Drupal blog posts https://www.swissveg.ch/de de Fibermaxxing: Social Media Hype oder sinnvoller Trend? https://www.swissveg.ch/de/fibermaxxing <span>Fibermaxxing: Social Media Hype oder sinnvoller Trend? </span> <span><span lang="" about="/de/user/3027" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Sarah</span></span> <span>5. März 2026 - 8:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Social Media feiert einen neuen Ernährungstrend: «Fibermaxxing». Dabei steigern Menschen gezielt die Aufnahme von Nahrungsfasern, um ihre Gesundheit zu verbessern. Sie versprechen sich davon eine bessere Verdauung, weniger Hungergefühle und ein stärkeres Immunsystem. Doch wie sinnvoll ist dieser Trend wirklich? Wir haben ihn genauer unter die Lupe genommen.</p><p>Die positiven Effekte von Nahrungsfasern auf unsere Gesundheit sind seit Langem wissenschaftlich belegt. Trotzdem wurde dieses Thema bislang oft nur am Rande wahrgenommen, da vor allem der Protein-Trend im Fokus stand. Das ändert sich nun: Die Generation Z hat Nahrungsfasern für sich entdeckt und sorgt damit für einen regelrechten Hype auf TikTok und Instagram. In unzähligen Videos geben Menschen Tipps zur Verbesserung der Ballaststoffaufnahme. Dies soll nicht nur die Verdauung fördern, sondern auch den Blutzuckerspiegel regulieren, beim Abnehmen unterstützen und allgemein zu einem «Glow-up» beitragen. Gar von «natürlichem Ozempic» ist die Rede. Auch die Wellness-Industrie hat den Trend für sich entdeckt: Mittlerweile existieren eine Vielzahl an Supplements, um die Zufuhr an Nahrungsfasern zu maximieren. Das Angebot reicht von Kapseln, Gels bis hin zu angereicherten «Fiber-Limonaden». Sogar Süssungsmittel werden mittlerweile mit Nahrungsfasern angereichert.&nbsp;</p><h4>Pflanzliche Vielfalt</h4><p>Nahrungsfasern sind ausschliesslich in pflanzlichen Lebensmittel enthalten. Dabei handelt es sich um unverdauliche Pflanzenbestandteile, die vom menschlichen Enzymsystem nicht abgebaut werden können. Studien zeigen bei erhöhter Zufuhr von Nahrungsfasern zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit. Dazu zählen die Prävention von Diabetes-Typ-2 und die Senkung des «schlechten» LDL-Cholesterins, was das Risiko für koronare Herzerkrankungen minimieren kann. Insbesondere der Verzehr von Vollkornprodukten wird mit positiven Effekten in Verbindung gebracht, wozu auch die Prävention von Bluthochdruck zählt.&nbsp;<br>Nahrungsfasern bestehen aus langkettigen Vielfachzuckern und lassen sich in lösliche und unlösliche Nahrungsfasern einteilen, die jeweils unterschiedliche Funktionen und Wirkungen im Körper entfalten.&nbsp;</p><h6>Lösliche Nahrungsfasern</h6><p>Zu den wasserlöslichen Nahrungsfasern zählen unter anderem Pektin, resistente Stärke, Inulin sowie Oligofruktose. Sie sind beispielsweise in Haferflocken, Äpfeln, Bohnen, Erbsen oder Avocados enthalten. Lösliche Nahrungsfasern werden im Dickdarm metabolisiert und bilden in Verbindung mit Wasser eine gelartige Konsistenz. Sie dienen den «guten» Darmbakterien als Nahrungsgrundlage, fördern eine funktionierende Verdauung, können die Cholesterinwerte positiv beeinflussen sowie für eine langsamere Verdauung von Kohlenhydraten sorgen.&nbsp;</p><h6>Unlösliche Nahrungsfasern</h6><p>Unlösliche Nahrungsfasern sind Zellulose, Hemizellulose und Lignin. Diese kommen beispielsweise in Vollkorngetreide, Weizenkleie und Leinsamen vor. Unlösliche Nahrungsfasern quellen in Verbindung mit Wasser stark auf und erhöhen dadurch das Stuhlvolumen, was zur einer stärkeren Darmperistaltik und einer Verkürzung der Transitzeit im Dickdarm führt.&nbsp;</p><h4>Wie viel Fibermaxxing ist sinnvoll?&nbsp;</h4><p>Die Schweizer Gesellschaft für Ernährung (SGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 30 Gramm Nahrungsfasern. Dennoch erreicht heute ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung diese empfohlene Menge nicht. Zum Vergleich: Unsere Vorfahren nahmen schätzungsweise rund 100 Gramm pro Tag zu sich. Deshalb macht es für viele Menschen durchaus Sinn, ihre Zufuhr zu erhöhen. Ziel sollte eine moderate, schrittweise Erhöhung der Ballaststoffzufuhr sein, idealerweise über mehrere Wochen. Wichtig ist, auch ausreichend zu trinken, um Verdauungsbeschwerden vorzubeugen. Denn bei sehr plötzlicher, hoher Ballaststoffzufuhr kann es zu Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall kommen. Bei bestehenden Verdauungsproblemen, Reizdarmsymptomatik oder häufiger Verstopfung empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch Ernährungsfachpersonen.&nbsp;</p><h4>Naturbelassene Lebensmittel bevorzugen&nbsp;</h4><p>Die Nahrungsfasern sollten in erster Linie aus pflanzlichen Nahrungsmitteln stammen und angereicherte Produkte sollten dabei – wenn überhaupt – &nbsp;eher als Ergänzung denn als Hauptquelle dienen. Die Sinnhaftigkeit solcher Produkte darf angezweifelt werden, da in naturbelassenen, pflanzlichen Lebensmitteln ausreichend Nahrungsfasern enthalten sind. Und fast noch wichtiger: Die unterschiedlichen Lebensmittel enthalten auch unterschiedliche Arten von Nahrungsfasern, was bei angereicherten Produkten oftmals nicht der Fall ist. Viele Nahrungsmittel werden mit Inulin angereichert, um ihr Nahrungfasergehalt zu erhöhen. Auch Tapioka-, Akazien und Maisfaser werden gerne dazu genutzt. Die Aufnahme von hochkonzentrierten Nahrungsfasern kann zudem dazu führen, dass Verbraucherinnen und Verbrauchen diese anstelle einer vielfältigen Ernährung konsumieren und so auf die weiteren Vorteile einer ballaststoffreichen, pflanzlichen Ernährung verzichten. Des Weiteren enthalten sogenannte funktionelle Lebensmittel wie «Ballaststoff-Limonaden» meist zugefügten Zucker und/oder Süssstoffe und sind somit nicht «gesünder» als herkömmliche Softdrinks. Die beste Strategie bleibt eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung mit ausreichend Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten sowie Obst und Gemüse.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Kein Wundermittel&nbsp;</h4><p>Wichtig ist, keine Wunder vom Fibermaxxing zu erwarten. Menschen, die bisher zu wenig Ballaststoffe zu sich genommen haben, können von den Vorteilen profitieren. Wer bereits ausreichend Ballaststoffe konsumiert, wird durch eine weitere Steigerung keine spürbaren Verbesserungen erzielen. Gerade bei Kindern und Heranwachsenden muss zudem sichergestellt werden, dass sie dennoch genügend Energie aufnehmen, was durch das starke Sättigungsgefühl verhindert werden könnte. Deshalb gelten für sie auch andere Empfehlungen als für Erwachsene: 10 g /pro 1000 kcal im Vergleich zu 16 g / 1000 kcal bei Frauen bzw. 12,5 g bei Männern.</p><h4>Schon gewusst?&nbsp;</h4><p>Hersteller, die auf Lebensmittelverpackungen Angaben zu Ballaststoffen machen, müssen den genauen Ballaststoffgehalt in der Nährwerttabelle angeben. Wird die Bezeichnung «Ballaststoffquelle» verwendet, muss das Produkt mindestens 3 g Ballaststoffe pro 100 g beziehungsweise 1,5 g pro 100 Kilokalorien (kcal) enthalten. Bei der Angabe «Hoher Ballaststoffgehalt» sind mindestens 6 g Ballaststoffe pro 100 g beziehungsweise 3 g pro 100 kcal erforderlich.</p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/ausgewogen">Ausgewogene Ernährung</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/naehrstoffe">Lebensmittel &amp; Nährstoffe</a></li></ul></div> Thu, 05 Mar 2026 07:00:00 +0000 Sarah 4185 at https://www.swissveg.ch Fibermaxxing: Social Media Hype oder sinnvoller Trend? https://www.swissveg.ch/de/fibermaxxing <span>Fibermaxxing: Social Media Hype oder sinnvoller Trend? </span> <span><span lang="" about="/de/user/3027" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Sarah</span></span> <span>5. März 2026 - 8:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Social Media feiert einen neuen Ernährungstrend: «Fibermaxxing». Dabei steigern Menschen gezielt die Aufnahme von Nahrungsfasern, um ihre Gesundheit zu verbessern. Sie versprechen sich davon eine bessere Verdauung, weniger Hungergefühle und ein stärkeres Immunsystem. Doch wie sinnvoll ist dieser Trend wirklich? Wir haben ihn genauer unter die Lupe genommen.</p><p>Die positiven Effekte von Nahrungsfasern auf unsere Gesundheit sind seit Langem wissenschaftlich belegt. Trotzdem wurde dieses Thema bislang oft nur am Rande wahrgenommen, da vor allem der Protein-Trend im Fokus stand. Das ändert sich nun: Die Generation Z hat Nahrungsfasern für sich entdeckt und sorgt damit für einen regelrechten Hype auf TikTok und Instagram. In unzähligen Videos geben Menschen Tipps zur Verbesserung der Ballaststoffaufnahme. Dies soll nicht nur die Verdauung fördern, sondern auch den Blutzuckerspiegel regulieren, beim Abnehmen unterstützen und allgemein zu einem «Glow-up» beitragen. Gar von «natürlichem Ozempic» ist die Rede. Auch die Wellness-Industrie hat den Trend für sich entdeckt: Mittlerweile existieren eine Vielzahl an Supplements, um die Zufuhr an Nahrungsfasern zu maximieren. Das Angebot reicht von Kapseln, Gels bis hin zu angereicherten «Fiber-Limonaden». Sogar Süssungsmittel werden mittlerweile mit Nahrungsfasern angereichert.&nbsp;</p><h4>Pflanzliche Vielfalt</h4><p>Nahrungsfasern sind ausschliesslich in pflanzlichen Lebensmittel enthalten. Dabei handelt es sich um unverdauliche Pflanzenbestandteile, die vom menschlichen Enzymsystem nicht abgebaut werden können. Studien zeigen bei erhöhter Zufuhr von Nahrungsfasern zahlreiche positive Effekte auf die Gesundheit. Dazu zählen die Prävention von Diabetes-Typ-2 und die Senkung des «schlechten» LDL-Cholesterins, was das Risiko für koronare Herzerkrankungen minimieren kann. Insbesondere der Verzehr von Vollkornprodukten wird mit positiven Effekten in Verbindung gebracht, wozu auch die Prävention von Bluthochdruck zählt.&nbsp;<br>Nahrungsfasern bestehen aus langkettigen Vielfachzuckern und lassen sich in lösliche und unlösliche Nahrungsfasern einteilen, die jeweils unterschiedliche Funktionen und Wirkungen im Körper entfalten.&nbsp;</p><h6>Lösliche Nahrungsfasern</h6><p>Zu den wasserlöslichen Nahrungsfasern zählen unter anderem Pektin, resistente Stärke, Inulin sowie Oligofruktose. Sie sind beispielsweise in Haferflocken, Äpfeln, Bohnen, Erbsen oder Avocados enthalten. Lösliche Nahrungsfasern werden im Dickdarm metabolisiert und bilden in Verbindung mit Wasser eine gelartige Konsistenz. Sie dienen den «guten» Darmbakterien als Nahrungsgrundlage, fördern eine funktionierende Verdauung, können die Cholesterinwerte positiv beeinflussen sowie für eine langsamere Verdauung von Kohlenhydraten sorgen.&nbsp;</p><h6>Unlösliche Nahrungsfasern</h6><p>Unlösliche Nahrungsfasern sind Zellulose, Hemizellulose und Lignin. Diese kommen beispielsweise in Vollkorngetreide, Weizenkleie und Leinsamen vor. Unlösliche Nahrungsfasern quellen in Verbindung mit Wasser stark auf und erhöhen dadurch das Stuhlvolumen, was zur einer stärkeren Darmperistaltik und einer Verkürzung der Transitzeit im Dickdarm führt.&nbsp;</p><h4>Wie viel Fibermaxxing ist sinnvoll?&nbsp;</h4><p>Die Schweizer Gesellschaft für Ernährung (SGE) empfiehlt Erwachsenen eine tägliche Zufuhr von 30 Gramm Nahrungsfasern. Dennoch erreicht heute ein grosser Teil der Schweizer Bevölkerung diese empfohlene Menge nicht. Zum Vergleich: Unsere Vorfahren nahmen schätzungsweise rund 100 Gramm pro Tag zu sich. Deshalb macht es für viele Menschen durchaus Sinn, ihre Zufuhr zu erhöhen. Ziel sollte eine moderate, schrittweise Erhöhung der Ballaststoffzufuhr sein, idealerweise über mehrere Wochen. Wichtig ist, auch ausreichend zu trinken, um Verdauungsbeschwerden vorzubeugen. Denn bei sehr plötzlicher, hoher Ballaststoffzufuhr kann es zu Blähungen, Völlegefühl oder Durchfall kommen. Bei bestehenden Verdauungsproblemen, Reizdarmsymptomatik oder häufiger Verstopfung empfiehlt sich eine individuelle Beratung durch Ernährungsfachpersonen.&nbsp;</p><h4>Naturbelassene Lebensmittel bevorzugen&nbsp;</h4><p>Die Nahrungsfasern sollten in erster Linie aus pflanzlichen Nahrungsmitteln stammen und angereicherte Produkte sollten dabei – wenn überhaupt – &nbsp;eher als Ergänzung denn als Hauptquelle dienen. Die Sinnhaftigkeit solcher Produkte darf angezweifelt werden, da in naturbelassenen, pflanzlichen Lebensmitteln ausreichend Nahrungsfasern enthalten sind. Und fast noch wichtiger: Die unterschiedlichen Lebensmittel enthalten auch unterschiedliche Arten von Nahrungsfasern, was bei angereicherten Produkten oftmals nicht der Fall ist. Viele Nahrungsmittel werden mit Inulin angereichert, um ihr Nahrungfasergehalt zu erhöhen. Auch Tapioka-, Akazien und Maisfaser werden gerne dazu genutzt. Die Aufnahme von hochkonzentrierten Nahrungsfasern kann zudem dazu führen, dass Verbraucherinnen und Verbrauchen diese anstelle einer vielfältigen Ernährung konsumieren und so auf die weiteren Vorteile einer ballaststoffreichen, pflanzlichen Ernährung verzichten. Des Weiteren enthalten sogenannte funktionelle Lebensmittel wie «Ballaststoff-Limonaden» meist zugefügten Zucker und/oder Süssstoffe und sind somit nicht «gesünder» als herkömmliche Softdrinks. Die beste Strategie bleibt eine abwechslungsreiche pflanzliche Ernährung mit ausreichend Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten sowie Obst und Gemüse.&nbsp;&nbsp;</p><h4>Kein Wundermittel&nbsp;</h4><p>Wichtig ist, keine Wunder vom Fibermaxxing zu erwarten. Menschen, die bisher zu wenig Ballaststoffe zu sich genommen haben, können von den Vorteilen profitieren. Wer bereits ausreichend Ballaststoffe konsumiert, wird durch eine weitere Steigerung keine spürbaren Verbesserungen erzielen. Gerade bei Kindern und Heranwachsenden muss zudem sichergestellt werden, dass sie dennoch genügend Energie aufnehmen, was durch das starke Sättigungsgefühl verhindert werden könnte. Deshalb gelten für sie auch andere Empfehlungen als für Erwachsene: 10 g /pro 1000 kcal im Vergleich zu 16 g / 1000 kcal bei Frauen bzw. 12,5 g bei Männern.</p><h4>Schon gewusst?&nbsp;</h4><p>Hersteller, die auf Lebensmittelverpackungen Angaben zu Ballaststoffen machen, müssen den genauen Ballaststoffgehalt in der Nährwerttabelle angeben. Wird die Bezeichnung «Ballaststoffquelle» verwendet, muss das Produkt mindestens 3 g Ballaststoffe pro 100 g beziehungsweise 1,5 g pro 100 Kilokalorien (kcal) enthalten. Bei der Angabe «Hoher Ballaststoffgehalt» sind mindestens 6 g Ballaststoffe pro 100 g beziehungsweise 3 g pro 100 kcal erforderlich.</p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/ausgewogen">Ausgewogene Ernährung</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/naehrstoffe">Lebensmittel &amp; Nährstoffe</a></li></ul></div> Thu, 05 Mar 2026 07:00:00 +0000 Sarah 4185 at https://www.swissveg.ch Frühlingssession 2026 https://www.swissveg.ch/de/fruehlingssession-2026 <span>Frühlingssession 2026</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>3. März 2026 - 14:26</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Die Wintersession der Räte findet vom 2.-20. März 2026 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253231" target="_blank">25.3231 Motion:</a> «Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl»</h2><p>(Dienstag, 10.3.26, zwischen 8 und 13 Uhr) Die RAUS-Verordnung («Regelmässiger Auslauf im Freien RAUS») soll abgeschwächt werden. Der vorgeschriebene Auslauf auf eine Weide oder einen Aussenlauf soll durch einen sogenannten Innen-Auslauf kompensiert werden. Dabei ist ein Teil des Stalls unter freiem Himmel.<br>Der Bundesrat lehnt diese Motion ab. Der Ständerat hat sie angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br>Dieselbe Motion wurde auch im Nationalrat eingereicht: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253228" target="_blank">25.3228</a>.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240089" target="_blank">24.089 Volksinitiative:</a> «Ja zum Importverbot für Stopfleber (Stopfleber-<br>Initiative)».&nbsp;</h2><p>(Mittwoch, 18.3.2026) Und: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250404" target="_blank">Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253212" target="_blank">25.3212 Postulat:</a> Wissenschaftliche Alternativen zur Lebensmittelpyramide</h2><p>Vordergründig geht es hier zwar nur um eine andere Darstellung der Ernährungsempfehlungen. Indirekt möchte der Motionär aber auch das Fleisch wieder vermehrt ins Zentrum der Empfehlungen rücken.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243030" target="_blank">24.3030 Postulat: </a>Tierspezifische Brandschutzvorschriften für Ställe</h2><p>Immer wieder sterben Tiere bei Bränden von Ställen. Deshalb soll es bessere Brandschutzvorschriften geben. Der Bundesrat argumentiert, dass es die Aufgabe der Kantone sei entsprechende Vorschriften zu erlassen und lehnt deshalb das Postulat ab.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243177" target="_blank">24.3177 Motion:</a> Jagdbanngebiete erhalten und vor übermässigem Schaden schützen</h2><p>Die Motion möchte, dass es für Hobbyjäger einfacher wird wild in Jagdbanngebieten zu erschiessen, wenn &nbsp;es "notwendig" ist.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254464" target="_blank">25.4464 Motion:</a> Einführung einer Gesetzesgrundlage für den regulierten Abschuss von Wölfen bei Überschreitung eines vordefinierten Schwellenwerts</h2><p>Der Bundesrat soll beauftragt werden, die gesetzlichen Grundlagen zu verabschieden, die den Abschuss von einzelnen Wölfen oder Rudeln erlauben, sobald die Wolfspopulation eine vordefinierte Anzahl Tiere erreicht.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254486" target="_blank">25.4486 Interpellation:</a> Gibt es eine Nahrungskonkurrenz bei bestäubenden Insekten?</h2><p>Die einseitige Förderung der Honigbiene (als Nutztier) kann Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Die £Interpellation fordert eine genaue Analyse was für Auswirkungen der Bestand an Honigbienen auf die Wildbienen und andere bestäubende Insekten hat.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20223809" target="_blank">22.3809 Motion:</a> Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen für Fleisch von mehrtägigen Tiertransporten aus dem Ausland</h2><p>Mehrtägige Tiertransporte sind für die Tiere sehr belastend. In der kleinräumigen Schweiz kommen solche Lebendtiertransporte über mehrere Tage nicht vor. Beim Import von Fleisch kann dieses jedoch von Tieren stammen die einen mehrtägigen Transport erleiden mussten. Deshalb verlangt die Motion hier eine Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen einzuführen.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250067" target="_blank">25.067 Initiative:</a> «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)». Volksinitiative</h2><p>Nachdem alle Fraktionen im Nationalrat am 17.12.2025 die Initiative und einen möglichen Gegenvorschlag abgelehnt hat, debattiert am 17.3.26 der Ständerat darüber.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254424" target="_blank">25.4424 Interpellation:</a> Raclette bleibt Raclette!</h2><p>Agroscope hat letztes Jahr gezeigt, dass man auch aus pflanzlichen Nebenprodukten (in dem Fall Sonnenblumenpresskuchen ) eine Raclette-Alternative herstellen kann. Dies passt nicht allen Politikern. Deshalb diese Interpellation.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20230302" target="_blank">23.302 Standesinitiative:</a> Den Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Schweizer Zucker erhalten</h2><p>Der Kanton Bern und <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20220322" target="_blank">Thurgau</a> sorgen sich um die Selbstversorgung mit Zucker. Im jetzigen Parlament hat diese Initiative leider grössere Chancen als die generelle Selbstversorgung mit Lebensmitteln und gesundem Trinkwasser (siehe Ernährungsinitiative). Ob dies daran liegt, dass man aus 3 kg Zuckerrüben 1 kg Zucker und 2 kg Futter herstellen kann?</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/sessionen?language=de">Sessionen</a></li><li><a href="/wintersession-2025">Wintersession 2025</a></li><li><a href="/sommersession-2025">Sommersession 2025</a></li><li><a href="/de/sondersession-mai-2025">Sondersession Mai 2025</a></li><li><a href="/fruehlingssession-2025">Frühlingssession 2025</a></li><li>Aktuelles zur Session: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/aktuelle-session" target="_blank">parlament.ch</a></li></ul></div> Tue, 03 Mar 2026 13:26:08 +0000 Renato 4188 at https://www.swissveg.ch Frühlingssession 2026 https://www.swissveg.ch/de/fruehlingssession-2026 <span>Frühlingssession 2026</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>3. März 2026 - 14:26</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Die Wintersession der Räte findet vom 2.-20. März 2026 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253231" target="_blank">25.3231 Motion:</a> «Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl»</h2><p>(Dienstag, 10.3.26, zwischen 8 und 13 Uhr) Die RAUS-Verordnung («Regelmässiger Auslauf im Freien RAUS») soll abgeschwächt werden. Der vorgeschriebene Auslauf auf eine Weide oder einen Aussenlauf soll durch einen sogenannten Innen-Auslauf kompensiert werden. Dabei ist ein Teil des Stalls unter freiem Himmel.<br>Der Bundesrat lehnt diese Motion ab. Der Ständerat hat sie angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br>Dieselbe Motion wurde auch im Nationalrat eingereicht: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253228" target="_blank">25.3228</a>.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240089" target="_blank">24.089 Volksinitiative:</a> «Ja zum Importverbot für Stopfleber (Stopfleber-<br>Initiative)».&nbsp;</h2><p>(Mittwoch, 18.3.2026) Und: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250404" target="_blank">Indirekter Gegenentwurf zur Stopfleber-Initiative</a>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253212" target="_blank">25.3212 Postulat:</a> Wissenschaftliche Alternativen zur Lebensmittelpyramide</h2><p>Vordergründig geht es hier zwar nur um eine andere Darstellung der Ernährungsempfehlungen. Indirekt möchte der Motionär aber auch das Fleisch wieder vermehrt ins Zentrum der Empfehlungen rücken.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243030" target="_blank">24.3030 Postulat: </a>Tierspezifische Brandschutzvorschriften für Ställe</h2><p>Immer wieder sterben Tiere bei Bränden von Ställen. Deshalb soll es bessere Brandschutzvorschriften geben. Der Bundesrat argumentiert, dass es die Aufgabe der Kantone sei entsprechende Vorschriften zu erlassen und lehnt deshalb das Postulat ab.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20243177" target="_blank">24.3177 Motion:</a> Jagdbanngebiete erhalten und vor übermässigem Schaden schützen</h2><p>Die Motion möchte, dass es für Hobbyjäger einfacher wird wild in Jagdbanngebieten zu erschiessen, wenn &nbsp;es "notwendig" ist.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254464" target="_blank">25.4464 Motion:</a> Einführung einer Gesetzesgrundlage für den regulierten Abschuss von Wölfen bei Überschreitung eines vordefinierten Schwellenwerts</h2><p>Der Bundesrat soll beauftragt werden, die gesetzlichen Grundlagen zu verabschieden, die den Abschuss von einzelnen Wölfen oder Rudeln erlauben, sobald die Wolfspopulation eine vordefinierte Anzahl Tiere erreicht.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254486" target="_blank">25.4486 Interpellation:</a> Gibt es eine Nahrungskonkurrenz bei bestäubenden Insekten?</h2><p>Die einseitige Förderung der Honigbiene (als Nutztier) kann Auswirkungen auf die Biodiversität haben. Die £Interpellation fordert eine genaue Analyse was für Auswirkungen der Bestand an Honigbienen auf die Wildbienen und andere bestäubende Insekten hat.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20223809" target="_blank">22.3809 Motion:</a> Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen für Fleisch von mehrtägigen Tiertransporten aus dem Ausland</h2><p>Mehrtägige Tiertransporte sind für die Tiere sehr belastend. In der kleinräumigen Schweiz kommen solche Lebendtiertransporte über mehrere Tage nicht vor. Beim Import von Fleisch kann dieses jedoch von Tieren stammen die einen mehrtägigen Transport erleiden mussten. Deshalb verlangt die Motion hier eine Deklarationspflicht und Zollbeschränkungen einzuführen.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250067" target="_blank">25.067 Initiative:</a> «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)». Volksinitiative</h2><p>Nachdem alle Fraktionen im Nationalrat am 17.12.2025 die Initiative und einen möglichen Gegenvorschlag abgelehnt hat, debattiert am 17.3.26 der Ständerat darüber.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20254424" target="_blank">25.4424 Interpellation:</a> Raclette bleibt Raclette!</h2><p>Agroscope hat letztes Jahr gezeigt, dass man auch aus pflanzlichen Nebenprodukten (in dem Fall Sonnenblumenpresskuchen ) eine Raclette-Alternative herstellen kann. Dies passt nicht allen Politikern. Deshalb diese Interpellation.</p><p>&nbsp;</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20230302" target="_blank">23.302 Standesinitiative:</a> Den Selbstversorgungsgrad der Schweiz mit Schweizer Zucker erhalten</h2><p>Der Kanton Bern und <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20220322" target="_blank">Thurgau</a> sorgen sich um die Selbstversorgung mit Zucker. Im jetzigen Parlament hat diese Initiative leider grössere Chancen als die generelle Selbstversorgung mit Lebensmitteln und gesundem Trinkwasser (siehe Ernährungsinitiative). Ob dies daran liegt, dass man aus 3 kg Zuckerrüben 1 kg Zucker und 2 kg Futter herstellen kann?</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/sessionen?language=de">Sessionen</a></li><li><a href="/wintersession-2025">Wintersession 2025</a></li><li><a href="/sommersession-2025">Sommersession 2025</a></li><li><a href="/de/sondersession-mai-2025">Sondersession Mai 2025</a></li><li><a href="/fruehlingssession-2025">Frühlingssession 2025</a></li><li>Aktuelles zur Session: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/aktuelle-session" target="_blank">parlament.ch</a></li></ul></div> Tue, 03 Mar 2026 13:26:08 +0000 Renato 4188 at https://www.swissveg.ch Wir feiern 30 Jahre V-Label https://www.swissveg.ch/de/30-jahre-v-label <span>Wir feiern 30 Jahre V-Label</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>3. Februar 2026 - 8:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Das V-Label feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Es wurde 1996 von Swissveg gegründet und ist heute das bekannteste und vertrauenswürdigste Vegi-Label. Mittlerweile tragen über 70'000 Produkte von mehr als 4'800 Unternehmen in über 55 Ländern das V-Label.</p><h2>Vom kleinen Büro in Sennwald zur globalen Bewegung</h2><p><a href="https://www.swissveg.ch/de" target="_blank" title="Swissveg">Swissveg</a>, damals noch unter dem Namen «Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus» (SVV) aktiv, entwickelte 1996 im ersten kleinen Büro in Sennwald (SG) die Idee des V-Labels, um eine klare Kennzeichnung und Orientierungshilfe für Verbraucher und Verbraucherinnen zu schaffen. Die SVV begleitete die Detailhändlerin Migros bei der Einführung ihrer vegetarischen Produktlinie Cornatur und zertifizierte die Produkte von Beginn an mit dem <a href="https://www.v-label.com/ch-de/" target="_blank" title="V-Label">V-Label</a>.</p><style> .centered-figure2 { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; margin: 20px auto; } .centered-figure2 img { width: 25%; /* Web: ca. 1/5 der Breite */ height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure2 figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* Schriftgröße anpassen */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure2 img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><figure class="centered-figure2"><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Migros%20Cornatur%20Quorn_1997.gif" alt=""><figcaption>Migros' Produktlinie Cornatur, 1997 zertifiziert mit dem V-Label</figcaption></figure><p>Renato Pichler, Präsident der SVV und der <a href="https://www.euroveg.eu/" target="_blank" title="EVU">Europäischen Vegetarier-Union (EVU)</a> sowie Gründer der V-Label GmbH, stellte 1999 das V-Label auf dem Europäischen Vegetarierkongress in der Schweiz vor und lud Organisationen aus ganz Europa dazu ein, das Label in ihrem Land einzuführen. Das V-Label-Netzwerk wuchs stetig: Österreich trat 2002 bei und in den 2000er und 2010er Jahren kamen weitere europäische Partnerorganisationen hinzu. Bis 2019 hatte das V-Label die Vereinigten Staaten und Lateinamerika erreicht, 2021 Afrika, 2022 Asien und 2025 Australien. Heute ist das V-Label mit über 35 Partnerorganisationen in mehr als 55 Ländern auf allen Kontinenten vertreten und wird weltweit von Swissveg koordiniert.</p><p>&nbsp;</p><style> .swissveg-grid { display: grid; grid-template-columns: repeat(2, 1fr); /* Web: 3 Spalten */ gap: 10px; max-width: 100%; box-sizing: border-box; justify-content: center; } .swissveg-grid figure { margin: 0; display: flex; flex-direction: column; align-items: center; } .swissveg-grid img { height: 350px; /* Alle Bilder gleich hoch */ width: auto; /* Breite proportional */ display: block; } .swissveg-grid figcaption { margin-top: 6px; font-size: 1.4rem; line-height: 1.3; text-align: center; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .swissveg-grid { grid-template-columns: 1fr; /* Mobile: 1 Spalte */ } .swissveg-grid img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ height: auto; /* proportional */ } } </style><div class="swissveg-grid"><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Europ%C3%A4ischer%20Vegetarierkongress_1999_.jpg" alt=""><figcaption>Europäischer Vegetarierkongress in Widnau (SG), 1999</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/EVU-Vorstand_1999_.jpg" alt=""><figcaption>Vorstand der Europäischen Vegetarier-Union (EVU), 1999</figcaption></figure></div><style> .centered-figure { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; /* Bild zentrieren */ margin: 20px auto; } .centered-figure img { width: 80%; /* Web: 50% der Breite */ height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* gewünschte Schriftgröße */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><p>&nbsp;</p><p>Bereits ab 1976 wurde das heutige V-Symbol als Erkennungszeichen für die vegetarische Lebensweise genutzt. Das «V mit Blatt» erlangte internationale Bekanntheit durch die Präsentation am ersten Europäischen Vegetarierkongress 1985. Noch im selben Jahr wurde die Europäische Vegetarier Union (EVU) gegründet, welche seither das V-Symbol als festen Bestandteil ihres Vereinslogos nutzt. Seit 2008 werden die Markenrechte für die kommerzielle Nutzung des Labels zur Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen von der eigens dafür gegründeten, unabhängigen V-Label GmbH in der Schweiz verwaltet.</p><h2>Das V-Label entwickelt sich weiter&nbsp;</h2><p>Die weltweite V-Label-Bewegung wurde von Renato Pichler initiiert. Zufrieden blickt er auf die Entwicklungen der letzten 30 Jahre zurück:&nbsp;</p><p class="zitat">«Seit 1996 kennzeichnen wir vegane und vegetarische Produkte für mehr Transparenz und für einen tierfreundlicheren und nachhaltigeren Konsum. Das V-Label hat nicht nur das wachsende Angebot geprägt, sondern auch Non-Profit-Organisationen gestärkt und den internationalen Austausch zwischen ihnen gefördert.»&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Dieser Austausch ist zentral für die Weiterentwicklung des Labels. Regelmässig finden internationale V-Label-Partnertreffen statt: erstmals 2014 im Swissveg-Büro in Winterthur mit Partnern aus Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und der Türkei. Es folgten Treffen in Berlin (2016), Warschau (2018), Alicante (2019), Prag (2023) und Wien (2025).&nbsp;&nbsp;<style> .swissveg2-grid { display: grid; grid-template-columns: repeat(3, 1fr); gap: 20px; } .swissveg2-grid figure { margin: 0; display: flex; flex-direction: column; justify-content: flex-end; } .swissveg2-grid img { width: 100%; height: auto; display: block; } .swissveg2-grid figcaption { margin-top: 6px; font-size: 1.4rem; line-height: 1.3; text-align: center; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .swissveg2-grid { grid-template-columns: 1fr; } } </style></p><div class="swissveg2-grid"><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Winterthur_2014.jpg"><figcaption>Erstes Partnertreffen in Winterthur, 2014</figcaption></figure><figure><img src="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/2026-01/IMG_20161026_163732k.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Berlin, 2016</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffe_Warschau_2018.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Warschau, 2018</figcaption></figure><figure><img src="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Alicante_2019.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Alicante, 2019</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Prag_2023.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Prag, 2023</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Wien_2025.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Wien, 2025</figcaption></figure></div><p>&nbsp;</p><p>Das V-Label passt sich laufend neuen Anforderungen an: 2023 wurden die veganen und vegetarischen Labels modernisiert, um die Kennzeichnung für Konsumenten und Konsumentinnen verständlicher zu machen. Zudem gewinnt das V-Label im Non-Food-Bereich an Bedeutung. Renato Pichler erklärt:&nbsp;</p><p class="zitat">«Das V-Label fasst zunehmend Fuss im Non-Food-Bereich und erleichtert es den Verbrauchern, auch bei Kosmetika, Reinigungsmitteln, Kleidung und vielem mehr bewusste Entscheidungen zu treffen.»</p><style> .centered-figure5 { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; margin: 20px auto; } .centered-figure5 img { width: 50%; /* Web: ca. 1/5 der Breite */ height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure5 figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* Schriftgröße anpassen */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure5 img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><figure class="centered-figure5"><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Modernisierung%20Logos.png" alt=""><figcaption>Modernisierung des V-Labels</figcaption></figure><p>&nbsp;</p><p>Zu den jüngsten Entwicklungen gehört die Lancierung des <a href="https://c-label.com/" target="_blank" title="C-Label">C-Labels</a> und <a href="https://f-label.com/" target="_blank" title="F-Label">F-Labels</a> Anfang 2025. Sie ermöglichen eine transparente Kennzeichnung von Produkten aus Zellkultur sowie aus biotechnologischer Fermentation. Im November 2025 wurde zudem gemeinsam mit Biocyclic Vegan International und ihrer Labelorganisation Biocyclic Vegan Label Ltd. (BVL) das «<a href="https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture?language=en" target="_blank" title="V-Label Vegan Agriculture">V-Label Vegan Agriculture</a>» eingeführt. Diese neue Labelvariante erlaubt die Lizenzierung von Landwirtschaftsbetrieben und unterstützt so die Entwicklung einer konsequent veganen und nachhaltigen Lebensmittelproduktion. Zu den ersten lizenzierten Betrieben zählen Solawi Halde in Altdorf (SZ), Ferme du Château in Payerne (VD) und Moosfeld Gemüse in Singen (DE).</p><style> .centered-figure3 { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; margin: 20px auto; } .centered-figure3 img { width: 55%; height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure3 figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* Schriftgröße anpassen */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure3 img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><figure class="centered-figure3"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Solawi_Halde_2k.jpg" alt=""><figcaption>Renato Pichler (rechts) übergibt Christian Mächler von der Solawi Halde (Mitte) das V-Label-Zertifikat</figcaption></figure><h2>Für eine tierfreundlichere und nachhaltigere Zukunft</h2><p>Das V-Label ist mittlerweile das bekannteste und vertrauenswürdigste vegetarische und vegane Label – weltweit wie auch in der Schweiz. Heute tragen weltweit über 70'000 Produkte von 4'800 Unternehmen das V-Label. Aktuell sind 7’077 Produkte von 255 Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein durch Swissveg lizenziert.&nbsp; Konsumenten und Konsumentinnen verbinden das V-Label mit Vertrauen, Qualität und Gesundheit. Inzwischen kennen über zwei Drittel (68 %) der Schweizer Gesamtbevölkerung das Label, Tendenz weiter steigend.<span class="fussnotenlink">1</span> 95 % der Zielgruppe (flexitarisch, vegetarisch, vegan) vertrauen dem V-Label, 95 % der Konsumenten und Konsumentinnen &nbsp;fühlen sich dadurch besser informiert und 88 % empfinden, dass es das Einkaufen erleichtert.<span class="fussnotenlink">1, 2</span></p><p>&nbsp;</p><p><style> .swissveg1-grid { display: flex; justify-content: center; /* Ganze Reihe zentrieren */ gap: 20px; max-width: 100%; box-sizing: border-box; } /* Figure als flex-Container */ .swissveg1-grid figure { margin: 0; flex: 1; /* Gleichmäßige Breite */ max-width: 45%; /* Zusammen ca. 70% */ display: flex; align-items: flex-end; /* Bilder unten ausrichten */ justify-content: center; height: 400px; /* gleiche Höhe */ } .swissveg1-grid img { width: auto; /* proportional */ height: 100%; /* passt sich der Figure-Höhe an */ display: block; object-fit: contain; /* kein Zuschneiden */ } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .swissveg1-grid { flex-direction: column; /* 1 Spalte */ align-items: center; } .swissveg1-grid figure { max-width: 100%; height: auto; /* Höhe proportional */ } .swissveg1-grid img { width: 100%; /* volle Breite */ height: auto; } } </style></p><div class="swissveg1-grid"><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/V-Label-2_Umfrage_2024.webp" alt=""></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/V-Label-7_Umfrage_2024.webp" alt=""></figure></div><p>&nbsp;</p><p>Mit 30 Jahren Erfahrung ist Swissveg Vorreiterin einer weltweiten Bewegung, die in einem kleinen Büro in Sennwald begann. Der Weg des V-Labels spiegelt den Aufschwung der veganen Bewegung wider. Auch zu Beginn seines vierten Jahrzehnts steht das Label für Vertrauen und Transparenz. Das 30-jährige Jubiläum markiert einen neuen Abschnitt auf dem Weg zu einer tierfreundlicheren und nachhaltigeren Zukunft, der auf den Errungenschaften der letzten drei Jahrzehnte aufbaut.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2024" target="_blank" title="Umfrage">Repräsentative Umfrage</a> von YouGov, 2024</li><li><a href="https://www.v-label.com/de/news-de/studie-von-proveg-und-v-label-95-prozent-der-konsumentinnen-fuehlen-sich-durch-das-v-label-besser-informiert/" target="_blank" title="Studie">Studie </a>von ProVeg und V-Label, 2022</li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/meilensteine" title="Meilensteine">Geschichte der Swissveg/SVV</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ueber_uns" title="Portrait">Portrait der Swissveg</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture" title="V-Label">Allgemeines zum V-Label</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2024" title="V-Label-Umfrage">V-Label-Umfrage 2024</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture" title="V-Label Vegan Agriculture">V-Label Vegan Agriculture</a></li><li><a href="https://c-label.com/" title="C-Label">C-Label</a></li><li><a href="https://f-label.com/" title="F-Label">F-Label</a></li></ul></div> Tue, 03 Feb 2026 07:00:00 +0000 Christine 4184 at https://www.swissveg.ch Wir feiern 30 Jahre V-Label https://www.swissveg.ch/de/30-jahre-v-label <span>Wir feiern 30 Jahre V-Label</span> <span><span lang="" about="/de/user/2398" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Christine</span></span> <span>3. Februar 2026 - 8:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Das V-Label feiert dieses Jahr sein 30-jähriges Jubiläum. Es wurde 1996 von Swissveg gegründet und ist heute das bekannteste und vertrauenswürdigste Vegi-Label. Mittlerweile tragen über 70'000 Produkte von mehr als 4'800 Unternehmen in über 55 Ländern das V-Label.</p><h2>Vom kleinen Büro in Sennwald zur globalen Bewegung</h2><p><a href="https://www.swissveg.ch/de" target="_blank" title="Swissveg">Swissveg</a>, damals noch unter dem Namen «Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus» (SVV) aktiv, entwickelte 1996 im ersten kleinen Büro in Sennwald (SG) die Idee des V-Labels, um eine klare Kennzeichnung und Orientierungshilfe für Verbraucher und Verbraucherinnen zu schaffen. Die SVV begleitete die Detailhändlerin Migros bei der Einführung ihrer vegetarischen Produktlinie Cornatur und zertifizierte die Produkte von Beginn an mit dem <a href="https://www.v-label.com/ch-de/" target="_blank" title="V-Label">V-Label</a>.</p><style> .centered-figure2 { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; margin: 20px auto; } .centered-figure2 img { width: 25%; /* Web: ca. 1/5 der Breite */ height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure2 figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* Schriftgröße anpassen */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure2 img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><figure class="centered-figure2"><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Migros%20Cornatur%20Quorn_1997.gif" alt=""><figcaption>Migros' Produktlinie Cornatur, 1997 zertifiziert mit dem V-Label</figcaption></figure><p>Renato Pichler, Präsident der SVV und der <a href="https://www.euroveg.eu/" target="_blank" title="EVU">Europäischen Vegetarier-Union (EVU)</a> sowie Gründer der V-Label GmbH, stellte 1999 das V-Label auf dem Europäischen Vegetarierkongress in der Schweiz vor und lud Organisationen aus ganz Europa dazu ein, das Label in ihrem Land einzuführen. Das V-Label-Netzwerk wuchs stetig: Österreich trat 2002 bei und in den 2000er und 2010er Jahren kamen weitere europäische Partnerorganisationen hinzu. Bis 2019 hatte das V-Label die Vereinigten Staaten und Lateinamerika erreicht, 2021 Afrika, 2022 Asien und 2025 Australien. Heute ist das V-Label mit über 35 Partnerorganisationen in mehr als 55 Ländern auf allen Kontinenten vertreten und wird weltweit von Swissveg koordiniert.</p><p>&nbsp;</p><style> .swissveg-grid { display: grid; grid-template-columns: repeat(2, 1fr); /* Web: 3 Spalten */ gap: 10px; max-width: 100%; box-sizing: border-box; justify-content: center; } .swissveg-grid figure { margin: 0; display: flex; flex-direction: column; align-items: center; } .swissveg-grid img { height: 350px; /* Alle Bilder gleich hoch */ width: auto; /* Breite proportional */ display: block; } .swissveg-grid figcaption { margin-top: 6px; font-size: 1.4rem; line-height: 1.3; text-align: center; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .swissveg-grid { grid-template-columns: 1fr; /* Mobile: 1 Spalte */ } .swissveg-grid img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ height: auto; /* proportional */ } } </style><div class="swissveg-grid"><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Europ%C3%A4ischer%20Vegetarierkongress_1999_.jpg" alt=""><figcaption>Europäischer Vegetarierkongress in Widnau (SG), 1999</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/EVU-Vorstand_1999_.jpg" alt=""><figcaption>Vorstand der Europäischen Vegetarier-Union (EVU), 1999</figcaption></figure></div><style> .centered-figure { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; /* Bild zentrieren */ margin: 20px auto; } .centered-figure img { width: 80%; /* Web: 50% der Breite */ height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* gewünschte Schriftgröße */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><p>&nbsp;</p><p>Bereits ab 1976 wurde das heutige V-Symbol als Erkennungszeichen für die vegetarische Lebensweise genutzt. Das «V mit Blatt» erlangte internationale Bekanntheit durch die Präsentation am ersten Europäischen Vegetarierkongress 1985. Noch im selben Jahr wurde die Europäische Vegetarier Union (EVU) gegründet, welche seither das V-Symbol als festen Bestandteil ihres Vereinslogos nutzt. Seit 2008 werden die Markenrechte für die kommerzielle Nutzung des Labels zur Kennzeichnung von Produkten und Dienstleistungen von der eigens dafür gegründeten, unabhängigen V-Label GmbH in der Schweiz verwaltet.</p><h2>Das V-Label entwickelt sich weiter&nbsp;</h2><p>Die weltweite V-Label-Bewegung wurde von Renato Pichler initiiert. Zufrieden blickt er auf die Entwicklungen der letzten 30 Jahre zurück:&nbsp;</p><p class="zitat">«Seit 1996 kennzeichnen wir vegane und vegetarische Produkte für mehr Transparenz und für einen tierfreundlicheren und nachhaltigeren Konsum. Das V-Label hat nicht nur das wachsende Angebot geprägt, sondern auch Non-Profit-Organisationen gestärkt und den internationalen Austausch zwischen ihnen gefördert.»&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Dieser Austausch ist zentral für die Weiterentwicklung des Labels. Regelmässig finden internationale V-Label-Partnertreffen statt: erstmals 2014 im Swissveg-Büro in Winterthur mit Partnern aus Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und der Türkei. Es folgten Treffen in Berlin (2016), Warschau (2018), Alicante (2019), Prag (2023) und Wien (2025).&nbsp;&nbsp;<style> .swissveg2-grid { display: grid; grid-template-columns: repeat(3, 1fr); gap: 20px; } .swissveg2-grid figure { margin: 0; display: flex; flex-direction: column; justify-content: flex-end; } .swissveg2-grid img { width: 100%; height: auto; display: block; } .swissveg2-grid figcaption { margin-top: 6px; font-size: 1.4rem; line-height: 1.3; text-align: center; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .swissveg2-grid { grid-template-columns: 1fr; } } </style></p><div class="swissveg2-grid"><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Winterthur_2014.jpg"><figcaption>Erstes Partnertreffen in Winterthur, 2014</figcaption></figure><figure><img src="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/2026-01/IMG_20161026_163732k.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Berlin, 2016</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffe_Warschau_2018.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Warschau, 2018</figcaption></figure><figure><img src="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Alicante_2019.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Alicante, 2019</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Prag_2023.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Prag, 2023</figcaption></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Partnertreffen%20Wien_2025.jpg"><figcaption>Partnertreffen in Wien, 2025</figcaption></figure></div><p>&nbsp;</p><p>Das V-Label passt sich laufend neuen Anforderungen an: 2023 wurden die veganen und vegetarischen Labels modernisiert, um die Kennzeichnung für Konsumenten und Konsumentinnen verständlicher zu machen. Zudem gewinnt das V-Label im Non-Food-Bereich an Bedeutung. Renato Pichler erklärt:&nbsp;</p><p class="zitat">«Das V-Label fasst zunehmend Fuss im Non-Food-Bereich und erleichtert es den Verbrauchern, auch bei Kosmetika, Reinigungsmitteln, Kleidung und vielem mehr bewusste Entscheidungen zu treffen.»</p><style> .centered-figure5 { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; margin: 20px auto; } .centered-figure5 img { width: 50%; /* Web: ca. 1/5 der Breite */ height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure5 figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* Schriftgröße anpassen */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure5 img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><figure class="centered-figure5"><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/Modernisierung%20Logos.png" alt=""><figcaption>Modernisierung des V-Labels</figcaption></figure><p>&nbsp;</p><p>Zu den jüngsten Entwicklungen gehört die Lancierung des <a href="https://c-label.com/" target="_blank" title="C-Label">C-Labels</a> und <a href="https://f-label.com/" target="_blank" title="F-Label">F-Labels</a> Anfang 2025. Sie ermöglichen eine transparente Kennzeichnung von Produkten aus Zellkultur sowie aus biotechnologischer Fermentation. Im November 2025 wurde zudem gemeinsam mit Biocyclic Vegan International und ihrer Labelorganisation Biocyclic Vegan Label Ltd. (BVL) das «<a href="https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture?language=en" target="_blank" title="V-Label Vegan Agriculture">V-Label Vegan Agriculture</a>» eingeführt. Diese neue Labelvariante erlaubt die Lizenzierung von Landwirtschaftsbetrieben und unterstützt so die Entwicklung einer konsequent veganen und nachhaltigen Lebensmittelproduktion. Zu den ersten lizenzierten Betrieben zählen Solawi Halde in Altdorf (SZ), Ferme du Château in Payerne (VD) und Moosfeld Gemüse in Singen (DE).</p><style> .centered-figure3 { display: flex; flex-direction: column; align-items: center; margin: 20px auto; } .centered-figure3 img { width: 55%; height: auto; /* proportional */ display: block; } .centered-figure3 figcaption { margin-top: 10px; font-size: 1.4rem; /* Schriftgröße anpassen */ text-align: center; line-height: 1.3; } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .centered-figure3 img { width: 100%; /* Mobile: volle Breite */ } } </style><figure class="centered-figure3"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Logos/Solawi_Halde_2k.jpg" alt=""><figcaption>Renato Pichler (rechts) übergibt Christian Mächler von der Solawi Halde (Mitte) das V-Label-Zertifikat</figcaption></figure><h2>Für eine tierfreundlichere und nachhaltigere Zukunft</h2><p>Das V-Label ist mittlerweile das bekannteste und vertrauenswürdigste vegetarische und vegane Label – weltweit wie auch in der Schweiz. Heute tragen weltweit über 70'000 Produkte von 4'800 Unternehmen das V-Label. Aktuell sind 7’077 Produkte von 255 Unternehmen in der Schweiz und in Liechtenstein durch Swissveg lizenziert.&nbsp; Konsumenten und Konsumentinnen verbinden das V-Label mit Vertrauen, Qualität und Gesundheit. Inzwischen kennen über zwei Drittel (68 %) der Schweizer Gesamtbevölkerung das Label, Tendenz weiter steigend.<span class="fussnotenlink">1</span> 95 % der Zielgruppe (flexitarisch, vegetarisch, vegan) vertrauen dem V-Label, 95 % der Konsumenten und Konsumentinnen &nbsp;fühlen sich dadurch besser informiert und 88 % empfinden, dass es das Einkaufen erleichtert.<span class="fussnotenlink">1, 2</span></p><p>&nbsp;</p><p><style> .swissveg1-grid { display: flex; justify-content: center; /* Ganze Reihe zentrieren */ gap: 20px; max-width: 100%; box-sizing: border-box; } /* Figure als flex-Container */ .swissveg1-grid figure { margin: 0; flex: 1; /* Gleichmäßige Breite */ max-width: 45%; /* Zusammen ca. 70% */ display: flex; align-items: flex-end; /* Bilder unten ausrichten */ justify-content: center; height: 400px; /* gleiche Höhe */ } .swissveg1-grid img { width: auto; /* proportional */ height: 100%; /* passt sich der Figure-Höhe an */ display: block; object-fit: contain; /* kein Zuschneiden */ } /* Mobile */ @media (max-width: 768px) { .swissveg1-grid { flex-direction: column; /* 1 Spalte */ align-items: center; } .swissveg1-grid figure { max-width: 100%; height: auto; /* Höhe proportional */ } .swissveg1-grid img { width: 100%; /* volle Breite */ height: auto; } } </style></p><div class="swissveg1-grid"><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/V-Label-2_Umfrage_2024.webp" alt=""></figure><figure><img src="/sites/swissveg.ch/files/2026-01/V-Label-7_Umfrage_2024.webp" alt=""></figure></div><p>&nbsp;</p><p>Mit 30 Jahren Erfahrung ist Swissveg Vorreiterin einer weltweiten Bewegung, die in einem kleinen Büro in Sennwald begann. Der Weg des V-Labels spiegelt den Aufschwung der veganen Bewegung wider. Auch zu Beginn seines vierten Jahrzehnts steht das Label für Vertrauen und Transparenz. Das 30-jährige Jubiläum markiert einen neuen Abschnitt auf dem Weg zu einer tierfreundlicheren und nachhaltigeren Zukunft, der auf den Errungenschaften der letzten drei Jahrzehnte aufbaut.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ol><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2024" target="_blank" title="Umfrage">Repräsentative Umfrage</a> von YouGov, 2024</li><li><a href="https://www.v-label.com/de/news-de/studie-von-proveg-und-v-label-95-prozent-der-konsumentinnen-fuehlen-sich-durch-das-v-label-besser-informiert/" target="_blank" title="Studie">Studie </a>von ProVeg und V-Label, 2022</li></ol></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/meilensteine" title="Meilensteine">Geschichte der Swissveg/SVV</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/ueber_uns" title="Portrait">Portrait der Swissveg</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture" title="V-Label">Allgemeines zum V-Label</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2024" title="V-Label-Umfrage">V-Label-Umfrage 2024</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/V-Label-Vegan-Agriculture" title="V-Label Vegan Agriculture">V-Label Vegan Agriculture</a></li><li><a href="https://c-label.com/" title="C-Label">C-Label</a></li><li><a href="https://f-label.com/" title="F-Label">F-Label</a></li></ul></div> Tue, 03 Feb 2026 07:00:00 +0000 Christine 4184 at https://www.swissveg.ch Wintersession 2025 https://www.swissveg.ch/de/wintersession-2025 <span>Wintersession 2025</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>2. Dezember 2025 - 9:04</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Die Wintersession der Räte findet vom 1.-19. Dezember 2025 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253231" target="_blank">25.3231 Motion:</a> «Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl»</h2><p>Die RAUS-Verordnung («Regelmässiger Auslauf im Freien RAUS») soll abgeschwächt werden. Der vorgeschriebene Auslauf auf eine Weide oder einen Aussenlauf soll durch einen sogenannten Innen-Auslauf kompensiert werden. Dabei ist ein Teil des Stalls unter freiem Himmel.<br />Der Bundesrat lehnt diese Motion ab. Der Ständerat hat sie angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br />Dieselbe Motion wurde auch im Nationalrat eingereicht: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253228" target="_blank">25.3228</a>.<br /><em>Auf Frühlingssession verschoben.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253715" target="_blank">25.3715 Motion:</a> «Abschüsse von Wölfen in Jagdbanngebiete ermöglichen»</h2><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Wildtiere/wolf.webp" alt="Wolf" width="20.08%" class="align-right" />Der Bundesrat wird beauftragt, einen Entwurf zu einem Erlass der Bundesversammlung vorzulegen, der das Jagdgesetz so ändert, dass Wölfe, für die eine ordentliche Abschussbewilligung vorliegt, auch in Jagdbanngebieten geschossen werden dürfen, wenn es für den Schutz der Lebensräume, für die Erhaltung der Artenvielfalt, zur Hege oder zur Verhütung von übermässigen Wildschäden notwendig ist. Der Ständerat hat diese Motion am 25.9.25 angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br /><em>Die Jagdbanngebiete sind der letzte Rückzugsort für die Wildtiere. Würden die Jäger auch dort noch Tiere erschiessen, bedeutet dies ein zusätzlicher Stress für alle dort vorhandenen Wildtiere.</em></p><p><em>3.12.25: Der Nationalrat hat diese Motion leider angenommen. Nun geht es an den Bundesrat.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253549" target="_blank">25.3549 Motion:</a> «Im Rudel lebender Problemwolf. Handeln muss möglich sein!»</h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Jagdgesetzgebung so zu ändern, dass folgende Punkte abgedeckt sind:<br />1. Es muss möglich sein, den Abschuss von Problemwölfen, die erheblichen Schaden an Nutztieren anrichten oder Menschen gefährden (Art. 9b Abs. 1 Jagdverordnung, JSV), zu bewilligen, auch wenn diese Wölfe zu einem Rudel gehören oder sich im Streifgebiet eines Rudels aufhalten.<br />2. Reaktive Regulierung (Art. 4c Abs. 1 JSV): Schäden sind auf dem ganzen Gebiet zu berücksichtigen, und zwar auch vorausschauend und nicht erst post factum. Der Ständerat hat diese Motion am 25.9.25 angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br /><em>Diese Motion würde jeden Wolfabschuss rechtfertigen, da «vorausschauend» alles behauptet aber nichts überprüft werden kann. Schon heute ist es möglich </em><a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-wolfsbilanz-so-viele-woelfe-wurden-praeventiv-geschossen" target="_blank"><em>präventiv Wölfe zu erschiessen</em></a><em>. Der Schutz der Nutztiere durch </em><a href="https://www.gruppe-wolf.ch/Herdenschutz.htm" target="_blank"><em>Herdenschutzhunde und andere Massnahmen </em></a><em>hat sich bewährt. Es wäre sinnvoller dies weiter auszubauen.</em></p><p><em>3.12.25: Der Nationalrat hat diese Motion leider angenommen.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250067" target="_blank">25.067 Geschäft des Bundesrates:</a> «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)». Volksinitiative</h2><p><em>17.12.2025: Der Nationalrat hat sich gegen die Initiative ausgesprochen und auch einen möglichen Gegenvorschlag abgelehnt. Von Links bis rechts wurde eine vermehrt pflanzlichere Ernährung abgelehnt. </em><a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2025/20251217161554051194158159026_bsd124.aspx" target="_blank"><em>Keine einzige Fraktion befürwortete die Initiative.</em></a></p><p><em>Nach der Session hat auch die </em><a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-wak-s-2026-01-23.aspx?lang=1031" target="_blank"><em>Kommission des Ständerates die Initiative abgelehnt</em></a><em>.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240080" target="_blank">24.080 Geschäft des Bundesrates:</a> «Für eine Einschränkung von Feuerwerk»</h2><p>Der Nationalrat diskutiert über diese Initiative.</p><p><em>11.12.26: Der Nationalrat hat den indirekten Gegenentwurf mit Anpassungen angenommen.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250059">25.059 Geschäft des Bundesrates:</a> «Ja zum Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte (Pelzinitiative)». Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag (Änderung des Tierschutzgesetzes)</h2><p><em>8.12.25: Der Ständerat hat die Diskussion darüber auf die lange Bank geschoben indem er eine Fristverlängerung verlangt hat.</em></p><p> </p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/sessionen?language=de">Sessionen</a></li><li><a href="/fruehlingssession-2026">Frühlingssession 2026</a></li><li><a href="/sommersession-2025">Sommersession 2025</a></li><li><a href="/de/sondersession-mai-2025">Sondersession Mai 2025</a></li><li>Aktuelles zur Session: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/aktuelle-session" target="_blank">parlament.ch</a></li></ul></div> Tue, 02 Dec 2025 08:04:30 +0000 Renato 4182 at https://www.swissveg.ch Wintersession 2025 https://www.swissveg.ch/de/wintersession-2025 <span>Wintersession 2025</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>2. Dezember 2025 - 9:04</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Die Wintersession der Räte findet vom 1.-19. Dezember 2025 statt. In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht über Themen, die aus unserer Perspektive von Bedeutung sind.</p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253231" target="_blank">25.3231 Motion:</a> «Anpassung der RAUS-Bestimmungen im Sinne von Umwelt und Tierwohl»</h2><p>Die RAUS-Verordnung («Regelmässiger Auslauf im Freien RAUS») soll abgeschwächt werden. Der vorgeschriebene Auslauf auf eine Weide oder einen Aussenlauf soll durch einen sogenannten Innen-Auslauf kompensiert werden. Dabei ist ein Teil des Stalls unter freiem Himmel.<br />Der Bundesrat lehnt diese Motion ab. Der Ständerat hat sie angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br />Dieselbe Motion wurde auch im Nationalrat eingereicht: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253228" target="_blank">25.3228</a>.<br /><em>Auf Frühlingssession verschoben.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253715" target="_blank">25.3715 Motion:</a> «Abschüsse von Wölfen in Jagdbanngebiete ermöglichen»</h2><p><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Wildtiere/wolf.webp" alt="Wolf" width="20.08%" class="align-right" />Der Bundesrat wird beauftragt, einen Entwurf zu einem Erlass der Bundesversammlung vorzulegen, der das Jagdgesetz so ändert, dass Wölfe, für die eine ordentliche Abschussbewilligung vorliegt, auch in Jagdbanngebieten geschossen werden dürfen, wenn es für den Schutz der Lebensräume, für die Erhaltung der Artenvielfalt, zur Hege oder zur Verhütung von übermässigen Wildschäden notwendig ist. Der Ständerat hat diese Motion am 25.9.25 angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br /><em>Die Jagdbanngebiete sind der letzte Rückzugsort für die Wildtiere. Würden die Jäger auch dort noch Tiere erschiessen, bedeutet dies ein zusätzlicher Stress für alle dort vorhandenen Wildtiere.</em></p><p><em>3.12.25: Der Nationalrat hat diese Motion leider angenommen. Nun geht es an den Bundesrat.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20253549" target="_blank">25.3549 Motion:</a> «Im Rudel lebender Problemwolf. Handeln muss möglich sein!»</h2><p>Der Bundesrat wird beauftragt, die Jagdgesetzgebung so zu ändern, dass folgende Punkte abgedeckt sind:<br />1. Es muss möglich sein, den Abschuss von Problemwölfen, die erheblichen Schaden an Nutztieren anrichten oder Menschen gefährden (Art. 9b Abs. 1 Jagdverordnung, JSV), zu bewilligen, auch wenn diese Wölfe zu einem Rudel gehören oder sich im Streifgebiet eines Rudels aufhalten.<br />2. Reaktive Regulierung (Art. 4c Abs. 1 JSV): Schäden sind auf dem ganzen Gebiet zu berücksichtigen, und zwar auch vorausschauend und nicht erst post factum. Der Ständerat hat diese Motion am 25.9.25 angenommen. Nun entscheidet der Nationalrat darüber.<br /><em>Diese Motion würde jeden Wolfabschuss rechtfertigen, da «vorausschauend» alles behauptet aber nichts überprüft werden kann. Schon heute ist es möglich </em><a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/schweizer-wolfsbilanz-so-viele-woelfe-wurden-praeventiv-geschossen" target="_blank"><em>präventiv Wölfe zu erschiessen</em></a><em>. Der Schutz der Nutztiere durch </em><a href="https://www.gruppe-wolf.ch/Herdenschutz.htm" target="_blank"><em>Herdenschutzhunde und andere Massnahmen </em></a><em>hat sich bewährt. Es wäre sinnvoller dies weiter auszubauen.</em></p><p><em>3.12.25: Der Nationalrat hat diese Motion leider angenommen.</em></p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250067" target="_blank">25.067 Geschäft des Bundesrates:</a> «Für eine sichere Ernährung – durch Stärkung einer nachhaltigen inländischen Produktion, mehr pflanzliche Lebensmittel und sauberes Trinkwasser (Ernährungsinitiative)». Volksinitiative</h2><p><em>17.12.2025: Der Nationalrat hat sich gegen die Initiative ausgesprochen und auch einen möglichen Gegenvorschlag abgelehnt. Von Links bis rechts wurde eine vermehrt pflanzlichere Ernährung abgelehnt. </em><a href="https://www.parlament.ch/de/services/news/Seiten/2025/20251217161554051194158159026_bsd124.aspx" target="_blank"><em>Keine einzige Fraktion befürwortete die Initiative.</em></a></p><p><em>Nach der Session hat auch die </em><a href="https://www.parlament.ch/press-releases/Pages/mm-wak-s-2026-01-23.aspx?lang=1031" target="_blank"><em>Kommission des Ständerates die Initiative abgelehnt</em></a><em>.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20240080" target="_blank">24.080 Geschäft des Bundesrates:</a> «Für eine Einschränkung von Feuerwerk»</h2><p>Der Nationalrat diskutiert über diese Initiative.</p><p><em>11.12.26: Der Nationalrat hat den indirekten Gegenentwurf mit Anpassungen angenommen.</em></p><p> </p><h2><a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20250059">25.059 Geschäft des Bundesrates:</a> «Ja zum Importverbot für tierquälerisch erzeugte Pelzprodukte (Pelzinitiative)». Volksinitiative und indirekter Gegenvorschlag (Änderung des Tierschutzgesetzes)</h2><p><em>8.12.25: Der Ständerat hat die Diskussion darüber auf die lange Bank geschoben indem er eine Fristverlängerung verlangt hat.</em></p><p> </p></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/sessionen?language=de">Sessionen</a></li><li><a href="/fruehlingssession-2026">Frühlingssession 2026</a></li><li><a href="/sommersession-2025">Sommersession 2025</a></li><li><a href="/de/sondersession-mai-2025">Sondersession Mai 2025</a></li><li>Aktuelles zur Session: <a href="https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/sessionen/aktuelle-session" target="_blank">parlament.ch</a></li></ul></div> Tue, 02 Dec 2025 08:04:30 +0000 Renato 4182 at https://www.swissveg.ch Ein Leben im Verborgenen https://www.swissveg.ch/de/tauben <span>Ein Leben im Verborgenen</span> <span><span lang="" about="/de/user/3027" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Sarah</span></span> <span>25. November 2025 - 8:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Verachtet und gejagt: Stadttauben, Mäuse und Ratten haben kein einfaches Leben. Doch einige Städte zeigen, dass es auch anders geht.</p><p>Sie picken an Bahnhöfen nach Abfall und Essensresten und werden vom Grossteil der Pendelnden keines Blickes gewürdigt: Stadttauben haben es schwer in unseren Städten. Sie finden weder artgerechtes Futter noch geeignete Nist- und Schlafplätze. Dass Stadttauben nur aufgrund des Menschen existieren, wissen die wenigsten: Die Vögel wurden vor rund 6 000 Jahren domestiziert und dienten über lange Zeit als Fleisch- und Eierlieferanten sowie Briefboten. Heute haben sie jedoch ihren ursprünglichen Nutzen für den Menschen verloren, sind obdachlos geworden und leben in den Städten. Ratten und Mäuse sind in unserem Stadtbild weniger sichtbar als ihre fliegenden Leidensgenossinnen. Im Unterschied zu Stadttauben wurden sie nie domestiziert. Bei ihnen handelt es sich um sogenannte Kulturfolger – Tiere, die dem Menschen aufgrund von Unterschlupf- und Nahrungsmöglichkeiten in dessen Siedlungen folgen. Die pelzigen Tierchen werden abschätzig als «Hygieneschädlinge» bezeichnet und gelten schon seit jeher als Seuchenträger. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sie für die Verbreitung der Pest im Mittelalter verantwortlich gemacht wurden. Doch daran gibt es Zweifel: 2018 fanden Forschende heraus, dass nicht Ratten- sondern Menschenflöhe und Kleiderläuse die gefürchtete Seuche verbreitet hatten.¹ In der Schweiz besteht heutzutage keine Gefahr durch Mäuse oder Ratten. Auch Stadttauben wird oft unterstellt, sie würden Krankheiten übertragen, viele Menschen ekeln sich deshalb vor den Vögeln. Doch diese Angst ist unbegründet: Es gibt keine bestätigten Fälle, bei denen Erkrankungen von Stadttauben auf Menschen übertragen wurden. So sind beispielsweise Salmonellen, die Tauben befallen können, taubenspezifisch und für den Menschen daher harmlos.²</p><h3>Grausame Populationskontrolle</h3><p>Neben baulichen Massnahmen zur Abschreckung wie Spikes auf Simsen oder Netzen, die sich oft als tödliche Fallen für die Vögel erweisen, werden Tauben auch aktiv gejagt. Den Ratten und Mäusen ergeht es nicht besser: In der Schweiz bieten viele private Schädlingsbekämpfungsfirmen «professionelle Mäusebekämpfungen» an. Dabei werden die Nager hauptsächlich mit Gift oder Schlagfallen getötet. Dabei wäre es in Bezug auf die Nagetiere einfach, für eine gesunde Population zu sorgen: Der Schweizer Tierschutz empfiehlt vorbeugende Massnahmen wie etwa die sichere Aufbewahrung von Lebensmitteln und das Verschliessen von Müllcontainern. Zudem führen die Bekämpfungsmassnahmen ohnehin nur dazu, dass die weiblichen Tiere noch fruchtbarer werden und mehr Nachwuchs gebären. Das Tierschutzgesetz (TSchG) und die Tierschutzverordnung (TSchV) verbieten es, Wirbeltieren wie Mäusen und Ratten ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Würde dies konsequent befolgt, wäre die grausame Tötung der Säugetiere ohnehin nicht erlaubt.</p><h3>Gesellschaftliche Verantwortung</h3><p>Immerhin für Stadttauben tritt langsam aber sicher eine Verbesserung ein. Dies zeigt die deutsche Stadt Augsburg, die mit dem «Augsburger Modell» eine Vorreiterrolle einnimmt: Sie stellt den Tieren betreute Taubenschläge zur Verfügung, wo sie Futter finden und ihr Gesundheitszustand überprüft wird. Durch die Bindung an den Taubenschlag sind die Vögel seltener in der Stadt unterwegs und hinterlassen dort dementsprechend weniger Kot. Zur Regulierung des Bestands werden frisch gelegte Eier zudem durch Ei-Attrappen ersetzt. «In betreuten Schlägen lässt man die Tauben so alle 1 bis 1,5 Jahre ausbrüten», erklärt Sabine Ruch vom Verein Stadttauben Schweiz. In der Schweiz verfügt die Stadt Bern über ein vorbildliches Taubenmanagement. Winterthur hat zumindest zwei Schläge und auch weitere Städte, darunter Olten, Aarau sowie Solothurn haben laut Sabine Ruch einige betreute Taubenschläge. Dies sei ein guter Anfang, reiche jedoch bei weitem nicht aus, ergänzt die Taubenexpertin. Der Umgang mit Stadttauben, Ratten und Mäusen spiegelt die gesellschaftliche Haltung gegenüber Tieren wider. Doch tierfreundliche Modelle wie das Augsburger Modell zeigen, dass ein respektvolles Miteinander möglich ist – es liegt an uns, diesen Weg weiterzugehen und humane Lösungen zu fördern.</p><h4>Jetzt helfen!</h4><p>Der Verein Stadttauben Schweiz setzt sich für das Wohlergehen und die Würde von Stadttauben ein und arbeitet Modelle zur tierfreundlichen Populations- kontrolle aus. Auf der <a href="https://stadttauben.ch/" target="_blank">Website des Vereins Stadttauben Schweiz</a> finden sich viele nützliche Tipps und Infos.</p><p>Für die pelzigen Tierchen existieren momentan leider keine Hilfsprojekte. Jedoch setzt sich der<a href="https://rattenclub.ch/" target="_blank"> Club der Rattenfreunde</a> CH generell für Wild-, Labor- und Heimtierratten ein. Der Verein vermittelt heimatlose Ratten und setzt sich für&nbsp;<br>die Sensibilisierung der Bevölkerung ein.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>1 Joel Sartore, National Geographic Photo Ark &amp; National Geographic. (2018, 17. Januar). Eine provokante Studie hält menschliche Parasiten für die primären Überträger des<br>Pestbakteriums. <a href="http://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/ratten-womoeglich-doch-nicht-fuer-mittelalterlichepestausbrueche-verantwortlich">www.nationalgeographic.de/wissenschaft/ratten-womoeglich-doch-nicht-fue…</a><br>2 Kneidl-Fenske, M. &amp; Dämmrich, M. (2017). Gefährdungseinstufung von Stadttauben: Übertragen Tauben Krankheiten und Parasiten? Überprüfung aktueller Aussagen<br>aus dem Internet auf ihren Wahrheitsgehalt (Von Hamburger Stadttauben e. V. &amp; Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen). <a href="http://www.erna-graff-stiftung.de/wp-content/uploads/2017/08/Gef%C3%A4hrdungseinstufung-der-Stadttauben.pdf">www.erna-graff-stiftung.de/wp-content/uploads/2017/08/Gef%C3%A4hrdungse…</a></p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/wildtiere" target="_blank">Alles über Wildtiere</a></li><li><a href="https://stadttauben.ch/" target="_blank">Stadttauben Schweiz</a></li><li><a href="https://rattenclub.ch/" target="_blank">Club der Rattenfreunde Schweiz&nbsp;</a></li></ul></div> Tue, 25 Nov 2025 07:00:00 +0000 Sarah 4176 at https://www.swissveg.ch Ein Leben im Verborgenen https://www.swissveg.ch/de/tauben <span>Ein Leben im Verborgenen</span> <span><span lang="" about="/de/user/3027" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Sarah</span></span> <span>25. November 2025 - 8:00</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Verachtet und gejagt: Stadttauben, Mäuse und Ratten haben kein einfaches Leben. Doch einige Städte zeigen, dass es auch anders geht.</p><p>Sie picken an Bahnhöfen nach Abfall und Essensresten und werden vom Grossteil der Pendelnden keines Blickes gewürdigt: Stadttauben haben es schwer in unseren Städten. Sie finden weder artgerechtes Futter noch geeignete Nist- und Schlafplätze. Dass Stadttauben nur aufgrund des Menschen existieren, wissen die wenigsten: Die Vögel wurden vor rund 6 000 Jahren domestiziert und dienten über lange Zeit als Fleisch- und Eierlieferanten sowie Briefboten. Heute haben sie jedoch ihren ursprünglichen Nutzen für den Menschen verloren, sind obdachlos geworden und leben in den Städten. Ratten und Mäuse sind in unserem Stadtbild weniger sichtbar als ihre fliegenden Leidensgenossinnen. Im Unterschied zu Stadttauben wurden sie nie domestiziert. Bei ihnen handelt es sich um sogenannte Kulturfolger – Tiere, die dem Menschen aufgrund von Unterschlupf- und Nahrungsmöglichkeiten in dessen Siedlungen folgen. Die pelzigen Tierchen werden abschätzig als «Hygieneschädlinge» bezeichnet und gelten schon seit jeher als Seuchenträger. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass sie für die Verbreitung der Pest im Mittelalter verantwortlich gemacht wurden. Doch daran gibt es Zweifel: 2018 fanden Forschende heraus, dass nicht Ratten- sondern Menschenflöhe und Kleiderläuse die gefürchtete Seuche verbreitet hatten.¹ In der Schweiz besteht heutzutage keine Gefahr durch Mäuse oder Ratten. Auch Stadttauben wird oft unterstellt, sie würden Krankheiten übertragen, viele Menschen ekeln sich deshalb vor den Vögeln. Doch diese Angst ist unbegründet: Es gibt keine bestätigten Fälle, bei denen Erkrankungen von Stadttauben auf Menschen übertragen wurden. So sind beispielsweise Salmonellen, die Tauben befallen können, taubenspezifisch und für den Menschen daher harmlos.²</p><h3>Grausame Populationskontrolle</h3><p>Neben baulichen Massnahmen zur Abschreckung wie Spikes auf Simsen oder Netzen, die sich oft als tödliche Fallen für die Vögel erweisen, werden Tauben auch aktiv gejagt. Den Ratten und Mäusen ergeht es nicht besser: In der Schweiz bieten viele private Schädlingsbekämpfungsfirmen «professionelle Mäusebekämpfungen» an. Dabei werden die Nager hauptsächlich mit Gift oder Schlagfallen getötet. Dabei wäre es in Bezug auf die Nagetiere einfach, für eine gesunde Population zu sorgen: Der Schweizer Tierschutz empfiehlt vorbeugende Massnahmen wie etwa die sichere Aufbewahrung von Lebensmitteln und das Verschliessen von Müllcontainern. Zudem führen die Bekämpfungsmassnahmen ohnehin nur dazu, dass die weiblichen Tiere noch fruchtbarer werden und mehr Nachwuchs gebären. Das Tierschutzgesetz (TSchG) und die Tierschutzverordnung (TSchV) verbieten es, Wirbeltieren wie Mäusen und Ratten ungerechtfertigt Schmerzen, Leiden oder Schäden zuzufügen. Würde dies konsequent befolgt, wäre die grausame Tötung der Säugetiere ohnehin nicht erlaubt.</p><h3>Gesellschaftliche Verantwortung</h3><p>Immerhin für Stadttauben tritt langsam aber sicher eine Verbesserung ein. Dies zeigt die deutsche Stadt Augsburg, die mit dem «Augsburger Modell» eine Vorreiterrolle einnimmt: Sie stellt den Tieren betreute Taubenschläge zur Verfügung, wo sie Futter finden und ihr Gesundheitszustand überprüft wird. Durch die Bindung an den Taubenschlag sind die Vögel seltener in der Stadt unterwegs und hinterlassen dort dementsprechend weniger Kot. Zur Regulierung des Bestands werden frisch gelegte Eier zudem durch Ei-Attrappen ersetzt. «In betreuten Schlägen lässt man die Tauben so alle 1 bis 1,5 Jahre ausbrüten», erklärt Sabine Ruch vom Verein Stadttauben Schweiz. In der Schweiz verfügt die Stadt Bern über ein vorbildliches Taubenmanagement. Winterthur hat zumindest zwei Schläge und auch weitere Städte, darunter Olten, Aarau sowie Solothurn haben laut Sabine Ruch einige betreute Taubenschläge. Dies sei ein guter Anfang, reiche jedoch bei weitem nicht aus, ergänzt die Taubenexpertin. Der Umgang mit Stadttauben, Ratten und Mäusen spiegelt die gesellschaftliche Haltung gegenüber Tieren wider. Doch tierfreundliche Modelle wie das Augsburger Modell zeigen, dass ein respektvolles Miteinander möglich ist – es liegt an uns, diesen Weg weiterzugehen und humane Lösungen zu fördern.</p><h4>Jetzt helfen!</h4><p>Der Verein Stadttauben Schweiz setzt sich für das Wohlergehen und die Würde von Stadttauben ein und arbeitet Modelle zur tierfreundlichen Populations- kontrolle aus. Auf der <a href="https://stadttauben.ch/" target="_blank">Website des Vereins Stadttauben Schweiz</a> finden sich viele nützliche Tipps und Infos.</p><p>Für die pelzigen Tierchen existieren momentan leider keine Hilfsprojekte. Jedoch setzt sich der<a href="https://rattenclub.ch/" target="_blank"> Club der Rattenfreunde</a> CH generell für Wild-, Labor- und Heimtierratten ein. Der Verein vermittelt heimatlose Ratten und setzt sich für&nbsp;<br>die Sensibilisierung der Bevölkerung ein.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>1 Joel Sartore, National Geographic Photo Ark &amp; National Geographic. (2018, 17. Januar). Eine provokante Studie hält menschliche Parasiten für die primären Überträger des<br>Pestbakteriums. <a href="http://www.nationalgeographic.de/wissenschaft/ratten-womoeglich-doch-nicht-fuer-mittelalterlichepestausbrueche-verantwortlich">www.nationalgeographic.de/wissenschaft/ratten-womoeglich-doch-nicht-fue…</a><br>2 Kneidl-Fenske, M. &amp; Dämmrich, M. (2017). Gefährdungseinstufung von Stadttauben: Übertragen Tauben Krankheiten und Parasiten? Überprüfung aktueller Aussagen<br>aus dem Internet auf ihren Wahrheitsgehalt (Von Hamburger Stadttauben e. V. &amp; Landesbeauftragte für den Tierschutz in Niedersachsen). <a href="http://www.erna-graff-stiftung.de/wp-content/uploads/2017/08/Gef%C3%A4hrdungseinstufung-der-Stadttauben.pdf">www.erna-graff-stiftung.de/wp-content/uploads/2017/08/Gef%C3%A4hrdungse…</a></p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/wildtiere" target="_blank">Alles über Wildtiere</a></li><li><a href="https://stadttauben.ch/" target="_blank">Stadttauben Schweiz</a></li><li><a href="https://rattenclub.ch/" target="_blank">Club der Rattenfreunde Schweiz&nbsp;</a></li></ul></div> Tue, 25 Nov 2025 07:00:00 +0000 Sarah 4176 at https://www.swissveg.ch