</sub>.</p><p>The share of high organic consumers is rising, while meat consumption is falling particularly in this group. The boom in minimally processed alternatives such as tofu, tempeh, and seitan suggests that ecological criteria and low processing levels may be important drivers of purchasing preferences.</p><p> </p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Bundesamt für Landwirtschaft und Forschungsinstitut für Biologischen Landbau. (2025). Bio-Konsum 2024: Stabilisierung auf<br>hohem Niveau. <a href="https://www.agrarmarktdaten.ch/blog/bio-konsum-2024-stabilisierung" target="_blank">https://www.agrarmarktdaten.ch/blog/bio-konsum-2024-stabilisierung</a></li><li>Coop. (2025). Plant Based Food Report: Studie zum veganen Genuss in der Schweiz. <a href="https://www.coop.ch/de/marken-inspiration/ernaehrung/vegetarisch-vegan/vegane-ernaehrung/report.html" target="_blank">www.coop.ch/de/marken-inspiration/ernaehrung/vegetarisch-vegan/vegane-ernaehrung/report.html</a></li><li>News Service Bund. (2022). Milchersatzprodukte immer beliebter. <a href="https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=89701" target="_blank">https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=89701</a></li></ol></div></div> Tue, 30 Sep 2025 08:54:12 +0000 Christine 4170 at https://www.swissveg.ch Schweizer Bio-Marktbericht: Tofu, Tempeh und Seitan boomen https://www.swissveg.ch/de/bio-marktbericht-2025 <span>Swiss organic market report: Tofu, tempeh and seitan are booming</span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Tue, 09/30/2025 - 17:38</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">In August 2025, the Federal Office for Agriculture (FOAG) published its ‘Market Report on Organic Products with a Focus on Animal Products and Plant-Based Alternatives’ based on data from the NielsenIQ Switzerland household and retail panel and the Biobarometer study.<span class="fussnotenlink">1</span> Total sales in the Swiss organic market remained stable in 2024. The organic share rose particularly in meat alternatives, while it declined in milk alternatives, with consumers shifting towards non-organic products.</p><h2>Overview of the Swiss organic market</h2><p>The Swiss organic market remained stable overall in 2024. Both sales and volumes grew slightly – in contrast to 2023, when growth was driven mainly by price increases. Organic products accounted for around 11.6% of total food retail sales. Organic products are particularly well represented in traditional retail (13.5% share), while specialist retailers (12.4%) and discounters (3.8%) have smaller shares. Traditional retail remains the most important channel with 88.2% of the market, followed by discounters (6.2%) and specialist retailers (5.7%).</p><h2>High organic share for plant-based meat alternatives</h2><p>The product group with the highest sales is ‘cereals and baked goods’, followed by vegetables and potatoes in second place. Dairy products, including alternatives, rank third, and meat and fish, including alternatives, rank fifth. The ‘oil and fat’ product group recorded particularly strong relative growth.</p><p>Although many consumers claim to prioritize organic quality in meat, fish, and dairy, actual purchasing behaviour shows otherwise. In contrast, alternatives to meat and fish have a particularly high organic share of 27.5%, while this figure is only 6.5% for meat and fish. </p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Development%20of%20the%20organic%20share%20of%20meat%20and%20fish%20and%20their%20plant-based%20alternatives.jpg" data-entity-uuid="f5ff8fd3-5b5f-4531-ac09-02a0a2bcc4d0" data-entity-type="file" alt="" width="720" height="399" /><p> </p><p>Tofu, tempeh, and seitan are especially popular in the organic segment and have shown clear growth over the last two years. By contrast, sales of meat substitutes and plant-based convenience products declined, while fish substitutes remain the smallest category but posted slight growth.</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Sales%20of%20organic%20meat%20and%20fish%20as%20well%20as%20their%20plant-based%20alternatives%20from%20organic%20farming.jpg" data-entity-uuid="e7e9ae8c-7c2b-4446-93de-ef5364a6b13d" data-entity-type="file" alt="" width="725" height="646" /><p> </p><p>Current market figures also point towards growing interest in meat alternatives: according to Coop’s latest Plant Based Food Report, they represent the second-largest category in the vegan market after milk alternatives. Around 57% of the Swiss population has already tried vegan alternatives, and 30% consume them regularly.<span class="fussnotenlink">2</span></p><h2>Plant-based dairy products: Non-organic particularly popular</h2><p>For dairy products and their alternatives, the difference in the organic share is only 0.9 percentage points. Dairy products have had a relatively stable organic share over the last few years, which stood at 10.6% in 2024. For plant-based alternatives, on the other hand, the trend is downward: from 13.3% in 2022 to 11.5% in 2024.</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Development%20of%20the%20organic%20share%20of%20dairy%20products%20and%20their%20plant-based%20alternatives.jpg" data-entity-uuid="0c91e9ca-671a-422e-89e8-02d2ed2107f2" data-entity-type="file" alt="" width="742" height="396" /><p> </p><p>Plant-based milk drinks remain the strongest group within organic dairy alternatives. However, sales in this segment have fallen by an average of 3.9% per year. In the non-organic segment, by contrast, sales rose by 14.5% annually. Per capita spending on plant-based milk rose from CHF 43.1 in 2022 to CHF 48.3 in 2024 – mainly driven by non-organic products. Since 2017, demand for milk substitutes in Switzerland has more than doubled, with oat milk now the best-selling plant-based milk.<span class="fussnotenlink">3</span></p><p>Within organic milk alternatives, yoghurt ranks second after milk drinks, followed by cheese and flavoured milk drinks. Quark alternatives remain the smallest category, but are showing particularly strong growth (+37.9%).</p><p> </p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Sales%20of%20organic%20dairy%20products%20atheir%20plant-based%20alternatives-3.jpg" data-entity-uuid="09c13390-8dc5-44f5-bb78-38641419a31b" data-entity-type="file" alt="" width="724" height="881" /><h2>More and more organic consumers</h2><p>The share of consumers with high organic consumption grew steadily from 46% in 2020 to 55% in 2024. Accordingly, the low and medium consumption groups declined. Price continues to be the main barrier to organic purchases.</p><p>The motives for buying organic have remained unchanged since 2022: the most important personal reasons are <em data-start="4951" data-end="4982">avoiding synthetic pesticides</em>, <em data-start="4984" data-end="5000">healthy eating</em>, and <em data-start="5006" data-end="5023">fewer additives</em>. Among sustainability-oriented motives, <em data-start="5064" data-end="5121">avoiding preventive antibiotic use in livestock farming</em>, <em data-start="5123" data-end="5161">species-appropriate animal husbandry</em>, and <em data-start="5167" data-end="5204">environmentally friendly production </em>remain key drivers.</p><h2>Organic consumers eat less meat – and more vegan meals</h2><p>Meat consumption has declined most sharply among consumers with high organic intake – a trend also confirmed by the Biobarometer survey. Those who rarely buy organic products eat meat more frequently than heavy organic consumers. This correlation has strengthened in recent years: in 2020, 12.3% of high organic consumers reported eating meat less than once every two weeks; by 2024, this had risen to 13.5%.</p><p> </p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Frequency%20of%20meat%20consumption%20by%20frequency%20of%20organic%20consumption-2.jpg" data-entity-uuid="683187bb-24c2-45bb-b8f7-1cdd867d960b" data-entity-type="file" alt="" width="739" height="368" /></p><p> </p><p>Overall, the share of respondents consuming meat less than once every two weeks or never rose by 0.9 percentage points between 2020 and 2024. The group eating meat only once every one to two weeks increased by 2.1 percentage points. Meanwhile, the largest group – those eating two to five meat-based meals per week – declined by 6.1 percentage points, from 61.5% to 56.4%.</p><p> </p><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-09/Consumption%20of%20meat-based%20meals.jpg" data-entity-uuid="15dc1620-60a3-4ac4-95a9-a562a4fb98c6" data-entity-type="file" alt="" width="726" height="394" /></p><p> </p><p>The consumption of vegan meals is also highest among strong organic consumers and increased between 2020 and 2024. The share eating vegan meals every one to two weeks rose from 8.4% to 12.8%, while daily vegan meal consumption climbed from 4.1% to 5.4%.</p><h2>Possible trends and purchasing preferences</h2><p>As the report shows, total sales in the Swiss organic market remained stable in 2024, with organic products accounting for around 11.5% of the market. Plant-based organic products such as quark alternatives, tofu, tempeh, and seitan recorded sales gains, while organic meat and milk alternatives lost ground. The organic share of meat alternatives rose, while that of milk alternatives declined in favour of non-organic products.</p><p>One possible reason is fortification: organic milk alternatives are rarely enriched with nutrients, whereas non-organic products are usually fortified with calcium and vitamin B<sub>12</sub>.</p><p>The share of high organic consumers is rising, while meat consumption is falling particularly in this group. The boom in minimally processed alternatives such as tofu, tempeh, and seitan suggests that ecological criteria and low processing levels may be important drivers of purchasing preferences.</p><p> </p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li>Bundesamt für Landwirtschaft und Forschungsinstitut für Biologischen Landbau. (2025). Bio-Konsum 2024: Stabilisierung auf<br>hohem Niveau. <a href="https://www.agrarmarktdaten.ch/blog/bio-konsum-2024-stabilisierung" target="_blank">https://www.agrarmarktdaten.ch/blog/bio-konsum-2024-stabilisierung</a></li><li>Coop. (2025). Plant Based Food Report: Studie zum veganen Genuss in der Schweiz. <a href="https://www.coop.ch/de/marken-inspiration/ernaehrung/vegetarisch-vegan/vegane-ernaehrung/report.html" target="_blank">www.coop.ch/de/marken-inspiration/ernaehrung/vegetarisch-vegan/vegane-ernaehrung/report.html</a></li><li>News Service Bund. (2022). Milchersatzprodukte immer beliebter. <a href="https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=89701" target="_blank">https://www.news.admin.ch/de/nsb?id=89701</a></li></ol></div></div> Tue, 30 Sep 2025 08:54:12 +0000 Christine 4170 at https://www.swissveg.ch Alles über Weisskohl https://www.swissveg.ch/de/weisskohl <span>Alles über Weisskohl</span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Thu, 09/04/2025 - 09:19</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Mit der kalten Jahreszeit wird die Auswahl an regionalem Gemüse knapper und herzhafte Gerichte gewinnen wieder an Beliebtheit. Besonders in den Wintermonaten ist Sauerkraut eine geschätzte Beilage. Doch woher stammt der «Suurchabis», und ist er wirklich so gesund, wie sein guter Ruf vermuten lässt?</p><p>Sauerkraut zählt zu den bekanntesten deutschen Gerichten – obschon gesäuertes Kohlgemüse keine deutsche Erfindung ist. Vermutlich hat es seinen Ursprung im asiatischen Raum, von wo es den Weg in den Westen fand. Bereits der griechische Arzt und Philosoph Hippokrates (466 bis 377 v. Chr.) erkannte die Vorzüge des Kohls.<span class="fussnotenlink">1 </span>Die Fermentation ist eines der ältesten Konservierungsverfahren, das schon seit über 10000 Jahren angewandt wird. Bei der Sauerkrautherstellung wird mittels der sogenannten Milchsäuregärung der im Kohl enthaltene Zucker durch «gute» Bakterien in Milchsäure umgewandelt. Dadurch erhält der Kohl nicht nur seinen charakteristischen mild-säuerlichen Geschmack, sondern wird auch haltbar gemacht. Im 12. Jahrhundert war der Kohlanbau in Europa dank der Klostergärten weit verbreitet und bot ideale Voraussetzungen für die Sauerkrautproduktion. Im 18. Jahrhundert bewahrte das lang haltbare, Vitamin-C-reiche Kraut Seeleute vor der Mangelkrankheit Skorbut, während es auch bei späteren Militärzügen als wichtiges Grundnahrungsmittel diente. Industriell wird Sauerkraut seit Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt.<span class="fussnotenlink">1</span></p><h3>Sauerkraut-Boom?</h3><p>Heute wird zwar wesentlich weniger Sauerkraut konsumiert als früher, doch im Coronajahr 2020 erlebte Schweizer Sauerkraut einen regelrechten Boom: Die Firma Schöni aus dem Oberaargau musste ihre Produktion deutlich hochfahren, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.<span class="fussnotenlink">2</span> Der Pro-Kopf-Konsum lag in diesem Jahr bei etwa einem halben Kilo.<span class="fussnotenlink">3</span> Dennoch wird in der Schweiz vergleichsweise wenig Sauerkraut konsumiert. Überraschenderweise ist nicht Deutschland, sondern Frankreich Spitzenreiter im Sauerkrautkonsum: Dort liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 1,7 kg pro Jahr, wobei der fermentierte Kohl besonders im Elsass beliebt ist. Deutschland folgt mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 1,2 kg, obwohl dieser in den letzten Jahrzehnten erheblich zurückgegangen ist – vor 40 Jahren waren es noch 2 kg jährlich.<span class="fussnotenlink">4</span></p><h3>Wie gesund ist Sauerkraut?</h3><p>Erst im 19. Jahrhundert wurde die gesundheitlich positive Wirkung von Sauerkraut durch die Kneipp-Kur richtig bekannt, welche unter anderem Sauerkraut und dessen Saft beinhaltet.<span class="fussnotenlink">1</span> Aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts und der enthaltenen Milchsäurebakterien wird Sauerkraut am besten roh verzehrt. Längeres Kochen kann diese wertvollen Inhaltsstoffe zerstören. Die Milchsäurebakterien, die während der Fermentation entstehen, wirken sich positiv auf unsere Darmflora und unser Immunsystem aus. Trotz dieser zahlreichen positiven Effekte sollte Sauerkraut schrittweise in die Ernährung integriert werden, da zu grosse Mengen auf einmal Verdauungsprobleme verursachen können. Zudem ist es «Chabis», dass Sauerkraut ein Wundermittel gegen verschiedene Krebsarten und Blutdruck ist – hierfür fehlen ausreichend wissenschaftliche Beweise.<span class="fussnotenlink">5</span></p><h3>Fermentieren leicht gemacht</h3><p>Die einst weit verbreitete Herstellung von Sauerkraut in Privathaushalten ist heute seltener geworden, da fertig abgepacktes Sauerkraut erhältlich ist. Dieses ist jedoch häufig pasteurisiert, wodurch viele wertvolle Nährstoffe verloren gehen. Gelegentlich findet man auch rohes Sauerkraut oder Kimchi, die koreanische Variante aus Chinakohl, Chili und weiteren Gewürzen. Das Fermentieren in den eigenen vier Wänden bietet jedoch zahlreiche Vorteile: Man kann die Zutaten selbst wählen, Geld sparen, auf das Pasteurisieren verzichten, Gemüsereste verarbeiten und ein nachhaltiges, bewusstes Konsumverhalten fördern. Sauerkraut lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Frischen Weisskohl hobeln und mit Salz kneten, bis ausreichend Saft austritt, um den Kabis damit zu bedecken. Nach Belieben Gewürze wie Wacholderbeeren hinzugeben. Einmachglas heiss ausspülen, Kabis einfüllen, mit einem sauberen Tuch oder einer Plastikfolie abdecken und mit einem Gummiband fixieren. Drei bis zehn Tage an einem dunklen Ort bei Raumtemperatur lagern, und den Kohl beschweren oder täglich nach unten drücken. Danach das Glas mit einem Deckel verschliessen und in den Kühlschrank stellen, damit das Sauerkraut nicht zu sauer wird. Den Deckel alle zwei bis drei Tage öffnen, damit die Gase entweichen können. Nach zwei bis drei Wochen das Sauerkraut probieren und je nach Geschmack länger fermentieren lassen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält es sich einige Monate.</p><p><strong>Vorsicht: Salz nicht weglassen!</strong><br>Es dient als Konservierungsmittel. Dafür 1 bis 1,5% Salz verwenden (10 bis 15 Gramm Salz pro Kilo Kohl).</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>1 Die Geschichte des Sauerkrauts. (2020). Schlichting. <a href="http://www.sauerkraut.de/news.php">www.sauerkraut.de/news.php</a><br>2 Pelosi, D. (2020, 20. März). Und plötzlich wollen alle Sauerkraut. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="http://www.srf.ch/news/wirtschaft/umsaetze-vervierfacht-undploetzlich-wollen-alle-sauerkraut">www.srf.ch/news/wirtschaft/umsaetze-vervierfacht-undploetzlich-wollen-a…</a><br>3 Sauerkraut. (2022, 26. Januar). Annemarie Wildeisen. <a href="http://www.wildeisen.ch/magazin/sauerkraut-0222">www.wildeisen.ch/magazin/sauerkraut-0222</a><br>4 Howe, H. (2018, 16. August). 51 Fascinating Facts About Sauerkraut and Cabbage [WHO KNEW?]. MakeSauerkraut. <a href="http://www.makesauerkraut.com/sauerkraut-facts/">www.makesauerkraut.com/sauerkraut-facts/</a><br>5 Forrer, D. (2022, 15. September). Fermentieren – Megatrend mit gesundem Beigeschmack. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="http://www.srf.ch/wissen/gesundheit/lebensmittelhaltbar-machen-fermentieren-megatrend-mit-gesundembeigeschmack">www.srf.ch/wissen/gesundheit/lebensmittelhaltbar-machen-fermentieren-me…</a></p></div></div> Thu, 04 Sep 2025 07:19:48 +0000 Christine 4162 at https://www.swissveg.ch Alles über Weisskohl https://www.swissveg.ch/de/weisskohl <span>Alles über Weisskohl</span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Thu, 09/04/2025 - 09:19</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Mit der kalten Jahreszeit wird die Auswahl an regionalem Gemüse knapper und herzhafte Gerichte gewinnen wieder an Beliebtheit. Besonders in den Wintermonaten ist Sauerkraut eine geschätzte Beilage. Doch woher stammt der «Suurchabis», und ist er wirklich so gesund, wie sein guter Ruf vermuten lässt?</p><p>Sauerkraut zählt zu den bekanntesten deutschen Gerichten – obschon gesäuertes Kohlgemüse keine deutsche Erfindung ist. Vermutlich hat es seinen Ursprung im asiatischen Raum, von wo es den Weg in den Westen fand. Bereits der griechische Arzt und Philosoph Hippokrates (466 bis 377 v. Chr.) erkannte die Vorzüge des Kohls.<span class="fussnotenlink">1 </span>Die Fermentation ist eines der ältesten Konservierungsverfahren, das schon seit über 10000 Jahren angewandt wird. Bei der Sauerkrautherstellung wird mittels der sogenannten Milchsäuregärung der im Kohl enthaltene Zucker durch «gute» Bakterien in Milchsäure umgewandelt. Dadurch erhält der Kohl nicht nur seinen charakteristischen mild-säuerlichen Geschmack, sondern wird auch haltbar gemacht. Im 12. Jahrhundert war der Kohlanbau in Europa dank der Klostergärten weit verbreitet und bot ideale Voraussetzungen für die Sauerkrautproduktion. Im 18. Jahrhundert bewahrte das lang haltbare, Vitamin-C-reiche Kraut Seeleute vor der Mangelkrankheit Skorbut, während es auch bei späteren Militärzügen als wichtiges Grundnahrungsmittel diente. Industriell wird Sauerkraut seit Ende des 19. Jahrhunderts hergestellt.<span class="fussnotenlink">1</span></p><h3>Sauerkraut-Boom?</h3><p>Heute wird zwar wesentlich weniger Sauerkraut konsumiert als früher, doch im Coronajahr 2020 erlebte Schweizer Sauerkraut einen regelrechten Boom: Die Firma Schöni aus dem Oberaargau musste ihre Produktion deutlich hochfahren, um der gestiegenen Nachfrage gerecht zu werden.<span class="fussnotenlink">2</span> Der Pro-Kopf-Konsum lag in diesem Jahr bei etwa einem halben Kilo.<span class="fussnotenlink">3</span> Dennoch wird in der Schweiz vergleichsweise wenig Sauerkraut konsumiert. Überraschenderweise ist nicht Deutschland, sondern Frankreich Spitzenreiter im Sauerkrautkonsum: Dort liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 1,7 kg pro Jahr, wobei der fermentierte Kohl besonders im Elsass beliebt ist. Deutschland folgt mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 1,2 kg, obwohl dieser in den letzten Jahrzehnten erheblich zurückgegangen ist – vor 40 Jahren waren es noch 2 kg jährlich.<span class="fussnotenlink">4</span></p><h3>Wie gesund ist Sauerkraut?</h3><p>Erst im 19. Jahrhundert wurde die gesundheitlich positive Wirkung von Sauerkraut durch die Kneipp-Kur richtig bekannt, welche unter anderem Sauerkraut und dessen Saft beinhaltet.<span class="fussnotenlink">1</span> Aufgrund seines hohen Vitamin-C-Gehalts und der enthaltenen Milchsäurebakterien wird Sauerkraut am besten roh verzehrt. Längeres Kochen kann diese wertvollen Inhaltsstoffe zerstören. Die Milchsäurebakterien, die während der Fermentation entstehen, wirken sich positiv auf unsere Darmflora und unser Immunsystem aus. Trotz dieser zahlreichen positiven Effekte sollte Sauerkraut schrittweise in die Ernährung integriert werden, da zu grosse Mengen auf einmal Verdauungsprobleme verursachen können. Zudem ist es «Chabis», dass Sauerkraut ein Wundermittel gegen verschiedene Krebsarten und Blutdruck ist – hierfür fehlen ausreichend wissenschaftliche Beweise.<span class="fussnotenlink">5</span></p><h3>Fermentieren leicht gemacht</h3><p>Die einst weit verbreitete Herstellung von Sauerkraut in Privathaushalten ist heute seltener geworden, da fertig abgepacktes Sauerkraut erhältlich ist. Dieses ist jedoch häufig pasteurisiert, wodurch viele wertvolle Nährstoffe verloren gehen. Gelegentlich findet man auch rohes Sauerkraut oder Kimchi, die koreanische Variante aus Chinakohl, Chili und weiteren Gewürzen. Das Fermentieren in den eigenen vier Wänden bietet jedoch zahlreiche Vorteile: Man kann die Zutaten selbst wählen, Geld sparen, auf das Pasteurisieren verzichten, Gemüsereste verarbeiten und ein nachhaltiges, bewusstes Konsumverhalten fördern. Sauerkraut lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Frischen Weisskohl hobeln und mit Salz kneten, bis ausreichend Saft austritt, um den Kabis damit zu bedecken. Nach Belieben Gewürze wie Wacholderbeeren hinzugeben. Einmachglas heiss ausspülen, Kabis einfüllen, mit einem sauberen Tuch oder einer Plastikfolie abdecken und mit einem Gummiband fixieren. Drei bis zehn Tage an einem dunklen Ort bei Raumtemperatur lagern, und den Kohl beschweren oder täglich nach unten drücken. Danach das Glas mit einem Deckel verschliessen und in den Kühlschrank stellen, damit das Sauerkraut nicht zu sauer wird. Den Deckel alle zwei bis drei Tage öffnen, damit die Gase entweichen können. Nach zwei bis drei Wochen das Sauerkraut probieren und je nach Geschmack länger fermentieren lassen. Im Kühlschrank aufbewahrt hält es sich einige Monate.</p><p><strong>Vorsicht: Salz nicht weglassen!</strong><br>Es dient als Konservierungsmittel. Dafür 1 bis 1,5% Salz verwenden (10 bis 15 Gramm Salz pro Kilo Kohl).</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>1 Die Geschichte des Sauerkrauts. (2020). Schlichting. <a href="http://www.sauerkraut.de/news.php">www.sauerkraut.de/news.php</a><br>2 Pelosi, D. (2020, 20. März). Und plötzlich wollen alle Sauerkraut. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="http://www.srf.ch/news/wirtschaft/umsaetze-vervierfacht-undploetzlich-wollen-alle-sauerkraut">www.srf.ch/news/wirtschaft/umsaetze-vervierfacht-undploetzlich-wollen-a…</a><br>3 Sauerkraut. (2022, 26. Januar). Annemarie Wildeisen. <a href="http://www.wildeisen.ch/magazin/sauerkraut-0222">www.wildeisen.ch/magazin/sauerkraut-0222</a><br>4 Howe, H. (2018, 16. August). 51 Fascinating Facts About Sauerkraut and Cabbage [WHO KNEW?]. MakeSauerkraut. <a href="http://www.makesauerkraut.com/sauerkraut-facts/">www.makesauerkraut.com/sauerkraut-facts/</a><br>5 Forrer, D. (2022, 15. September). Fermentieren – Megatrend mit gesundem Beigeschmack. Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). <a href="http://www.srf.ch/wissen/gesundheit/lebensmittelhaltbar-machen-fermentieren-megatrend-mit-gesundembeigeschmack">www.srf.ch/wissen/gesundheit/lebensmittelhaltbar-machen-fermentieren-me…</a></p></div></div> Thu, 04 Sep 2025 07:19:48 +0000 Christine 4162 at https://www.swissveg.ch Wunderwaffe Antioxidantien? https://www.swissveg.ch/de/antioxidantien <span>Wunderwaffe Antioxidantien?</span> <span><span lang="" about="/en/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>Fri, 08/29/2025 - 08:21</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Antioxidantien sind wirkungsvolle Pflanzenstoffe, die wichtige Abwehrmechanismen unseres Körpers unterstützen. Sie kommen vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln vor und könnten mit ein Grund dafür sein, warum eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen in Verbindung gebracht wird.</p><p>Antioxidantien sind Pflanzenstoffe, die den Körper vor oxidativem Stress schützen. Dieser kann das Risiko für Krankheiten und Entzündungen erhöhen und den Alterungsprozess beschleunigen. Verursacht wird er durch freie Radikale, deren Bildung etwa durch Strahlungen, Umweltgifte, Zigarettenrauch oder einen ungesunden Lebensstil begünstigt wird. Antioxidantien wirken oxidativem Stress entgegen, indem sie diese freien Radikale «neutralisieren». Sie werden deshalb auch Radikalfänger genannt.¹ Zu den bekanntesten Antioxidantien zählen die Vitamine C und E, Selen, zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe wie Flavonoide, Carotinoide (z. B. Beta-Carotin), Anthocyane, Polyphenole sowie verschiedene Enzyme.</p><h3>Wunderwaffe Antioxidantien?</h3><p>In zahlreichen Studien zeigen Antioxidantien vielversprechende Ergebnisse: Sie können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bestimmte Krebsarten, Augenerkrankungen und das metabolische Syndrom senken.² Ob diese Wirkung auf Antioxidantien, andere sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Nährstoffe oder deren Zusammenspiel zurückzuführen ist, bleibt jedoch unklar.¹ Allerdings gelten solche positiven Effekte möglicherweise nicht für Antioxidantien aus Nahrungsergänzungsmitteln: Diese können unter anderem aufgrund des Risikos einer Überdosierung sogar schädlich sein. Fachgesellschaften wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung raten daher zu einer antioxidantienreichen Ernährung statt zu Präparaten.²</p><h3>Eat the Rainbow</h3><p>Pflanzliche Lebensmittel enthalten zahlreiche antioxidative Substanzen. Das Prinzip «Eat the Rainbow» bringt es auf den Punkt: Wer täglich eine bunte Mischung unverarbeiteter pflanzlicher Lebensmittel isst, nimmt automatisch viele verschiedene Antioxidantien auf. Viele dieser Stoffe sitzen direkt unter der Schale – Obst und Gemüse deshalb möglichst ungeschält konsumieren.  <div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"></p><h3><strong>Rot</strong></h3><p>Reich an Lycopin: Erdbeeren, Cranberries, Himbeeren, Tomaten, Äpfel, Randen, Wassermelone, rote Trauben, Peperoni, rote Zwiebeln. <img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-08/Antioxidantien-rot.png" data-entity-uuid="4e68d767-0a48-4594-8891-4cf972e5b5c3" data-entity-type="file" alt="" width="498" height="75" /></p><h3><strong>Orange &amp; Gelb</strong> </h3><p>Reich an Carotinoiden (z. B. Beta- Carotin), Curcuminoiden und / oder Vitamin C: Karotten, Süsskartoffeln, gelbe und orange Peperoni, Orangen, Bananen, Ananas, Mandarinen, Mangos, Kürbis, Aprikosen, Pfirsiche, Melonen, Mais, Zitronen, Kurkuma, Senf, Safran  <img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-08/antioxidantien-orange.png" data-entity-uuid="5806b8f1-0678-4157-b50c-d671071db3ae" data-entity-type="file" alt="" width="496" height="65" /></p><h3><strong>Grün </strong></h3><p>Reich an Flavonolen, Chlorophyll, Sulforaphan und / oder Isothiocyanaten: Spinat, Avocado, Spargel, Artischocken, Brokkoli, Federkohl, Rosenkohl, Kiwi, Grüntee, Kräuter (Minze, Rosmarin, Salbei, Thymian, Basilikum) <img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-08/antioxidantien-gr%C3%BCnd.png" data-entity-uuid="fe4f2106-5636-4e75-96ca-e7bf1c0e8c8f" data-entity-type="file" alt="" width="482" height="70" /></p><h3><strong>Blau &amp; Violett</strong> </h3><p>Reich an Anthocyanen: Blaubeeren, Brombeeren, Kirschen, Trauben, Weinbeeren, Auberginen, Pflaumen, Feigen, Lavendelblüten, Rotkohl, Kidneybohnen  <img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-08/antioxidantien-blau.png" data-entity-uuid="15ecb9d4-ff48-4a58-9c26-bc75acb05ddf" data-entity-type="file" alt="" width="486" height="71" /></p><h3><strong>Weiss &amp; Braun</strong> </h3><p>Reich an Allicin, Flavonoiden und / oder Vitamin E: Zwiebeln, Blumenkohl, Knoblauch, Lauch, Pastinaken, Rettich, Pilze, Nüsse, Samen, Schokolade, Schwarztee, Kichererbsen, braune Linsen, Soja und Vollkornprodukte³ <img src="/sites/swissveg.ch/files/2025-08/antioxidantien-weiss.png" data-entity-uuid="3db0446b-d9e9-43c9-a2f3-a46dfe2d3c97" data-entity-type="file" alt="" width="495" height="80" /></p></div><h3>Vegan und gut versorgt</h3><p>Laut einer Studie enthalten pflanzliche Lebensmittel deutlich mehr Antioxidantien als tierische.⁴ Es überrascht daher nicht, dass eine pflanzenbetonte Ernährung mit einer besseren Versorgung mit Antioxidantien in Verbindung steht. So zeigen Untersuchungen aus Deutschland und Irland höhere Konzentrationen antioxidativer Substanzen im Blut von vegan und vegetarisch lebenden Personen im Vergleich zur Durchschnittsbevölkerung. ⁵, ⁶ Auch in einer systematischen Übersichtsarbeit wurde dargelegt, dass Personen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, eine bessere Versorgung mit bestimmten Antioxidantien (z.B. Vitamin C und E) aufweisen als Mischköstler.⁷ Eine weitere Übersichtsarbeit bestätigt zudem, dass eine vegane und vegetarische Ernährung Entzündungsmarker und oxidativen Stress im Körper stärker reduziert als eine omnivore – und sogar effektiver ist als die oft als entzündungshemmend angepriesene mediterrane Ernährung.⁸ Die erhöhte Versorgung mit Antioxidantien könnte ein Grund dafür sein, warum Menschen, die sich pflanzenbasiert ernähren, tendenziell ein geringeres Risiko für bestimmte Erkrankungen aufweisen. Wichtig dabei ist: Nicht einzelne «Superfoods» oder Nahrungsergänzungsmittel, sondern die Gesamtqualität und Vielfalt der Ernährung machen den Unterschied.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>1 Spektrum.de. (2002, 8. Oktober). Antioxidanzien. Lexikon der Ernährung. <a href="http://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/">www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/</a> antioxidanzien/579</p><p>2 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (2014). Sekundäre Pflanzenstoffe und ihre Wirkung auf die Gesundheit. DGE. <a href="http://www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/sekundaerepflanzenstoffe">www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/sekundaerepflanzenstoffe</a>- und-die-gesundheit&nbsp;</p><p>3 McManus, K. D. (2019, 25. April). Phytonutrients: Paint your plate with the colors of the rainbow. Harvard Health. <a href="http://www.health.harvard.edu/blog/phytonutrients-paint-yourplate">www.health.harvard.edu/blog/phytonutrients-paint-yourplate</a>- with-the-colors-of-the-rainbow-2019042516501&nbsp;</p><p>4 Carlsen, M. H., Halvorsen, B. L., Holte, K., Bøhn, S. K., Dragland, S., Sampson, L., Willey, C., Senoo, H., Umezono, Y., Sanada, C., Barikmo, I., Berhe, N., Willett, W. C., Phillips, K. M., Jacobs, D. R. &amp; Blomhoff, R. (2010). The total antioxidant content of more than 3100 foods, beverages, spices, herbs and supplements used worldwide. Nutrition Journal, 9(1). <a href="https://doi.org/10.1186/1475-2891-9-3&amp;nbsp">https://doi.org/10.1186/1475-2891-9-3&amp;nbsp</a>;</p><p>5 Waldmann, A., Koschizke, J. W., Leitzmann, C. &amp; Hahn, A. (2005). Dietary Intakes and Blood Concentrations of Antioxidant Vitamins in German Vegans. International Journal For Vitamin And Nutrition Research, 75(1), 28–36. <a href="https://doi.org/10.1024/0300-9831.75.1.28&amp;nbsp">https://doi.org/10.1024/0300-9831.75.1.28&amp;nbsp</a>;</p><p>6 Haldar, S., Rowland, I. R., Barnett, Y. A., Bradbury, I., Robson, P. J., Powell, J. &amp; Fletcher, J. (2007). Influence of habitual diet on antioxidant status: a study in a population of vegetarians and omnivores. European Journal Of Clinical Nutrition, 61(8), 1011–1022. <a href="https://doi.org/10.1038/sj.ejcn.1602615&amp;nbsp">https://doi.org/10.1038/sj.ejcn.1602615&amp;nbsp</a>;</p><p>7 Neufingerl, N. &amp; Eilander, A. (2021). Nutrient Intake and Status in Adults Consuming Plant-Based Diets Compared to Meat- Eaters: A Systematic Review. Nutrients, 14(1), 29. <a href="https://doi.org/10.3390/nu14010029&amp;nbsp">https://doi.org/10.3390/nu14010029&amp;nbsp</a>;</p><p>8 Ilari, S., Proietti, S., Milani, F., Vitiello, L., Muscoli, C., Russo, P. &amp; Bonassi, S. (2025). Dietary Patterns, Oxidative Stress, and Early Inflammation: A Systematic Review and Meta-Analysis Comparing Mediterranean, Vegan, and Vegetarian Diets. Nutrients, 17(3), 548. <a href="https://doi.org/10.3390/nu17030548">https://doi.org/10.3390/nu17030548</a></p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ausgewogen" target="_blank">Ausgewogene Ernährung leicht gemacht</a></li></ul></div> Fri, 29 Aug 2025 06:21:33 +0000 Christine 4161 at https://www.swissveg.ch