Agriculture bio-végane

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Die landwirtschaftliche Nutzfläche der Erde ist immer mehr bedroht. Weltweit führen ausgelaugte Böden zu wesentlich geringeren Ernten, die Produktivität lässt nach und das Ackerland weist ernsthafte Schäden auf. Gründe für diese Probleme gibt es einige: Nicht nur der Raubbau am Boden, sondern auch Antibiotika-Rückstände und eine Überdüngung des Ackerlandes sind dafür verantwortlich, dass die Erde immer weniger hergeben kann.

Warum ist der vegane Landbau natürlicher?

Ein Gramm Erde enthält Milliarden von Mikroorganismen. Diese Organismen verarbeiten abgestorbene Blätter, Holz, Stroh etc. zu feinstem, nährstoffreichem Kompost. Dass chemischer Dünger diese Kleinstlebewesen lähmt und tötet, ist bekannt.
Was man zu wenig beachtet, ist, dass auch scharfe Gülle die Bodenbakterien schädigt und aus dem Gleichgewicht bringt. Sie enthält unverrottet praktisch allen Stickstoff, der bei der Ausscheidung vom Tier vorhanden war. Dieser – vor allem der Harnstoff des Urins – wirkt genauso wie der künstliche Harnstoff des Kunstdüngers: Er geht direkt in den Pflanzenkreislauf und zwingt die Pflanze, mehr Wasser aufzunehmen, als sie es von Natur aus täte. Dadurch wird Getreide, Gemüse etc. schwerer, aber die vom Bodenleben gelieferten Spurenelemente werden nicht mehr aufgenommen; die Pflanze verarmt also. Dies äussert sich in einem wässrigen Geschmack, einer höheren Krankheitsanfälligkeit und in einem niedrigeren Nährwert für den Menschen. Durch eine schonende Düngung mit reinen Naturstoffen und Mineralien überträgt sich die Gesundheit des Bodens auf die Pflanzen, deren Wachstum und Bekömmlichkeit und kommt damit der Gesundheit des Menschen zugute.

Quelle:  www.lebegesund.info

Praxisbeispiele: 

«Grosse Vorteile durch die Umstellung des Betriebes.»

Mythos und Praxis bei bioveganem Landbau.

Zwei Schweizer Landwirte wagen den Schritt in Richtung bioveganem Landbau und ein Deutscher geniesst seine Erfolge

Anwendungsbeispiel: 

Auf Du mit den Schnecken

Was tun Vegetarier gegen hungrige Schnecken im Garten?

Der 3. Bio-vegane Landbautag

Dem bio-veganen Land- und Gartenbau und der veganen Lebenskultur gehört die Zukunft! - Das war das klare Ergebnis einer internationalen deutsch-schweizerisch-österreichischen Vegetariertagung in Verbindung mit dem 3. bio-veganen Landbautag am 15. Mai 2004 in Friedrichshafen am Bodensee.

Die Verknüpfung der Vegetariertagung, in deren Mittelpunkt der bio-vegane Land- und Gartenbau stand, mit dem 3. bio-veganen Landbautag hat sich als günstig erwiesen: Mit ca. 50 Besuchern konnte die Veranstaltung vom Inhalt und Ablauf als auch von der Teilnehmerzahl zufrieden stellen. 
Neben der Darstellung der Grundelemente des bio-veganen Land- und Gartenbaus durch Ronny Witek aus Wien gab es auch einen Bericht des Praktikers Hans Pfänder aus Schwabmünchen bei Augsburg. Die Gesundheitsberaterin Juliane Rabestein aus Oberteuringen bei Friedrichshafen informierte über die gesundheitlichen Aspekte der vegetarischen und veganen Ernährungsweise. Die kooperative Gartenbaumethode nach Eike Braunroth wurde durch Reiner Degen (Gesamtorganisation), Salem, dargestellt.

Bereits am Vormittag konnte in der Fussgängerzone in Friedrichshafen mit mehreren Informationsständen auf die Anliegen der friedfertigen, veganen Lebenskultur und des bio-veganen Land- und Gartenbaus aufmerksam gemacht werden, wobei die Schweizerische Vereinigung für Vegetarismus die Öffentlichkeitsaktion mit einem besonders umfangreichen Informationsstand bereicherte. Erfreulich zahlreich waren im Übrigen die Teilnehmer aus der Schweiz vertreten.

Ronny Witek gelang es sehr gut, in Kooperation mit dem Publikum, die wesentlichen Elemente des bio-veganen Land- und Gartenbaus, die Friedfertigkeit, die Nachhaltigkeit und die Erdverbundenheit, herauszuarbeiten.
Wer den Tierschutz, das Recht der Tiere auf Leben, die Achtung vor allem Leben und damit zentrale ethische Aspekte wirklich konsequent ernst nimmt, wer die bekannten ökologischen Auswirkungen der Tierhaltung auf das Weltklima, die Gefährdungen von Boden, Luft und Wasser, den enorm hohen Nahrungsmittel- und Energieverbrauch sowie die Hungersnöte in vielen Teilen der Erde erkennt und nicht verdrängt, kommt zum klaren Ergebnis, dass kein Weg an der veganen Lebenskultur und damit logischerweise dem bio-veganen Land- und Gartenbau vorbeiführt, um ein Überleben, ein friedliches Zusammenleben zwischen den Menschen sowie zwischen den Menschen und der Natur zu erreichen. 
Der Mensch von morgen wird ein Liebender sein oder er wird nicht mehr sein, hiess der von Reiner Degen in den Raum gestellte Leitsatz, der immer wieder in den Redebeiträgen durchschimmerte.

Wie eine erfolgreiche Umstellung von der Tierhaltung auf tierlosen, bio-veganen Land- und Gartenbau auch tatsächlich funktioniert, konnte Hans Pfänder aus seiner annähernd 10-jährigen Praxis anschaulich schildern. Neben der Existenzsicherung durch den landwirtschaftlichen Betrieb wurden auch die sozialen Aspekte sowie die Vorteile der zeitlichen Flexibilität durch den Wegfall der mit der Tierhaltung verbundenen regelmässigen und immer wiederkehrenden Aufgaben deutlich. Zahlreichen Menschen könnten Teilzeitarbeitsplätze angeboten werden. 
Die aus Lebensreformer- und Vegetarierkreisen schon länger betonten gesundheitlichen Vorteile einer vegetarischen und veganen Ernährung wurden auf dem aktuellen wissenschaftlichen Stand von der jungen Gesundheitsberaterin Juliane Rabestein lebendig vermittelt. Sie konnte hierbei insbesondere auf die Kernaussage des neuesten amerikanischen und kanadischen Positionspapiers zur vegetarischen Ernährung (herausgegeben von der American Dietetic Association und der Dietitians of Canada) zurückgreifen:

«Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, inklusive während der Schwangerschaft, Stillzeit, Kindheit und in der Pubertät ...»

Auch der bisher immer wieder hervorgehobene Mangel an bestimmten Mineralien und Vitaminen konnte widerlegt werden. Zahlreiche Fragen aus dem Publikum konnten zufrieden stellend beantwortet werden. 
Als eine wichtige Ergänzung der konsequent betriebenen veganen Lebenskultur und des bio-veganen Land- und Gartenbaus verdeutlichte Reiner Degen die kooperative Gartenbaumethode, eine friedfertige Anbauweise im Garten und auf dem Feld, die keine Schädlinge kennt, sondern ein friedliches, harmonisches Miteinander mit den dort lebenden Kleinlebewesen pflegt. Die geistige Kommunikation, die Bereitschaft, mit den Tieren einen Friedensvertrag abzuschliessen, um ihren Lebensraum abzusichern, und die Änderung der inneren Haltung, die keinen Kampf mehr kennt, sind dabei die wesentlichen Elemente.

Erfolgreich war auch das der Tagung vorausgegangene internationale Bodensee-Vegetariertreffen, das für eine aktive Zusammenarbeit auf regionaler Ebene wichtige Impulse gab. Zwischenzeitlich fand bereits ein regionales Arbeitskreistreffen unter dem Leitgedanken «Aufbruch in eine friedliche, vegetarische/vegane Lebenskultur» statt. Ja, dem bio-veganen Land- und Gartenbau und der veganen Lebenskultur gehört wirklich die Zukunft. Seien wir davon voll überzeugt und zuversichtlich, dass unsere Bemühungen zur Information unserer Mitmenschen mehr und mehr auf fruchtbaren Boden fallen. Es ist Wendezeit!

Reiner Degen

 

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