Drupal blog posts https://www.swissveg.ch/de de EGMR urteilt: Vegane Ernährung ist ein Menschenrecht https://www.swissveg.ch/de/EGMR-vegan-Menschenrecht <span>EGMR urteilt: Vegane Ernährung ist ein Menschenrecht</span> <span><span lang="" about="/de/user/3032" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Nurdin</span></span> <span>17. Juli 2026 - 17:52</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Am 16. Juli anerkennt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die vegane Ernährungsweise als ein Menschenrecht. Dieses wegweisende Urteil hat weitreichende Folgen für Spitäler, Gefängnisse und andere Institutionen. Wie kam es dazu und was bedeutet das für die Schweiz?</p><h2>Keine durchgehend tierfreie Kost in Schweizer Einrichtungen</h2><p>Es beginnt vor einigen Jahren in der Westschweiz. Die zwei vegan lebenden Geschwister und aktiven <a href="https://www.swissveg.ch/de/node/155">Antispeziesisten</a> G.K. und A.S. engagieren sich gegen die Unterdrückung und Ausbeutung von Tieren. Im November 2018 landet G.K. in einem Gefängnis im Kanton Genf in Untersuchungshaft und ist dort mit einem Speiseplan konfrontiert, der nur vegetarische und omnivore Kost vorsieht. Es gibt zwar Versuche des Entgegenkommens seitens des Gefängnisses, aber ein Recht auf durchgehend vegane Kost wird G.K. im Laufe des folgenden Jahres trotzdem wiederholt verwehrt. Dies ist besonders brisant, da G.K. gerade aufgrund des besagten Engagements gegen die Ausbeutung von Tieren überhaupt erst dort gelandet war. Auch der zweite Fall lief nicht viel besser: A.S. erhält während eines unfreiwilligen Aufenthalts von Februar bis April 2021 in einer psychiatrischen Einrichtung im Kanton Waadt ebenfalls keine durchgehend vegane Kost.</p><h2>Ein langer Weg: vom Kantonsgericht bis nach Strassburg</h2><p>Sowohl G.K. als auch A.S. beschweren sich wiederholt, da sie sich in ihrer Gewissensfreiheit verletzt fühlen – Gewissensfreiheit ist ein Menschenrecht gemäss Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Art 9. EMRK) – doch sie erhalten keine rechtlich verbindlichen Antworten, gegen die sie weitere Schritte ergreifen könnten. Zuletzt gehen sie bis vors Bundesgericht, welches ihre Klage aufgrund des Fehlens dieser rechtsverbindlicher Entscheide, auf welche sich ihre Klage hätte beziehen müssen, ablehnt. Zudem bezieht sich eines der Urteile auch auf die vorherige Anmerkung eines Kantonsgerichts, dass es zu aufwändig gewesen wäre, eine durchgehend vegane Kost zur Verfügung zu stellen und dass eine nur vegetarische Kost für vegan lebende Menschen ausreiche. Vegan lebende Menschen wissen, dass das so natürlich nicht stimmt: vegan zu kochen ist nicht nennenswert aufwändiger, als vegetarisch oder omnivor.</p><p>So bleibt G.K. und A.S. nur noch eines übrig: sie ziehen das Verfahren weiter bis nach Strassburg. Dort haben sie endlich Erfolg – sie erreichen, dass die <strong>vegane Ernährung erstmals durch Menschenrechte geschützt</strong> wird – und schaffen damit ganz nebenbei einen wegweisenden Präzedenzfall für die Zukunft.</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Die wichtigsten Punkte des Urteils</h3><p>Am Donnerstag 16.7.2026 <a href="https://hudoc.echr.coe.int/eng#%7B%22display%22:%5B%220%22%5D,%22languageisocode%22:%5B%22ENG%22%5D,%22appno%22:%5B%2255299/20%22,%2231515/22%22%5D,%22documentcollectionid2%22:%5B%22CLIN%22%5D,%22itemid%22:%5B%22002-14630%22%5D%7D" target="_blank">urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)</a> dass G.K. und A.S. in ihrer durch Art. 9 EMRK geschützten Gedanken- und Gewissensfreiheit verletzt worden waren, da sie im unfreiwilligen Gewahrsam jeweils nicht durchgehend eine an ihre ethischen Werthaltungen angepasste Kost erhalten hatten. Ihre vegane Lebensweise sei Gegenstand von Artikel 9, da sie «die notwendige Überzeugungsstärke, Ernsthaftigkeit, Kohäsion und Wichtigkeit» aufweise. Desweiteren verstösst es gegen Art. 13 EMRK (Recht auf wirksame Beschwerde), dass es G.K. und A.S. faktisch verunmöglicht wurde, rechtlich gegen die Einrichtungen vorzugehen, da es sich bei deren Antworten jeweils um keine rechtlich verbindlichen Entscheidungen gehandelt habe und den Klägern vom Bundesgericht kein hinreichendes Interesse an der Sache zugestanden worden war. G.K. und A.S. wurde jeweils eine finanzielle Genugtuung zugesprochen.</p></div><h2>Ein Urteil von grosser Bedeutung</h2><p>Gewiss ist es für G.K. und A.S. bedeutungsvoll, in dieser Sache von der höchsten gerichtlichen Instanz nun endlich Recht erhalten zu haben. Doch auch für die vegane Bewegung als Ganzes ist das Urteil von enormer Bedeutung. Denn es ist nun offiziell anerkannt, dass vegane Ernährung, wenn sie auf einer nachweisbaren ethischen Überzeugung basiert, ein Menschenrecht ist. Art. 9 EMRK, der nebst Gedanken- und Gewissensfreiheit auch die Religionsfreiheit miteinbezieht, war noch nie zuvor auf eine nicht-religiös motivierte Ernährungsweise angewendet worden. Das heisst, während Gefängnisse, Spitäler und andere öffentliche Einrichtungen bereits in religionsbedingten Fällen ihre Speisepläne anpassten (und etwa halal oder koscher kochten), waren sie bisher noch nicht dazu verpflichtet, auf Veganer Rücksicht zu nehmen.</p><h2>EGMR bestätigt: Vegan zu leben ist eine Gewissensfrage</h2><p>Doch genauso wie eine religiös-fundierte Grundüberzeugung für eine Person in unterschiedlichen Lebensbereichen handlungsanleitend ist und in diesem Sinne zu einer Gewissensfrage werden kann, haben auch dem Veganismus zugrundeliegende Motive wie Ablehnung des Speziesismus, Respekt vor der Tierwürde oder Mitleid mit dem Leid der Tiere diese handlungsanleitende Funktion und lassen das Verhalten des Menschen gegenüber Tieren in verschiedenen Situationen wiederholt zur Gewissensfrage werden.</p><h2>Das Urteil aus Strassburg ist für alle Mitgliedstaaten rechtlich bindend</h2><p>Dass der EGMR dies nun anerkannt hat, legt den Grundstein für den angemessenen Respekt seitens der Institutionen und mehr Toleranz seitens der Bevölkerung gegenüber Veganern und ihrer Ernährungsweise. Denn das Urteil ist für die Schweiz und alle 45 weiteren Mitgliedsstaaten des Europarates, welche die Europäischen Menschenrechtskonvention unterzeichnet haben, rechtlich bindend und gilt ohne Einschränkung per sofort.</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Menschenrechte stehen über Bundesgesetz</h3><p>In der Schweiz hat die EMRK Vorrang vor den Bundesgesetzen (<a href="http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-417%3Ade&amp;lang=de&amp;type=show_document" target="_blank">BGE 125 II 417</a>&nbsp;E. 4d) und der Bundesverfassung (<a href="http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-16%3Ade&amp;lang=de&amp;type=show_document" target="_blank">BGE 139 I 16</a>&nbsp;E. 5.1). Deswegen sind Bund und Kantone nun verpflichtet, ihre Gesetze insofern anzupassen, dass nebst religiös-motivierten Ernährungsweisen auch nicht-religiöse Ernährungsweisen wie Vegetarismus und Veganismus im Sinne der Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit rechtlich geschützt und eine Diskriminierung vegan lebender Personen auf gleiche Weise wie eine Diskriminierung von Personen aufgrund ihres Glaubens behandelt und in gleicher Weise strafbar wird. Mit dem Urteil des EGMR rückt diese inklusivere Zukunft nun einen Schritt näher.<br></div></p><h2>Wie geht es nun weiter?</h2><p>Auch wenn Art. 9 EMRK, wenn es um die Ernährung geht, bisher vor allem im Sinne der Religionsfreiheit Anwendung fand, heisst das natürlich nicht, dass Veganismus eine «quasi-Religion» ist, wie manche Medien nun schreiben. Und Veganismus ist auch mehr als «nur ein Lifestyle» oder eine «Modeerscheinung», sondern ein legitimer, <a href="https://www.swissveg.ch/de/node/155">ethisch fundierter</a> und von der Menschenrechtskonvention nun als geschützt anerkannter Einsatz für mehr Gerechtigkeit gegenüber nichtmenschlichen Tieren.</p><p>Es bleibt nun abzuwarten, welche Gesetze Bund und Kantone schaffen werden, um diesen neuen rechtlichen Sachverhalt abzubilden. Ein Beispiel können sie sich hierbei an <a href="https://www.vegansociety.com/news/blog/new-prison-food-rules-what-revised-prison-food-policy-means-imprisoned-vegans" target="_blank">England und Wales</a> nehmen, welche bereits Anfang 2026 erkannt haben, dass die zur Verfügung gestellte Kost in Gefängnissen bedeutsame Auswirkungen auf die Würde und das Wohlergehen der Insassen hat, weshalb nun für alle auch ein veganes Menu angeboten wird.</p><p>Bis die Schweiz ebenfalls so weit ist, können Veganer nun immerhin auf das Urteil des EGMR und dessen rechtliche Geltungskraft hindeuten, wenn sie von Diskriminierung durch Institutionen (oder auch am Arbeitsplatz, im Militärdienst etc.) aufgrund ihrer Ernährungsweise betroffen sind.</p><p>&nbsp;Ein erfreulicher und zukunftsweisender Moment!</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ul><li>Das vollständige <a href="https://hudoc.echr.coe.int/eng#%7B%22display%22:%5B%220%22%5D,%22languageisocode%22:%5B%22ENG%22%5D,%22appno%22:%5B%2255299/20%22,%2231515/22%22%5D,%22documentcollectionid2%22:%5B%22CLIN%22%5D,%22itemid%22:%5B%22002-14630%22%5D%7D" target="_blank">Urteil des EGMR vom 16.7.2026</a></li><li>Die beiden Urteile des Schweizer Bundesgerichtes:<ul><li><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=1B_608%2F2019++&amp;rank=1&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-06-2020-1B_608-2019" target="_blank">Urteil vom 11. Juni 2020</a></li><li><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=%222C_495%2F2021%22&amp;rank=1&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=aza%3A%2F%2F09-02-2022-2C_495-2021" target="_blank">Urteil vom 9. Februar 2022</a></li></ul></li></ul></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li>Swissveg-Pressemitteilung: <a href="https://newsletter.swissveg.ch/newsletter.php?data=aWQ9Njg5Jmxhbmc9RA" target="_blank">EGMR bestätigt erstmals: Vegane Ernährung ist ein Menschenrecht</a>, 16.7.2026</li><li>SRF: <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/verpflegung-hinter-gittern-egmr-veganismus-zaehlt-als-quasi-religioese-ueberzeugung" target="_blank">EGMR: Recht auf veganes Essen im Gefängnis</a>, 16.7.2026</li><li>Vegconomist: <a href="https://vegconomist.de/politik-gesellschaft/egmr-schuetzt-ethischen-veganismus-erstmals-als-gewissensfreiheit/" target="_blank">EGMR schützt ethischen Veganismus erstmals als Gewissensfreiheit</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/vegane_lebensweise">Alles rund um die vegane Lebensweise</a></li></ul></div> Fri, 17 Jul 2026 15:52:10 +0000 Nurdin 4217 at https://www.swissveg.ch EGMR urteilt: Vegane Ernährung ist ein Menschenrecht https://www.swissveg.ch/de/EGMR-vegan-Menschenrecht <span>EGMR urteilt: Vegane Ernährung ist ein Menschenrecht</span> <span><span lang="" about="/de/user/3032" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Nurdin</span></span> <span>17. Juli 2026 - 17:52</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Am 16. Juli anerkennt der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) die vegane Ernährungsweise als ein Menschenrecht. Dieses wegweisende Urteil hat weitreichende Folgen für Spitäler, Gefängnisse und andere Institutionen. Wie kam es dazu und was bedeutet das für die Schweiz?</p><h2>Keine durchgehend tierfreie Kost in Schweizer Einrichtungen</h2><p>Es beginnt vor einigen Jahren in der Westschweiz. Die zwei vegan lebenden Geschwister und aktiven <a href="https://www.swissveg.ch/de/node/155">Antispeziesisten</a> G.K. und A.S. engagieren sich gegen die Unterdrückung und Ausbeutung von Tieren. Im November 2018 landet G.K. in einem Gefängnis im Kanton Genf in Untersuchungshaft und ist dort mit einem Speiseplan konfrontiert, der nur vegetarische und omnivore Kost vorsieht. Es gibt zwar Versuche des Entgegenkommens seitens des Gefängnisses, aber ein Recht auf durchgehend vegane Kost wird G.K. im Laufe des folgenden Jahres trotzdem wiederholt verwehrt. Dies ist besonders brisant, da G.K. gerade aufgrund des besagten Engagements gegen die Ausbeutung von Tieren überhaupt erst dort gelandet war. Auch der zweite Fall lief nicht viel besser: A.S. erhält während eines unfreiwilligen Aufenthalts von Februar bis April 2021 in einer psychiatrischen Einrichtung im Kanton Waadt ebenfalls keine durchgehend vegane Kost.</p><h2>Ein langer Weg: vom Kantonsgericht bis nach Strassburg</h2><p>Sowohl G.K. als auch A.S. beschweren sich wiederholt, da sie sich in ihrer Gewissensfreiheit verletzt fühlen – Gewissensfreiheit ist ein Menschenrecht gemäss Artikel 9 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Art 9. EMRK) – doch sie erhalten keine rechtlich verbindlichen Antworten, gegen die sie weitere Schritte ergreifen könnten. Zuletzt gehen sie bis vors Bundesgericht, welches ihre Klage aufgrund des Fehlens dieser rechtsverbindlicher Entscheide, auf welche sich ihre Klage hätte beziehen müssen, ablehnt. Zudem bezieht sich eines der Urteile auch auf die vorherige Anmerkung eines Kantonsgerichts, dass es zu aufwändig gewesen wäre, eine durchgehend vegane Kost zur Verfügung zu stellen und dass eine nur vegetarische Kost für vegan lebende Menschen ausreiche. Vegan lebende Menschen wissen, dass das so natürlich nicht stimmt: vegan zu kochen ist nicht nennenswert aufwändiger, als vegetarisch oder omnivor.</p><p>So bleibt G.K. und A.S. nur noch eines übrig: sie ziehen das Verfahren weiter bis nach Strassburg. Dort haben sie endlich Erfolg – sie erreichen, dass die <strong>vegane Ernährung erstmals durch Menschenrechte geschützt</strong> wird – und schaffen damit ganz nebenbei einen wegweisenden Präzedenzfall für die Zukunft.</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Die wichtigsten Punkte des Urteils</h3><p>Am Donnerstag 16.7.2026 <a href="https://hudoc.echr.coe.int/eng#%7B%22display%22:%5B%220%22%5D,%22languageisocode%22:%5B%22ENG%22%5D,%22appno%22:%5B%2255299/20%22,%2231515/22%22%5D,%22documentcollectionid2%22:%5B%22CLIN%22%5D,%22itemid%22:%5B%22002-14630%22%5D%7D" target="_blank">urteilte der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)</a> dass G.K. und A.S. in ihrer durch Art. 9 EMRK geschützten Gedanken- und Gewissensfreiheit verletzt worden waren, da sie im unfreiwilligen Gewahrsam jeweils nicht durchgehend eine an ihre ethischen Werthaltungen angepasste Kost erhalten hatten. Ihre vegane Lebensweise sei Gegenstand von Artikel 9, da sie «die notwendige Überzeugungsstärke, Ernsthaftigkeit, Kohäsion und Wichtigkeit» aufweise. Desweiteren verstösst es gegen Art. 13 EMRK (Recht auf wirksame Beschwerde), dass es G.K. und A.S. faktisch verunmöglicht wurde, rechtlich gegen die Einrichtungen vorzugehen, da es sich bei deren Antworten jeweils um keine rechtlich verbindlichen Entscheidungen gehandelt habe und den Klägern vom Bundesgericht kein hinreichendes Interesse an der Sache zugestanden worden war. G.K. und A.S. wurde jeweils eine finanzielle Genugtuung zugesprochen.</p></div><h2>Ein Urteil von grosser Bedeutung</h2><p>Gewiss ist es für G.K. und A.S. bedeutungsvoll, in dieser Sache von der höchsten gerichtlichen Instanz nun endlich Recht erhalten zu haben. Doch auch für die vegane Bewegung als Ganzes ist das Urteil von enormer Bedeutung. Denn es ist nun offiziell anerkannt, dass vegane Ernährung, wenn sie auf einer nachweisbaren ethischen Überzeugung basiert, ein Menschenrecht ist. Art. 9 EMRK, der nebst Gedanken- und Gewissensfreiheit auch die Religionsfreiheit miteinbezieht, war noch nie zuvor auf eine nicht-religiös motivierte Ernährungsweise angewendet worden. Das heisst, während Gefängnisse, Spitäler und andere öffentliche Einrichtungen bereits in religionsbedingten Fällen ihre Speisepläne anpassten (und etwa halal oder koscher kochten), waren sie bisher noch nicht dazu verpflichtet, auf Veganer Rücksicht zu nehmen.</p><h2>EGMR bestätigt: Vegan zu leben ist eine Gewissensfrage</h2><p>Doch genauso wie eine religiös-fundierte Grundüberzeugung für eine Person in unterschiedlichen Lebensbereichen handlungsanleitend ist und in diesem Sinne zu einer Gewissensfrage werden kann, haben auch dem Veganismus zugrundeliegende Motive wie Ablehnung des Speziesismus, Respekt vor der Tierwürde oder Mitleid mit dem Leid der Tiere diese handlungsanleitende Funktion und lassen das Verhalten des Menschen gegenüber Tieren in verschiedenen Situationen wiederholt zur Gewissensfrage werden.</p><h2>Das Urteil aus Strassburg ist für alle Mitgliedstaaten rechtlich bindend</h2><p>Dass der EGMR dies nun anerkannt hat, legt den Grundstein für den angemessenen Respekt seitens der Institutionen und mehr Toleranz seitens der Bevölkerung gegenüber Veganern und ihrer Ernährungsweise. Denn das Urteil ist für die Schweiz und alle 45 weiteren Mitgliedsstaaten des Europarates, welche die Europäischen Menschenrechtskonvention unterzeichnet haben, rechtlich bindend und gilt ohne Einschränkung per sofort.</p><div data-ui-role="accordion" data-ui-collapsed="true"><h3>Menschenrechte stehen über Bundesgesetz</h3><p>In der Schweiz hat die EMRK Vorrang vor den Bundesgesetzen (<a href="http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F125-II-417%3Ade&amp;lang=de&amp;type=show_document" target="_blank">BGE 125 II 417</a>&nbsp;E. 4d) und der Bundesverfassung (<a href="http://relevancy.bger.ch/php/clir/http/index.php?highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-16%3Ade&amp;lang=de&amp;type=show_document" target="_blank">BGE 139 I 16</a>&nbsp;E. 5.1). Deswegen sind Bund und Kantone nun verpflichtet, ihre Gesetze insofern anzupassen, dass nebst religiös-motivierten Ernährungsweisen auch nicht-religiöse Ernährungsweisen wie Vegetarismus und Veganismus im Sinne der Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit rechtlich geschützt und eine Diskriminierung vegan lebender Personen auf gleiche Weise wie eine Diskriminierung von Personen aufgrund ihres Glaubens behandelt und in gleicher Weise strafbar wird. Mit dem Urteil des EGMR rückt diese inklusivere Zukunft nun einen Schritt näher.<br></div></p><h2>Wie geht es nun weiter?</h2><p>Auch wenn Art. 9 EMRK, wenn es um die Ernährung geht, bisher vor allem im Sinne der Religionsfreiheit Anwendung fand, heisst das natürlich nicht, dass Veganismus eine «quasi-Religion» ist, wie manche Medien nun schreiben. Und Veganismus ist auch mehr als «nur ein Lifestyle» oder eine «Modeerscheinung», sondern ein legitimer, <a href="https://www.swissveg.ch/de/node/155">ethisch fundierter</a> und von der Menschenrechtskonvention nun als geschützt anerkannter Einsatz für mehr Gerechtigkeit gegenüber nichtmenschlichen Tieren.</p><p>Es bleibt nun abzuwarten, welche Gesetze Bund und Kantone schaffen werden, um diesen neuen rechtlichen Sachverhalt abzubilden. Ein Beispiel können sie sich hierbei an <a href="https://www.vegansociety.com/news/blog/new-prison-food-rules-what-revised-prison-food-policy-means-imprisoned-vegans" target="_blank">England und Wales</a> nehmen, welche bereits Anfang 2026 erkannt haben, dass die zur Verfügung gestellte Kost in Gefängnissen bedeutsame Auswirkungen auf die Würde und das Wohlergehen der Insassen hat, weshalb nun für alle auch ein veganes Menu angeboten wird.</p><p>Bis die Schweiz ebenfalls so weit ist, können Veganer nun immerhin auf das Urteil des EGMR und dessen rechtliche Geltungskraft hindeuten, wenn sie von Diskriminierung durch Institutionen (oder auch am Arbeitsplatz, im Militärdienst etc.) aufgrund ihrer Ernährungsweise betroffen sind.</p><p>&nbsp;Ein erfreulicher und zukunftsweisender Moment!</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <ul><li>Das vollständige <a href="https://hudoc.echr.coe.int/eng#%7B%22display%22:%5B%220%22%5D,%22languageisocode%22:%5B%22ENG%22%5D,%22appno%22:%5B%2255299/20%22,%2231515/22%22%5D,%22documentcollectionid2%22:%5B%22CLIN%22%5D,%22itemid%22:%5B%22002-14630%22%5D%7D" target="_blank">Urteil des EGMR vom 16.7.2026</a></li><li>Die beiden Urteile des Schweizer Bundesgerichtes:<ul><li><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=1B_608%2F2019++&amp;rank=1&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=aza%3A%2F%2F11-06-2020-1B_608-2019" target="_blank">Urteil vom 11. Juni 2020</a></li><li><a href="https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/fr/php/aza/http/index.php?lang=fr&amp;type=highlight_simple_query&amp;page=1&amp;from_date=&amp;to_date=&amp;sort=relevance&amp;insertion_date=&amp;top_subcollection_aza=all&amp;query_words=%222C_495%2F2021%22&amp;rank=1&amp;azaclir=aza&amp;highlight_docid=aza%3A%2F%2F09-02-2022-2C_495-2021" target="_blank">Urteil vom 9. Februar 2022</a></li></ul></li></ul></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li>Swissveg-Pressemitteilung: <a href="https://newsletter.swissveg.ch/newsletter.php?data=aWQ9Njg5Jmxhbmc9RA" target="_blank">EGMR bestätigt erstmals: Vegane Ernährung ist ein Menschenrecht</a>, 16.7.2026</li><li>SRF: <a href="https://www.srf.ch/news/schweiz/verpflegung-hinter-gittern-egmr-veganismus-zaehlt-als-quasi-religioese-ueberzeugung" target="_blank">EGMR: Recht auf veganes Essen im Gefängnis</a>, 16.7.2026</li><li>Vegconomist: <a href="https://vegconomist.de/politik-gesellschaft/egmr-schuetzt-ethischen-veganismus-erstmals-als-gewissensfreiheit/" target="_blank">EGMR schützt ethischen Veganismus erstmals als Gewissensfreiheit</a></li><li><a href="https://www.swissveg.ch/de/vegane_lebensweise">Alles rund um die vegane Lebensweise</a></li></ul></div> Fri, 17 Jul 2026 15:52:10 +0000 Nurdin 4217 at https://www.swissveg.ch Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen? https://www.swissveg.ch/de/Pflanzenmilch-Swissmilk-Kampagne <span>Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen?</span> <span><span lang="" about="/de/user/3032" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Nurdin</span></span> <span>15. Juli 2026 - 14:53</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Sport ist zurzeit in aller Munde – es ist Fussball-WM und die Schweizer Nati hat es bis ins Viertelfinale geschafft. Klar ist: Um konstant auf hohem Niveau Leistung zu erbringen, ist eine gute Ernährung für Spitzensportler unverzichtbar. Doch welchen Beitrag leistet hierzu eigentlich die Auswahl der richtigen Milch? Und stimmt es wirklich, wie eine neue Kampagne von Swissmilk suggeriert, dass Kuhmilch die beste Option ist für starke Knochen?</p><p>Das Plakat von Swissmilk, welches seit Beginn der WM etappenweise an verschiedenen Werbeflächen zu sehen ist, zeigt drei Fussballer von den Oberschenkeln abwärts. Sie tragen rote Hosen, rote Stulpen und verschiedenfarbige Fussballschuhe. Ihre Schienbeine sind voller Narben und unter ihren Schuhen liegt Dreck. Dazu der Schriftzug: «Stolze Partnerin von Schweizer Knochen» und das Swissmilk-Logo. Hier soll eindeutig suggeriert werden: Milch ist gut für starke Knochen! Doch entspricht das tatsächlich der Wahrheit? Oder wird hier ein veralteter Mythos bedient?</p><h4>Die relevanten Nährstoffe: Protein und Kalzium</h4><p>Um für die eigenen Bedürfnisse die am besten passende Milch zu finden, lohnt &nbsp;es sich, die Werte auf der Rückseite der Packung zu beachten. Dann sieht man schnell, dass <strong>Kuhmilch bei den Makronährstoffen weniger gut</strong> dasteht, als man meinen könnte. Besonders Fett und Zucker enthält Kuhmilch deutlich mehr, als Pflanzenmilch. Und auch beim Protein ist Kuhmilch nicht etwa alleiniger Spitzenreiter, sondern nur an zweiter Stelle hinter Sojamilch – das haben wir <a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">in diesem Artikel</a> bereits detailliert aufgeschlüsselt. Wer also versucht Kalorien zu reduzieren und dabei etwas mehr Protein zu sich zu nehmen, ist mit Sojamilch am besten bedient. Und wem es nicht so wichtig ist, seinen Protein-Intake zu maximieren, kann guten Gewissens zu Hafer- oder einer anderen Pflanzenmilch greifen.</p><p>Bei den in Kuh- und Pflanzenmilch enthaltenen Mikronährstoffen spielt vor allem <strong>Kalzium</strong> eine wichtige Rolle, da es eng mit Knochengesundheit in Verbindung steht. Es bestimmt (nebst anderen wichtigen Funktionen) die Härte der Knochen, aber nur in Verbindung mit den organischen, elastischen Bindegewebsfasern, in welche das Kalzium eingelagert wird. Wenn im höheren Alter diese organische Knochenstruktur aus hormonell und konstitutionell bedingten Gründen vermindert aufgebaut wird, kann eine Osteoporose entstehen; die Knochensubstanz wird poröser und neigt zu Brüchen. Häufig kommt es dann zu Frakturen des Hüftknochens. Doch wie gelingt es am besten, dies vorzubeugen?</p><h4>Ist Kuhmilch eine gute Kalziumquelle?</h4><p>«Kuhmilch enthält Kalzium. Und gesunde Knochen benötigen Kalzium. Also sollte, wer starke Knochen haben will, unbedingt viel Kuhmilch trinken.» – Ungefähr so lautet der Gedankengang, den die Kampagne der Lobby-Organisation Swissmilk in uns auslösen möchte. Das stimmt so aber nicht, sondern ist stattdessen ein <strong>weitverbreiteter und längst widerlegter Mythos</strong>. Schauen wir einmal genauer hin.</p><p>Die wichtigsten Fakten: Kuhmilch enthält etwa 120 Milligramm Kalzium pro 100 Milliliter. Bei Pflanzenmilchprodukten variiert der Kalziumgehalt von Natur aus, weshalb diese oft zusätzlich angereichert werden, um ebenfalls auf 120 Milligramm zu kommen. In dieser Hinsicht sind Kuh- und die meiste Pflanzenmilch also gleichwertig. Der tägliche Bedarf einer erwachsenen Person liegt bei c.a. 1'000 mg Kalzium pro Tag und Schweizerinnen und Schweizer trinken im Durchschnitt ein Glas Milch pro Tag.</p><p>Wer nun meint, seinen Bedarf mit Kuhmilch zu decken, müsste demnach über vier Gläser (à 200 ml) Kuhmilch pro Tag konsumieren. Damit würde auch viel ungesundes tierisches Fett (30g) und Milchzucker (40g) mit aufgenommen. Diese Zahlen können überraschen, denn vielen ist nicht bewusst, dass Kuhmilch sogar mehr Kalorien enthält als Cola. Aber so viel Kuhmilch zu trinken ist zum Glück auch gar nicht nötig, denn <strong>viel bessere Kalziumquellen finden sich bei pflanzlichen Lebensmitteln:</strong> Sesamsamen zum Beispiel kommen auf stolze 783 Milligramm Kalzium pro 100 Gramm und auch Nüsse, Hülsenfrüchte und andere Gemüse enthalten über 200 Milligram Kalzium. Eine Liste mit hervorragenden pflanzlichen Kalziumquellen haben wir <a href="/kalzium">in einem separaten Artikel</a> zusammengestellt. Und weitere Infos zu anderen wichtigen Nährstoffen gibt es in unserer Broschüre <a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/pages/page/9" target="_blank" title="Vegan für die Gesundheit - Nährstoffe">Vegan für die Gesundheit</a>.</p><p>Es stimmt also nicht, dass Kuhmilch ein unentbehrlicher Kalziumlieferant ist. Ganz im Gegenteil: <strong>Für den täglichen Kalziumbedarf kann Kuhmilch problemlos weggelassen werden</strong>, solange genug pflanzliche Lebensmittel, die zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowieso bereits dazugehören, gegessen werden.</p><h4>Führt Kalzium zu starken Knochen?</h4><p>Tatsache ist: Die Knochenmasse wird vor allem in den jüngeren Lebensjahren aufgebaut. Dann ist eine ausreichende Kalziumzufuhr besonders wichtig. Etwa ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse aufgrund hormoneller und konstitutioneller Veränderungen zunehmend ab. Beispielsweise das Hormon Östrogen hat bekanntlich eine knochenschützende Wirkung, weshalb Frauen ab den Wechseljahren besonders oft von Osteoporose betroffen sind.</p><p>Wer nun aber denkt – wie es die Swissmilk-Plakate suggerieren – er könne &nbsp;seine Knochen im Erwachsenenalter mit dem Konsum von mehr Kuhmilch stärken, liegt schon wieder falsch. Denn auch das ist schon lange wissenschaftlich widerlegt: Im Jahr 2015 kam das wissenschaftliche Journal «The BMJ» beispielsweise in einer grossen systematischen Review von über 40 ernährungsmedizinischen Studien zum Schluss, dass <strong>kein Zusammenhang zwischen Aufnahme von Kalzium über Nahrungsmittel und Knochenbruchrisiko</strong> besteht. Zudem gebe es auch <strong>keine Belege, dass eine Erhöhung der Kalziumaufnahme Knochenbrüche vorbeugen kann</strong>.<sup>1</sup> Eine Metastudie der Universität Zürich mit über 190'000 Teilnehmerinnen kam 2011 ebenfalls zum gleichen Ergebnis: Egal, wie viel Kuhmilch die Probanden tranken, es gab keinen übergeordneten Zusammenhang mit der Anzahl von Hüftfrakturen.<sup>2 </sup>Und eine weitere Review länderspezifischer Daten zum Konsum von Milchprodukten und der Häufigkeit von Hüftfrakturen kam 2020 sogar zu folgendem, paradox anmutenden Resultat: <strong>In den Ländern mit dem höchsten Milch- und Kalziumkonsum gibt es tatsächlich am meisten Hüftfrakturen</strong><sup>3</sup> – ein paradox klingendes Resultat, das aber von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt wurde.<sup>4</sup></p><p>Es ist also bestimmt nicht falsch, ausreichend Kalzium zu sich zu nehmen, aber deswegen auf Kuhmilch zu setzen, wäre eindeutig am Tor vorbeigeschossen!</p><h4>Sport, gesunde Ernährung und Vitamin D</h4><p>Apropos Fussball: Ein nebst der Ernährung ebenfalls sehr wichtiger Faktor für die Knochengesundheit ist Sport und Bewegung. Laut Forschern des «National Centre for Sport and Exercise Medicine» lässt sich die Knochenstärke von Osteoporosepatienten durch gezieltes Kraft- und Belastungstraining sowie durch Übungen, welche die Körperhaltung verbessern, maximieren.<sup>5</sup> Es ist naheliegend, dass die selbe Herangehensweise auch vorbeugend wirksam sein dürfte, ganz nach dem Motto: <strong>Knochen, die regelmässig belastet werden, behalten ihre Stärke.</strong> Dies ist der eine Punkt, den das Plakat von Swissmilk korrekt wiedergibt: Sport (etwa Fussball) führt zu starken (Schweizer) Knochen. Nur die Kuhmilch, die hat damit überhaupt nichts zu tun.</p><p>Übrigens gibt es <strong>eine Vielzahl sehr erfolgreicher Sportler und Athleten, welche sich bewusst pflanzenbasiert ernähren</strong>. Wer kennt beispielsweise nicht den Fussballstar Lionel Messi? Dieser stellte 2014 auf eine «plant forward»-Diät um, das heisst, er reduzierte tierische Nahrung auf ein Minimum, um seine Entzündungswerte und die Regenerationsdauer nach dem Training zu verbessern. Oder die Formel 1-Legende Lewis Hamilton, der seit 2017 vegan lebt! Dann gibt es noch die Profi-Tennisspieler Novak Đoković (Welt-Nummer-1) und Venus Williams (Olympiasiegerin) oder den «stärksten Mann Deutschlands», <span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Patrik Baboumian, welche sich ebenfalls pflanzenbasiert bzw. vegan ernähren.</span></p><p><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Man könnte hier tatsächlich noch viele weitere Namen aufzählen. (Eine &nbsp;ausführliche</span><a href="/promis"><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> Sammlung vegan lebender Prominenter</span></a><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> gibt es auf unserer Webseite.) Auf jeden Fall ist e</span>ines sicher: <strong>Gesunde Knochen und ein aktives, sportliches Leben sind mit pflanzenbasierter bzw. veganer Ernährung durchaus möglich.</strong> Kuhmilch ist hierzu weder notwendig, noch sinnvoll.</p><p>Zum Schluss muss noch erwähnt werden, dass es einen weiteren Mikronährstoff gibt, der für die Knochengesundheit sehr wichtig ist, nämlich Vitamin D. Dieses unterstützt die Kalziumaufnahme und die Mineralisation der Knochen. Leider weisen in der Schweiz über ein Drittel der Erwachsenen und 40-50% der Kinder eine Vitamin-D-Insuffizienz auf.<sup>6</sup> Deswegen lohnt es sich, seinen Vitamin-D-Status abzuklären und eine Supplementierung von Vitamin D in Betracht zu ziehen, ganz egal, wie man sich ernährt.</p><h4>Fazit</h4><p>Swissmilk reduziert mit ihrem Plakat komplexe Sachverhalte auf ein einzelnes Produkt. Das Thema (Pflanzen-)Milch, Kalzium und Knochengesundheit ist aber komplexer, als man denkt. Und Kuhmilch führt eben gerade nicht zu gesünderen Knochen – zumindest fehlt für eine solche Behauptung jede Evidenz.</p><p>Natürlich dürfen Werbekampagnen auch vereinfachen. Sie sollten dabei aber nicht Gesundheitsversprechen vermitteln, welche durch die wissenschaftliche Evidenz nicht gedeckt sind. Darum: Gelbe Karte für Swissmilk!</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p><strong>Quellen</strong></p><p>1: Bolland et al (2015): «Calcium intake and risk of fracture: systematic review» In: The BMJ;351:h4580. <a href="https://doi.org/10.1136/bmj.h4580" target="_blank">doi.org/10.1136/bmj.h4580</a></p><p>2: Bischoff-Ferrari et al: «Milk intake and risk of hip fracture in men and women: A meta-analysis of prospective cohort studies» In: Journal of &nbsp;Bone and Mineral Research, 14. Oktober 2010. <a href="https://doi.org/10.1002/jbmr.279" target="_blank">doi.org/10.1002/jbmr.279</a></p><p>3: Willett &amp; Ludwig (2020): «Milk and Health» In: The New England Journal of Medicine 2020;382:644-54. <a href="https://doi.org/10.1056/NEJMra1903547" target="_blank">doi.org/10.1056/NEJMra1903547.</a> Die Autoren weisen darauf hin, dass dass für die Erklärung dieses Zusammenhangs weitere Faktoren, wie etwa Vitamin-D-Status und Ethnizität, eine Rolle spielen könnten, betonen aber, dass ein niedriger Konsum von Milchprodukten offensichtlich kompatibel sei mit einer niedrigen Hüftfrakturrate.</p><p>4: «<span style="-webkit-text-stroke-width:0px;background-color:rgb(255, 255, 255);color:rgb(0, 0, 0);display:inline !important;float:none;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:11px;font-style:normal;font-variant-caps:normal;font-variant-ligatures:normal;font-weight:400;letter-spacing:normal;orphans:2;text-align:start;text-decoration-color:initial;text-decoration-style:initial;text-decoration-thickness:initial;text-indent:0px;text-transform:none;white-space:normal;widows:2;word-spacing:0px;">The paradox (that hip fracture rates are higher in developed countries where calcium intake is higher than in developing countries where calcium intake is lower) clearly calls for an explanation. To date, the accumulated data indicate that the adverse effect of protein, in particular animal (but not vegetable) protein, might outweigh the positive effect of calcium intake on calcium balance.»</span> <a href="https://web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html" target="_blank">(web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html</a>)</p><p>5: Brooke-Wavell et al (2022): «Strong, steady and straight: UK consensus statement on physical activity and exercise for osteoporosis» In: British Journal of Sports Medicine 2022;56:837-846, <a href="https://doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634" target="_blank">doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634</a></p><p>6: <a href="https://www.edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf" target="_blank">edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf</a></p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/milch">Alles über Milch</a></li><li><a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">Kuhmilch oder Pflanzendrinks: Was ist die bessere Wahl?</a></li><li><a href="/kalzium">Mehr Infos zu Kalzium</a></li><li><a href="/promis">Vegan lebende Prominente</a></li><li><a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/" target="_blank" title="Broschüre: Vegan für die Gesundheit">Broschüre: Vegan für die Gesundheit</a></li></ul></div> Wed, 15 Jul 2026 12:53:34 +0000 Nurdin 4212 at https://www.swissveg.ch Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen? https://www.swissveg.ch/de/Pflanzenmilch-Swissmilk-Kampagne <span>Swissmilk-Werbung zur WM: Ist Kuhmilch wirklich die beste Wahl für starke Knochen?</span> <span><span lang="" about="/de/user/3032" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Nurdin</span></span> <span>15. Juli 2026 - 14:53</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Sport ist zurzeit in aller Munde – es ist Fussball-WM und die Schweizer Nati hat es bis ins Viertelfinale geschafft. Klar ist: Um konstant auf hohem Niveau Leistung zu erbringen, ist eine gute Ernährung für Spitzensportler unverzichtbar. Doch welchen Beitrag leistet hierzu eigentlich die Auswahl der richtigen Milch? Und stimmt es wirklich, wie eine neue Kampagne von Swissmilk suggeriert, dass Kuhmilch die beste Option ist für starke Knochen?</p><p>Das Plakat von Swissmilk, welches seit Beginn der WM etappenweise an verschiedenen Werbeflächen zu sehen ist, zeigt drei Fussballer von den Oberschenkeln abwärts. Sie tragen rote Hosen, rote Stulpen und verschiedenfarbige Fussballschuhe. Ihre Schienbeine sind voller Narben und unter ihren Schuhen liegt Dreck. Dazu der Schriftzug: «Stolze Partnerin von Schweizer Knochen» und das Swissmilk-Logo. Hier soll eindeutig suggeriert werden: Milch ist gut für starke Knochen! Doch entspricht das tatsächlich der Wahrheit? Oder wird hier ein veralteter Mythos bedient?</p><h4>Die relevanten Nährstoffe: Protein und Kalzium</h4><p>Um für die eigenen Bedürfnisse die am besten passende Milch zu finden, lohnt &nbsp;es sich, die Werte auf der Rückseite der Packung zu beachten. Dann sieht man schnell, dass <strong>Kuhmilch bei den Makronährstoffen weniger gut</strong> dasteht, als man meinen könnte. Besonders Fett und Zucker enthält Kuhmilch deutlich mehr, als Pflanzenmilch. Und auch beim Protein ist Kuhmilch nicht etwa alleiniger Spitzenreiter, sondern nur an zweiter Stelle hinter Sojamilch – das haben wir <a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">in diesem Artikel</a> bereits detailliert aufgeschlüsselt. Wer also versucht Kalorien zu reduzieren und dabei etwas mehr Protein zu sich zu nehmen, ist mit Sojamilch am besten bedient. Und wem es nicht so wichtig ist, seinen Protein-Intake zu maximieren, kann guten Gewissens zu Hafer- oder einer anderen Pflanzenmilch greifen.</p><p>Bei den in Kuh- und Pflanzenmilch enthaltenen Mikronährstoffen spielt vor allem <strong>Kalzium</strong> eine wichtige Rolle, da es eng mit Knochengesundheit in Verbindung steht. Es bestimmt (nebst anderen wichtigen Funktionen) die Härte der Knochen, aber nur in Verbindung mit den organischen, elastischen Bindegewebsfasern, in welche das Kalzium eingelagert wird. Wenn im höheren Alter diese organische Knochenstruktur aus hormonell und konstitutionell bedingten Gründen vermindert aufgebaut wird, kann eine Osteoporose entstehen; die Knochensubstanz wird poröser und neigt zu Brüchen. Häufig kommt es dann zu Frakturen des Hüftknochens. Doch wie gelingt es am besten, dies vorzubeugen?</p><h4>Ist Kuhmilch eine gute Kalziumquelle?</h4><p>«Kuhmilch enthält Kalzium. Und gesunde Knochen benötigen Kalzium. Also sollte, wer starke Knochen haben will, unbedingt viel Kuhmilch trinken.» – Ungefähr so lautet der Gedankengang, den die Kampagne der Lobby-Organisation Swissmilk in uns auslösen möchte. Das stimmt so aber nicht, sondern ist stattdessen ein <strong>weitverbreiteter und längst widerlegter Mythos</strong>. Schauen wir einmal genauer hin.</p><p>Die wichtigsten Fakten: Kuhmilch enthält etwa 120 Milligramm Kalzium pro 100 Milliliter. Bei Pflanzenmilchprodukten variiert der Kalziumgehalt von Natur aus, weshalb diese oft zusätzlich angereichert werden, um ebenfalls auf 120 Milligramm zu kommen. In dieser Hinsicht sind Kuh- und die meiste Pflanzenmilch also gleichwertig. Der tägliche Bedarf einer erwachsenen Person liegt bei c.a. 1'000 mg Kalzium pro Tag und Schweizerinnen und Schweizer trinken im Durchschnitt ein Glas Milch pro Tag.</p><p>Wer nun meint, seinen Bedarf mit Kuhmilch zu decken, müsste demnach über vier Gläser (à 200 ml) Kuhmilch pro Tag konsumieren. Damit würde auch viel ungesundes tierisches Fett (30g) und Milchzucker (40g) mit aufgenommen. Diese Zahlen können überraschen, denn vielen ist nicht bewusst, dass Kuhmilch sogar mehr Kalorien enthält als Cola. Aber so viel Kuhmilch zu trinken ist zum Glück auch gar nicht nötig, denn <strong>viel bessere Kalziumquellen finden sich bei pflanzlichen Lebensmitteln:</strong> Sesamsamen zum Beispiel kommen auf stolze 783 Milligramm Kalzium pro 100 Gramm und auch Nüsse, Hülsenfrüchte und andere Gemüse enthalten über 200 Milligram Kalzium. Eine Liste mit hervorragenden pflanzlichen Kalziumquellen haben wir <a href="/kalzium">in einem separaten Artikel</a> zusammengestellt. Und weitere Infos zu anderen wichtigen Nährstoffen gibt es in unserer Broschüre <a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/pages/page/9" target="_blank" title="Vegan für die Gesundheit - Nährstoffe">Vegan für die Gesundheit</a>.</p><p>Es stimmt also nicht, dass Kuhmilch ein unentbehrlicher Kalziumlieferant ist. Ganz im Gegenteil: <strong>Für den täglichen Kalziumbedarf kann Kuhmilch problemlos weggelassen werden</strong>, solange genug pflanzliche Lebensmittel, die zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung sowieso bereits dazugehören, gegessen werden.</p><h4>Führt Kalzium zu starken Knochen?</h4><p>Tatsache ist: Die Knochenmasse wird vor allem in den jüngeren Lebensjahren aufgebaut. Dann ist eine ausreichende Kalziumzufuhr besonders wichtig. Etwa ab dem 30. Lebensjahr nimmt die Knochenmasse aufgrund hormoneller und konstitutioneller Veränderungen zunehmend ab. Beispielsweise das Hormon Östrogen hat bekanntlich eine knochenschützende Wirkung, weshalb Frauen ab den Wechseljahren besonders oft von Osteoporose betroffen sind.</p><p>Wer nun aber denkt – wie es die Swissmilk-Plakate suggerieren – er könne &nbsp;seine Knochen im Erwachsenenalter mit dem Konsum von mehr Kuhmilch stärken, liegt schon wieder falsch. Denn auch das ist schon lange wissenschaftlich widerlegt: Im Jahr 2015 kam das wissenschaftliche Journal «The BMJ» beispielsweise in einer grossen systematischen Review von über 40 ernährungsmedizinischen Studien zum Schluss, dass <strong>kein Zusammenhang zwischen Aufnahme von Kalzium über Nahrungsmittel und Knochenbruchrisiko</strong> besteht. Zudem gebe es auch <strong>keine Belege, dass eine Erhöhung der Kalziumaufnahme Knochenbrüche vorbeugen kann</strong>.<sup>1</sup> Eine Metastudie der Universität Zürich mit über 190'000 Teilnehmerinnen kam 2011 ebenfalls zum gleichen Ergebnis: Egal, wie viel Kuhmilch die Probanden tranken, es gab keinen übergeordneten Zusammenhang mit der Anzahl von Hüftfrakturen.<sup>2 </sup>Und eine weitere Review länderspezifischer Daten zum Konsum von Milchprodukten und der Häufigkeit von Hüftfrakturen kam 2020 sogar zu folgendem, paradox anmutenden Resultat: <strong>In den Ländern mit dem höchsten Milch- und Kalziumkonsum gibt es tatsächlich am meisten Hüftfrakturen</strong><sup>3</sup> – ein paradox klingendes Resultat, das aber von der Weltgesundheitsorganisation WHO bestätigt wurde.<sup>4</sup></p><p>Es ist also bestimmt nicht falsch, ausreichend Kalzium zu sich zu nehmen, aber deswegen auf Kuhmilch zu setzen, wäre eindeutig am Tor vorbeigeschossen!</p><h4>Sport, gesunde Ernährung und Vitamin D</h4><p>Apropos Fussball: Ein nebst der Ernährung ebenfalls sehr wichtiger Faktor für die Knochengesundheit ist Sport und Bewegung. Laut Forschern des «National Centre for Sport and Exercise Medicine» lässt sich die Knochenstärke von Osteoporosepatienten durch gezieltes Kraft- und Belastungstraining sowie durch Übungen, welche die Körperhaltung verbessern, maximieren.<sup>5</sup> Es ist naheliegend, dass die selbe Herangehensweise auch vorbeugend wirksam sein dürfte, ganz nach dem Motto: <strong>Knochen, die regelmässig belastet werden, behalten ihre Stärke.</strong> Dies ist der eine Punkt, den das Plakat von Swissmilk korrekt wiedergibt: Sport (etwa Fussball) führt zu starken (Schweizer) Knochen. Nur die Kuhmilch, die hat damit überhaupt nichts zu tun.</p><p>Übrigens gibt es <strong>eine Vielzahl sehr erfolgreicher Sportler und Athleten, welche sich bewusst pflanzenbasiert ernähren</strong>. Wer kennt beispielsweise nicht den Fussballstar Lionel Messi? Dieser stellte 2014 auf eine «plant forward»-Diät um, das heisst, er reduzierte tierische Nahrung auf ein Minimum, um seine Entzündungswerte und die Regenerationsdauer nach dem Training zu verbessern. Oder die Formel 1-Legende Lewis Hamilton, der seit 2017 vegan lebt! Dann gibt es noch die Profi-Tennisspieler Novak Đoković (Welt-Nummer-1) und Venus Williams (Olympiasiegerin) oder den «stärksten Mann Deutschlands», <span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Patrik Baboumian, welche sich ebenfalls pflanzenbasiert bzw. vegan ernähren.</span></p><p><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr">Man könnte hier tatsächlich noch viele weitere Namen aufzählen. (Eine &nbsp;ausführliche</span><a href="/promis"><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> Sammlung vegan lebender Prominenter</span></a><span class="mw-page-title-main" lang="de" dir="ltr"> gibt es auf unserer Webseite.) Auf jeden Fall ist e</span>ines sicher: <strong>Gesunde Knochen und ein aktives, sportliches Leben sind mit pflanzenbasierter bzw. veganer Ernährung durchaus möglich.</strong> Kuhmilch ist hierzu weder notwendig, noch sinnvoll.</p><p>Zum Schluss muss noch erwähnt werden, dass es einen weiteren Mikronährstoff gibt, der für die Knochengesundheit sehr wichtig ist, nämlich Vitamin D. Dieses unterstützt die Kalziumaufnahme und die Mineralisation der Knochen. Leider weisen in der Schweiz über ein Drittel der Erwachsenen und 40-50% der Kinder eine Vitamin-D-Insuffizienz auf.<sup>6</sup> Deswegen lohnt es sich, seinen Vitamin-D-Status abzuklären und eine Supplementierung von Vitamin D in Betracht zu ziehen, ganz egal, wie man sich ernährt.</p><h4>Fazit</h4><p>Swissmilk reduziert mit ihrem Plakat komplexe Sachverhalte auf ein einzelnes Produkt. Das Thema (Pflanzen-)Milch, Kalzium und Knochengesundheit ist aber komplexer, als man denkt. Und Kuhmilch führt eben gerade nicht zu gesünderen Knochen – zumindest fehlt für eine solche Behauptung jede Evidenz.</p><p>Natürlich dürfen Werbekampagnen auch vereinfachen. Sie sollten dabei aber nicht Gesundheitsversprechen vermitteln, welche durch die wissenschaftliche Evidenz nicht gedeckt sind. Darum: Gelbe Karte für Swissmilk!</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p><strong>Quellen</strong></p><p>1: Bolland et al (2015): «Calcium intake and risk of fracture: systematic review» In: The BMJ;351:h4580. <a href="https://doi.org/10.1136/bmj.h4580" target="_blank">doi.org/10.1136/bmj.h4580</a></p><p>2: Bischoff-Ferrari et al: «Milk intake and risk of hip fracture in men and women: A meta-analysis of prospective cohort studies» In: Journal of &nbsp;Bone and Mineral Research, 14. Oktober 2010. <a href="https://doi.org/10.1002/jbmr.279" target="_blank">doi.org/10.1002/jbmr.279</a></p><p>3: Willett &amp; Ludwig (2020): «Milk and Health» In: The New England Journal of Medicine 2020;382:644-54. <a href="https://doi.org/10.1056/NEJMra1903547" target="_blank">doi.org/10.1056/NEJMra1903547.</a> Die Autoren weisen darauf hin, dass dass für die Erklärung dieses Zusammenhangs weitere Faktoren, wie etwa Vitamin-D-Status und Ethnizität, eine Rolle spielen könnten, betonen aber, dass ein niedriger Konsum von Milchprodukten offensichtlich kompatibel sei mit einer niedrigen Hüftfrakturrate.</p><p>4: «<span style="-webkit-text-stroke-width:0px;background-color:rgb(255, 255, 255);color:rgb(0, 0, 0);display:inline !important;float:none;font-family:Verdana, Arial, Helvetica, sans-serif;font-size:11px;font-style:normal;font-variant-caps:normal;font-variant-ligatures:normal;font-weight:400;letter-spacing:normal;orphans:2;text-align:start;text-decoration-color:initial;text-decoration-style:initial;text-decoration-thickness:initial;text-indent:0px;text-transform:none;white-space:normal;widows:2;word-spacing:0px;">The paradox (that hip fracture rates are higher in developed countries where calcium intake is higher than in developing countries where calcium intake is lower) clearly calls for an explanation. To date, the accumulated data indicate that the adverse effect of protein, in particular animal (but not vegetable) protein, might outweigh the positive effect of calcium intake on calcium balance.»</span> <a href="https://web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html" target="_blank">(web.archive.org/web/20200709214343/https://www.who.int/nutrition/topics/5_population_nutrient/en/index25.html</a>)</p><p>5: Brooke-Wavell et al (2022): «Strong, steady and straight: UK consensus statement on physical activity and exercise for osteoporosis» In: British Journal of Sports Medicine 2022;56:837-846, <a href="https://doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634" target="_blank">doi.org/10.1136/bjsports-2021-104634</a></p><p>6: <a href="https://www.edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf" target="_blank">edi.admin.ch/dam/de/sd-web/7ahCvsFYUPsh/stellungnahme-eek-studie-bolland-de.pdf</a></p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/milch">Alles über Milch</a></li><li><a href="/kuhmilch-pflanzenmilch-bessere-wahl">Kuhmilch oder Pflanzendrinks: Was ist die bessere Wahl?</a></li><li><a href="/kalzium">Mehr Infos zu Kalzium</a></li><li><a href="/promis">Vegan lebende Prominente</a></li><li><a href="https://bc.pressmatrix.com/de/profiles/b6b0b8c11377/editions/93b87b7c99a619965eb0/" target="_blank" title="Broschüre: Vegan für die Gesundheit">Broschüre: Vegan für die Gesundheit</a></li></ul></div> Wed, 15 Jul 2026 12:53:34 +0000 Nurdin 4212 at https://www.swissveg.ch Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte https://www.swissveg.ch/de/umfrage_deklaration_26 <span>Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Juli 2026 - 7:27</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Wie sollen vegane Produkte deklariert werden, damit sie am besten verkauft werden?<br>Um dies herauszufinden hat Swissveg eine repräsentative Umfrage bei YouGov in Auftrag gegeben.</p><p>Die Resultate sind klar: Bei allen angesprochenen Kundengruppen (Veganer, Vegetarier und Flexitarier) wird eine Deklaration mit dem offiziellen <a href="/v-label_allgemein">V-Label</a> gewünscht. Alle anderen Deklarationsarten (oder gar keine Vegan-Deklaration) werden deutlich weniger gewünscht.<br>Nur bei den Omnivoren war die Antwort «weiss nicht» am häufigsten, da diese sich offenbar nicht für die Vegandeklaration interessieren bzw. es ihnen egal ist.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"></a><p>&nbsp;</p><h2>Plant-Based statt vegan?</h2><p>Immer wieder wird darüber diskutiert, ob man besser «plant-based» statt vegan auf ein Produkt schreiben soll. Abgesehen davon, dass diese Begriffe keine Synonyme sind, zeigt die Umfrage deutlich: Plant-based kommt zwar bei den Flexitariern und Omnivoren besser an, als das Wort vegan. Aber deutlich attraktiver ist ein veganes Label. Selbst gar keine Deklaration wird eher begrüsst als die Deklaration «plant-based».</p><p>Ausserdem wird klar, dass der reine Begriff «vegan» ganz anders wahrgenommen wird als ein Qualitäts-Label. Auch wenn der Begriff «vegan» ebenfalls im V-Label enthalten ist, geniesst das V-Label dennoch mit Abstand die grösste Akzeptanz bei Konsumenten.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp" alt="Deklarationsvorlieben in der Zielgruppe"></a><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/label-umfrage_2026">V-Label-Umfrage 2026</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 05:27:13 +0000 Renato 4214 at https://www.swissveg.ch Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus. https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2026 <span>Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus.</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Juli 2026 - 9:11</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Schon in der Umfrage von 2024 war das V-Label mit grossem Abstand das bekannteste Label für die Deklaration von veganen Produkten. Die neue Umfrage vom Juni 2026 zeigt nun: Das V-Label konnte seine Führungsposition weiter ausbauen.</p><h2>Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung kennt das V-Label</h2><p>69 % der Schweizer Gesamtbevölkerung kennen das V-Label. Dies sind rund 1,5 % mehr als noch 2024. Unter Veganern und Vegetariern kennen weit über 90 % das V-Label. Und sogar bei den Flexitariern ist es noch bei 76 % bekannt.</p><a href="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp" alt="Zunahme der Bekanntheit des V-Labels von 2024 auf 2026" /></a><p>Zum Vergleich: Die Veganblume der englischen Vegan Society hat an Bekanntheit weiter eingebüsst: Von 26 % auf nur noch 19 %. Fast 80 % der Schweizer Bevölkerung kennen die Veganblume nicht.</p><p>Auch langfristig gesehen, wird das V-Label immer bekannter: in unserer ersten Umfrage dazu, 2017, kannten es erst 47 % der Gesamtbevölkerung. Heute (2026) sind es bereits 69 %.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp" alt="Bekanntheit des V-Labels ist von 2017 bis 2026 stetig gestiegen." class="align-center" /></a><h2>Einstellung zum V-Label</h2><p>Das V-Label ist nicht nur bekannt, sondern geniesst auch einen positiven Ruf. Über 91 % empfinden das V-Label als positiv oder neutral. Nur 5 % empfinden es als negativ. Hingegen stehen dem Label fast 60 % positiv gegenüber.</p><p>Und das Vertrauen ins V-Label hat ebenfalls von 81 % auf 83 % weiter zugenommen.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp" alt="Das Vertrauen in das V-Label ist sehr gross." /></a><h2>Bei welchen Menschen ist das V-Label am bekanntesten?</h2><p>Neben den Veganern, Vegetariern und Flexitariern, gibt es weitere Gruppen, die das V-Label überdurchschnittlich gut kennen.<br />Fast 90 % der Personen in Ausbildung kennen das V-Label. Und besonders bekannt ist es auch bei Jungen Menschen: 87 % der 15 bis 29-Jährigen kennen es.<br />Besonders hohes Vertrauen geniesst das V-Label auch bei einkommensstarken Personen und bei solchen mit einer höheren Bildung.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/umfrage_deklaration_26">Umfrage 2026: Die beliebteste Deklaration für vegane Produkten</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 07:11:37 +0000 Renato 4213 at https://www.swissveg.ch Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus. https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2026 <span>Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus.</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Juli 2026 - 9:11</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Schon in der Umfrage von 2024 war das V-Label mit grossem Abstand das bekannteste Label für die Deklaration von veganen Produkten. Die neue Umfrage vom Juni 2026 zeigt nun: Das V-Label konnte seine Führungsposition weiter ausbauen.</p><h2>Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung kennt das V-Label</h2><p>69 % der Schweizer Gesamtbevölkerung kennen das V-Label. Dies sind rund 1,5 % mehr als noch 2024. Unter Veganern und Vegetariern kennen weit über 90 % das V-Label. Und sogar bei den Flexitariern ist es noch bei 76 % bekannt.</p><a href="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp" alt="Zunahme der Bekanntheit des V-Labels von 2024 auf 2026" /></a><p>Zum Vergleich: Die Veganblume der englischen Vegan Society hat an Bekanntheit weiter eingebüsst: Von 26 % auf nur noch 19 %. Fast 80 % der Schweizer Bevölkerung kennen die Veganblume nicht.</p><p>Auch langfristig gesehen, wird das V-Label immer bekannter: in unserer ersten Umfrage dazu, 2017, kannten es erst 47 % der Gesamtbevölkerung. Heute (2026) sind es bereits 69 %.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp" alt="Bekanntheit des V-Labels ist von 2017 bis 2026 stetig gestiegen." class="align-center" /></a><h2>Einstellung zum V-Label</h2><p>Das V-Label ist nicht nur bekannt, sondern geniesst auch einen positiven Ruf. Über 91 % empfinden das V-Label als positiv oder neutral. Nur 5 % empfinden es als negativ. Hingegen stehen dem Label fast 60 % positiv gegenüber.</p><p>Und das Vertrauen ins V-Label hat ebenfalls von 81 % auf 83 % weiter zugenommen.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp" alt="Das Vertrauen in das V-Label ist sehr gross." /></a><h2>Bei welchen Menschen ist das V-Label am bekanntesten?</h2><p>Neben den Veganern, Vegetariern und Flexitariern, gibt es weitere Gruppen, die das V-Label überdurchschnittlich gut kennen.<br />Fast 90 % der Personen in Ausbildung kennen das V-Label. Und besonders bekannt ist es auch bei Jungen Menschen: 87 % der 15 bis 29-Jährigen kennen es.<br />Besonders hohes Vertrauen geniesst das V-Label auch bei einkommensstarken Personen und bei solchen mit einer höheren Bildung.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/umfrage_deklaration_26">Umfrage 2026: Die beliebteste Deklaration für vegane Produkten</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 07:11:37 +0000 Renato 4213 at https://www.swissveg.ch Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus. https://www.swissveg.ch/de/label-umfrage_2026 <span>Umfrage 2026 zeigt: Das V-Label baut seinen Vorsprung als bekanntestes vegan Label aus.</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Juli 2026 - 9:11</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Schon in der Umfrage von 2024 war das V-Label mit grossem Abstand das bekannteste Label für die Deklaration von veganen Produkten. Die neue Umfrage vom Juni 2026 zeigt nun: Das V-Label konnte seine Führungsposition weiter ausbauen.</p><h2>Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung kennt das V-Label</h2><p>69 % der Schweizer Gesamtbevölkerung kennen das V-Label. Dies sind rund 1,5 % mehr als noch 2024. Unter Veganern und Vegetariern kennen weit über 90 % das V-Label. Und sogar bei den Flexitariern ist es noch bei 76 % bekannt.</p><a href="https://www.swissveg.ch/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-1.webp" alt="Zunahme der Bekanntheit des V-Labels von 2024 auf 2026" /></a><p>Zum Vergleich: Die Veganblume der englischen Vegan Society hat an Bekanntheit weiter eingebüsst: Von 26 % auf nur noch 19 %. Fast 80 % der Schweizer Bevölkerung kennen die Veganblume nicht.</p><p>Auch langfristig gesehen, wird das V-Label immer bekannter: in unserer ersten Umfrage dazu, 2017, kannten es erst 47 % der Gesamtbevölkerung. Heute (2026) sind es bereits 69 %.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Bekanntheit-2.webp" alt="Bekanntheit des V-Labels ist von 2017 bis 2026 stetig gestiegen." class="align-center" /></a><h2>Einstellung zum V-Label</h2><p>Das V-Label ist nicht nur bekannt, sondern geniesst auch einen positiven Ruf. Über 91 % empfinden das V-Label als positiv oder neutral. Nur 5 % empfinden es als negativ. Hingegen stehen dem Label fast 60 % positiv gegenüber.</p><p>Und das Vertrauen ins V-Label hat ebenfalls von 81 % auf 83 % weiter zugenommen.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/Label%20_Umfrage-2026_Vertrauen.webp" alt="Das Vertrauen in das V-Label ist sehr gross." /></a><h2>Bei welchen Menschen ist das V-Label am bekanntesten?</h2><p>Neben den Veganern, Vegetariern und Flexitariern, gibt es weitere Gruppen, die das V-Label überdurchschnittlich gut kennen.<br />Fast 90 % der Personen in Ausbildung kennen das V-Label. Und besonders bekannt ist es auch bei Jungen Menschen: 87 % der 15 bis 29-Jährigen kennen es.<br />Besonders hohes Vertrauen geniesst das V-Label auch bei einkommensstarken Personen und bei solchen mit einer höheren Bildung.</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/umfrage_deklaration_26">Umfrage 2026: Die beliebteste Deklaration für vegane Produkten</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 07:11:37 +0000 Renato 4213 at https://www.swissveg.ch Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte https://www.swissveg.ch/de/umfrage_deklaration_26 <span>Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Juli 2026 - 7:27</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Wie sollen vegane Produkte deklariert werden, damit sie am besten verkauft werden?<br>Um dies herauszufinden hat Swissveg eine repräsentative Umfrage bei YouGov in Auftrag gegeben.</p><p>Die Resultate sind klar: Bei allen angesprochenen Kundengruppen (Veganer, Vegetarier und Flexitarier) wird eine Deklaration mit dem offiziellen <a href="/v-label_allgemein">V-Label</a> gewünscht. Alle anderen Deklarationsarten (oder gar keine Vegan-Deklaration) werden deutlich weniger gewünscht.<br>Nur bei den Omnivoren war die Antwort «weiss nicht» am häufigsten, da diese sich offenbar nicht für die Vegandeklaration interessieren bzw. es ihnen egal ist.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"></a><p>&nbsp;</p><h2>Plant-Based statt vegan?</h2><p>Immer wieder wird darüber diskutiert, ob man besser «plant-based» statt vegan auf ein Produkt schreiben soll. Abgesehen davon, dass diese Begriffe keine Synonyme sind, zeigt die Umfrage deutlich: Plant-based kommt zwar bei den Flexitariern und Omnivoren besser an, als das Wort vegan. Aber deutlich attraktiver ist ein veganes Label. Selbst gar keine Deklaration wird eher begrüsst als die Deklaration «plant-based».</p><p>Ausserdem wird klar, dass der reine Begriff «vegan» ganz anders wahrgenommen wird als ein Qualitäts-Label. Auch wenn der Begriff «vegan» ebenfalls im V-Label enthalten ist, geniesst das V-Label dennoch mit Abstand die grösste Akzeptanz bei Konsumenten.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp" alt="Deklarationsvorlieben in der Zielgruppe"></a><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/label-umfrage_2026">V-Label-Umfrage 2026</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 05:27:13 +0000 Renato 4214 at https://www.swissveg.ch Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte https://www.swissveg.ch/de/umfrage_deklaration_26 <span>Die beliebteste Deklaration für vegane Produkte</span> <span><span lang="" about="/de/user/2566" typeof="schema:Person" property="schema:name" datatype="">Renato</span></span> <span>13. Juli 2026 - 7:27</span> <div class="field field--name-body field--type-text-with-summary field--label-hidden field__item"><p class="einleitung">Wie sollen vegane Produkte deklariert werden, damit sie am besten verkauft werden?<br>Um dies herauszufinden hat Swissveg eine repräsentative Umfrage bei YouGov in Auftrag gegeben.</p><p>Die Resultate sind klar: Bei allen angesprochenen Kundengruppen (Veganer, Vegetarier und Flexitarier) wird eine Deklaration mit dem offiziellen <a href="/v-label_allgemein">V-Label</a> gewünscht. Alle anderen Deklarationsarten (oder gar keine Vegan-Deklaration) werden deutlich weniger gewünscht.<br>Nur bei den Omnivoren war die Antwort «weiss nicht» am häufigsten, da diese sich offenbar nicht für die Vegandeklaration interessieren bzw. es ihnen egal ist.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Produkt-kaufen.webp"></a><p>&nbsp;</p><h2>Plant-Based statt vegan?</h2><p>Immer wieder wird darüber diskutiert, ob man besser «plant-based» statt vegan auf ein Produkt schreiben soll. Abgesehen davon, dass diese Begriffe keine Synonyme sind, zeigt die Umfrage deutlich: Plant-based kommt zwar bei den Flexitariern und Omnivoren besser an, als das Wort vegan. Aber deutlich attraktiver ist ein veganes Label. Selbst gar keine Deklaration wird eher begrüsst als die Deklaration «plant-based».</p><p>Ausserdem wird klar, dass der reine Begriff «vegan» ganz anders wahrgenommen wird als ein Qualitäts-Label. Auch wenn der Begriff «vegan» ebenfalls im V-Label enthalten ist, geniesst das V-Label dennoch mit Abstand die grösste Akzeptanz bei Konsumenten.</p><a href="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp"><img src="/sites/swissveg.ch/files/bilder/Diagramme/V-Label%20_Umfrage-2026_Zielgruppe.webp" alt="Deklarationsvorlieben in der Zielgruppe"></a><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p></div> <div class="fussnoten"> <div class="item"> <p>Die repräsentative Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von Swissveg zwischen dem 15. und 24. Juni 2026 durchgeführt. Befragt wurden 1020 Personen im Alter zwischen 15 und 79 Jahren, die in der Schweiz leben.</p></div></div> <div class="title-weitere-infos"> Weitere Infos </div><div class="item"> <ul><li><a href="/label-umfrage_2026">V-Label-Umfrage 2026</a></li><li><a href="/v-label-trend">Auch 2023 gehört das V-Label zu den dynamischsten und trendigsten Marken der Schweiz</a></li><li><a href="/label-umfrage_2024">V-Label-Umfrage 2024: Das V-Label stärkt seine Führungsposition</a><br>&nbsp;</li></ul></div> Mon, 13 Jul 2026 05:27:13 +0000 Renato 4214 at https://www.swissveg.ch