Krebsvorbeugung durch Ernährung

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Krebs

Krebs ist nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache in der Schweiz.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass folgende Nahrungsfaktoren die meisten Krebsarten fördern1:

  • hoher Fettkonsum
  • hoher Fleischkonsum (insbesondere gegrilltes, rotes Fleisch)

Folgende Nahrungsbestandteile senken das Krebsrisiko1:

  • viel Früchte
  • viel Gemüse
  • hoher Anteil an Ballaststoffen (vor allem bezüglich Dickdarmkrebs).

Zur Zeit wird von Wissenschaftlern untersucht, welche Stoffe in Früchten und Gemüse für die gesundheitlichen Vorteile verantwortlich sind. Jedoch erscheint immer mehr, dass kein einzelner Stoff (z.B. ein Vitamin) die Vorteile einer Ernährung mit naturbelassenen, pflanzlichen Lebensmitteln vollständig ersetzen kann2. Es wird aber immer noch intensiv weitergeforscht, da sich hier natürlich für die chemische Industrie (Pillenproduzenten) ein riesiges Marktpotential auftun würde. Als Vegetarier hat man kaum solche Probleme: Die vegetarische Ernährungsweise erfüllt alle Empfehlungen der Krebsvorbeugung, die bisher herausgegeben wurden in idealer Weise (was den Fettkonsum anbelangt trifft dies noch mehr auf Veganer zu). Obwohl die Ernährung nur ein Faktor bei der Entstehung von Krebs ist (jedoch ein sehr wichtiger), ist er natürlich nicht der Einzige. Kaum ein anderer lässt sich jedoch so einfach selbst beeinflussen wie dieser. Trotz all diesen Erkenntnissen setzen Wissenschaftler und Regierungen im Kampf gegen Krebs vor allem auf die Gentechnik!3. Die Regierungen scheinen in einem Dilemma: Einerseits subventionieren sie mit Milliardenbeträgen die Produktion von tierischen Nahrungsmitteln und andererseits wird immer klarer, dass diese Produkte viele Krankheiten zumindest mitverursachen. Sollen Sie jetzt vom Konsum der subventionierten, tierischen Produkte abraten und die Staatsrechnungen mit noch mehr Geldern für die Lagerung und Entsorgung der Produkte belasten oder alle Erkenntnisse ignorieren und statt den Ursachen weiterhin die Symptome der Fehlernährung bekämpfen? Leider scheinen sie sich unter dem Druck der Agrarlobby und der Wissenschaftler für Letzteres entschieden zu haben.

Fussnoten:
  1. M. Osborne, P. Boyle, M. Lipkin: Cancer prevention, Lancet 1997; 349 (suppl II): 27-30

  2. Ärzte Zeitung, 7.11.97

  3. Ärzte Zeitung, 27.10.97